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Sendung Unkraut auf B3 am 22.10.01 um 21.15

olli, (vor 9138 Tagen)

Hallo,
hat denn jemand diese Sendung gesehen?
da wurde das ewige Thema: Abschneiden oder Herausdrehen, mal wieder angesprochen, und es wurde dieses mal wieder fürs Herausdrehen geworben. Ich und viele meiner Bekannten habe sich jetzt das Abschneiden angewöhnt. Was ist denn nun das "Richtige"???
Ach ja, und typisch Bayern war dieser einseitige Bericht über die Zauberpilze... natürlich ist der Missbrauch schlecht! Aber Aufklärung wäre besser als nur alles zu Verdammen! Verbotenes bekommt doch erst nen Reitz für die Jugend! Und nur in die Psychatrie fahren und Opfer ihrer Unwissenheit zu besuchen ist ja lächerlich, anstatt der Sache auf den Grund zu gehen wieso die Leute überhaupt solche Pilze nehmen ..... nun ja, aber im Moment sind sie leider grosse Mode auf den Parties und dort gehören sie nicht unbedingt hin.. schon 2mal nicht in die hände von Teenagern! Aber "nur schlecht" sind sie sicher nicht...
gruss
olli

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Re: Sendung Unkraut auf B3 am 22.10.01 um 21.15

Kräuterfee, (vor 9138 Tagen) @ olli

da wurde das ewige Thema: Abschneiden oder Herausdrehen, mal wieder
angesprochen, und es wurde dieses mal wieder fürs Herausdrehen geworben.
Ich und viele meiner Bekannten habe sich jetzt das Abschneiden angewöhnt.
Was ist denn nun das "Richtige"???

Hallo Olli,

ich gehöre auch zu den "Schneidern" *ggg* - ich denke, daß man auch bei vorsichtiges Herausdrehen, das empfindliche Myzel verletzen könnte.

MfG
Kräuterfee

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Re: Sendung Unkraut auf B3 am 22.10.01 um 21.15

adi rehm, (vor 9137 Tagen) @ Kräuterfee

Hallo Olli,
ich gehöre auch zu den "Schneidern" *ggg* - ich denke, daß man auch
bei vorsichtiges Herausdrehen, das empfindliche Myzel verletzen könnte.
MfG
Kräuterfee

hallo, alle ihr dreher und schneider,
ich gehöre (weil ich wirklich oft schon die stielbasis zur geneuen bestimmung gebraucht habe) zu den ersteren; außerdem: jung gelernt, alt getan.
im perlwulstlingwald meiner jugend - dort wo heute der nördlichere teil des
autobahngrenzüberganges walserberg zwischen österreich und deutschland nahe salzburg steht - habe ich einmal (sehr laienhafte) versuche in dieser sache gemacht. an den "schneidestellen" sind tatsächlich die pilze nach zwei jahren fast ausgeblieben. aber - vielleicht hat das auch andere gründe gehabt.(verunreinigung des waldes ).
was die fäulnis, die ins myzel übergehen soll, betrifft, habe ich auch meine
zweifel. bei großen "wunden" versuche ich, das loch im boden zu bedecken, bzw. die stielreste vorsichtig zu entfernen, wenn was bricht. da das pilzwachstum doch meist stark vom herrschenden mikroklima abhängig ist, könnte ja immerhin ein austrockungseffekt störend wirken; bei meinen (früheren) champignonkulturen hat so was stattgefunden.
ich drehe halt ,und es hat noch nicht geschadet.
adi

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Re: Sendung Unkraut auf B3 am 22.10.01 um 21.15

olli, (vor 9137 Tagen) @ adi rehm

hall ihr alle!
danke für eure reaktionen!
also gut:
pilze die, wenn bloss mit den augen geprüft, eindeutig bestimmt sind und mit zu nehmen sind, abschneiden.
alle grenzfälle (z.b. perlpilze) oder die mann zu nem "fachmann/frau" bringen muss rausdrehen?
kaputt machen tu ich, wenn ich mich einigermassen vorsichtig benehme nix?
denn die einen sagen, beim abschneiden beginnt ein teil zu faulen und das greift das mycel an die anderen wiederum behaupteten beim drehen zerreisst man das mycel ganz einfach.....

na gut, und da ich eigentlich in den wald gehe um mir den bauch anschliessend vollschlagen zu können, nehm ich das messer nicht nur zum putzen sondern zum schneiden mit, denn ich nehm eh nur "idiotensichere" pilze mit ;-)
gruss
olli

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Re: Sendung Unkraut auf B3 am 22.10.01 um 21.15

Birgit, (vor 9138 Tagen) @ olli

Hallo olli,

hat denn jemand diese Sendung gesehen?

