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Russula pseudointegra? *PIC*

thkgk, (vor 5218 Tagen)

Diese Täublinge mit leuchtend zinnoberroten (teilweise orangeocker ausblassend) habe ich an mind. 3 verschiedenen Stellen gefunden und ohne mikrosk. Bestätigung und chemische Reaktionen als R. pseudointegra bestimmt. Fundort sonniger "Eichenwald" (maximal 10 m breiter Streifen am Waldrand eines Buchenwaldes), Boden vermutlich eher sauer (Hintertaunus, ca 280m), Sporenpulver intensiv ockergelb wie auf Bild. http://www.pilzepilze.de/extern/harzpilzchen/juli12/10/32.jpg, Hutgröße zwischen 5 und 10 cm, Geruch schwach fruchtig. Den Geschmack würde ich allerdings als absolut mild bezeichnen (pseudointegra soll ja leicht schärflich und kratzend sein). Im letzten Jahr habe ich an der gleichen Stelle ein Exemplar gefunden, das den typischen "kratzenden Geschmack" hatte, den ich dieses Jahr trotz Bemühens knicht feststellen konnte.

Welcher (nicht übermäßig seltene) Täubling kommt noch in Frage oder kann ich R. pseudointegra als sicher ansehen?

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Re: Russula pseudointegra?(zu hohe Bildauflösung) *PIC*

thkgk, (vor 5218 Tagen) @ thkgk

Diese Täublinge mit leuchtend zinnoberroten (teilweise orangeocker
ausblassend) habe ich an mind. 3 verschiedenen Stellen gefunden und ohne
mikrosk. Bestätigung und chemische Reaktionen als R. pseudointegra
bestimmt. Fundort sonniger "Eichenwald" (maximal 10 m breiter
Streifen am Waldrand eines Buchenwaldes), Boden vermutlich eher sauer
(Hintertaunus, ca 280m), Sporenpulver intensiv ockergelb wie auf Bild.
http://www.pilzepilze.de/extern/harzpilzchen/juli12/10/32.jpg , Hutgröße
zwischen 5 und 10 cm, Geruch schwach fruchtig. Den Geschmack würde ich
allerdings als absolut mild bezeichnen (pseudointegra soll ja leicht
schärflich und kratzend sein). Im letzten Jahr habe ich an der gleichen
Stelle ein Exemplar gefunden, das den typischen "kratzenden
Geschmack" hatte, den ich dieses Jahr trotz Bemühens knicht
feststellen konnte.
Welcher (nicht übermäßig seltene) Täubling kommt noch in Frage oder kann ich
R. pseudointegra als sicher ansehen?

Sorry da habe ich das falsche Bild erwischt. Hier nochmal in einer etwas niedrigeren Auflösung!
Grüße Thkgk

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Re: Russula pseudointegra?(zu hohe Bildauflösung) *PIC*

thkgk, (vor 5218 Tagen) @ thkgk

Diese Täublinge mit leuchtend zinnoberroten (teilweise orangeocker
ausblassend) habe ich an mind. 3 verschiedenen Stellen gefunden und ohne
mikrosk. Bestätigung und chemische Reaktionen als R. pseudointegra
bestimmt. Fundort sonniger "Eichenwald" (maximal 10 m breiter
Streifen am Waldrand eines Buchenwaldes), Boden vermutlich eher sauer
(Hintertaunus, ca 280m), Sporenpulver intensiv ockergelb wie auf Bild.
http://www.pilzepilze.de/extern/harzpilzchen/juli12/10/32.jpg , Hutgröße
zwischen 5 und 10 cm, Geruch schwach fruchtig. Den Geschmack würde ich
allerdings als absolut mild bezeichnen (pseudointegra soll ja leicht
schärflich und kratzend sein). Im letzten Jahr habe ich an der gleichen
Stelle ein Exemplar gefunden, das den typischen "kratzenden
Geschmack" hatte, den ich dieses Jahr trotz Bemühens knicht
feststellen konnte.
Welcher (nicht übermäßig seltene) Täubling kommt noch in Frage oder kann ich
R. pseudointegra als sicher ansehen?

