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Brandenburger Pilzallerlei *PIC*

Ingo, (vor 5511 Tagen)

Hallo Forum,

woran liegt es eigentlich, dass hier im Forum, verglichen mit den Vorjahren, so wenig los ist?
Kann man denn mit der neuen Handygeneration keine unscharfen Fotos mehr machen ;-);
oder ist es irgendwo wieder zu trocken?!

Ostbrandenburg profitiert wohl noch von den Regengüssen des vergangenen Wochenendes.
30 Liter gab es in meinem Regenmesser am vorvergangenen Sonntag. Dazu immer hübsch
nasse Wiesen, was auch dem nahen See geschuldet ist.
Daher kann ich über mangelndes Pilzwachstum nicht wirklich klagen. Nur die Herbstpilze...;-(
Obwohl, die ersten Vermissten kann ich von der Liste aus der Vorwoche streichen.

Aber zum Thema: weil an meinen Ritterlings Standorten so gar nichts los war, hatte ich aus
Frust am letzten Freitag erst einmal gar kein Foto geschossen. Nicht einmal die ansonsten fotogenen
Reizker, Täublinge und Weichritterlinge im Kiefernforst konnten mich erweichen.
Zwei Exemplare Tricholoma stans hätten es retten können. Aber die waren mir zu dreckig.
Vermutlich hätte ich am Schluss meiner Runde sogar einen Riesenritterling als Fußball missbraucht,
wenn er mir denn über den Weg gekommen wäre.

Das erinnerte mich ein wenig an das vergangenen Frühjahr, mit dem ganzen Morchelfrust.
Allerdings gab es damals noch die mykologische Rettung in Form eines Morchel – Hexenringes,
direkt auf dem Campingplatz.

alter Klick

Dort, wo soeben noch die vielen Zelte standen, darbt nun kahler, plattgetretener Rasen, versetzt mit
Kippen, Kronkorken und Plastikresten, inmitten von Kiefern - und massenhaft Pilzen.
Man mag sich nicht vorstellen, was dieses Biotop eben an Artenreichtum fabriziert.

Ich hatte auf die Schnelle über 30 Arten festgestellt, davon viele banal, ebenso viele Namenlos
und auch einige (hoffentlich) interessante Funde.

Ein kleines Querbeet gefällig?

Banale Speisepilze wie diese

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übersehenen Gelblinge.

Folgende Röhrlinge liefen mir über die Wiese:

Marone, Butterpilz, Rotfuß (chrysenteron) und dieser Leuchtturm:

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Wie den die Butterpilzjäger übersehen konnten, ist mir schleierhaft.

Als weitere gute Speisepilze waren Parasole am Start und auch die hier

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Rötende Waldchampis, die auf Kiefern stehen.

Einen hübschen Formenkreis bildeten die Knollenblätterpilze, die mit Perlpilz, Pantherpilz,

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endlich auch Gelben Knollenblätterpilzen und natürlich auch wieder mit

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den üblichen Amanita pini gut vertreten waren.

Den größten Formenkreis stellten, wie vermutlich überall, die Vertreter der braunsporigen
Cortinarienverwandtschaft, ohne dass ich mich hier um Namen bemühen will.

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Risspilz No. 1, der vielleicht sogar makroskopisch was hergibt.

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Risspilz Kollektion Nummer 2, vom Bild eher unlösbar, genau so wie

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Kollektion Nummer drei. Allen gemein war der typische Inocybe – Geruch.

Braunsporer mit richtigem Schleier gab es auch, wobei ich mich immer noch ärgere, dass
zwei viel schönere Kollektionen (andere Arten) leider vollkommen zerstört waren.

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Ich würde die zumindest in die Telamonia Schublade reintun wollen.

Dieser entfernte Verwandte mit Kakaogeruch sollte eigentlich der

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Kakaofälbling sein.

Die mit Abstand größte Artenvielfalt boten die Täublinge. Neben den allgegenwärtigen
Bluttäublingen und einigen kratzenden Kammtäublingen gab es in Massen

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diese milden, lecker nussig schmeckenden Exemplare, die ich (noch?) R. integra nennen darf.

