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Kiesgrubenpilz *PIC*

Gagamba, (vor 5514 Tagen)

gestern, 22.9.2011, Kiesgrube am Bodensee bei Überlingen, TK25 8221

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Re: Kiesgrubenpilz 2.Bild *PIC*

Gagamba, (vor 5514 Tagen) @ Gagamba

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Re: Kiesgrubenpilz

Ufo, (vor 5514 Tagen) @ Gagamba

Hallo Siegfried,
schau mal bei
Cortinarius venetus, leichter Rettich Geruch, schmächtig oder
Cortinarius cotoneus, starker unangenehmer Rettichgeruch und kräftiger

cotoneus hatte ich gestern auch, nicht soweit weg von deinem Fundort,
naämlich auf dem Bodanrück- Mindelsee Nordufer
Gruss
Uwe aus KN

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Re: Kiesgrubenpilz

Gagamba, (vor 5514 Tagen) @ Ufo

danke, ich werde mal nachriechen gehen....

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da hab ich mich verguckt, Schande

Ufo, (vor 5513 Tagen) @ Ufo

den eigenen Fund vor Augen, hab ich da nicht mehr genau hingeschaut.
Es hat wirklich nirgendwo rostbraunes Sporenpulver am Stiel.
Von oben sind die extrem ähnlich.
Gruss
Uwe

Hallo Siegfried,
schau mal bei
Cortinarius venetus, leichter Rettich Geruch, schmächtig oder
Cortinarius cotoneus, starker unangenehmer Rettichgeruch und kräftiger
cotoneus hatte ich gestern auch, nicht soweit weg von deinem Fundort,
naämlich auf dem Bodanrück- Mindelsee Nordufer
Gruss
Uwe aus KN

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Re: Kiesgrubenpilz

jesko, (vor 5514 Tagen) @ Gagamba

Hallo Siegfried und Uwe,

einen Cortinarius (und ibs. venetus und cotoneus) würde ich auf den beiden Bildern nicht erkennen wollen. Es wäre schön gewesen, ein Bild mit mehr vom Stiel zu sehen und etwas über Größe und Begleitbäume zu erfahren.
Vorstellen könnte ich mir einen Risspilz aus dem Formenkreis um Inocybe dulcamara. Die auf dem Hut erkennbaren weißlichen Fasern sprächen dann konkret für Inocybe leucoblema. Diese Art ist bei uns in rekultivierten Braunkohletagebauen bei Weide ganz gut verbreitet, wenn auch nicht so häufig wie typische dulcamara.

Viele Grüße.

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Re: Kiesgrubenpilz- Nachtrag *PIC*

Gagamba, (vor 5514 Tagen) @ jesko

Hallo, das flutscht ja heute...
hier ein paar nachträgliche Infos:
1) Geruchstest ergab nichts auffälliges, ein wenige 'pilzig' halt
2) Durchmesser des Schirms ca. 3cm, allerdings war das der größte, die anderen dort herumstehenden Pilze sind alle kleiner
3) Höhe ca. 4cm
4) der einzige Baum in inmittelbarer Nähe ist eine abgestorbene Pappel, die allerdings vitale Schößlinge gebildet hat
5) wegen des Stiels siehe angehängtes Foto
Danke: Siegfried

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Re: Kiesgrubenpilz- Nachtrag

jesko, (vor 5514 Tagen) @ Gagamba

Danke, Siegfried. Meine Vermutung (Risspilz in Richtung I. dulcamara) geht sicher in die richtige Richtung. Für leucoblema hätte ich mir außer den weißlichen Fasern auf dem Hut (waren die wirklich weiß, oder täuscht da das Foto) auch eine weißlich-faserige Zone auf etwa 2/3 der Stielhöhe gewünscht. Die sehe ich jetzt auf dem Foto nicht, aber vielleicht kannst Du dazu noch etwas sagen. Den Honiggeruch muss man in der Regel schon "herauskitzeln". Vielleicht aber auch nur eine "normale" dulcamara, die bei Pappel an solchen Standorten ziemlich typisch ist. Das sollte man aber mikroskopisch prüfen!

Viele Grüße

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Re: Kiesgrubenpilz- Nachtrag

Gagamba, (vor 5514 Tagen) @ jesko

danke, ich denke dann sollte es Inocybe dulcamara sein. die 'weisslichen fasern' auf dem hut sind vielelicht auch reflexionen durch das gegenlicht.
danke!

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Re: Kiesgrubenpilz

Der Juergen, (vor 5514 Tagen) @ Gagamba

Hallo Gagamba,

ist mit Sicherheit ein Rißpilz! I. dulcamara ist ein guter Tipp von Jesko. Das ist die häufigste submontan-montane Art auf sandigem Untergrund.

Ich bin auch mal öfters in alten Sandgruben (tärtiärer Graupensand) unterwegs.
Schau mal hier:

http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=4723.msg28207#msg28207

Grüßle
Jürgen

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Re: Kiesgrubenpilz

jesko, (vor 5514 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Jürgen,

http://forum.fungiworld.com/index.php?topic=4723.msg28207#msg28207

Die Sporen Deines Fundes scheinen mir etwas groß zu sein für dulcamara. Hier würde ich vielleicht nicht so viel auf die Cheilos geben, die in dieser Gruppe - so sagte mir einmal Andreas Vesper - recht veränderlich sein sollen. Wenn dann fuscomarginata auch makroskopisch hinkommt...
Dulcamaroide Risspilze beherrschen in unseren Rekultivierungsgebieten oft das Bild (besonders bei Salicaceae). Meist sind die Sporen klein, so dass man eigentlich nur dulcamara bestimmen kann. Trotzdem ist es mir schon passiert, dass ich mit zwei oder drei Kollektionen nach Hause gekommen bin, die ich dulcamara nennen musste, obwohl ich überzeugt war, dass sie nicht dieselbe Sippe sein können. Ich glaube, hier ist taxonomisch noch nicht das letzte Wort gesprochen. Für teils riesige Formen (Hut über 70 mm!), die immer wieder unter Pappel vorkommen, mit üppigstem Velum hatte ich auch schon caesariata in Betracht gezogen. Man müsste sich der Sache mal dezidiert annehmen.

Nochmal zu Siegfrieds Fund (ich hätte ja gern mehr vom Stiel gesehen): Wenn wir uns auf eine Inocybe in Richtung dulcamara verständigen, dann wäre das von der Hutoberfläche her für mich eine typische leucoblema, wie sie in unseren Rekultivierungsgebieten ganz gut verbreitet ist, was mir auch unsere Spezialisten (z.B. Thomas Rödel) bestätigt haben. Diese Art (wie manche andere Formen in dieser Sektion) hat übrigens nach meiner Erfahrung immer Honiggeruch in der Stielbasis (reiben und zermatschen!). Aber unsere Inocybeologen scheinen mir keine rechten Nasenmenschen zu sein.

Viele Grüße.

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Re: Kiesgrubenpilz

Der Juergen, (vor 5513 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko,

danke fürs Begutachten meines Portraits! Nicht leicht, zu entscheiden, welche Art hier vorliegt und welches Merkmal Gewicht hat. Ist es die Form der Cheilos, oder doch die Sporengröße? Bei den Sporen liegt ein Größen-Polymorphismus vor, diesen Eindruck hatte ich jedenfalls; also unterschiedliche Größenklassen, die von 2- oder 4-sporigen Basidien stammen.

Grüßle
Jürgen