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Russua spec. *PIC*

BrunoH, (vor 5220 Tagen)

Diesen Täubling habe ich heute im Auenwald bei Abies, Quercus, Carpinus gefunden.
Er hat eine stattliche Grösse (Hutdurchmesser 11cm), mildes, festes Fleisch, dickliche,
sich leicht fettig anfühlende, am Stiel gegabelte Lammellen. Er ist ohne Geruch.
Das Sporenpulver ist hellcreme, die Stielbasis ockerfleckig.

Hat jemand eine Idee, was es sein könnte?

Weitere Merkmale:

FeSO4 auf Stielflsich rosa, mit Gujak langsam grünblau.
Sporen: oval, 5.8x6.8, kleine Warzen, meist isoliert, teilweise gratig
Haare: mehrgliedrig und mehrfach verzweigt,
Dermatozystiden: mit SV mit grauem Inhalt

Ich freue mich auf jeden Kommentar oder Tipp.

Bruno

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Russula vesca ...

jesko, (vor 5220 Tagen) @ BrunoH

... passt doch bestens, oder???

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Re: Russula vesca ...

BrunoH, (vor 5219 Tagen) @ jesko

... passt doch bestens, oder???

Hallo Jesko,
Danke. Ja, das passt (Crins beobachtet). As simple as that.
Die Grösse und die Farben, die in Natura viel blasser waren als auf dem Foto,
haben mich irrtiert.
Gruss, Bruno

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leise Zweifel - wahrscheinlich unbegründet

Stephan Weißer, (vor 5219 Tagen) @ BrunoH

Dem Foto nach sieht es klar nach R. vesca aus, aber Sporenpulver hellcreme statt weiß? Und FeSO4 rosa statt lachsorange? Diese Angaben passen nicht ganz.

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Re: leise Zweifel - wahrscheinlich unbegründet *PIC*

BrunoH, (vor 5218 Tagen) @ Stephan Weißer

Hallo Stephan

Vielen Dank für deine Nachricht. Für mich ist das Sporenpulver nicht ganz weiss,
wobei mir nicht ganz klar ist, wo die Grenze zwischen Ia und Ib ist.

Die Reaktion mit FeSO4 ist am alten Fruchtkörper satter, lachsorange würde ich
es nicht nennen, rosa aber auch nicht mehr, schon eher altrosa ;-)

Gruss
Bruno

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Re: leise Zweifel - wahrscheinlich unbegründet

Stephan Weißer, (vor 5218 Tagen) @ BrunoH

Vielen Dank für deine Nachricht. Für mich ist das Sporenpulver nicht ganz
weiss,
wobei mir nicht ganz klar ist, wo die Grenze zwischen Ia und Ib ist.

Das hat mir Täublingsspezialist Hampe auch erklären müssen. Ich hatte auch geglaubt, dass "1a" weißem holzfreiem Kopierpapier oder einem Tempotaschentuch entsprechen würde. Das stimmt aber nicht. "1a" ist das Weiß des Papieres des Romagnesi-Täublingsbuches von 1967, und das ist nicht ganz reinweiß.

Die Reaktion mit FeSO4 ist am alten Fruchtkörper satter, lachsorange würde
ich
es nicht nennen, rosa aber auch nicht mehr, schon eher altrosa ;-)

O.K., deine Testmethode ist anders als meine. Ich reibe FeSO4-Kristalle auf die Stielrinde, und dann wird das innerhalb von 3 Minuten lachsorange, nach 30 Minuten dann so bräunlichrot wie hier zu sehen.

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Re: leise Zweifel - wahrscheinlich unbegründet

BrunoH, (vor 5218 Tagen) @ Stephan Weißer

Stephan,
Vielen Dank diese Informationen!
Gruss, Bruno

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Re: Russula vesca ...

jesko, (vor 5218 Tagen) @ BrunoH

Hallo Bruno,

Die Grösse und die Farben, die in Natura viel blasser waren als auf dem Foto,
haben mich irrtiert.

Vesca ist tendenziell schon ein eher großer Täubling. Was die Farbe angeht - wenn man vesca oft im Nadelwald und nie im Laubwald gesehen hat, dann hat man sicher eine recht satt gefärbte Art im Sinn. Besonders aus dem Laubwald kenne ich vesca oft sehr blass und teilweise sogar weiß, was freilich bei vielen Täublingen mal vorkommen kann. Auf den ersten Blick trügerisch sind auch vesca-Kollektionen, bei denen die rötliche Hutfarbe einen deutlichen Lilaeinschlag hat ... Aber zum Glück haben wir ja genügend andere Mittel und Wege, um den Fleischroten Speisetäubling in all seinen Verkleidungen (das Röckchen zieht er kaum je ganz runter) dingfest zu machen.

Viele Grüße,
Jesko

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Re: Russula vesca ...

BrunoH, (vor 5217 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko

Vielen Dank für deine Ausführungen. Diese blasse Laubwald-Version war mir nicht
bekannt und hat mich irritiert. Normalerweise erkenne ich R. vesca von weitem am
typisch fleischfarbenen Hut. Aber eben: man lernt nie aus. Und das macht unser
Hobby unter anderem auch so faszinierend.

Viele Grüsse,
Bruno