Ja, ich mehr oder minder zufällig :-). Christoph als Fernsehstar :-).

da wurde das ewige Thema: Abschneiden oder Herausdrehen, mal wieder
angesprochen, und es wurde dieses mal wieder fürs Herausdrehen geworben.
Ich und viele meiner Bekannten habe sich jetzt das Abschneiden angewöhnt.
Was ist denn nun das "Richtige"???

Über das Thema haben wir hier schon oft geschrieben. Was Christoph Hahn (nu wirklich ein Pilzexperte) in der Sendung sagte, daß das vorsichtige Herausdrehen dem Mycel nicht schadet und so auch sehr wichtige Erkennungsmerkmale am Stiel zur Identifizierung erhalten bleiben, ist absolut richtig und unter Pilzexperten nicht mehr strittig. Dem Mycel ist es egal. Aber wenn du z.B. ANischampignons im Wald sammelst ist das Herausdrehen ein MUSS, da der giftige Karbolchampignon in der Stielbasis am stärksten gelb verfärbt. Oder wenn du Perlpilze oder schlimmer noch Graue Wulstlinge sammelst, da ist das Abschneiden schon fast kriminell. Bei Röhrlingen ist das ganze einfacher, wenn du sie sicher kennst kannst du sie ja auch abschneiden. Ich hab mir mal sagen lassen, daß die Bildung der Fruchtkörper so vonstatten geht: Vom Mycel aus bilden sich quasi mehrere "Mycelfäden" (sorry die Fachwörter fehlen mir hier), die sich an der Stelle "treffen" wo der Fruchtkörper entsteht, bei geeigneten Bedingungen entsehen dann an dieser Stelle die Primordien, quasi im kleinen angelegte Fruchtkörper, aus denen dann wieder bei geeigneten Bedingungen die PIlze wachsen. Die Mycelfäden an deren "Treffpunkt" der Pilz entstanden ist, sterben nach Reife des Frucktkörpers scheinbar ab, d.h. an genau dieser Stelle wird kein Pilz mehr kommen und das Mycel wird durch das Herausdrehen nicht beschädigt. Ob das jetzt 100% korrekt ist, kann ich nicht beschwören, vielleicht können die Experten mich ja noch berichtigen.

Gruß

Birgit

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Re: Sendung Unkraut auf B3 am 22.10.01 um 21.15

interhias ⌂, (vor 9137 Tagen) @ Birgit

Hallo olli,
Oder wenn du Perlpilze oder schlimmer noch
Graue Wulstlinge sammelst, da ist das Abschneiden schon fast kriminell.
Gruß
Birgit

Hallo Birgit!

Vielleicht sollte ich mich jetzt gleich der Polizei stellen. Seit gut 20 Jahren schneide ich nun schon Perlpilze ab. Kannst du mir erklären, was daran falsch sein soll? Ich wüßte wirklich nicht, womit ich einen "Fleischchampignon" verwechseln sollte, ist mir offenbar auch noch nie passiert.
Ansonsten kann ich mich dir nur anschließen. Es scheint egal zu sein, ob man die Schwammerln vorsichtig rausdreht oder abschneidet. Ich mach es jetzt immer je nach Zweckmäßigkeit. Sicherlich sind manchmal Erkennungsmerkmale von Bedeutung. Dickbauchige Röhrlinge drehe ich seit einiger Zeit raus, weil auf diese Weise schlicht und einfach mehr davon erwischt.

Gruß,
Interhias

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Re: Sendung Unkraut auf B3 am 22.10.01 um 21.15

Birgit, (vor 9137 Tagen) @ interhias

Hallo Interhias,

Vielleicht sollte ich mich jetzt gleich der Polizei stellen. Seit gut 20
Jahren schneide ich nun schon Perlpilze ab. Kannst du mir erklären, was
daran falsch sein soll? Ich wüßte wirklich nicht, womit ich einen
"Fleischchampignon" verwechseln sollte, ist mir offenbar auch
noch nie passiert.

