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Unbekannter ?Ritterling? - sehr dickstielig *PIC*

UmUlmHerum, (vor 5463 Tagen)

Hallo miteinander!

An meinem besten Hotspot fand ich dieser Tage 2 Fk, die wir (4) makroskopisch nicht bestimmen können. Das eine, etwas verwachsene Exemplar habe ich mitgenommen. 3 Leute haben die Lamellen heftig makroskopisch untersucht, weswegen sie auf den Fotos 2+3 recht verrupft aussehen. Das zweite Exemplar steht noch, siehe Foto 1. Bitte um Hilfe!

Standort:
Schmale, grasige Böschung einer Sandgrube (kalkige Lehmsande, Hochsträß Südseite).
Bäume: Espe, Birke, Hainbuche, Ahorn, Maulbeere (direkt über den UMOs!), Rotfichte, Kiefer, weiter entfernt Lärche.
Andere Pilze dort: Tricholoma popul., T. terreum, T. fract., T. ustale, Fälblinge, Hautköpfe, zu anderen Zeiten viele Leccinum rufum.

Beschreibung:
Hut richtig schmierig mit Schleimschicht (wenn feucht, sonst seidig-trocken), glatt, mittelbraun mit Stich ins Rot, an wenigen Stellen außen gerieft, 10 - 12 cm Durchmesser.
Lamellen hell cremefarbig, auf stärkere Berührung hin dunkel bräunend, sehr weich - nicht spröd, tiefer "Burggraben".
Stiel 1x zylindrisch, 1x nach unten bauchig, 3,5 cm dick (!), 5-6 cm lang, glatt (keine Fasern/Schüppchen o.ä.), kurzbrüchig (nicht langfasernd!), Grundfarbe weiß, nach unten hin bräunlich.
Fleisch weiß, auch nach 24 Std. nicht verfärbend, Geruch stark mehlig-gasig, Geschmack (Hut mit Haut, Fleisch u. Lamellen) ebenso, im Abgang leicht bitterlich.
Sporenpulver rein weiß.

Beim Schlüsseln kommen wir auf T. popul. oder T. pessun., aber der Stiel passt nicht. Sind wir in der falschen Gattung? Wer was Rat?

Grüße - Rika

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Unbekannter ?Ritterling? - 2. Foto *PIC*

UmUlmHerum, (vor 5463 Tagen) @ UmUlmHerum

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Re: Unbekannter ?Ritterling? - 2. Foto

Birgit, (vor 5463 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

so jetzt mit diesem Foto und dem gerippten Hutrand könnt ich mir doch noch evtl. Tricholoma ustaloides vorstellen, da passt aber der Stiel auch nicht, denn der sollte eine weißkleiige ringartige Zone an der Stielspitze besitzen und unterhalb dieser Zone dann orange- bis kastanienbraun werden. Ausserdem sollte auch da der Stiel längsfaserig sein. Ausserdem schmeckt da auch die Huthaut bitter.

liebe Grüße

Birgit

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Unbekannter ?Ritterling? - 3. Foto *PIC*

UmUlmHerum, (vor 5463 Tagen) @ UmUlmHerum

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Re: Unbekannter ?Ritterling? - sehr dickstielig

Ingo Wagner, (vor 5463 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika!

Freilich wäre auch ein Bild der Oberseite schön, und wahrscheinlich meldet sich auch noch mein Namens-Vetter, der sämtliche braune Ritterlinge gerne mag.

Mein Tipp wäre erst mal, so rein gefühlsmäßig, Tricholoma populinum (Pappel-Ritterling), das bisschen , was man von der Hutfarbe sieht (ich bezeichne das immer als rosalich angehauchtes Braun), starker Mehlgeruch und Espenblätter würden mir sehr gut für die Art gefallen.

Am Stiel muss man sich wohl kaum so festhalten, es sei denn, sämtliche Fruchtkörper hatten so einen ausgeprägt fetten Stiel. Normalerweise wächst die Art (insofern ich recht hätte) ja recht gesellig, waren sie denn alle so?

VG Ingo W

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Re: Unbekannter ?Ritterling? - sehr dickstielig

Ingo Wagner, (vor 5463 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Rika!

Oh, da kamen ja jetzt noch Bilder!
Na gut, das Bräunen der Lamellen passt auch zum Vorschlag.

VG Ingo W

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Re: Unbekannter ?Ritterling? - sehr dickstielig *PIC*

UmUlmHerum, (vor 5463 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

von diesen UMOs gab es nur 2 Stück im Abstand von einem knappen Meter, es sind die Beiden von den Fotos mit dem 3,5-cm-Stiel. Die T. popul. (siehe Foto) waren deutlich zahlreicher und standen etliche Meter entfernt. Der Stiel des UMOs kann überhaupt nicht längs aufgefasert werden, er ist kurzbrüchig ähnlich Russula (da haben wir auch schon - vergeblich - geschlüsselt). Könnte man mit den angetrockneten Sporen einen eindeutige Bestimmung hinbekommen?

