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Unglaubliche Bewußtseinserweiterung

Pappenheimer, (vor 9145 Tagen)

Hallo liebe Hobbymykologen,

daß Pilze nicht nur eine Gaumenfreude darstellen, sondern auch einen unermeßlichen Reichtum an Weisheit offenbaren können, habe ich in mehrjährigen Selbstversuchen getestet. Besonders der Fliegenpilz weist psychoaktive Fähigkeiten auf, welche ohne körperliche Nebenwirkungen erforscht werden können, wenn man einige "Regeln" beachtet. Diese Methode habe ich selbst schon oft angewandt.

Die Herstellung von Soma, dem Fliegenpilztrank:

Beginnen sollte man mit 6-10g des getrockneten Pilzes, Hut am Stamm im natürlichen Verhältnis (3:1).

1. 0,3l Wasser (eine große Tasse voll) in einem Topf auf ca. 90 Grad erhitzen. Es sollte sich kurz vor dem Siedepunkt befinden.

2. Der zerkleinerte Pilz (einige Quellen raten ihn feiner zu mahlen als Kaffee) wird in das heiße Wasser gegeben.

3. Mindestens 30, besser 45 Minuten oder mehr wird die "Suppe" im heißen Wasser gerührt, wobei Kochen vermieden werden sollte (wenn`s mal aufkocht, ist das aber nicht so schlimm).

4. Danach wird die Brühe stehengelassen, bis sie trinkbar ist. Es sollte soviel Wasser verdampft sein, daß ca. eine kleine Tasse übrig ist.

Wissenschaftler haben bislang drei Stoffe des Fliegenpilzes als psychoaktiv identifiziert: Ibotensäure, Muskarin und Muskimol. Die Ibotensäure hat nur wenig psychoaktive Kraft, dafür ist sie übelkeitserregend. Muskarin - in anderen Pflanzen für Tobsuchtsanfälle verantwortlich - ist, so sind sich alle wissenschaftlichen Quellen einig, in viel zu geringen Mengen enthalten, um zu wirken. Muskimol ist der Stoff, der im Wesentlichen für die berauschende Wirkung verantwortlich gemacht wird, obgleich er, alleine verabreicht ein abweichendes Wirkungsbild zeigt. Die Vermutung liegt nahe, daß noch weitere Stoffe ihre Wirkungen entfalten. Die Trocknung des Fliegenpilzes bewirkt nun, daß die Ibotensäure zu Muskimol umgewandelt wird. Während also frische Fliegenpilze kaum etwas anderes als Übelkeit bewirken, sind getrocknete Fliegenpilze "geladen mit der Energie des Sonnengottes". Die Zubereitung mit heißem Wasser führt zusätzlich dazu, daß auch das Muskarin in Muskimol umgewandelt wird - und offensichtlich auch noch andere Prozesse ablaufen, denn:
Soma schmeckt zwar nicht besonders gut, eine Übelkeit ist jedoch bei mir und anderen, die diese Methode anwenden, noch NIE aufgetreten (im Gegensatz zu Psilos, Holzrose etc.).Natürlich ist nicht in jedem Fliegenpilz exakt gleich viel psychoaktive Kraft, aber die berichteten Schwankungsbreiten scheinen mir eher von den vielen Möglichkeiten herzurühren, ihn falsch zuzubereiten. Bei vielen Experimenten mit unterschiedlichen Fliegenpilzen bin ich zur Überzeugung gelangt, daß folgende Skala einen guten Anhaltspunkt bietet:

unter 5g: keine Wirkung

5-10g: spürbare Wirkung, Euphorie ("Glückspilz"), gesteigerte Wahrnehmung (ähnlich wie bei Cannabis).

10-15g: Euphorie (bis zu 24 Stunden lang!), Entspannung (ggf Schlaf mit intensiven, bunten Träumen), gesteigerte Wahrnehmung, leichte Halluzinationen, Gefühl des Fliegens.