Sorry da habe ich das falsche Bild erwischt. Hier nochmal in einer etwas niedrigeren Auflösung!
Grüße Thkgk

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Re: Russula pseudointegra?(zu hohe Bildauflösung)

Bernd Miggel, (vor 5218 Tagen) @ thkgk

Sorry da habe ich das falsche Bild erwischt. Hier nochmal in einer etwas
niedrigeren Auflösung!
Grüße Thkgk

Hallo,

bei R. pseudointegra hat als Farbe des frisch ausgefallenen Sporenpulvers ein helles bis mittleres Gelb (ungefähr IVb nach Romagnesi). Außerdem schmeckt das Fleisch deutlich bitterlich. Was du vielleicht klären könntest: Das Fleisch muss am Exsikkat mit Sulfovanillin eine eosinrote Farbe annehmen.
Von einer Täublingsbestimmung per Foto halte ich nicht allzu viel, tut mir leid.

Bernd

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Re: Russula pseudointegra?

Stephan Weißer, (vor 5218 Tagen) @ thkgk

Diese Täublinge mit leuchtend zinnoberroten (teilweise orangeocker
ausblassend) habe ich an mind. 3 verschiedenen Stellen gefunden und ohne
mikrosk. Bestätigung und chemische Reaktionen als R. pseudointegra
bestimmt.

Das würde mich interessieren, wie du das ohne Mikroskopie und Chemie gemacht hast.

Den Geschmack würde ich
allerdings als absolut mild bezeichnen (pseudointegra soll ja leicht
schärflich und kratzend sein).

Meines Wissens soll pseudointegra bitterlich, aber nicht schärflich-kratzend sein (habe ihn allerdings noch nicht selbst getestet). Aber wenn schon der Geschmack nicht passt, fällt er dann nicht raus?

Welcher (nicht übermäßig seltene) Täubling kommt noch in Frage

Woher weißt du, dass das, was du da gefunden hast, nicht selten ist?

oder kann ich
R. pseudointegra als sicher ansehen?

Einen rothütigen milden Täubling mit gelben Sporen? Da gibts doch wirklich viele. Spontan würden mir R. velenovskyi oder R. laeta einfallen, um ein paar der Häufigeren zu nennen.

Freundliche Grüße
Stephan

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Re: Russula pseudointegra?

jesko, (vor 5218 Tagen) @ thkgk

Es dürfte kaum möglich sein, einen roten milden Täubling mit Sporenpulver im IV-er-Bereich so völlig ohne Mikroskop, Beurteilung der exakten Sporenpulverfarbe und die kleinen chemischen Helfer festzuklopfen. Als Doppelgänger von R. pseudointegra fiele mir da vor allem R. tinctipes ein, makroskopisch fast absolut identisch, allerdings mit komplett anderem Huthautaufbau. Hier kann man sich zunächst mit Guajak behelfen: pseudointegra negativ bzw. schwach, tinctipes stark. Huthautmikroskopie ist freilich sicherer. Die von Stephan genannte Russula laeta ist ähnlich, wird aber meist nicht so groß, wie Du schreibst. Hier wäre ggf. ein Foto, auf dem man die Hutfarbe besser erkennt, hilfreich: pseudointegra hat meist ein schönes Kardinalsrot, laeta mehr orangerot oder einfach nur orangegelb. Die ebenfalls genannte velenovskyi würde ich nach dem Foto und der Beschreibung eigentlich ausschließen wollen, eine rote romellii (R. rubroalba) kann ich allerdings nicht mit Sicherheit ausschließen. Der Geschmack von pseudointegra schwankt meiner Erfahrung nach, meist ist er irgendwie unangenehm, teils auch im Hals kratzend. Deutlich bitter habe ich die Art jedoch nur selten gefunden. Auch den Obstgeruch finde ich bei dieser Art nicht konstant. Immer notiert habe ich dagegen eine Komponente, die ich als "Wandfarbe" bezeichne.
Alles in allem: Wir raten hier ein bisschen herum, und wohl niemand wird sich hier auf etwas genaues festlegen wollen.