Grüße - Rika

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Re: Unbekannter ?Ritterling? - sehr dickstielig

HARZPILZCHEN, (vor 5463 Tagen) @ UmUlmHerum

von diesen UMOs gab es nur 2 Stück im Abstand von einem knappen Meter, es
sind die Beiden von den Fotos mit dem 3,5-cm-Stiel. Die T. popul. (siehe
Foto) waren deutlich zahlreicher und standen etliche Meter entfernt. Der
Stiel des UMOs kann überhaupt nicht längs aufgefasert werden, er ist
kurzbrüchig ähnlich Russula (da haben wir auch schon - vergeblich -
geschlüsselt). Könnte man mit den angetrockneten Sporen einen eindeutige
Bestimmung hinbekommen?

Moin Rika

Tricholoma stans - Rotfleckender Kiefernritterling - wäre auch noch eine Alternative. Du schreibst ja, Kiefern waren auch in der Nähe. n8i Hartmut

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Rotfleckender Kiefernritterling - möglich

UmUlmHerum, (vor 5463 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

Dein Vorschlag Tricholoma stans ist recht plausibel. Alles, was ich beim schnellen Googeln gefunden habe, spricht zumindest nicht dagegen, der Stiel würde passen! Leider ist der Gute im Gerhardt nicht drin. Wer kann mir Größenangaben von den Hut- und Stielabmessungen zukommen lassen?

Unter http://www.mykolaus.de/kahlkoepfe/berichte/mik_10_nov_10/html/index.htm fand ich den Hinweis, dass T. stans und T. albobrunneum/T. striatum wohl weder makroskopisch noch mikroskopisch so einfach zu unterscheiden seien?! Ich hatte den Letzteren ausgeschlossen, weil der UMO im Schnitt NICHT rötet und wohl auch größer ist.

Was meint Ihr dazu?
Grüße - Rika

Moin Rika
Tricholoma stans - Rotfleckender Kiefernritterling - wäre auch noch eine
Alternative. Du schreibst ja, Kiefern waren auch in der Nähe. n8i Hartmut

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Re: Rotfleckender Kiefernritterling - möglich

Birgit, (vor 5463 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

ich spiel mal Spielverderber ;-), T. stans riecht nicht (oder nur schwach) nach Mehl, laut Gröger.

Birgit

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Also bitte weitersuchen!

UmUlmHerum, (vor 5463 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

danke für Dein weiteres Nachschauen! Ich habe leider nur recht dürftige Beschreibungen beim Googeln gefunden. Aber der Geruch des UMO ist wirklich sehr ausgeprägt.
Vielleicht haben die Lerchen, die demnächst die Frühschicht hier im Forum übernehmen, eine Idee...

Gute Nacht - Rika

Hallo Rika,
ich spiel mal Spielverderber ;-), T. stans riecht nicht (oder nur schwach)
nach Mehl, laut Gröger.
Birgit

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Re: Rotfleckender Kiefernritterling - möglich

Harald Andres Schmid, (vor 5463 Tagen) @ Birgit

Hallo Rika,
ich spiel mal Spielverderber ;-), T. stans riecht nicht (oder nur schwach)
nach Mehl, laut Gröger.
Birgit

Hallo,

So eindeutig finde ich das Merkmal nicht, was heisst schon schwach -

Aber Stans ist bei Berührung mit der Zungenspitze extreeeem bitter!
(Man spuckt wirklich angewidert aus! - inkl. "Wäääh-"Geräusche)

Das Merkmal finde ich am eindeutigsten, um ihn von anderen Arten zu unterscheiden.
(Wobei ich finde die ganze Gruppe generell extrem schwer)

Gruss, Harald Andres

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Re: Rotfleckender Kiefernritterling - möglich

Stephan Weißer, (vor 5463 Tagen) @ Birgit

T. stans riecht nicht (oder nur schwach)
nach Mehl, laut Gröger.

Das widerspricht meinen Erfahrungen mit dieser Art. Die ganz bitteren Kleinen mit den stark braunfleckenden Lamellen sind immer auch starke Mehldufter.

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Re: Unbekannter ?Ritterling? - sehr dickstielig

Stephan Weißer, (vor 5463 Tagen) @ UmUlmHerum

An meinem besten Hotspot fand ich dieser Tage 2 Fk, die wir (4)
makroskopisch
nicht bestimmen können.

Das ist in der Sektion Albobrunnea ganz normal.

Bäume: Espe ... Kiefer ...

Undankbarer geht es wohl nicht.

Andere Pilze dort: Tricholoma popul.

bist du dir bei denen sicher? wenn ja, an was machst du sie fest?

Beschreibung: Hut richtig schmierig mit Schleimschicht (wenn feucht, sonst
seidig-trocken), glatt

meinst du damit: nicht radialstreifig? Das wäre sehr wichtig zu wissen.

, mittelbraun mit Stich ins Rot, an wenigen Stellen

außen gerieft, 10 - 12 cm Durchmesser.

M. E. zu groß für Tricholoma stans!

Stiel glatt (keine Fasern/Schüppchen o.ä.), kurzbrüchig (nicht
langfasernd!),
Grundfarbe weiß, nach unten hin bräunlich.

Solche Stiele (an Täublingsstiele erinnernd) gehören nach meinem Artverständnis eindeutig zu T. pessundatum oder populinum.

Beim Schlüsseln kommen wir auf T. popul. oder T. pessun., aber der Stiel
passt nicht.

