Hallo Georg,
das sieht auch meiner Meinung nach sehr nach Hydnum albidum aus. Teilweise wurde der Artrang bestritten, die Möglichkeit eines "Albinos" des normalen Semmelstoppelpilzes in Betracht gezogen.
Es hat sich jedoch gezeigt, dass der DNA-Gehalt anders ist, als bei Hydnum repandum. Meines Wissens ist's der halbe DNA-Wert, das heißt, das Hydnum repandum die Ploidie verdoppelt hat (und Hydnum rufescens auch gegenüber H. albidum).
Hydnum albidum könnte also als "Relikt" der Ausgangsart der Semmelstoppelpilze angesehen werden und ist eine anzuerkennende Art für sich.
Ich vermute sehr, dass sie gar nicht sooo selten ist, da ich sie auch schon ein paar mal gefunden habe. Man achtet nicht so sehr drauf, da ja auch der Semmelstoppelpilz sehr blass sein kann...
Näheres weiß ich aber auch nicht. Ich kenne die Art aus Tutzing/Oberbayern...
Ciao, Christoph (der nach ein paar Wochen Reisetätigkeit diese Woche wieder in München weilt...)
Am 20.10. dieses Jahres fand ich in einem Kalkbuchenwald bei Karlsruhe einen
sehr hellen Semmelstoppelpilz. Hier ein etwas armseliges Bild:
Die Sporen sind schwachelliptisch und recht klein (4-5 x 3-4). Die Basidien
4 bis 6-sporig. In diverser Literatur wird ein Weisser Stoppelpilz ( Hydnum
albidum Peck) erwähnt und auch abgebildet. Als Hauptunterschied zum
'normalen' Hydnum repandum werden neben den hellen Farben die deutlich
kleineren Sporen genannt. Gerhardt erwähnt als Fundort
sogar den Südschwarzwald. In 'Grosspilze Baden-Württembergs' wird die Art
aber
nicht mal erwähnt. Wer weiss mehr?
Georg