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Pilze auf "Beeren" *PIC*

Peter P., (vor 5455 Tagen)

Hallo sich entwickelnde Fan- Gemeinde
Striezel, Bolzen, Kutteln, Ködel......Namen sind das für Hinterlassenschaften,
die uns interessieren, damit meine ich natürlich die Pilze, die darauf wachsen. Manch einer tut sich schwer mit der trivialsten Bezeichnung, die wahrscheinlich nur in Zusammenhang mit Politik und dem anhängenden Schiß von den meisten Menschen akzeptiert wird. So geht es auch mir und deshalb bin ich in der Jägersprache fündig geworden für die einigermaßen anständige Bezeichnung für dieses Substrat, an das sich nicht einmal die Experten von CSI herantrauen, obwohl sie doch sehr schnell herausfinden, wann das letzte Mal gestreikt wurde in der Firma, die vor 40 Jahren Farbe produziert hat und die als Splitter aus einem verschütteten Ameisenbau geborgen wurde. Der Fahrer des Autos war ein traumatisierter Vietnamveteran !
Da nun das Pilzesammeln auch "Pilzpirsch" genannt wird, finde ich "Losung" als allgemeine Bezeichnung akzeptabel und mit der Nennung des Hinterlassenden wird diese präzise eingeengt. Einzelne Bestandteile werden nach ihrer Form auch als "Kot- oder Losungs- Beeren" benamt, gelesen in "Beiträge zur Jagd- und Wildforschung, GWJV Halle/ Saale. Auch das "Ansprechen" eines Pilzes ist der Jägersprache entlehnt. Irrt sich der Weidmann dabei, kann es den Dackel oder gar einen Treiber erwischen. Ob dann noch ein "Hallali" geblasen wird wage ich zu bezweifeln. Bei uns heißt es auch nicht nach erfolgreicher Sammeltour "Pilz tot", sondern der Pilz hat das letzte Wort! Und das uneingeschränkte Verwenden der Jägersprache in der Pilzwelt käme auch nicht besonders an bei unseren Gespielen/ innen mit der Bitte, die Pilze doch "aus der Decke zu schlagen".

Hierher gehört ein WeidGutHolzGlückaufPetriMitsoz.Grußmannsheil
Peter P.
PS.: Ein Kuhfladen bleibt trotzdem einer und auch ein Pferdeapfel, der höchstens "horse apple".
Auf dem Foto Lasiobolus macrotrichus auf Losungsbeeren von Rehwild (Bock)

[image]

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Re: Pilze auf "Beeren"

wald-pauli, (vor 5455 Tagen) @ Peter P.

Hallo sich entwickelnde Fan- Gemeinde
Striezel, Bolzen, Kutteln, Ködel......Namen sind das für
Hinterlassenschaften,
die uns interessieren, damit meine ich natürlich die Pilze, die darauf
wachsen. Manch einer tut sich schwer mit der trivialsten Bezeichnung, die
wahrscheinlich nur in Zusammenhang mit Politik und dem anhängenden Schiß
von den meisten Menschen akzeptiert wird. So geht es auch mir und deshalb
bin ich in der Jägersprache fündig geworden für die einigermaßen
anständige Bezeichnung für dieses Substrat, an das sich nicht einmal die
Experten von CSI herantrauen, obwohl sie doch sehr schnell herausfinden,
wann das letzte Mal gestreikt wurde in der Firma, die vor 40 Jahren Farbe
produziert hat und die als Splitter aus einem verschütteten Ameisenbau
geborgen wurde. Der Fahrer des Autos war ein traumatisierter
Vietnamveteran !
Da nun das Pilzesammeln auch "Pilzpirsch" genannt wird, finde ich
"Losung" als allgemeine Bezeichnung akzeptabel und mit der
Nennung des Hinterlassenden wird diese präzise eingeengt. Einzelne
Bestandteile werden nach ihrer Form auch als "Kot- oder Losungs-
Beeren" benamt, gelesen in "Beiträge zur Jagd- und
Wildforschung, GWJV Halle/ Saale. Auch das "Ansprechen" eines
Pilzes ist der Jägersprache entlehnt. Irrt sich der Weidmann dabei, kann
es den Dackel oder gar einen Treiber erwischen. Ob dann noch ein
"Hallali" geblasen wird wage ich zu bezweifeln. Bei uns heißt es
auch nicht nach erfolgreicher Sammeltour "Pilz tot", sondern der
Pilz hat das letzte Wort! Und das uneingeschränkte Verwenden der
Jägersprache in der Pilzwelt käme auch nicht besonders an bei unseren
Gespielen/ innen mit der Bitte, die Pilze doch "aus der Decke zu
schlagen".
Hierher gehört ein WeidGutHolzGlückaufPetriMitsoz.Grußmannsheil
Peter P.
PS.: Ein Kuhfladen bleibt trotzdem einer und auch ein Pferdeapfel, der
höchstens "horse apple".
Auf dem Foto Lasiobolus macrotrichus auf Losungsbeeren von Rehwild (Bock)