Kiefern - typisch

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R. cessans; relativ lütt und mild mit den typisch dotterfarbenen Lamellen.

Über den hier war ich etwas erstaunt. Solche hatte ich zum ersten mal zu Gast

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sauscharf, zumindest an den Lamellen. Den habe ich allerdings nicht weiter verfolgt.
Nicht mal Sporenfarbe (duck). Vielleicht fällt ja wem trotzdem was dazu ein.

Die nächsten Tauben fand ich etwas spannend.

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ebenfalls sauscharf aber doch irgendwie seltsam. Wer möchte mal raten?

Ansonsten gab es noch etliche Vertreter von Splittergruppen, so zum Beispiel den vor zwei Wochen
bereits vorgestellten Fleischbraunen Rasling, Büschelraslinge, Krause Glucken, Rosa Helmlinge
und diese Koralle

[image]

auf Totholz, die vermutlich eine grünspitzige werden will, sowie Stäublinge, vertreten durch fette
Kartoffelboviste und diese hier,

[image]

die recht typisch nach Birne ausschauten.

Ich hoffe, die kleine Bilderflut bringt den Artenreichtum auf unserem Campingplatz ein wenig rüber.
Wie gesagt, – ich hätte locker über 30 verschiedene Arten zusammen bekommen.

Gruseli Ingo

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Re: Brandenburger Pilzallerlei

Ingo Wagner, (vor 5511 Tagen) @ Ingo

Hi Ingo!

die recht typisch nach Birne ausschauten.

Ich denke, damit kommst du nicht durch. Vielleicht war es auch nur ein Verschreiber oder der Satz nur nicht zu Ende geschrieben und sollte heißen:
"....die recht typisch nach Birne ausschauten, aber trotzdem Lycoperdon perlatum (Flaschenstäubling) heißen."

VG Ingo W

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Re: Brandenburger Pilzallerlei

Helmut, (vor 5510 Tagen) @ Ingo

Servus Ingo,

die Bilder sind recht schön anzuschauen. Bei den meisten wird es aber wohl keinen oder keinen sicheren Namen geben. Was machst Du mit den Bildern dann? Löschen?

Da sind durchaus interessante Risspilze dabei. Beim ersten käme I. sindonia in Frage, der dritte gehört wohl in die Verwandtschaft von I. mixtilis (leider ohne Stielbasis!), am vorderen Frk. könnte man eine dunkle Verfärbung von der Stielbasis her vermuten und dann wäre man in der Ecke I. xanthomelas / I. "mixtiloides". Aber ohne Mikroskopie kann ich da auch mal ganz daneben liegen. Schade drum!

Gruß

Helmut

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Re: Brandenburger Pilzallerlei

Ingo, (vor 5510 Tagen) @ Helmut

Was machst Du mit den Bildern dann? Löschen?

Hallo Helmut,

löschen werde ich die erst dann, wenn das hiesige Pilzjahr ins Forenarchiv
wandert. In einem Jahr oder so. Ich kann sie dir auch gerne unbearbeitet
zur Verfügung stellen.

Du wolltest aber vermutlich wissen, ob ich noch mehr, aussagekräftige Bilder
da habe. Das muß ich erst mal verneinen. Ich hatte mir vorerst einen
fotographischen Überblick verschaffen wollen. Gut eine Stunde hatte ich
dafür Zeit.

Das Gute an diesem Forum hier ist aber immer noch der Erfahrungsaustausch.
Beim nächsten Besuch könnte ich z. B. detailliertere Aufnahmen machen und
bei Bedarf auch Exsikkate anfertigen. Wenn nicht nächste Woche, dann eben
im nächsten Jahr. Musst nur Bescheid geben.