Ich finde doch. Einer der beiden müsste es sein.

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Braune Ritterlinge

Ingo, (vor 5462 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

ich lege mich mal anhand deiner Bilder auf Tricholoma pessundatum fest.
Wie Stephan schon befand, kommen hier sowiso nur zwei Arten in Frage.

Vielleicht lesen wir erst einmal nach, was ich zum Thema bereits schrieb.
Um das mal abzukürzen. zum Thema

Ergänzend viellecht auch noch diese Antwort von Stephan zu meinem Beitrag vom Vormonat.

Wie man sieht, gibt es hier im Forum schon einiges zum Thema zu lesen.
Allerdings, wenn man nicht regelmäßig mitliest, geht da viel unter.

Nur soviel:
Ich vermute, es gibt hier mehr Arten als die zwei genannten. Pappelritterlinge
zum Einen und die Arten aus dem Pessundatum - Aggregat zum Anderen.
Dazu zähle ich nicht Tricholoma stans, denn der ist sehr eindeutig. Relativ kleinwüchsig,
mit striater Huthaut und immer extrem bitter. In den Pilzen der Schweiz ist er
übrigens (als einigem deutschsprachigem Werk) korrekt beschrieben.

Was diese Exemplare hier von Pappelritterlingen eindeutig unterscheidet, sind folgende Merkmale:
- Der erhaben weiße, stämmige Stiel
- Die deutlich weit gerippten Hutränder
- Die recht einheitlich braune Färbung des Hutes
- Die teilweise dunkelbraune bis schwärzliche Verfärbung der Lamellenschneiden.

Bei Pappelritterlingen gestaltet es sich eher so:
- Stiele im Jugendstadium bis an die Spitze hin mit rotbraunen Fasern/Schüppchen
- Hutränder extrem selten gerippt, wenn dann nur ansatzweise
- Hutfarbeen rosa - bräunlich unregelmäßig
- Lamellenschneiden verfärben höchstens hellbraun - rosa

Übrigens - auch mit einem Mikroskop sollte man die Arten im direkten Vergleich
trennen können. Die Sporen der Pappelritterlinge sind immer einen Tacken größer
als die der anderen.

Wie bereits angemerkt, sollten albobrunnea bei Espen mit Vorsicht genossen werden.
Reine Kiefernritterlinge scheinen diese gerne mal als Ersatzwirt zu nutzen.

Ich hoffe, ein wenig weiter geholfen zu haben.

Grüßlis Ingo

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Re: Braune Ritterlinge *PIC*

UmUlmHerum, (vor 5462 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo und Stephan,

herzlichen Dank für Eure ausführlichen und hilfreichen Beiträge! Ich fasse mal zusammen:
Der T. stans kann es nicht sein, weil Meine zu groß und nicht richig bitter sind. Nach Eurer Einschätzung kommen nur T. populinum oder T. pessundatum in Frage, Favorit T. pess.

Was mich gerade durcheinander bringt, ist, dass im Gerhardt der Getropfte Ritterling mit einem genatterten Stiel beschrieben wird, Ingo den jungen Pappeligen mit rotbraunen Fasern/Schüppchen beschreibt. Meiner hatte weder - noch. Wie seht Ihr Ritterlingsfreunde die Konsistenz des Stiels: Merkmal brüchig gegenüber faserig?

Können wir den UMO unter Getropfter Ritterling - "Sonderform" ablegen??
Will ihn jemand näher untersuchen? Sporenpulver vorhanden, verschicke ich gerne.

Hier noch ein Bild (Hut von oben, Dm ca.11 cm) von dem Fk, der immer noch in der Böschung steht. Ich musste ihn erst ausgraben unter sandiger Erde und Laub, deswegen ist die Hutfarbe recht blass und unregelmäßig.

Grüße - Rika

Hallo Rika,
ich lege mich mal anhand deiner Bilder auf Tricholoma pessundatum fest.
Wie Stephan schon befand, kommen hier sowiso nur zwei Arten in Frage.
Nur soviel: Ich vermute, es gibt hier mehr Arten als die zwei genannten.
Pappelritterlinge
zum Einen und die Arten aus dem Pessundatum - Aggregat zum Anderen.
Dazu zähle ich nicht Tricholoma stans, denn der ist sehr eindeutig. Relativ
kleinwüchsig,
mit striater Huthaut und immer extrem bitter. In den Pilzen der Schweiz ist
er
übrigens (als einigem deutschsprachigem Werk) korrekt beschrieben.
Was diese Exemplare hier von Pappelritterlingen eindeutig unterscheidet, sind
folgende Merkmale: - Der erhaben weiße, stämmige Stiel
- Die deutlich weit gerippten Hutränder
- Die recht einheitlich braune Färbung des Hutes
- Die teilweise dunkelbraune bis schwärzliche Verfärbung der
Lamellenschneiden.
Bei Pappelritterlingen gestaltet es sich eher so: - Stiele im Jugendstadium
bis an die Spitze hin mit rotbraunen Fasern/Schüppchen
- Hutränder extrem selten gerippt, wenn dann nur ansatzweise
- Hutfarbeen rosa - bräunlich unregelmäßig
- Lamellenschneiden verfärben höchstens hellbraun - rosa
Übrigens - auch mit einem Mikroskop sollte man die Arten im direkten
Vergleich
trennen können. Die Sporen der Pappelritterlinge sind immer einen Tacken
größer
als die der anderen.
Grüßlis Ingo

