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rosalila Helmlingwinterfrage.....

Huperzia ⌂, (vor 9123 Tagen)

....."Winterfrage", da es eigentlich keinen konkreten Fundanlaß für mich dazu gibt.

Aber ich habe gestern beim Durchblättern eines Pilzbuches mit Erschrecken die Existenz eines Schwarzgezähnelten Helmlings (Mycena pelianthina) festgestellt, der zudem auch noch nach Rettich riechen soll. Außerdem sieht er genau so aus, wie die Rettichhelmlinge, die ja überall herumstehen.
Tja, bisher hab ich noichts von seiner Existenz gewußt und so auch nie auf die Schneiden der Helmlinge geachtet, die ich zumeist schon von oben als Mycena pura (Rettichhelmlinge) abgetan hab.
Dann soll dieser andere auch noch in Buchenwäldern auf Kalk wachsen und ich muß mich jetzt echt fragen wie oft mir der dann unbemerkt schon begegnet ist?

Wie sehr kennt ihr diesen Pilz und wie ist er bei euch verbreitet?
Gibt es noch andere "bessere;-)" Unterscheidungsmerkmale als die Schneiden oder ist es eventuell doch alles dasselbe?

Viele Grüße,

Tanja

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Re: rosalila Helmlingwinterfrage.....

Boletus ⌂, (vor 9123 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja

Mycena pelianthina existiert tatsächlich und erscheint in unserer Gegend (Juragebiet, Kalk) relativ häufig. Ich finde die Art jedes Jahr mehrmals. Die Farbe der Fruchtkörper von pelianthina tendieren im frischen Zustand immer ins düster-violettliche, niemals aber zu rosa und können bei trockener Witterung und überaltert stark ausblassen. Die schwarzgezähnelten Lamellenschneiden kannst du von blossem Auge gut erkennen. Hier noch eine Aunahme die ich im Internet entdeckt habe. http://perso.clubinternet.fr/sevlauqu/images/Mycena_pelianthina.jpg

Herzliche Grüsse
Sepp

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Re: rosalila Helmlingwinterfrage..... *PIC*

Georg, (vor 9123 Tagen) @ Huperzia

Wie sehr kennt ihr diesen Pilz und wie ist er bei euch verbreitet?
Gibt es noch andere "bessere;-)" Unterscheidungsmerkmale als die
Schneiden oder ist es eventuell doch alles dasselbe?

Hi Tanja,
hier bei Karlsruhe wächst M. pelianthina zerstreut in Kalkbuchenwäldern.
Ich finde ihn regelmässig. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind
die etwas 'schmutzigeren' Farben im Vergleich zu M. pura. Hier ein
Bild von vor zwei Wochen:

[image]

Georg

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Re: rosalila Helmlingwinterfrage.....

Udo, (vor 9123 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,

in den von Dir - wie ich vermute - nicht so geschätzten Kalkbuchenwäldern nahe Deinem Wohnort alljährlich anzutreffen. Von unten betrachtet unverkennbar, auch von oben mit einiger Erfahrung leicht zu erkennen; die zusandten Fotos geben die Art gut wieder.

Beste Grüße
Udo

....."Winterfrage", da es eigentlich keinen konkreten Fundanlaß für

mich dazu gibt.
Aber ich habe gestern beim Durchblättern eines Pilzbuches mit Erschrecken die
Existenz eines Schwarzgezähnelten Helmlings (Mycena pelianthina)
festgestellt, der zudem auch noch nach Rettich riechen soll. Außerdem
sieht er genau so aus, wie die Rettichhelmlinge, die ja überall
herumstehen.
Tja, bisher hab ich noichts von seiner Existenz gewußt und so auch nie auf
die Schneiden der Helmlinge geachtet, die ich zumeist schon von oben als
Mycena pura (Rettichhelmlinge) abgetan hab.
Dann soll dieser andere auch noch in Buchenwäldern auf Kalk wachsen und ich
muß mich jetzt echt fragen wie oft mir der dann unbemerkt schon begegnet
ist?
Wie sehr kennt ihr diesen Pilz und wie ist er bei euch verbreitet?
Gibt es noch andere "bessere;-)" Unterscheidungsmerkmale als die
Schneiden oder ist es eventuell doch alles dasselbe?
Viele Grüße,
Tanja

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Re: rosalila Helmlingwinterfrage.....

Huperzia ⌂, (vor 9123 Tagen) @ Udo

Hallo Tanja,
in den von Dir - wie ich vermute - nicht so geschätzten Kalkbuchenwäldern
nahe Deinem Wohnort alljährlich anzutreffen. Von unten betrachtet
unverkennbar, auch von oben mit einiger Erfahrung leicht zu erkennen; die
zusandten Fotos geben die Art gut wieder.
Beste Grüße
Udo

Hallo Udo,

Dann hab ich den wohl wirklich schon oft gesehen - gerade die dunklen fallen mir immer oft auf und ich erfreute mich bisher an der Farbvielfalt von Mycena pura :-O.
Ist die Art nur an Kalkbuchenwälder gebunden oder doch überall zu finden?
(Ich denke da ein paar sehr dunkle "M. pura"s, die ich auf der Insel und auch Sonntag in der Uhlstädter Heide am Sonntag gesehen hab.)

Naja, demnächst werde ich immer auf die Schneiden schauen....

