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Eichenrotkappe - Leccinum quercinum? *PIC*

Uli Esch, (vor 5537 Tagen)

Hallo Pilzfreunde!

Da geht man einmal ohne Kamera in den Wald und schon fällt mir die erste Rotkappe im heimischen Wald vor die Füße. Ich dachte, ich sehe nicht richtig. Hab sie mitgenommen und halt daheim fotografiert.

Die Schüppchen am Stiel und auch das Fleisch haben sich an den angefaßten Stellen nicht verfärbt. Es gab einige verletzte Stellen, die schon im Wald blass-türkis verfärbt waren.

Die Schnittstelle verfärbte sich erst nach einigen Minuten leicht grau. Erst nach 15 Minuten wurde es etwas dunkler.

Der Geruch war sehr angenehm, steinpilzartig, aber nicht ganz so intensiv wie Steinpilz.

Liege ich da mit L. quercinum richtig??

LG
Uli

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Schnittfläche nach ca 15 Minuten *PIC*

Uli Esch, (vor 5537 Tagen) @ Uli Esch

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Bild von den Röhren *PIC*

Uli Esch, (vor 5537 Tagen) @ Uli Esch

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Re: Eichenrotkappe - Leccinum quercinum?

Jürgen, (vor 5537 Tagen) @ Uli Esch

Hallo Uli,

wenn die Stielschuppen nicht erst durch Druck rotbräunlich verfärbt haben, ist L. quercinum korrekt.

Bei Rotkappen-Bestimmungsanfragen wirst du immer reflexartig die Nachfrage bekommen: Begleitbäume?

Gruß, Jürgen

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Begleitbäume

Uli Esch, (vor 5537 Tagen) @ Jürgen

Herrje!

Klar, die Begleitbäume... Hab ich eben vergessen.
Es standen Buchen, Hainbuchen, Kiefern und eben Eichen dort. :-)

LG
Uli

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Re: Eichenrotkappe - Leccinum quercinum?

Alis ⌂, (vor 5537 Tagen) @ Jürgen

wenn die Stielschuppen nicht erst durch Druck rotbräunlich verfärbt haben,
ist L. quercinum korrekt.
Bei Rotkappen-Bestimmungsanfragen wirst du immer reflexartig die Nachfrage
bekommen: Begleitbäume?
Gruß, Jürgen

Hallo Jürgen,

sind nicht ein Teil der Rotkappen unter aurantiacum zusammengefasst?
Wenn ja, welche alle?

Gruß Alis

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Re: Eichenrotkappe - Leccinum quercinum?

Jürgen, (vor 5537 Tagen) @ Alis

Hallo Alis,

hatten wir alles schon mal:
Beitrag 84261

Nochmals kurz aus dem Stegreif zur Erläuterung: Bulliards Tafel von Boletus aurantiacus zeigt mit großer Sicherheit die Eichenrotkappe. Diese Art wächst nachweislich auch unter Pappeln (und selten auch anderen Laubbäumen, z.B. Rotbuche). Die "Rotkappe" wurde bis weit ins 20. Jahrhundert hinein als Sammelart aufgefasst. Alles, was Rotkappe war und nicht unter Birke wuchs, wurde mit dem Namen aurantiacum belegt. Infolge der Arbeiten Pilàts, der erstmals die Eichenrotkappe im strengen Sinne beschrieb und für sie das neue Epithet quercinum kreierte, blieb der alte Name aurantiacum an der weißschuppigen, strikt an Espen gebundene Sippe hängen. Es gab späterhin Versuche, den Namen - wiewohl jetzt im Sinne der Originaltafel Bulliards falsch angewandt - in diesem Sinne zu stabilisieren. Das hat sich aber doch nicht durchgesetzt; der Name aurantiacum blieb v.a. in Frankreich und andernorts, wo die weißschuppige Sippe erheblich seltener ist, stets auch für die Eichenrotkappe in Gebrauch. Seit Den Bakker geht man dazu über, den Namen Leccinum aurantiacum wieder im ursprünglichen Sinn, nämlich für die rotschuppige, vorzugsweise bei Eichen wachsende Art zu verwenden. Die weißschuppige, strikt an Espen gebundene Sippe nennt er Leccinum albostipitatum (obwohl es einen älteren, von Dörfelt und Berg gültig nach Leccinum umkombinierten Boletus leucopodius Pers. gibt, der unzweideutig unsere Espenrotkappe bezeichnet). Also: Unter dem Namen Leccinum aurantiacum werden nicht mehrere Arten zusammengefasst, sondern es besteht immer noch eine gewisse Uneinigkeit darüber, welche der beiden in Frage kommenden Arten er bezeichnen soll.

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Danke

Alis ⌂, (vor 5536 Tagen) @ Jürgen

Hallo Alis,
hatten wir alles schon mal:
Beitrag 84261

Hallo Jürgen,

du hast offensichtlich ein besseres Gedächtnis als ich ;-)
Davon abgesehen:
Walter Pätzold soll mal gesagt haben:
"Die deutschen Pilznamen ändern sich von Region zu Region, die wissenschaftlichen von Jahr zu Jahr"
Somit hätte sich in den letzten sechs Jahren viel tun können.
Bei Xerocomus frage ich erst gar nicht...

Gruß Alis