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Re: Braune Ritterlinge

Stephan Weißer, (vor 5462 Tagen) @ UmUlmHerum

Was mich gerade durcheinander bringt, ist, dass im Gerhardt der Getropfte
Ritterling mit einem genatterten Stiel beschrieben wird

so frech bin ich einfach hier mal: Quatsch! Genattert, das ist doch so wie bei Tricholoma aurantiacum, diese Stielzeichnung haben die Weißbraunen nicht

Ingo den jungen
Pappeligen mit rotbraunen Fasern/Schüppchen beschreibt. Meiner hatte weder
- noch.

ja, und genau deshalb sieht der nach T. pessundatum aus

Wie seht Ihr Ritterlingsfreunde die Konsistenz des Stiels: Merkmal
brüchig gegenüber faserig?

habe ich noch nicht ausgiebig getestet, aber das werde ich nächstes Jahr nachholen

Können wir den UMO unter Getropfter Ritterling - "Sonderform"
ablegen??

Wieso Sonderform? Das ist ein ganz normaler.

Will ihn jemand näher untersuchen? Sporenpulver vorhanden, verschicke ich
gerne.

leider habe ich grad kein 100er Objektiv, also kann ich nichts vermessen.

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Re: Braune Ritterlinge

Ingo, (vor 5461 Tagen) @ UmUlmHerum

Hier noch ein Bild (Hut von oben, Dm ca.11 cm) von dem Fk, der immer noch in
der Böschung steht. Ich musste ihn erst ausgraben unter sandiger Erde und
Laub, deswegen ist die Hutfarbe recht blass und unregelmäßig.

Hallo Rika,

was ich nun wieder erstaunlich finde - das was du hier zeigst, halte ich durchaus
für einen Pappelritterling. Vergleiche doch mal anhand der Beschreibungen.
Der sieht ganz anders aus, als die oben gezeigten Exemplare.

GR Ingo

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Re: Braune Ritterlinge

UmUlmHerum, (vor 5461 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

haben wir hier ein Mißverständnis? Oder ich blick´s nicht - der threat ist inzwischen ganz schön lang und verzweigt...

Das Foto vom 2. Beitrag dieser Verzweigung ("Hut von oben", 15.11.11) zeigt genau den selben Pilz, mit dem ich diesen threat am 13.11.11 begonnen hatte. Das Ding mit dem dicken, weißen Russula-Stiel. Und so blass, weil ich ihn unter Laub und Sand erst ausgraben müsste. Fang´ jetzt bloß nicht an, mich wieder durcheinander zu bringen ;-))

Gruß - Rika

Hallo Rika,
was ich nun wieder erstaunlich finde - das was du hier zeigst, halte ich
durchaus
für einen Pappelritterling. Vergleiche doch mal anhand der Beschreibungen.
Der sieht ganz anders aus, als die oben gezeigten Exemplare.
GR Ingo

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T. pessundatum/tridentinum?

Harald Andres Schmid, (vor 5462 Tagen) @ Ingo

Hallo, Ingo

Danke!
Es ist und bleibt verwirrend.
Was ich im Laufe meines Lebens zu braunen Ritterlingen an Hinweisen
und Beobachtungen notiert und in späteren Jahren wieder als falsch durchgestrichen habe...
Das gibt viel Altpapier...

Noch eine Frage dazu:
Sind T. pessundatum und T. tridentinum synonym oder getrennt?
Bei der Abbildung bei Dähnke auf Seite 233. als T. tridentinum, bezeichnet,
hatte ich auf einen Hinweis hin den Namen durchgestrichen
und T. pessundatum notiert.
Die Abbildung passt gut zu Deiner Beschreibung oben,
bis auf die dunkelnden Lamellenschneiden.

Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: T. pessundatum/tridentinum?

Ingo, (vor 5461 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,

die Art auf Seite 233 bei RMD nennt sich Zedernritterling.
Der wird momentan bei Riva und mittlerweile auch bei Bon als gute Art
T. cedretorum genannt. Ob dies aus genetischer Sicht haltbar ist, entzieht
sich eben meiner Kenntnis.

Ansonsten würde ich von diesem Werk als Bestimmungsschlüssel für braune
Ritterlinge abraten. Seit Jahren bereits plagt mich die Frage, welche Arten
da unter T. albobrunneum und T. stans dargestellt werden.
Die albobrunneum könnte man eventuell noch als pessundatum gelten lassen.
Die unter T. stans gezeigten Exemplare allerdings zeigen so etwas wie eine
Cortina an der Stielpitze. Somit könnten es auch etwas ungewöhnliche
T. batschii (bei Cistus) sein. T. stans sind es ganz sicher nicht.

Zur Nomenklatur: Keine Ahnung, was momentan gültig ist. Nach Bon und Riva 1988
ist T. pessundatum gültig. Nach der Ergänzung von Riva (1999?) Tridentinum.
Viellicht kann hier Jemand helfen, der davon mehr Ahnung hat.

