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Morcheltheorie *PIC*

elfi ⌂, (vor 5293 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,
seit Jahren habe ich eine wunderschönen Auwald in dem, in einem bestimmten Areal die Speisemorcheln wachsen.
Schon immer habe ich es nicht überrissen, warum diese Pilze nur in der einen Region wachsen
und 500 Meter weiter nicht eine.
Heute habe ich es, glaube ich kapiert, und sogleich eine Theorie erstellt.
Esche und Buche ist für Speisemorcheln der Renner.
[image]

[image]

Dann fiolgt in diesem Auwald eine kuze Strecke ohne Buchen aber mit Fichte.
Hier wachsen Morcheln, diesen Typ kenne ich nur aus diesem Fichtenbestand,
der auch Eschen beinhaltet.

Die Farbgebung der Morcheln ist voll auf einen alten Fichtenzapfen zugeschnitten!

[image]

Anderer Wald Eschen, Erlen. Aber auch eine dicke Buche am Fuße des Waldes, deren Blätter den Waldboden belagern.
Ergebnis, die Morchel hat die Buchenblattfärbung voll kopiert.

[image]

Wie die Morcheln im Untergrund wissen, wie es über der Erde aussieht frage ich mich schon immer.

Beste Grüße
elfi [image]

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Re: Morcheltheorie

Joschi Siembida ⌂, (vor 5293 Tagen) @ elfi

Hallo elfi,

Wie die Morcheln im Untergrund wissen, wie es über der Erde aussieht frage ich mich schon immer.

das ist doch ganz offensichtlich. Die bestehen doch fast zur gänze aus Facettenaugen! :-)

Gruß Joschi

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Danke für die überzeugende Information *oT*

elfi ⌂, (vor 5293 Tagen) @ Joschi Siembida

- kein Text -

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Re: Morcheltheorie

Frank75, (vor 5293 Tagen) @ elfi

Danke an dieser Stelle für Deine schöne und informative Webseite.

Wie die Morcheln im Untergrund wissen, wie es über der Erde aussieht frage
ich mich schon immer.

Vielleicht profitiert das Myzel irgendwie davon, wenn die Fruchtkörper nicht gefunden werden, z.B. indem vielleicht nach der Sporenabgabe Nährstoffe der Fruchtkörper wieder resorbiert werden.

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Re: Morcheltheorie

Frank75, (vor 5293 Tagen) @ Frank75

Danke an dieser Stelle für Deine schöne und informative Webseite.
Vielleicht profitiert das Myzel irgendwie davon, wenn die Fruchtkörper nicht
gefunden werden, z.B. indem vielleicht nach der Sporenabgabe Nährstoffe
der Fruchtkörper wieder resorbiert werden.

So würden sich die Stämme an den für sie optisch passenden Stellen besonders gut halten, sich über die Jahre dort anreichern und auch besser Fruchtkörper bilden, als dort auffälligere Stämme.

Vielleicht sind Stämme, deren Fruchtkörper wie Buchenlaub aussehen aber auch sonst an Buchen angepaßt, so daß sie sich auch nur bei Buchen halten und andere Stämme wären dann natürlich an andere Umgebungen angepaßt, auch optisch.

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Re: Morcheltheorie

Thomas-im-Brennsand, (vor 5293 Tagen) @ elfi

Hallo Pilzfreunde,
seit Jahren habe ich eine wunderschönen Auwald in dem, in einem bestimmten
Areal die Speisemorcheln wachsen.
Schon immer habe ich es nicht überrissen, warum diese Pilze nur in der einen
Region wachsen
und 500 Meter weiter nicht eine.
Heute habe ich es, glaube ich kapiert, und sogleich eine Theorie erstellt.
Esche und Buche ist für Speisemorcheln der Renner.


Dann fiolgt in diesem Auwald eine kuze Strecke ohne Buchen aber mit Fichte.
Hier wachsen Morcheln, diesen Typ kenne ich nur aus diesem Fichtenbestand,
der auch Eschen beinhaltet.
Die Farbgebung der Morcheln ist voll auf einen alten Fichtenzapfen
zugeschnitten!

Anderer Wald Eschen, Erlen. Aber auch eine dicke Buche am Fuße des Waldes,
deren Blätter den Waldboden belagern.
Ergebnis, die Morchel hat die Buchenblattfärbung voll kopiert.