Grüßlis Ingo

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Re: Brandenburger Pilzallerlei

Ingo, (vor 5510 Tagen) @ Ingo Wagner

Verschreiber oder der Satz nur nicht zu Ende geschrieben und sollte
heißen: "....die recht typisch nach Birne ausschauten, aber trotzdem
Lycoperdon perlatum (Flaschenstäubling) heißen."

Hallo Namensvetter,

wenn du mir schon so eine nette Brücke baust...;-))
Nein - zugegeben, ich war da schlampig, und habe nicht mal den Bon bemüht.
Die Birnenstäublinge gibt's in diesem Revier nämlich nicht. Die stehen im
Buchenwäldchen herum.
So ein Beitrag mit 15 Bildern ist dann doch nicht ganz ohne..

Also - vielen Dank für den Wink und LG - Ingo K.

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Re: Brandenburger Pilzallerlei

coco, (vor 5509 Tagen) @ Ingo

hi ingo,

woran liegt es eigentlich, dass hier im Forum, verglichen mit den Vorjahren,
so wenig los ist?

ganz einfach: alle im wald...

lg coco

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Re: Brandenburger Pilzallerlei

Thomas Pruss, (vor 5509 Tagen) @ Ingo

Moin Ingo,

woran liegt es eigentlich, dass hier im Forum, verglichen mit den Vorjahren,
[quote]so wenig los ist?
[/quote]

Um cocos Argument etwas auszuweiten: … oder keine Pilze da, weil zu trocken. Die großen Röhrlinge aus der Boleten- und Xerocomus-Familie machen sich in diesem Jahr bei uns so was von rar! Und auch der Rest wächst wohl nur aus Mitleid mit uns Pilznasen, kümmert eher. Ich muss mich für Erfolgserlebnisse schon ans Scharfe Glas setzen oder werde von Cortinarien verfolgt, die genau wissen, das eine Bestimmung von mir, regelmäßig von Jesko zepflückt wird, seufz! ;-)
Da hast du ja schon eine Wahnsinns-Ausbeute eingesammelt.
Tipp: In der Brandung läuft’s derzeit ganz gut! Dorsche und Platte gibt es reichlich!
Grüßlis
Thomas

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Re: Brandenburger Pilzallerlei

Ingo, (vor 5509 Tagen) @ coco

ganz einfach alle im wald...

äähm...mitten in der Nacht?! OK ;-))

grrrr

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Re: Brandenburger Pilzallerlei

Ingo, (vor 5509 Tagen) @ Thomas Pruss

Da hast du ja schon eine Wahnsinns-Ausbeute eingesammelt.
Tipp: In der Brandung läuft’s derzeit ganz gut! Dorsche und Platte gibt es
reichlich!

OK Thomas,

dann werde ich morgen mal die Richtung wechseln und die Angeln satteln.
Übrigens - am Ostseestrand haben wir auch zunehmend mit nomenklatorischen
Problemen zu kämpfen.

Heisst es "Ich werfe rein" oder doch eher "ich werfe aus" oder vielleicht doch
"Ich werfe ein" oder "Ich werfe raus"???!!!
Das Ganze dann auch nochmal beim Einholen...meine Rausholen.
Verflixt das ...
Ich denke, ich ziehe hier mal den Stecker und packe die Angeltasche.

Grüßlis Ingo
...und viel Spass mit den Cortinarien

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Re: Russula blanca

Ingo, (vor 5509 Tagen) @ Ingo

Bild 14 - Ideen? Auflösung, nur wenn erwünscht.

GR Ingo

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Re: Russula blanca

phragmobasidie, (vor 5507 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

das sind ja eine interessante Pilzmischung.

Zu Russula blanca fällt mir auch nur Blut-Täubling ein. Weiß können die ja sein,
obwohl ich sonst vom Bild keine besonderen Indizien für diese Art sehe.

Der davor ist auch interessant. Da fällt mir wiederum nichts anderes als badia ein.
Ist aber recht schlank und sieht aus wie turci, hm... was issn das?