LG Ingo

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Re: T. pessundatum/tridentinum?

Harald Andres Schmid, (vor 5460 Tagen) @ Ingo

Hallo Harald Andres,
die Art auf Seite 233 bei RMD nennt sich Zedernritterling.
Der wird momentan bei Riva und mittlerweile auch bei Bon als gute Art
T. cedretorum genannt. Ob dies aus genetischer Sicht haltbar ist, entzieht
sich eben meiner Kenntnis.
Ansonsten würde ich von diesem Werk als Bestimmungsschlüssel für braune
Ritterlinge abraten. Seit Jahren bereits plagt mich die Frage, welche Arten
da unter T. albobrunneum und T. stans dargestellt werden.
Die albobrunneum könnte man eventuell noch als pessundatum gelten lassen.
Die unter T. stans gezeigten Exemplare allerdings zeigen so etwas wie eine
Cortina an der Stielpitze. Somit könnten es auch etwas ungewöhnliche
T. batschii (bei Cistus) sein. T. stans sind es ganz sicher nicht.
Zur Nomenklatur: Keine Ahnung, was momentan gültig ist. Nach Bon und Riva
1988
ist T. pessundatum gültig. Nach der Ergänzung von Riva (1999?) Tridentinum.
Viellicht kann hier Jemand helfen, der davon mehr Ahnung hat.
LG Ingo

Hallo, Ingo
Danke!
Mir ist schon klar, dass die Dähnke kein vernünftiges Bestimmungsbuch ist,
die vielen Fehlbestimmungen sind schon extrem.
Ich bin halt um jedes Bild einer Art, dass ich in Büchern habe, froh,
und kläre gerne ab, ob ein Bild tauglich ist, oder nicht.
Stans in der Dähnke war mir klar, das dass nicht geht, der ist auch zu stämmig.
Im "Abbildungsverzeichnis" wird übrigens der Pilz auf S. 233
als pessundatum, nicht als Zedernritterling ausgegeben.
Das würde sich mit meiner Info zu dem Pilz decken.
Die albobrunneum auf Seite 235 hatte ich mal mit dem Vermerk striatum
versehen, weiss aber nicht, ob das stimmt.
Gruss, Harald Andres

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Re: T. pessundatum/tridentinum?

Ingo, (vor 5459 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,

man sollte auch dieses Kapitel aus RMD nicht so stehen lassen.

Im "Abbildungsverzeichnis" wird übrigens der Pilz auf S. 233
als pessundatum, nicht als Zedernritterling ausgegeben.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Monographie konnte sich Bon noch
nicht durchringen, Zedernritterlingen Artstatus zu gönnen.
Richtigerweise nennt Frau Dähncke diese Pilze Tricholoma tridentinum var. cedretorum. Wobei Tridentinum (Singer) as Synonym für pessundetum (Fries) steht.
Daher etwas halbherzig, aber auch noch korrekt unter pessundatum.

In aktuelleren Monographien (RIVA 1999/ Bon) genießt dieser Ritterling unter
Zedern dann Artstatus, und zwar als T. cedretorum. Das sollte man auch erst mal so stehen lassen, denn mir fehlen hier die Zedern zur weiteren Beobachtung.

T. albobrunneum auf Seite 235 hatte ich mal mit dem Vermerk striatum
versehen, weiss aber nicht, ob das stimmt.

Auch das solltest du besser weg radieren. Was RMD da zeigt, ist mir ein Rätsel.
Vor allem der Verweis mit den überstehenden Huträndern gibt mir zu denken.
Wäre das ein Rauhfußröhrling, würde ich eine Rotkappe vermuten ;-))
Nach allem was man da erkennen kann, sollte es sich um hellbraunhütige
Ritterlinge mit weissen Stielen handeln. T. striatum fällt somit aus.
Dieses Bild samt Beschreibung gehört meiner Meinung nach mit demm Edding
weggemarkert. Genau so wie alle Beschreibungen von T. albobrunneum, die keine
striate Hutoberfläche und auch keine farblich abgesetzte Stielspitze beschreiben.

Ich hoffe, du markerst jetzt nich das ganze Buch zu. Ich finde nach wie vor, dass die Bilder meist ganz gelungen aussehen.

Grüßlis Ingo

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Re: T. pessundatum/tridentinum?

Boletus ⌂, (vor 5459 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald

Wegen eines Urlaubfundes haben wir hier
Beitrag 175034
auch schon darübber diskutiert!

LG Sepp

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Dähnke, ähhh... danke Euch beiden! ;-) *oT*

Harald Andres Schmid, (vor 5459 Tagen) @ Boletus

- kein Text -

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Re: Dähnke, ähhh... danke Euch beiden! ;-)

Hexenröhrling, (vor 5459 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo ist dieses Buch nicht sein Geld wert ? Ich finde es gut. 1200 Pilze und Moser... Gruß Werner W.