15-20g: Halluzinationen (ohne Auflösung der Realität, bei Bewußtsein Kontakte zum Jenseits, Begegnung mit Geistern, Göttern etc. Möglichkeiten des mentalen Fluges an andere Orte, Ekstase, ggf. sehr prägende Visionen).

Die Wirkung tritt etwa 15-60 Minuten nach der Einnahme ein. Man sollte, bis auf Tabak und Cannabis, 24 Stunden vor der Einnahme keine Drogen zu sich nehmen. Der Trank sollte auf nüchternen Magen genommen werden. Während des Trips kann man noch gut essen, wenn er nicht so stark ist, daß man diese Welt (vorrübergehend) verläßt und somit natürlich auch keinen Hunger hat )
Und bedenke: Du kannst damit Dinge "erleben", die Dein restliches Leben - und das können noch viele tausend Jahre sein - stark verändern....also nutze den Pilz in Weisheit.....

Gruß an alle Psychonauten,
Pappenheimer

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Re: Unglaubliche Bewußtseinserweiterung

Baerbel, (vor 9145 Tagen) @ Pappenheimer

Habe mir vor einiger Zeit erlaubt dein Rezept vom ToG-Forum hier zu verlinken.
Danke nochmal, das ist mal eine greifbare Aussage
MfG
Baerbel

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Solche Beiträge gehören nicht ins Forum ... *oT*

Jogi, (vor 9145 Tagen) @ Pappenheimer

- kein Text -

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Jawoll!!!! Bitte nur die Sammler! Schäm dich Pappi *oT*

Baerbel, (vor 9145 Tagen) @ Jogi

- kein Text -

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Re: Solche Beiträge gehören nicht ins Forum ...

Baerbel, (vor 9145 Tagen) @ Jogi

Ich finde auf www.pilzepilze.de ausserhalb des Forums einen Trippbericht und eine ausdrückliche Beschreibung zur halluzinogenen Wirkung von Psilocybe und Amanita Muscaria. Ich denke, dass hier jeder alt genug ist, dass er selbst entscheidet was er liest und was nicht. Es wird gegen kein bekanntes Gesetz verstossen. Und dieser Text hat ja wohl eindeutig mit Pilzen zu tun, da gabs schon ganz andere Themenquerschläger hier.
Wenn ich seitenweise Berichte lese wie man den Hallimasch richtig zubereitet um seine Gifte zwecks Gaumenfreude zu beseitigen, sollen solche Texte zum Zwecke der psychoaktiven Wirkung des sonst giftigen Fliegenpilzes fehlen?
Es kann einfach nicht genug Aufklährung geben!
Ausprobieren werden es immer welche, dann sollte man auch mit Information gerade zu einem solchen Thema nicht geizen.
MfG
Baerbel

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Re: Solche Beiträge gehören nicht ins Forum ...

Georg, (vor 9145 Tagen) @ Baerbel

Ich denke, dass hier jeder alt genug ist,
dass er selbst entscheidet was er liest und was nicht. Es wird gegen kein
bekanntes Gesetz verstossen. Und dieser Text hat ja wohl eindeutig mit
Pilzen zu tun, da gabs schon ganz andere Themenquerschläger hier.
Wenn ich seitenweise Berichte lese wie man den Hallimasch richtig zubereitet
um seine Gifte zwecks Gaumenfreude zu beseitigen, sollen solche Texte zum
Zwecke der psychoaktiven Wirkung des sonst giftigen Fliegenpilzes fehlen?
Es kann einfach nicht genug Aufklährung geben!
Ausprobieren werden es immer welche, dann sollte man auch mit Information
gerade zu einem solchen Thema nicht geizen.

Genau meine Meinung.

Georg

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Re: Solche Beiträge gehören ins Forum!