Regt euch doch nicht gleich auf .... ;-). Erstens mit der gerieften Manschette ist das auch so ein DIng zumindestens bei grauen Wulstlingen, deswegen werden die nach neuestem Stand auch nicht mehr freigegeben bei der Pilzberatung, weil es eben auch den Tannenpanterpilz gibt im Gebirge/Mittelgebirge der einen leicht gerieften RIng haben kann (hab ich neulich nochmals wo gelesen, kann mich aber leider nicht mehr genau erinnern wo). Sobald Madengänge beim Perlpilz sichtbar sind ist das alles eh kein Problem, aber bei ganz jungen noch geschlossenen Exemplaren ohne Maden (ja das gibts! ;-)) ist die Unterscheidung vielleicht doch nicht sooooo einfach, zumindestens für einen Anfänger. Ich gestehe, daß ich beim Perlpilz immer noch lieber auf Nummer Sicher gehe und die soweit möglich mitsamt Knolle raushole. Perlpilze, die schon so vermadet sind, daß die Knolle auseinanderfällt ess ich schlichtweg meist nicht mehr, da ist nämlich vom Rest auch nicht mehr viel übrig.

Gruß

Birgit

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Re: Sendung Unkraut auf B3 am 22.10.01 um 21.15

Matzinger, (vor 9137 Tagen) @ Birgit

Hallo olli,
Ja, ich mehr oder minder zufällig :-). Christoph als Fernsehstar :-).
Über das Thema haben wir hier schon oft geschrieben. Was Christoph Hahn (nu
wirklich ein Pilzexperte) in der Sendung sagte, daß das vorsichtige
Herausdrehen dem Mycel nicht schadet und so auch sehr wichtige
Erkennungsmerkmale am Stiel zur Identifizierung erhalten bleiben, ist
absolut richtig und unter Pilzexperten nicht mehr strittig. Dem Mycel ist
es egal. Aber wenn du z.B. ANischampignons im Wald sammelst ist das
Herausdrehen ein MUSS, da der giftige Karbolchampignon in der Stielbasis
am stärksten gelb verfärbt. Oder wenn du Perlpilze oder schlimmer noch
Graue Wulstlinge sammelst, da ist das Abschneiden schon fast kriminell.
Bei Röhrlingen ist das ganze einfacher, wenn du sie sicher kennst kannst
du sie ja auch abschneiden. Ich hab mir mal sagen lassen, daß die Bildung
der Fruchtkörper so vonstatten geht: Vom Mycel aus bilden sich quasi
mehrere "Mycelfäden" (sorry die Fachwörter fehlen mir hier), die
sich an der Stelle "treffen" wo der Fruchtkörper entsteht, bei
geeigneten Bedingungen entsehen dann an dieser Stelle die Primordien,
quasi im kleinen angelegte Fruchtkörper, aus denen dann wieder bei
geeigneten Bedingungen die PIlze wachsen. Die Mycelfäden an deren
"Treffpunkt" der Pilz entstanden ist, sterben nach Reife des
Frucktkörpers scheinbar ab, d.h. an genau dieser Stelle wird kein Pilz
mehr kommen und das Mycel wird durch das Herausdrehen nicht beschädigt. Ob
das jetzt 100% korrekt ist, kann ich nicht beschwören, vielleicht können
die Experten mich ja noch berichtigen.
Gruß
Birgit

Hallo Birgit,
das rausdrehen beim Perlpilz scheitert oft am verwurmten Stiel und wenn der Stielring zu sehen ist kann man durchaus abschneiden.
gruß Matzinger

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Ich drehe

Rudi, (vor 9137 Tagen) @ olli

also, ich dreh sie raus, nicht nur wegen dem erkennen: Garde bei den Röhrlingen
ist ja oft noch ein großer Teil des Stiels im Boden,letzte Woche kan an diesen Teil soger noch ein zweiter edulis, gar nicht mal so klein, zum Vorschein.
natürlich am wichtigsten sind die " Fußstapfen" der noch unbekannten Spezies.
Grüße Rudi