Braune Ritterlinge
Hallo Rika,
ich lege mich mal anhand deiner Bilder auf Tricholoma pessundatum fest.
Wie Stephan schon befand, kommen hier sowiso nur zwei Arten in Frage.
Vielleicht lesen wir erst einmal nach, was ich zum Thema bereits schrieb.
Um das mal abzukürzen. zum Thema
Ergänzend viellecht auch noch diese Antwort von Stephan zu meinem Beitrag vom Vormonat.
Wie man sieht, gibt es hier im Forum schon einiges zum Thema zu lesen.
Allerdings, wenn man nicht regelmäßig mitliest, geht da viel unter.
Nur soviel:
Ich vermute, es gibt hier mehr Arten als die zwei genannten. Pappelritterlinge
zum Einen und die Arten aus dem Pessundatum - Aggregat zum Anderen.
Dazu zähle ich nicht Tricholoma stans, denn der ist sehr eindeutig. Relativ kleinwüchsig,
mit striater Huthaut und immer extrem bitter. In den Pilzen der Schweiz ist er
übrigens (als einigem deutschsprachigem Werk) korrekt beschrieben.
Was diese Exemplare hier von Pappelritterlingen eindeutig unterscheidet, sind folgende Merkmale:
- Der erhaben weiße, stämmige Stiel
- Die deutlich weit gerippten Hutränder
- Die recht einheitlich braune Färbung des Hutes
- Die teilweise dunkelbraune bis schwärzliche Verfärbung der Lamellenschneiden.
Bei Pappelritterlingen gestaltet es sich eher so:
- Stiele im Jugendstadium bis an die Spitze hin mit rotbraunen Fasern/Schüppchen
- Hutränder extrem selten gerippt, wenn dann nur ansatzweise
- Hutfarbeen rosa - bräunlich unregelmäßig
- Lamellenschneiden verfärben höchstens hellbraun - rosa
Übrigens - auch mit einem Mikroskop sollte man die Arten im direkten Vergleich
trennen können. Die Sporen der Pappelritterlinge sind immer einen Tacken größer
als die der anderen.
Wie bereits angemerkt, sollten albobrunnea bei Espen mit Vorsicht genossen werden.
Reine Kiefernritterlinge scheinen diese gerne mal als Ersatzwirt zu nutzen.
Ich hoffe, ein wenig weiter geholfen zu haben.
Grüßlis Ingo