gerade bei der Gattung ist es mitunter notwendig mehr als nur die Sporen zu
mikroskopieren. Die "gute" Literatur sollte natürlich dazu
führen, dass man das, was man sieht, richtig interpretiert und
entsprechend ähnliche Arten zur Diskussion stellen. Für Amanita lactea ist
mir nur eine Literaturstelle geläufig (Großpilze Ba-Wü, Bd.4), in dem
Amanita-Band (+ Supplement) der Fungi Europaei-Reihe ist er nicht drin.
Wenn der Fund verspricht interessant zu sein, würde ich mal Andreas Gminder
oder Christoph Hahn kontaktieren.
Hallo Harald und Joschi,
Vielen Dank für die Hinweise.
Auch ich bin natürlich durch „Großpilze Ba-Wü, Bd.4“ auf die Art gekommen. Und es scheint auch die einzige deutschsprachige Literaturbeschreibung von lactea zu sein. Da Andreas Gminder an dem Erstnachweis für Deutschland beteiligt ist, hatte ich ihn auch schon angeschrieben (jedoch ohne Rückmeldung bisher).
Dass die Gattung schwierig ist und es zum Großteil natürlich nicht ausreicht, ausschließlich die Sporen zu begutachten, ist mir bekannt. Nach „Großpilze Ba-Wü, Bd.4“ wird hier jedoch lediglich zu vaginata unterschieden und mikroskopisch zudem nur auf die Sporen hingewiesen. Da der Erstnachweis für Deutschland durch Andreas Gminder erfolgte und er zudem einer der Autoren des aufgeführten Bandes ist, würde es mich doch eher wundern, wenn nicht auf weitere Mikromerkmale hingewiesen werden würde. Daher mein Bezug auf die Sporen. Nach „Großpilze Ba-Wü, Bd.4“ passt also alles.
Viele Grüße
Michael