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Hirschtrüffel *PIC*

Toffel, (vor 5336 Tagen)

Hallo,

ich habe den Hirschtrüffel-Wirt (Elaphomyces) einer Zungen-Kernkeule (Cordiseps ophioglossoides) untersucht. Weit bin ich (wie zu erwarten) nicht gekommen. Die Sporen messen nur 10-17 µm. Damit sind sie laut Gerhardt kleiner als die der Stacheligen Hirschtrüffel (E. muricatus) und erst recht im Vergleich zur Kleinwarzigen HT (E. granulatus). Die Sporen sind feinstachelig. Die Peridie der Trüffel ist gekörnt bis etwas warzig. Wirt war offenbar eine ältere Rotbuche.

Kann man sagen, um welche Art es sich handelt? Hat jemand einen Schlüssel?

Viele Grüße
Toffel

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Re: Hirschtrüffel

Lothar, (vor 5335 Tagen) @ Toffel

Hallo Gerhard,
die Sporen sind wirklich etwas zu klein. Geht man nach Montecchi & Sarasini (Fungi Ipogei de Europa), dann käme vielleicht E. aculeatus (Sp. 13-17) in Betracht. Die spitzen Stacheln auf der Peridie könnte ich mir auf dem Bild einbilden. Deine Frk. sind wohl schon älter? - jedenfalls kann man die Peridie im Schnitt leider nicht recht sehen. Ich kenne E. aculeatus nicht. Nun, vielleicht ist es doch nur eine kleinsporige Form einer der beiden häufigen Arten - sicher melden sich die richtigen Trüffel-Cracks noch (Gunnar z.B.).
Lieben Gruß von Lothar

ich habe den Hirschtrüffel-Wirt (Elaphomyces) einer Zungen-Kernkeule
(Cordiseps ophioglossoides) untersucht. Weit bin ich (wie zu erwarten)
nicht gekommen. Die Sporen messen nur 10-17 µm. Damit sind sie laut
Gerhardt kleiner als die der Stacheligen Hirschtrüffel (E. muricatus) und
erst recht im Vergleich zur Kleinwarzigen HT (E. granulatus). Die Sporen
sind feinstachelig. Die Peridie der Trüffel ist gekörnt bis etwas warzig.
Wirt war offenbar eine ältere Rotbuche.
Kann man sagen, um welche Art es sich handelt? Hat jemand einen Schlüssel?
Viele Grüße
Toffel

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Re: Hirschtrüffel *PIC*

Mani walter, (vor 5335 Tagen) @ Toffel

hallo mitenand
Kann zu deinen Fragen leider nichts beitragen. Für mich sind diese Dinger ganz exotischer Art.
Ich kann höchstens noch meine drei Bilder, die ich 2008 auf 1100 m ü.M. geschossen hatte, beifügen. Zuerst entdeckte ich die mir unbekannten Kopfkernkeulen, dann erführ ich von der Geschichte mit dem Parasiten auf Hirschtrüffel. Und bin auch fündig geworden.
Vielleicht nützen dir meine bescheidenen Bilder doch noch etwas. Material hab ich damals keines gesammelt.
N.b.: Im Umkreis wuchsen Fichten und Rotbuchen.

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Re: Hirschtrüffel_Bild 2 *PIC*

Mani walter, (vor 5335 Tagen) @ Mani walter

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Re: Hirschtrüffel_Bild 3 *PIC*

Mani walter, (vor 5335 Tagen) @ Mani walter

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Re: Hirschtrüffel

Toffel, (vor 5335 Tagen) @ Mani walter

Hallo Mani,

danke für die Bilder. Die Kernkeule sieht mir aber überhaupt nicht wie eine Kopfige (Cordyceps/Elaphocordyceps capitata) aus, da fehlen mir die gelblichen Töne. Ich halte das eher für E. rouxii. Die Hirschtrüffel erinnert mit den Härchen auf der Peridie an die Kleinwarzige (Elaphomyces granulatus).

Viele Grüße
Toffel

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Re: Hirschtrüffel

Nobi, (vor 5335 Tagen) @ Mani walter

Zum Fachlichen hat Toffel ja schon einen sehr guten Beitrag geschrieben.
Nun zum Sachlichen: Fotos im Sonnenlicht sind problematisch! Viele Details sind dann einfach wegen extremer Kontraste nicht mehr zu erkennen. Versuch' doch bitte in Zukunft, künstlich Schatten zu erzeugen. Evtl. einen dunklen Regenschirm über Dein Motiv spannen...
LG vom Nobi

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Re: Hirschtrüffel

Toffel, (vor 5335 Tagen) @ Lothar

Hallo Lothar,

danke schon mal für deine Prüfung und Einschätzung. Vielleicht wurde der Pilz durch den Parasiten zur Reife "gezwungen". Zum Zeitpunkt des Fotos war der Pilz erst ein paar Stunden alt.