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Re: Dähnke, ähhh... danke Euch beiden! ;-)

Stephan Weißer, (vor 5459 Tagen) @ Hexenröhrling

Ja, es sind viele Pilze drin, das stimmt schon. Für jemanden, der im Schwarzwald Pilze sucht, sicher sehr interessant, weil da fast alle markanten Schwarzwaldpilze drin sind. Für jemanden, der als Deutschsprachiger auf den Kanaren Pilze sucht, ist es wahscheinlich sogar unverzichtbar, da es nichts Vergleichbares gibt. Allerdings haben die Fotos jetzt teilweise 35 bis 40 Jahre auf dem Buckel und entsprechen in keiner Hinsicht mehr dem heutigen Stand der Technik, da ist fast jedes Foto, das im Pilzepilzeforum gepostet wird, um Welten besser. Die Nomenklatur entspricht ebenfalls dem Stand des letzten Jahrtausends und stiftet oft nur Verwirrung. Und obwohl im Buch immer wieder betont wird, welche international anerkannte Kapazität diesen oder jenen Pilz bestimmt habe, scheint es mir doch voller sachlicher Fehler zu stecken.

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Re: Dähnke, ähhh... danke Euch beiden! ;-)

Stephan Weißer, (vor 5459 Tagen) @ Stephan Weißer

Eins habe ich noch ganz vergessen, was mir immer weniger an diesem Buch gefällt, je breiter und tiefer mein Wissen über Pilze wird: es kümmert sich einen Dr... um Strukturen innerhalb der Gattung, was in den großen schwierigen Gattungen fatal ist (Inocybe, Cortinarius, Entoloma, Agaricus... ). Es werden praktisch keine Hinweise auf Untergattungen, Sektionen, "Gruppen um..." gegeben, geschweige denn was die jeweiligen Kennzeichnungsmerkmale derselben sind, was im Gerhardt oder im Bon viel besser gelöst ist. Dafür werden dann bei den Phlegmacien Gelbblättrige, Violettblättrige und Tonblättrige munter durcheinandergewürfelt. Zum Erwerb von Bestimmungsstrategien innerhalb der einzelnen Gattungen taugt das Buch leider nichts.

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Re: Dähnke, ähhh... danke Euch beiden! ;-)

Ingo, (vor 5458 Tagen) @ Stephan Weißer

durcheinandergewürfelt. Zum Erwerb von Bestimmungsstrategien innerhalb der
einzelnen Gattungen taugt das Buch leider nichts.

Hallo Stephan,

ich weiss nicht, ob dieses Buch überhaupt für diffizile Pilzbestimmungen gedacht
war. Ich meine, es richtet sich eher an fortgeschrittene Anfänger.
1500 Arten makroskopisch bestimmen zu wollen ist mit diesem Buch eher
nicht machbar. 20% davon könnte aber sicher gehen.
Ich möchte mal behaupten, dass ich es vor 10 Jahren für sehr hilfreich befand.
Mittlerweile reichen Pilze der Schweiz und die BW Pilze im Einzelfall auch nicht
mehr aus.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass es nicht schadet, wenn sich das Werk im
Bücherreghal befindet.

GR Ingo

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Re: Dähnke, ähhh... danke Euch beiden! ;-)

Stephan Weißer, (vor 5458 Tagen) @ Ingo

ich weiss nicht, ob dieses Buch überhaupt für diffizile Pilzbestimmungen
gedacht
war. Ich meine, es richtet sich eher an fortgeschrittene Anfänger.

Ich weiß, Dähncke schreibt dies ja (fast schon entschuldigend) zu Beginn ihres Vorwortes. Dann darf man aber schon fragen, welchen Sinn das Buchkonzept mit 1200 Arten, Mikrozeichnungen und Sporenmaßen und einem Preis von 40(?) Euro überhaupt macht.

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Re: Dähnke, ähhh... danke Euch beiden! ;-)

Andreas ⌂, (vor 5458 Tagen) @ Stephan Weißer

Ich weiß, Dähncke schreibt dies ja (fast schon entschuldigend) zu Beginn
ihres Vorwortes. Dann darf man aber schon fragen, welchen Sinn das
Buchkonzept mit 1200 Arten, Mikrozeichnungen und Sporenmaßen und einem
Preis von 40(?) Euro überhaupt macht.

Hallo,

ein Buch mit großformatigen Bildern von 1200 Arten zum Preis von 40 Euro - da muss man doch eigentlich gar nicht überlegen, das ist doch ein Schnäppchen! Natürlich nicht zur "Bestimmung" in deinem Sinne, aber ein für meinen Geschmack erstklassiges Bilderbuch. Ich kann nicht finden, dass die Bilder auch aus heutiger Sicht nichts mehr taugen und auch nicht dass man das Buch nur im Schwarzwald oder auf den Kanaren einsetzen kann.
Die Texte kann man vergessen, insbesondere die Angaben zur Mikroskopie oder gar die groben Sporenzeichnungen. Macht aber nix, dafür nimmt ja auch keiner das Buch.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Braune Ritterlinge

Andreas ⌂, (vor 5462 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

Was diese Exemplare hier von Pappelritterlingen eindeutig unterscheidet, sind
folgende Merkmale: - Der erhaben weiße, stämmige Stiel
Bei Pappelritterlingen gestaltet es sich eher so: - Stiele im Jugendstadium
bis an die Spitze hin mit rotbraunen Fasern/Schüppchen

hmmm, für mich waren die weißen Stiele immer ein Merkmal des Pappelritterlings (T. populinum), das ich für geeignet halte (hielt?) ihn von den anderen Arten abzugrenzen (neben weiteren Merkmalen natürlich).

beste Grüße,
Andreas

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Re: Braune Ritterlinge

Ingo, (vor 5461 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

ohne jetzt eine Bilderflut loszulassen. Man sieht leider viel zu wenige
von diesen Ritterlingen hier im Forum. Möglicherweise hilft es ja, möglichst
viele Kollektionen von verschiedenen Fundorten zu vergleichen.