Viele Grüße,

Tanja

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Warum mit Erschrecken??? *oT*

Karl-Heinz ⌂, (vor 9123 Tagen) @ Huperzia

- kein Text -

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Re: rosalila Helmlingwinterfrage.....

Andreas ⌂, (vor 9123 Tagen) @ Huperzia

Hallo Udo,
Dann hab ich den wohl wirklich schon oft gesehen - gerade die dunklen fallen
mir immer oft auf und ich erfreute mich bisher an der Farbvielfalt von
Mycena pura :-O.
Ist die Art nur an Kalkbuchenwälder gebunden oder doch überall zu finden?
(Ich denke da ein paar sehr dunkle "M. pura"s, die ich auf der
Insel und auch Sonntag in der Uhlstädter Heide am Sonntag gesehen hab.)
Naja, demnächst werde ich immer auf die Schneiden schauen....
Viele Grüße,
Tanja

Hallo Tanja,

wenn Du jetzt noch um diese Jahreszeit in Laubwäldern auf besseren Böden (kalkhaltig, lehmig, basenreich) einen besonders dunklen (sprich: intensiv gefärbten) Rettichhelmling findest, so riech' mal dran. Es gibt nämlich auch noch Mcena diosma, die zunächst tabakartig riecht und erst beim Zerdrücken der Lamellen den Rettichgeruch erhält. Der Pilz ist meist recht langstielig, was aber wohl daran liegt dass er zumeist im Fallaub wächst. Gerne
auch in Weggräben von Waldwegen u.ä.. Er ist stets intensiv dunkelviolett, sehr oft auch stockschwämmchenähnlich zwei-/dreifarbig gezont. Bei uns hier nicht so selten, aber wir sind auch entsprechend "beimpft", die Art wurde von Krieglsteiner & Schwöbel beschrieben.
Die Mycena pelianthina hat als mir auffallende Eigenart auch oft einen vergleichsweise kurzen Stiel, zumindest im Gegensatz zu den stets schlanken "hochbeinigen" anderen Arten. Im Stuttgarter Raum nicht selten, auch sonst eher häufig, meidet aber den Schwarzwald fast völlig (weil erstens sauer und zweitens Koniferenwälder).
Eine weitere, allerdings sehr seltene Rettichhelmlingsart ist Mycena pearsoniana. Sie hat breit angewachsenen bis leicht herablaufende Lamellen (bei den anderen ausgebuchtet angewachsen) und vor allem nicht amyloide Sporen (sonst immer amyloid), ferner fehlen die Pleurocystiden. Vermutlich ein an Auwälder o.ä. Biotope gebundener Pilz.

Nicht alles was nach Rettich riecht und violettlich ist muß M. pura sein! Aber die etwa 5 Arten sind auch ohne Mikroskop ganz gut auseinanderzuhalten.

Gruß,
Andreas

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Re: rosalila Helmlingwinterfrage.....

Werner2, (vor 9123 Tagen) @ Huperzia

Hallo, :
bei Frankfurt in bestimmten Ecken (meist auf Kalk) eine ziemlich häufig Art, die mir erst am Sonntag wieder begegnet ist, diesmal aber sogar in einem Auwald (Mönchbruch), wo sie garnicht wachsen dürfte. Wir waren alle überrascht.
Das Bild von Sepp ist sehr typisch. Die dunklen Lamellenschneiden sind manchmal so schmal-dünn-gerandet, dass man im Zweifelsfall eine Lupe nehmen muss. Sieht von oben oft wie eine alleine stehende M. wynnei aus.
Gruss Werner2

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Re: rosalila Helmlingwinterfrage.....

Huperzia ⌂, (vor 9123 Tagen) @ Andreas

Nicht alles was nach Rettich riecht und violettlich ist muß M. pura sein!
Aber die etwa 5 Arten sind auch ohne Mikroskop ganz gut
auseinanderzuhalten.

Hallo Andreas,

Dann werd ich in Zukunft mal besser auf diese 5 Arten achten, aber wenn sie "auch ohne Mikroskop gut auseinanderzuhalten" sind, sind sie den MIT Mikroskop auch unterscheidbar und wie?

Viele Grüße,

Tanja

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Weil....

Huperzia ⌂, (vor 9123 Tagen) @ Karl-Heinz

....ich solange einem Irrtum beiwohnte!

Aber natürlich auch mit Freude über die vielen neuen Arten, die ich so kennenlernen kann ;-).

Viele Grüße,

Tanja

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Re: rosalila Helmlingwinterfrage.....

Udo, (vor 9122 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,

es gibt auch subtile bis eindeutige Mikromerkmale, die zur Unterscheidung der Rettichhelmlinge herangezogen werden können. Diese hier aufzulisten, würde den Rahmen des Forums sprengen. Sie sind aber z.B. in der Mycena-Monographie von Maas Geesteranus nachzulesen. Ich würde Dir die Monographie auf Wunsch auch einmal ausleihen.
Aber, wie Andreas schon sagte: mit dem Wissen, daß es mehrere Arten in diesem Komplex gibt, und ein bißchen Felderfahrung lassen sich die Rettichhelmlinge zumeist schon am Fundort richtig ansprechen.

Gruß
Udo

Hallo Andreas,

Dann werd ich in Zukunft mal besser auf diese 5 Arten achten, aber wenn sie
"auch ohne Mikroskop gut auseinanderzuhalten" sind, sind sie den
MIT Mikroskop auch unterscheidbar und wie?
Viele Grüße,
Tanja