Viele Grüße
Toffel

P. S.: Du scheinst mich mit einem Gerhard zu verwechseln; ich glaube Schnuffel heißt so. Ich dachte letztens, dass du ihn meinst, aber das kann ja hier nicht der Fall sein. Vielleicht unterschreibe ich doch mal mit meinem Realnamen (Steffen). ;-)

Hallo Gerhard,
die Sporen sind wirklich etwas zu klein. Geht man nach Montecchi &
Sarasini (Fungi Ipogei de Europa), dann käme vielleicht E. aculeatus (Sp.
13-17) in Betracht. Die spitzen Stacheln auf der Peridie könnte ich mir
auf dem Bild einbilden. Deine Frk. sind wohl schon älter? - jedenfalls
kann man die Peridie im Schnitt leider nicht recht sehen. Ich kenne E.
aculeatus nicht. Nun, vielleicht ist es doch nur eine kleinsporige Form
einer der beiden häufigen Arten - sicher melden sich die richtigen
Trüffel-Cracks noch (Gunnar z.B.).
Lieben Gruß von Lothar

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Re: Hirschtrüffel

Mani walter, (vor 5334 Tagen) @ Nobi

Hallo Toffel und Nobi
Danke euch für euer wohlgemeintes Feedback.
Versuche mich bzgl. Fotographieren zu verbessern. Lichtreflektionen dieser Art sind so wirklich unnütz. Hadere manchmal schon etwas zwischen fehlendem Licht im dunklen Forst und fast zu viel des Guten.
Gelbtöne hat diese Kernkopfkeule schon (verwende das Prg. PhotoFiltre); speziell im Bereich der Stielspitze und zum Teil auf dem Hut ist das Blassgelb problemlos zu sehen. Die Stielfarbe gelblich fliesst in Richtung Stielbasis rüber ins Graue. Die Hutfarbe anderseits ändert zwischen blassgelb bis Schwarz.
Salutti Mani

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Re: Hirschtrüffel

GH, (vor 5334 Tagen) @ Toffel

Hallo,
ich habe den Hirschtrüffel-Wirt (Elaphomyces) einer Zungen-Kernkeule
(Cordiseps ophioglossoides) untersucht. Weit bin ich (wie zu erwarten)
nicht gekommen. Die Sporen messen nur 10-17 µm. Damit sind sie laut
Gerhardt kleiner als die der Stacheligen Hirschtrüffel (E. muricatus) und
erst recht im Vergleich zur Kleinwarzigen HT (E. granulatus). Die Sporen
sind feinstachelig. Die Peridie der Trüffel ist gekörnt bis etwas warzig.
Wirt war offenbar eine ältere Rotbuche.
Kann man sagen, um welche Art es sich handelt? Hat jemand einen Schlüssel?
Viele Grüße
Toffel

Hallo Toffel,

Die Struktur in der Rinde, die kräftige Farbe des Fruchtkörpers sowie die großen Warzen sprechen für E. muricatus. Dass die Sporen zu klein sind, ist bemerkenswert. So etwas mit Sporenmaßen von 14-17µm habe ich auch schon gehabt. Die Fruchtkörper waren kleiner als normal, nur um 1cm im Durchmesser und wuchsen im reinen Fichtenwald.
In der Flora Polska gibt es von Maria Lawrynowicz einen Schlüssel der Formen von Elaphomyces muricatus. M.E. funktioniert der aber nicht gut. Man würde rein vom Sporenmaß bei f. quercicola herauskommen. Die forma hätte aber eine dickere Rinde und tendenziell größere Fruchtkörper. Kleinere Fruchtkörper, dünnere Peridie und kurze Stacheln hätte f. muricatus (aber eben größere Sporen von 22-28µm).

Ich würde da zum Fund schlicht E. muricatus sagen.

Viele Grüße,
Gunnar

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Re: Hirschtrüffel

Toffel, (vor 5333 Tagen) @ GH

Hallo Gunnar,

danke sehr für deine Ausführungen und Einschätzung. Ich denke auch, dass ich den Fund ruhigen Gewissens als E. muricatus bezeichnen kann.

Viele Grüße
Toffel

Hallo Toffel,
Die Struktur in der Rinde, die kräftige Farbe des Fruchtkörpers sowie die
großen Warzen sprechen für E. muricatus. Dass die Sporen zu klein sind,
ist bemerkenswert. So etwas mit Sporenmaßen von 14-17µm habe ich auch
schon gehabt. Die Fruchtkörper waren kleiner als normal, nur um 1cm im
Durchmesser und wuchsen im reinen Fichtenwald.
In der Flora Polska gibt es von Maria Lawrynowicz einen Schlüssel der Formen
von Elaphomyces muricatus. M.E. funktioniert der aber nicht gut. Man würde
rein vom Sporenmaß bei f. quercicola herauskommen. Die forma hätte aber
eine dickere Rinde und tendenziell größere Fruchtkörper. Kleinere
Fruchtkörper, dünnere Peridie und kurze Stacheln hätte f. muricatus (aber
eben größere Sporen von 22-28µm).
Ich würde da zum Fund schlicht E. muricatus sagen.
Viele Grüße,
Gunnar