Thomas Pruß, (vor 9145 Tagen) @ Georg

Moin Georg,
ich halte zwar nichts von bewußtseinserweiternden Drogen, doch bin ich auch der Meinung, dass so etwas hier diskutiert werden soll und muss. Aber wäre es nicht auch möglich, dass du diesen Beitrag in deine Pilzgeschichten stellst?
Grüsslis
Thomas

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schon lange nicht mehr so gelacht - Danke! *oT*

Holger, (vor 9145 Tagen) @ Pappenheimer

- kein Text -

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Re: Unglaubliche Bewußtseinserweiterung

Oktober, (vor 9145 Tagen) @ Pappenheimer

Hallo Pappenheimer,

endlich einmal ein ernstzunehmender Beitrag zu diesem Thema.
Ich hoffe, dass Du uns noch ausführlicher mit Hintergrundinfos versorgst.

Dass das Ganze ohne Übelkeit abläuft kann ich mir nämlich nicht vorstellen :-).

Gruß
Oktober

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Re: Unglaubliche Bewußtseinserweiterung

Hias, (vor 9144 Tagen) @ Pappenheimer

Hat da wer die Grow fleissig gelesen... Die Erdgeister lassen grüßen. Habs selbst auch schon mal mit 6g trocken versucht und mich 10Std. saugut gefühlt. Als dann fröhliche Verspulung... Hias

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Gehört auf jeden Fall ins Forum

Hias, (vor 9144 Tagen) @ Pappenheimer

Ich finde gut wenn hier Vorurteilslos über jede Art des Pilzgebrauchs diskutiert wird und finde es extrem scheisse das es da Leute gibt die das nicht tolerieren können. Die Welt ist nun mal nicht nur schwarz oder weiß bzw. Speise oder Giftpilz. Lang lebe die freie Information Hias.

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Re: Unglaubliche Bewußtseinserweit.... - nachfrage

marasmia, (vor 9143 Tagen) @ Pappenheimer

hallo!

Die Herstellung von Soma, dem Fliegenpilztrank: Beginnen sollte man mit 6-10g
des getrockneten Pilzes, Hut am Stamm im natürlichen Verhältnis (3:1).

"Hut am Stamm im natürlichen Verhältnis (3:1)"

bin ich zu blond um das zu verstehen?
erbitte erklärung, was ist hut am stamm?
meinst du dass der hut natürlicherweise im (gewichts)verhältnis 3:1 zum stiel steht und man solch einen wohlproportieonierten pilz nehmen soll?
*grübel*

und das:

Die Trocknung des
Fliegenpilzes bewirkt nun, daß die Ibotensäure zu Muskimol umgewandelt
wird. Während also frische Fliegenpilze kaum etwas anderes als Übelkeit
bewirken, sind getrocknete Fliegenpilze "geladen mit der Energie des
Sonnengottes". Die Zubereitung mit heißem Wasser führt zusätzlich
dazu, daß auch das Muskarin in Muskimol umgewandelt wird

klingt mir einfach alles zu einfach mit der umwandlerei. haben wir einen chemiker oder biologen hier?

zweifelnd
marasmia

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Re: Unglaubliche Bewußtseinserweit.... - nachfrage

Pappenheimer, (vor 9143 Tagen) @ marasmia

hallo!
"Hut am Stamm im natürlichen Verhältnis (3:1)"
bin ich zu blond um das zu verstehen?
erbitte erklärung, was ist hut am stamm?
meinst du dass der hut natürlicherweise im (gewichts)verhältnis 3:1 zum stiel
steht und man solch einen wohlproportieonierten pilz nehmen soll?
*grübel*
und das: klingt mir einfach alles zu einfach mit der umwandlerei. haben wir
einen chemiker oder biologen hier?
zweifelnd
marasmia

