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Mikroskopieern und Fotografieren von Sporen

Rainer, (vor 5517 Tagen)

Hallo liebe Leute,

seit langem bin ich hier Mitleser im Forum und nun habe ich einige Fragen an die Mikroskopierer unter Euch:

In ein paar Wochen muss ich in eine klinische Behandlung mit anschließender Reha-Maßnahme und dort befürchte ich einiges an Leerlauf. Seit langem interessiere ich mich schon für die Mikroskopiererei und werde mich nun in das Thema einlesen (Kosmos Mikroskopie-Buch ist unterwegs) und mich dort dann speziell den Pilzsporen widmen wollen.

Zu Anfang wird es erst mal mit einem einfachen Gerät losgehen, damit ich sehen kann, ob mir die Angelegenheit Spaß bereitet und ob ich überhaupt das Händchen für so etwas habe. Dafür habe ich mir ein Lomo-Mikroskop mit recht üppiger Zubehör Ausstattung zugelegt: Okular 5*, 10* und 15 * sowie 4*, 12*, 40* und 100*Oil Objekttiv. Die "Profis" unter euch werden mich belächeln, aber ich möchte nicht mit sehr teurem Equipment anfangen um dann festzustellen, das ganze macht mir keinen Spaß.

Fotos werde ich auch mit einem Okular-Aufsatz und einer normalen Digicam machen wollen.

Nun zur Frage an Euch:
Die Sporen werde ich länger haltbar machen wollen. Hierzu habe ich eine Frage, ob ihr mir ad hoc einen Tipp geben könnt, wie dies günstig und einfach geht. Zum zweiten würde ich mich über PMs freuen, wenn jemand von euch übriggebliebene fertige Präparate an mich zum Selbstkostenpreis abgeben könnte. Gern dürfen es auch andere Objekte für den absoluten Anfänger zum Ausprobieren sein. Des weiteren würde mich euch eure Ausstattung interessieren - insbesondere, wie ihr die Verbindung vom Mikroskop zur Kamera hinbekommt. Eine Canon EOS 400D hätte ich hierfür auch zuhause.

Über Antworten freut sich
Rainer

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Re: Mikroskopieern und Fotografieren von Sporen

Peter Reiter, (vor 5517 Tagen) @ Rainer

Hallo liebe Leute,
seit langem bin ich hier Mitleser im Forum und nun habe ich einige Fragen an
die Mikroskopierer unter Euch: In ein paar Wochen muss ich in eine
klinische Behandlung mit anschließender Reha-Maßnahme und dort befürchte
ich einiges an Leerlauf. Seit langem interessiere ich mich schon für die
Mikroskopiererei und werde mich nun in das Thema einlesen (Kosmos
Mikroskopie-Buch ist unterwegs) und mich dort dann speziell den Pilzsporen
widmen wollen.
Zu Anfang wird es erst mal mit einem einfachen Gerät losgehen, damit ich
sehen kann, ob mir die Angelegenheit Spaß bereitet und ob ich überhaupt
das Händchen für so etwas habe. Dafür habe ich mir ein Lomo-Mikroskop mit
recht üppiger Zubehör Ausstattung zugelegt: Okular 5*, 10* und 15 * sowie
4*, 12*, 40* und 100*Oil Objekttiv. Die "Profis" unter euch
werden mich belächeln, aber ich möchte nicht mit sehr teurem Equipment
anfangen um dann festzustellen, das ganze macht mir keinen Spaß.
Fotos werde ich auch mit einem Okular-Aufsatz und einer normalen Digicam
machen wollen.
Nun zur Frage an Euch: Die Sporen werde ich länger haltbar machen wollen.
Hierzu habe ich eine Frage, ob ihr mir ad hoc einen Tipp geben könnt, wie
dies günstig und einfach geht. Zum zweiten würde ich mich über PMs freuen,
wenn jemand von euch übriggebliebene fertige Präparate an mich zum
Selbstkostenpreis abgeben könnte. Gern dürfen es auch andere Objekte für
den absoluten Anfänger zum Ausprobieren sein. Des weiteren würde mich euch
eure Ausstattung interessieren - insbesondere, wie ihr die Verbindung vom
Mikroskop zur Kamera hinbekommt. Eine Canon EOS 400D hätte ich hierfür
auch zuhause.
Über Antworten freut sich
Rainer

hallo Rainer

zur "Sporenkonservierung":
- lasse ein Teilstück des Pilzhutes direkt auf einem Objektträger aussporen
- decke den Sporenabwurf mit einem zweiten Objektträger deckungsgleich ab
- umklebe die 4 Seitenkanten mit Tesafilm.
- beschriften und fertig!

legst du diesen Sporenabwurf auf ein mattes, weißes Papier kannst du auch gut die Sporenpulverfarbe erkennen.

Gruß Peter

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Re: Mikroskopieern und Fotografieren von Sporen

Wolfgang P., (vor 5517 Tagen) @ Rainer

Nun zur Frage an Euch: Die Sporen werde ich länger haltbar machen wollen.
Hierzu habe ich eine Frage, ob ihr mir ad hoc einen Tipp geben könnt, wie
dies günstig und einfach geht. Zum zweiten würde ich mich über PMs freuen,
wenn jemand von euch übriggebliebene fertige Präparate an mich zum
Selbstkostenpreis abgeben könnte.

Hallo Rainer,

Das Anfertigen von Dauerpräparaten ist eine eigene Wissenschaft, und viel aufwändiger als das Erstellen eines Quetschpräparates. Außer Peter Reil kenne ich niemanden, der das schon ernsthaft bei Pilzen gemacht hat.

Pilzbestimmer matschen eher nur ein Stück Lamelle in Wasser oder Kongo. Da gibt es nicht viel dran, was für die Nachwelt erhaltenswert wäre. Der Pilzbestimmer wird eher den ganzen Pilz trocknen, und wer sich nochmal für die Mikromerkmale interessiert, kann aus dem Exsikkat wieder ein Stück Lamelle in KOH aufweichen und mikroskopieren.

Wenn es nur um das Erobern des Myko-Mikrokosmos geht und nicht um eine Bestimmung, wirst Du sicher schon im Außengelände des Reha-Zentrums genug anregendes Frischmaterial finden - kleine braune Rißpilze und Sammethäubchen sind unter dem Mikroskop wunderbar vielfältig, und auch der Staub eines Flaschenstäublings ist mal einen Blick wert. Dann lass vorher noch irgendeinen Täubling aussporen und guck' Dir die Sporen in Melzer genau an, damit hast Du schon ein prima Unterhaltungsprogramm - dagegen können die privaten Fernsehsender alle einpacken ;-)

Grüße,

Wolfgang