Unter Pappelritterlingen verstehe ich momentan nur jene, die auch unter
echten Pappeln fruchten, Schwarz- und Kulturpappeln etc.
Die ähnlichen Arten unter Espen, Cistus und auch Kiefern sollte man
gesondert begutachten.

Die Kollektion T. populinum fo. campestre in Frau Dähnckes 1500
zum Beispiel (bei Cistus) finde ich nicht so arttypisch.
Allein orange - rötlichfarbene Hutfarben und weiße Stiele sind meiner Meinung
nach nicht ausreichend, die T. populinum zu nennen.

Die typischen T. pessundatum erinnern von der Form her eher an Lindenkremplinge,
mit einheitlich, schmierig kastanienfarbener (dunkelbrauner) Huthaut.
Von denen hatte ich bislang nur einen gefunden. Bei diesen dürfte es sich
wohl um die Typusart handeln, die hier zuletzt von Fundstellen aus Lappland
gezeigt wurde. Auf skandinavischan Seiten kann man die Pilze unter
T. tridentinium bewundern.

Im Kiefernwald stehen bei uns meist die hellbraun - orangenen Teile mit den
hellen Täublingsstielen.
Die haben im Alter allerdings ausnahmslos mehr oder weniger gerippte Hutränder.
Ich bin mir mittlerweile fast sicher, dass es sich bei denen um eine eigene Art
(die giftige nach Neuhoff)handelt.

Außerdem gibt es an besonderen Standorten mitunter Kollektionen, die wie
T. batschii ausschauen, aber ohne Farbübergang am Stiel. Eventuell handelt es
sich da sogar um T. muricatum. Leider waren sie zuletzt 2009 anwesend.

Wer diese bei Espen findet, wird sie T. populinum nennen. Findet man dort aber
Grünlinge und Halsbandritterlinge, dürfen sie ihren Namen behalten.
Vielleicht kannst du ja ein paar Bilder aus deinem Erfahrungsschatz beisteuern.
Wie du siehst, bin ich zwar etwas weiter, als noch vor vier Jehren, aber immer
noch nicht am Ziel. ;-))

Grüßlis Ingo

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Re: Braune Ritterlinge *PIC*

UmUlmHerum, (vor 5461 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo, hallo Stephan!

Zwischendurch dachte ich mir: hättest Du den Ritterling nur an der Böschung stehenlassen... aber mittlerweile legt sich die Verwirrung etwas, und es wird richtig interessant. Danke für Eure Infos!!!

Jetzt gleich noch mal eine Frage zu dem anderen Ritterling, den ich unter Beitrag 215726 in diesem threat abgebildet hatte. Könnt Ihr hier T. popularis zustimmen? Deren Stiele haben zur Spitze hin kleine weiße Flöckchen.

Und versteht Stephan unter "genattert" wie bei T. aurantium eine so deutliche Natterung, siehe Foto?

Grüße -Rika

[image]

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Re: Braune Ritterlinge

Andreas ⌂, (vor 5461 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo,

Jetzt gleich noch mal eine Frage zu dem anderen Ritterling, den ich unter
Beitrag 215726
in diesem threat abgebildet hatte. Könnt Ihr hier T. popularis zustimmen?
Deren Stiele haben zur Spitze hin kleine weiße Flöckchen.

Also die schlankeren Teile meinst Du? Die würde ich als Tricholoma populinum ansehen, immer unter der Voraussetzung auch, dass die Farben echt sind an die ich an meinem Bildschirm sehe.

Deinen dickstieligen Ritterling würde ich Ingo zustimmen sieht T. pessundatum am ähnlichsten von allen die mir so einfallen. Helle Stiele und dunklere Hutfarbe ohne den populinum-Fleischton wären für mich die Erkennungsmerkmale. Tropfen muss pessundatum meiner Meinung nach nicht zwingend haben.

@Ingo: Verstehe ich Dich richtig, dass Du Funde von T. populinum unter Espe als etwas anderes ansiehst und T. populinum ss.str. nur unter den anderen Pappeln vorkommt? Falls ja, dann hab ich noch nie einen T. populinum gefunden.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Braune Ritterlinge

Ingo, (vor 5460 Tagen) @ Andreas

@Ingo: Verstehe ich Dich richtig, dass Du Funde von T. populinum unter Espe
als etwas anderes ansiehst und T. populinum ss.str. nur unter den anderen
Pappeln vorkommt? Falls ja, dann hab ich noch nie einen T. populinum
gefunden.