Hallo Marasmia,
sicherlich ist der Umstand, daß du blond bist, in in keinster Weise dem Verständnis des Satzes "Hut am Stamm im natürlichen Verhältnis (3:1)" widerstrebend. Wie Du schon sehr richtig erkannt hast, ist damit gemeint, daß ein Amanita muscaria Pilz gewählt werden sollte, welcher die natürlichen Proportionen von 3/4 Hut und 1/4 Stamm aufweist. Da bedauerlicherweise bei vielen Personen im Hinblick auf chemische Zusammenhänge ein eher rudimentäres Verständnis besteht, habe ich mir erlaubt, auf diese Feinheiten bislang nicht einzugehen. Da jedoch aufgrund Deiner Anfrage die Notwendigkeit besteht, auf diesen Sachverhalt näher einzugehen, halte ich es für dringend angebracht, eventuelle Unklarheiten umgehend zu beseitigen. Um die Umwandlung der Ibotensäure nach thermischer Einwirkung in das Derivat Muscimol zu verdeutlichen, scheint mir das folgende Schemata angebracht:

http://fliegenpilz.4xtc.net

Festzuhalten bleibt: Muscimol ist kein genuiner Inhaltsstoff von Amanita muscaria, es entsteht (siehe Schaubild) durch Decarboxalisierung von Ibotensäure. Da die Decarboxalisierung thermisch induziert wird, sind viele Amanita muscaria Zubereitungen mit einer warmen Lagerung bzw. mit Trocknung verbunden.

Psychedelische Grüße,
Pappenheimer

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Muscimol-Formel?

Karl Keck ⌂, (vor 9143 Tagen) @ Pappenheimer

Bei Bresinsky/Besl: Giftpilze (1985) sieht die Formel für Muscimol anders aus. Was stimmt?
Karl

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Re: Muscimol-Formel? *PIC*

Wolfgang F., (vor 9142 Tagen) @ Karl Keck

Bei Bresinsky/Besl: Giftpilze (1985) sieht die Formel für Muscimol anders
aus. Was stimmt?
Karl

Hi Karl,

wenn Du die Formeln gegenüberstellt, stellst Du fest, daß beides Tautomere derselben Substanz sind, die im Gleichgewicht zueinander vorliegen.

Der einzige Unterschied ist ein Proton, daß am 5-Ring oder an der Aminofunktion gebunden sein kann.

[image]

Die Formel von Bresinsky ist wohl ein kleines bischen richtiger, weil diese Struktur (zumindest in wässriger Lösung) überwiegt, aber so genau müssen wir es hier nicht nehmen.

Wolfgang

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Re: chemischer Ablauf...

Kräuterfee, (vor 9143 Tagen) @ marasmia

Jetzt gut lüften für den Geist - ein bißchen chemische Theorie verständlich (hoffentlich *ggg*)
Wenn man sich die Strukturformel ansieht - Bsp.=> bildlich anschaut - kann man es laut Chemieunterricht ableiten:
http://www.systbot.uni-tuebingen.de/lehre/seminare/MuP/ws200001/gifte/ibotensaeure.html...

Ibotensäure (Premuscimol): Chemisch handelt es sich um eine Aminosäure. Sie ist die Vorstufe des Muscimols. Ibotensäure ist eine sehr labile Substanz, die bereits bei Entfernung des Wassers zu Muscimol decarboxyliert wird (Kohlendioxid CO2 wird abgespalten) . Ibotensäure ist instabil und wird AUCH beim Kochen decarboxyliert. ( Durch eine starke Erhitzung wird die Heftigkeit der Nebenwirkungen verringert, jedoch die Potenz des Pilzes sehr verstärkt, also sollte Vorsicht angebracht sein (wie bei jeder Droge) !!!) Das Muscimol entsteht im Pilz erst bei der Verarbeitung (Trocknung = Bildung von Wasserdampf) oder nach dem Genuss des Pilzes im menschlichen Organismus (bei der Verstoffwechslung von Ibotensäure zum unwirksamen Muscazon und zum psychoaktiven Muscimol.).
Fliegenpilze wurden früher getrocknet, bevor sie konsumiert wurden. Alleine durch das Trocknen müßte schon Muscimol entstehen, folglich beruht die Wirkung des Fliegenpilzes, vor allem auf Muscimol.
In Kurzform: Bei Trocknen ensteht hier Wasserdampf und Kohlendioxid und aus Ibotensäure wird Muscimol.