Hallo,
ich denke, dass das Aussehen der Morchel eher doch vom Zufall abhängt. Klar, theoretisch ist was an der Annahme dran, dass die ideal getarnte Morchel einen Standortvorteil hat. Diese Morcheltypen sind mir bekannt, schwarz mit helleren Rippen, dunkelbraun, sogar hellgelb, machmal grau wie Beton. Aber nie konnte ich es an einer Baumart festmachen. Einzig, Eschen scheinen von allen bevorzugten Bäumen die absoluten Favoriten zu sein. Ansonsten käme vieles in Frage: Ulmen, Pappeln(da fand ich oft schon die ganz dunklen Morcheln), Hasel, auch Eiche und Buche. Wobei ich bei den Buchen-Morcheln die Haselsträucher und anderes als Ursache für das Morchelvorkommen ansah. Apfelbäume auch, sofern es noch ein alter Bestand ist, der nicht dem Diktat der Ökonomie zufolge einer Hochleistungskultur weichen musste. Was leider die Regel ist.
Dieses Jahr hatte ich auf dunklem Boden ganz gelbe Morcheln, ziemlich unregelmässige, ob das wohl die M. vulgaris war? Ich weiß nur, dass ein spezieller Morcheltyp tatsächlich immer wieder in derselben Form da und da auftritt. Insofern sind sie auch standortstreu.
Thomas

Wie die Morcheln im Untergrund wissen, wie es über der Erde aussieht frage
ich mich schon immer.
Beste Grüße
elfi

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Re: Morcheltheorie

Svampskogen, (vor 5293 Tagen) @ elfi

Hmm die Theorie klingt ja schon spannend, ich kenne jedoch auch viele Beispiele, wo die Morcheln dem Untergrund farblich überhaupt nicht angepasst waren....
Da wäre ich schon sehr vorsichtig. Der Selektionsdruck in Richtung farblicher Anpassung müsste dann auf jeden Fall auch bei anderen Pilzarten zu beobachten sein, vor allem bei Arten des Herbstes, wenn das Wild erst richtig "wild" wird auf pilzliche Nahrung :-)

Gruss Svampskogen

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Re: Morcheltheorie

Doris, (vor 5293 Tagen) @ elfi

Auf jeden Fall kann man sagen: WO ELFI IST, IST MORCHEL!
In jeder erdenklichen Variation.
Das ist meine persönliche Erfahrung.
Dank an Elfi

Doris

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Re: Morcheltheorie *PIC*

Rainer Albert, (vor 5292 Tagen) @ elfi

Hallo Elfi,

ich gebe Dir vollkommen recht (--> Bild)

Esche!! und Buche aber auch Ulme und Eiche ist ein heisser Tip und wie Du richtig schreibst - standorttreu.

Das mit der Farbe muss ich mir noch genauer anschauen und meine Bilder checken, hab noch nicht geachtet, wobei ich auch hauptsächlich 4 verschiedene Farben habe, je nach Standort (eher gelbliche, dann viele in ocker/grau --> bei Eschen, einige dunkelgraue und ein paar richtig grosse ockergelbe).

Viele Grüße sendet Dir

Rainer

Hallo Pilzfreunde,
seit Jahren habe ich eine wunderschönen Auwald in dem, in einem bestimmten
Areal die Speisemorcheln wachsen.
Schon immer habe ich es nicht überrissen, warum diese Pilze nur in der einen
Region wachsen
und 500 Meter weiter nicht eine.
Heute habe ich es, glaube ich kapiert, und sogleich eine Theorie erstellt.
Esche und Buche ist für Speisemorcheln der Renner.


Dann fiolgt in diesem Auwald eine kuze Strecke ohne Buchen aber mit Fichte.
Hier wachsen Morcheln, diesen Typ kenne ich nur aus diesem Fichtenbestand,
der auch Eschen beinhaltet.
Die Farbgebung der Morcheln ist voll auf einen alten Fichtenzapfen
zugeschnitten!

Anderer Wald Eschen, Erlen. Aber auch eine dicke Buche am Fuße des Waldes,
deren Blätter den Waldboden belagern.
Ergebnis, die Morchel hat die Buchenblattfärbung voll kopiert.

Wie die Morcheln im Untergrund wissen, wie es über der Erde aussieht frage
ich mich schon immer.
Beste Grüße
elfi

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Danke für Eure Ansichten, *PIC*

elfi ⌂, (vor 5292 Tagen) @ elfi

ich freue mich sehr, dass hier so viele geantwortet haben.
Ideen sind sehr interessante dabei, die von Frank75 gefällt mir besonders gut.

Beste Grüße
elfi [image]

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Bei der Spitzmorchel in der Pestwurz sehe ich immer eine Kopie der
Pestwurzblüte, ebenso eine Kopie der zusammengerollten iungen Blätter
dieser Pflanze.