Hallo Andreas,

diese Aussage von mir hattest du richtig verstanden. So schön wie es wäre,
aber diese Kollektionen scheinen sich doch etwas zu unterscheiden.
Jetzt verstehe ich auch deine Ansicht, nach der du Pappelritterlinge für
passable Speisepilze hältst.
Ich hatte nur einmal typische T. campestre (so will ich die Espenritterlinge jetzt mal nennen)
2008 bei jungen Espen.
Diese Pilze waren relativ hellstielig und bereits im Jugendstadium gestreckt.
Seinerzeit hatte ich die auch probiert und sie waren nicht die Spur bitter und
auch recht schmackhaft.
Nur - die braunen Ritterlinge, die ich bei Pappeln fand, waren (egal welchen Alters) immer bitter.
Daher wunderte ich mich immer, wie man die als gute Speisepilze bezeichnen kann.

folgende Trennungsmerkmale zu den Pappelbegleitern konnte ich feststellen:

- Pappelritterlinge haben meist bereits im Jugendstadium von unten her bis an
die Stielspitze heran bräunliche Fasern am Stiel.
Meist konnte ich sogar eine Art Natterung feststellen.
* Espenritterlinge haben in der Regel lang andauernd weiße Stiele

- Pappelritterlinge schmecken deutlich bitter
* Espenritterlinge schmecken in der Regel mild

- Pappelritterlinge treten oft in Büscheln auf; * Esperitterlinge meist
truppweise, so wie T. imbricatum oder sogar einzeln.

- Pappelritterlinge haben meist blass - bräunliche Hüte, die sich bei
Sonneneinstrahlung in ein dunkleres Braun verfärben.
* Espenritterlinge haben immer irgendwelche rosa- orangene Farben am Deckel.

- Pappelritterlinge sind im Bereich der Hutscheibe schollig bis striat, zum
Rande hin aber einheitlich kahl.
* Espenritterlinge sind nahezu über die gasamte Hutoberfläche kahl

Die Unterschiede mögen nicht weltbewegend sein. Am ehesten ähneln die
Espenritterlinge (T. campestre) den hellbraunen Kiefernritterlingen,
die bei mir unter Pessundatum firmieren. Die Pappelritterlinge scheinen
makroskopisch eher mit T. stans und T. batschii verwandt zu sein.

Es ist echt an der Zeit, das Thema mittels Sequenzer zu bereinigen.

Grüßlis Ingo

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Re: Braune Ritterlinge

Andreas ⌂, (vor 5454 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,

bene. Ich kenne folglich nur T. campestre, aber nicht populinum.

beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
diese Aussage von mir hattest du richtig verstanden. So schön wie es wäre,
aber diese Kollektionen scheinen sich doch etwas zu unterscheiden.
Jetzt verstehe ich auch deine Ansicht, nach der du Pappelritterlinge für
passable Speisepilze hältst.
Ich hatte nur einmal typische T. campestre (so will ich die Espenritterlinge
jetzt mal nennen)
2008 bei jungen Espen.
Diese Pilze waren relativ hellstielig und bereits im Jugendstadium gestreckt.
Seinerzeit hatte ich die auch probiert und sie waren nicht die Spur bitter
und
auch recht schmackhaft.
Nur - die braunen Ritterlinge, die ich bei Pappeln fand, waren (egal welchen
Alters) immer bitter.
Daher wunderte ich mich immer, wie man die als gute Speisepilze bezeichnen
kann.
folgende Trennungsmerkmale zu den Pappelbegleitern konnte ich feststellen: -
Pappelritterlinge haben meist bereits im Jugendstadium von unten her bis
an
die Stielspitze heran bräunliche Fasern am Stiel.
Meist konnte ich sogar eine Art Natterung feststellen.
* Espenritterlinge haben in der Regel lang andauernd weiße Stiele
- Pappelritterlinge schmecken deutlich bitter
* Espenritterlinge schmecken in der Regel mild
- Pappelritterlinge treten oft in Büscheln auf; * Esperitterlinge meist
truppweise, so wie T. imbricatum oder sogar einzeln.
- Pappelritterlinge haben meist blass - bräunliche Hüte, die sich bei
Sonneneinstrahlung in ein dunkleres Braun verfärben.
* Espenritterlinge haben immer irgendwelche rosa- orangene Farben am Deckel.
- Pappelritterlinge sind im Bereich der Hutscheibe schollig bis striat, zum
Rande hin aber einheitlich kahl.
* Espenritterlinge sind nahezu über die gasamte Hutoberfläche kahl
Die Unterschiede mögen nicht weltbewegend sein. Am ehesten ähneln die
Espenritterlinge (T. campestre) den hellbraunen Kiefernritterlingen,
die bei mir unter Pessundatum firmieren. Die Pappelritterlinge scheinen
makroskopisch eher mit T. stans und T. batschii verwandt zu sein.
Es ist echt an der Zeit, das Thema mittels Sequenzer zu bereinigen.
Grüßlis Ingo

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Re: Unbekannter ?Ritterling? - sehr dickstielig

Schlesier, (vor 5460 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo miteinander!

Genau zu diesem interessantan Thema referiert am 28.11. Dr.Ch.Hahn um 19.30h bei der Pilzkundeabteilung der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg. "Die weißen und braunen Ritterlinge" ist der Titel.Vielleicht sieht man sich!
Liebe Grüße
Rainer