Dieses psychoaktive Muscimol (Pyroibotensäure) ist leicht löslich in Wasser (Summenformel: C4H6N2O2). Folglich wird es wird im Körper auch wieder zu Ibotensäure gebildet. (Metabolismus)

Muscarin, ein Alkaloid ist wegen seines Ringsystems ziemlich starr. Es besitzt 3 x -CH3-Gruppe ( Methyl-Gruppe). Diese löst sich durch das Kochen in Wasser ab und es bildet sich Wasserdampf und Kohlendioxid und Muscimol.

Leider bin ich auch schon lange aus der Schule raus und ich glaub ich krieg das nicht mit dem Molekularausgleich in der Formel hin. - Vielleicht haben wir einen versierteren als mich "altes Weib" hier - mich würde es formelmäßig mit Massenausgleich interessieren, um meine grauen Zellen wieder anzuregen...
Ist für Ibotensäure (alpha- amino -2,3- di-hydro -3- oxo -5- (???hier fehlt was) -essigsäure) laut Nomenklatur richtig ???
Ich versuchs erst gar nicht von Muscarin, da geht zu viel Zeit drauf ;-(((

geschafft oder weiter verwirrt ? - Mein Kopf jedenfalls qualmt - hoffe kein Schnitzer gemacht oder irgendwas vergessen zu haben * lach weg*

MfG
Kräuterfee, die erst mal eine Kaffee-Zigarettenpause macht

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Re: chemischer Ablauf...

merlin, (vor 9142 Tagen) @ Kräuterfee

Jetzt gut lüften für den Geist - ein bißchen chemische Theorie verständlich
(hoffentlich *ggg*)
Wenn man sich die Strukturformel ansieht - Bsp.=> bildlich anschaut - kann
man es laut Chemieunterricht ableiten:
http://www.systbot.uni-tuebingen.de/lehre/seminare/MuP/ws200001/gifte/ibotensaeure.html...
Ibotensäure (Premuscimol): Chemisch handelt es sich um eine Aminosäure. Sie
ist die Vorstufe des Muscimols. Ibotensäure ist eine sehr labile Substanz,
die bereits bei Entfernung des Wassers zu Muscimol decarboxyliert wird
(Kohlendioxid CO2 wird abgespalten) . Ibotensäure ist instabil und wird
AUCH beim Kochen decarboxyliert. ( Durch eine starke Erhitzung wird die
Heftigkeit der Nebenwirkungen verringert, jedoch die Potenz des Pilzes
sehr verstärkt, also sollte Vorsicht angebracht sein (wie bei jeder Droge)
!!!) Das Muscimol entsteht im Pilz erst bei der Verarbeitung (Trocknung =
Bildung von Wasserdampf) oder nach dem Genuss des Pilzes im menschlichen
Organismus (bei der Verstoffwechslung von Ibotensäure zum unwirksamen
Muscazon und zum psychoaktiven Muscimol.).
Fliegenpilze wurden früher getrocknet, bevor sie konsumiert wurden. Alleine
durch das Trocknen müßte schon Muscimol entstehen, folglich beruht die
Wirkung des Fliegenpilzes, vor allem auf Muscimol.
In Kurzform: Bei Trocknen ensteht hier Wasserdampf und Kohlendioxid und aus
Ibotensäure wird Muscimol.
Dieses psychoaktive Muscimol (Pyroibotensäure) ist leicht löslich in Wasser
(Summenformel: C4H6N2O2). Folglich wird es wird im Körper auch wieder zu
Ibotensäure gebildet. (Metabolismus)
Muscarin, ein Alkaloid ist wegen seines Ringsystems ziemlich starr. Es
besitzt 3 x -CH3-Gruppe ( Methyl-Gruppe). Diese löst sich durch das Kochen
in Wasser ab und es bildet sich Wasserdampf und Kohlendioxid und Muscimol.
Leider bin ich auch schon lange aus der Schule raus und ich glaub ich krieg
das nicht mit dem Molekularausgleich in der Formel hin. - Vielleicht haben
wir einen versierteren als mich "altes Weib" hier - mich würde
es formelmäßig mit Massenausgleich interessieren, um meine grauen Zellen
wieder anzuregen...
Ist für Ibotensäure (alpha- amino -2,3- di-hydro -3- oxo -5- (???hier fehlt
was) -essigsäure) laut Nomenklatur richtig ???
Ich versuchs erst gar nicht von Muscarin, da geht zu viel Zeit drauf ;-(((
geschafft oder weiter verwirrt ? - Mein Kopf jedenfalls qualmt - hoffe kein
Schnitzer gemacht oder irgendwas vergessen zu haben * lach weg*
MfG
Kräuterfee, die erst mal eine Kaffee-Zigarettenpause macht