Also, Peter P., einen Pilz aus der Decke schlagen haut wohl nicht so richtig hin - aber den Pilz aufbrechen wäre doch eine Option. Ausserdem wie schon von Dir bemerkt, ist das Signal" Pilz tot" noch nicht eingeführt - aber man könnte doch nach erfolgreicher Pilzpirsch (auch dazu kann man Hunde abrichten) das Signal "Zum Essen" blasen - vorher allerdings noch stilgerecht "Jagd aus" und "Hahn in Ruh".

Ein allzeit kräftiges Waidmannsheil - und lasst Euch nicht von den französischen Jagern erwischen, sonst heisst es "Sau tot".

Gruss vom Wald-Pauli

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Re: Pilze auf "Beeren" *PIC*

Stefan S., (vor 5455 Tagen) @ Peter P.

Schön geschrieben, Peter.
Künftig werde ich meine unbestimmten Pilze nicht mehr aussporen lassen,
sondern dem zur Strecke gebrachten Schwamm die Brunftkugeln abschärfen.

[image] http://www.smilies.4-user.de

Waidmannsheil und gut Pilz,
Stefan

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Re: Pilze auf "Beeren" *PIC*

Nobi, (vor 5455 Tagen) @ Peter P.

Lieber Peter,

da Du Dich so leidenschaftlich zu den Coprophilen äußerst, möchte ich das nicht ganz unkommentiert lassen.

Über Deinen Beitrag habe ich mich natürlich erstmal sehr gefreut.
Schön geschrieben, bitte mehr davon!

Aber - wie bitte unterscheidest Du "Losungsbeeren" vom Bock von denen der Ricke?
Ist es das, dass die einen an einer Seite etwas eingedellt und an der anderen zugespitzt sind?

Dein Foto der "Beeren" mit Lasiobolus macrotrichus finde ich sehr stimmungsvoll.

Ich hoffe, dass man die Schönheit dieser Art auch auf dem folgenden Bild erkennen kann. Hier fruktifizierten die Pilzchen an Losungsbeeren des Rotwildes, welche man einst auch als Hirschköttel bezeichnete :-)

Liebe Grüße und Gute Nacht

Der Nobi

[image]

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Re: Pilze auf "Beeren"

Peter P., (vor 5454 Tagen) @ Nobi

Hallo Nobi,
gelegentlich scanne ich Dir einige Arbeiten über Losung aus jagdlicher Sicht. Man könnte sich schwarz ärgern über die sterile Entnahme hunderter Proben, ohne das jemand an Pilze auch nur gedacht hat. Das passierte nur, um die Größe der Losungsbeeren zu messen ! Der Thematik, wie die Pilze eigentlich auf die Losung kommen, wäre es sehr dienlich gewesen, wenn unsereins davon gewußt hätte. Aber jeder kocht immer mehr sein eigenes Süppchen (auch: der Verfassungsschutz ermittelt)und oft ist das Resultat eine Beleidigung des von uns favorisierten Substrates. Unterschiede zwischen Bock und Ricke erkenne ich über die Formel "Pi mal Daumen" an der Größe, bei Hirsch und Kuh auch. Das haut oft nicht hin und es ist schon besser, die Tiere bei ihrem "Geschäft" zu beobachten, die lassen sich viel besser auseinanderhalten, natürlich nur bis "Büchsenlicht". Dann ist es wie bei den Pilzrätseln.
Gruß Peter P.