Viele Grüße
Robin

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Re: Russula blanca

Ingo, (vor 5505 Tagen) @ phragmobasidie

Zu Russula blanca fällt mir auch nur Blut-Täubling ein. Weiß können die ja
sein,

Hallo Robin,

das waren tatsächlich Albinos vom Bluttäubling. Normalerweise kenne
ich die mal entfärbt nach Regen. Da der letzte Regen eine Woche her war,
sind's tatsächlich mal welche gewesen, die den Farbnapf nicht gefunden
hatten.

Zu den violetten habe ich allerdings keinen Plan. R. badia schließe
ich aus. Den gibt's an diesem Biotop auch nicht.

GR Ingo

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Russula

Thüringer-Holz, (vor 5505 Tagen) @ Ingo

Hi Ingo,
wenn das keine turci's sind.....
Riech mal an der Stielbasis!! Quetschen und reiben bis du denkst du sitzt beim Zahnarzt!!
Der Ring im Zentrum deutet klar auf turci oder wenn du magst Russula amethystina...letzters Taxa kann selbst ich nicht klaeren - fuer mich (noch) ein Phantom!
Ansonsten wenns kein Hering ist (Feso4 = gruen) oder wenn er mit SV eosinrot wird = Buckel-T. (dann mal ohne Buckel) dann weiss ich es auch nicht!
wenn er scharf war bitte Trockenmaterial an mich dann machen wir ne

Russula subturci oder Russula helenensis Kindermann & F.Hampe draus!

Klingt doch ganz nett!!

Wirklich das Teil scheint dich zu foppen!

Die entfaerbten Blutteile koennen auch R.persicina sein, ich hatte die mal in der Heide noerdl. von Hannover auf Sand bei Kiefer und Birke! Die koennen auch ganz Weiss sein und haben eben auch diese makroskopische Huthaut von sanguinea!
Sporenpulverfarbe wuerde hier Klarheit bringen!

R.exalbicans (falls Birke in der Naehe) ist auch noch ein Kandidat!

Liebe Gruesse von viel zu weit weg (nur die A2 reicht da nicht mehr....)
Felix

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Re: Russula

Toffel, (vor 5504 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo Felix!

Der Ring im Zentrum deutet klar auf turci oder wenn du magst Russula
amethystina...letzters Taxa kann selbst ich nicht klaeren - fuer mich
(noch) ein Phantom!

In wiedern? Ist die Art "unauffindbar"?

Viele Grüße
Toffel

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Re: Russula

Thüringer-Holz, (vor 5504 Tagen) @ Toffel

Hallo Felix!
In wiedern? Ist die Art "unauffindbar"?
Viele Grüße
Toffel

Ich sehe mirkoskopisch in den Abbildungen keine wirklichen Unterschiede!
turci soll eine Art des Flachlandes sein die andere eines der Gebirge!
Was mache ich aber wenn ich auf 400-700 Meter suche! Ich kann dazu nix weiter sagen - bis ich mal einen echten Amethyst - T. in der Hand halte!

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Re: Russula

Ingo, (vor 5504 Tagen) @ Thüringer-Holz

Hallo back!

Nö - Turcis waren das bestimmt nicht. Im Gegensatz zu anderen Herbstarten sind
die nämlich schon seit Wochen da.

Die Stielbasis ist das, was ich mir bei solchen Teilen stets als erstes
vornehme. Wobei mir eben einfällt, dass ich dieses Jahr auch noch echten
Zahnpraxisgeruch schnuppern möchte.

Die Albinos waren definitiv keine exalbicans. Die kenne ich sicher, und
die Birken waren weit weg. Auf den Bildern kam leider auch nicht recht rüber,
dass die Tauben alle Merkmale von R. s. aufwiesen. Zumal sie inmitten von
hunderten Normalos standen. So etwa, wie es bei Tricholoma bufonium im
Feld mit T. sulphureum mal vorkommt.
Ohne dass ich mich deinem anderen Tipp verschließen will. Es sind halt mal
wieder nur Bilder.

Güßlis Ingo

p. s. wo steckst du eigentlich gerade?

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