Kräuterfee, dies ist ja super
nun weiss ich, wesshalb ich, als ich vor 20 Jahren Fliegenpilz genascht habe(roh) so gekotzt habe. Hab viel gelernt von Dir...Danke für diesen beitrag MfG Merlin

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Re: chemischer Ablauf...

Kräuterfee, (vor 9142 Tagen) @ merlin

Kräuterfee, dies ist ja super
nun weiss ich, wesshalb ich, als ich vor 20 Jahren Fliegenpilz genascht
habe(roh) so gekotzt habe. Hab viel gelernt von Dir...Danke für diesen
beitrag MfG Merlin

Hallo Merlin,

gern geschehen - übrigens läßt mich die genaue Lösung nicht mehr los... *ggg* - chemisch gesehen.
Es wurmt mich, daß man nach x Jahren so viel vergessen kann, selbst dann noch, wenn man früher von wissenschaftlichen Fächern so beigeistert war. - Man muß halt immer am Ball bleiben *ggg* - Wie heißt es so schön ? Wer rastet, der rostet - oder besser in diesem Fall von P. Anderson: "Mir ist bis heute kein auch noch so kompliziertes Problem begegnet, das nicht richtig betrachtet, noch komplizierter wurde."

MfG
Kräuterfee

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Re: Unglaubliche Bewußtseinserweiterung

merlin, (vor 9143 Tagen) @ Pappenheimer

Hallo liebe Hobbymykologen,
daß Pilze nicht nur eine Gaumenfreude darstellen, sondern auch einen
unermeßlichen Reichtum an Weisheit offenbaren können, habe ich in
mehrjährigen Selbstversuchen getestet. Besonders der Fliegenpilz weist
psychoaktive Fähigkeiten auf, welche ohne körperliche Nebenwirkungen
erforscht werden können, wenn man einige "Regeln" beachtet.
Diese Methode habe ich selbst schon oft angewandt.
Die Herstellung von Soma, dem Fliegenpilztrank: Beginnen sollte man mit 6-10g
des getrockneten Pilzes, Hut am Stamm im natürlichen Verhältnis (3:1).
1. 0,3l Wasser (eine große Tasse voll) in einem Topf auf ca. 90 Grad
erhitzen. Es sollte sich kurz vor dem Siedepunkt befinden.
2. Der zerkleinerte Pilz (einige Quellen raten ihn feiner zu mahlen als
Kaffee) wird in das heiße Wasser gegeben.
3. Mindestens 30, besser 45 Minuten oder mehr wird die "Suppe" im
heißen Wasser gerührt, wobei Kochen vermieden werden sollte (wenn`s mal
aufkocht, ist das aber nicht so schlimm).
4. Danach wird die Brühe stehengelassen, bis sie trinkbar ist. Es sollte
soviel Wasser verdampft sein, daß ca. eine kleine Tasse übrig ist.

Es ist sehr gefährlich was du da treibst.... mit den Kräften der Natur sollte man keinen schabernack treiben. Ueberigens, der Fliegenpilz enthält nur spuren von Muscarin und das Muscimol wird beim trocknen in ibotensäure umgewandelt. Diese macht den Rausch und im überigen gibts ja noch das Bufotenin. Gruss Merlin

Wissenschaftler haben bislang drei Stoffe des Fliegenpilzes als psychoaktiv
identifiziert: Ibotensäure, Muskarin und Muskimol. Die Ibotensäure hat nur
wenig psychoaktive Kraft, dafür ist sie übelkeitserregend. Muskarin - in
anderen Pflanzen für Tobsuchtsanfälle verantwortlich - ist, so sind sich
alle wissenschaftlichen Quellen einig, in viel zu geringen Mengen
enthalten, um zu wirken. Muskimol ist der Stoff, der im Wesentlichen für
die berauschende Wirkung verantwortlich gemacht wird, obgleich er, alleine
verabreicht ein abweichendes Wirkungsbild zeigt. Die Vermutung liegt nahe,
daß noch weitere Stoffe ihre Wirkungen entfalten. Die Trocknung des
Fliegenpilzes bewirkt nun, daß die Ibotensäure zu Muskimol umgewandelt
wird. Während also frische Fliegenpilze kaum etwas anderes als Übelkeit
bewirken, sind getrocknete Fliegenpilze "geladen mit der Energie des
Sonnengottes". Die Zubereitung mit heißem Wasser führt zusätzlich
dazu, daß auch das Muskarin in Muskimol umgewandelt wird - und
offensichtlich auch noch andere Prozesse ablaufen, denn: Soma schmeckt
zwar nicht besonders gut, eine Übelkeit ist jedoch bei mir und anderen,
die diese Methode anwenden, noch NIE aufgetreten (im Gegensatz zu Psilos,
Holzrose etc.).Natürlich ist nicht in jedem Fliegenpilz exakt gleich viel
psychoaktive Kraft, aber die berichteten Schwankungsbreiten scheinen mir
eher von den vielen Möglichkeiten herzurühren, ihn falsch zuzubereiten.
Bei vielen Experimenten mit unterschiedlichen Fliegenpilzen bin ich zur
Überzeugung gelangt, daß folgende Skala einen guten Anhaltspunkt bietet:
unter 5g: keine Wirkung
5-10g: spürbare Wirkung, Euphorie ("Glückspilz"), gesteigerte
Wahrnehmung (ähnlich wie bei Cannabis).
10-15g: Euphorie (bis zu 24 Stunden lang!), Entspannung (ggf Schlaf mit
intensiven, bunten Träumen), gesteigerte Wahrnehmung, leichte
Halluzinationen, Gefühl des Fliegens.
15-20g: Halluzinationen (ohne Auflösung der Realität, bei Bewußtsein Kontakte
zum Jenseits, Begegnung mit Geistern, Göttern etc. Möglichkeiten des
mentalen Fluges an andere Orte, Ekstase, ggf. sehr prägende Visionen).
Die Wirkung tritt etwa 15-60 Minuten nach der Einnahme ein. Man sollte, bis
auf Tabak und Cannabis, 24 Stunden vor der Einnahme keine Drogen zu sich
nehmen. Der Trank sollte auf nüchternen Magen genommen werden. Während des
Trips kann man noch gut essen, wenn er nicht so stark ist, daß man diese
Welt (vorrübergehend) verläßt und somit natürlich auch keinen Hunger hat )
Und bedenke: Du kannst damit Dinge "erleben", die Dein restliches
Leben - und das können noch viele tausend Jahre sein - stark
verändern....also nutze den Pilz in Weisheit.....
Gruß an alle Psychonauten,
Pappenheimer

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Re: Unglaubliche Bewußtseinserweiterung

Georg, (vor 9143 Tagen) @ merlin

Es ist sehr gefährlich was du da treibst.... mit den Kräften der Natur sollte
man keinen schabernack treiben. Ueberigens, der Fliegenpilz enthält nur
spuren von Muscarin und das Muscimol wird beim trocknen in ibotensäure
umgewandelt. Diese macht den Rausch und im überigen gibts ja noch das
Bufotenin. Gruss Merlin

Andersrum ist es richtig: Ibotensäure wird beim Trocknen in Muscimol umgewandelt.
Muscarin ist in der Tat nur in Spuren vorhanden und für den Vergiftungsverlauf
unbedeutend.
Bufotenin ist oral unwirksam.

Georg