Viele Grüße

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Re: Russula pseudointegra? *PIC*

thkgk, (vor 5217 Tagen) @ jesko

Es dürfte kaum möglich sein, einen roten milden Täubling mit Sporenpulver im
IV-er-Bereich so völlig ohne Mikroskop, Beurteilung der exakten
Sporenpulverfarbe und die kleinen chemischen Helfer festzuklopfen. Als
Doppelgänger von R. pseudointegra fiele mir da vor allem R. tinctipes ein,
makroskopisch fast absolut identisch, allerdings mit komplett anderem
Huthautaufbau. Hier kann man sich zunächst mit Guajak behelfen:
pseudointegra negativ bzw. schwach, tinctipes stark. Huthautmikroskopie
ist freilich sicherer. Die von Stephan genannte Russula laeta ist ähnlich,
wird aber meist nicht so groß, wie Du schreibst. Hier wäre ggf. ein Foto,
auf dem man die Hutfarbe besser erkennt, hilfreich: pseudointegra hat
meist ein schönes Kardinalsrot, laeta mehr orangerot oder einfach nur
orangegelb. Die ebenfalls genannte velenovskyi würde ich nach dem Foto und
der Beschreibung eigentlich ausschließen wollen, eine rote romellii (R.
rubroalba) kann ich allerdings nicht mit Sicherheit ausschließen. Der
Geschmack von pseudointegra schwankt meiner Erfahrung nach, meist ist er
irgendwie unangenehm, teils auch im Hals kratzend. Deutlich bitter habe
ich die Art jedoch nur selten gefunden. Auch den Obstgeruch finde ich bei
dieser Art nicht konstant. Immer notiert habe ich dagegen eine Komponente,
die ich als "Wandfarbe" bezeichne.
Alles in allem: Wir raten hier ein bisschen herum, und wohl niemand wird sich
hier auf etwas genaues festlegen wollen.
Viele Grüße
Vielen Dank für eure Antworten, auch wenn sie mir nicht so weiter helfen, wie ich gehofft habe. Das pseudointegra hätte ich selbstverständlich in Anführungszeichen schreiben müssen, also diese bitte dazu denken. Ich hatte eine Beschreibung von R. pseudointegra, die absolut 100%ig auf einen Fund vom gleichen Fundort im letzten Jahr passte, deswegen war ich mir auch mit pseudointegra recht sicher (soweit man sich rein makroskopisch eben sicher sein kann). Zu Stephan "Aber wenn schon der Geschmack nicht passt, fällt er dann nicht raus?" Der Geschmack wird von verschiedenen Autoren ganz unterschiedlich beurteilt. Im Parey ist er bitter, und bei Kränzlin mild, jedoch adstring. bis schärflich kratzend). Dumm ist nur, dass Fruchtkörper vom gleichem Mycel mal kratzend und mal mild schmecken.

"Woher weißt du, dass das, was du da gefunden hast, nicht selten ist? " Das weiß ich natürlich nicht, aber das hoffe ich, ein seltener Täubling ist für mich nicht bestimmbar, da hier eine mikroskopische Untersuchung auf jeden Fall nötig ist. Außerdem spricht schon die Wahrscheinlichkeit gegen eine seltene Art. Naja vielleicht gelingt es mir noch die eine oder andere Art noch auszuschließen.

R. velenovskyi hatte ich ursprünglich wegen der eher ziegel- bis orangeroten Hutfarbe, dem helleren Sporenpulver und dem rein mildem Geschmack ausgeschlossen. R. laeta und R. rubroalba habe ich wegen ihrer Seltenheit ausgeschlossen (für laeta 5 Nachweise in der Kartierungsdatenbank und von R. rubroalba gibt es 2 Nachweise aus Bayern, außerdem wurde die Art in Hessen noch nicht nachgewiesen, von R. pseudointegra hingegen gibt es Nachweise aus Wetzlar, welches nur einen Katzensprung entfernt ist.) Kommt R. tinctipes in Deutschland vor? Ich versuche noch ein paar Bilder hochzuladen. Sind leider nicht sehr gut.

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Re: Russula pseudointegra? *PIC*

thkgk, (vor 5217 Tagen) @ jesko

Es dürfte kaum möglich sein, einen roten milden Täubling mit Sporenpulver im
IV-er-Bereich so völlig ohne Mikroskop, Beurteilung der exakten
Sporenpulverfarbe und die kleinen chemischen Helfer festzuklopfen. Als
Doppelgänger von R. pseudointegra fiele mir da vor allem R. tinctipes ein,
makroskopisch fast absolut identisch, allerdings mit komplett anderem
Huthautaufbau. Hier kann man sich zunächst mit Guajak behelfen:
pseudointegra negativ bzw. schwach, tinctipes stark. Huthautmikroskopie
ist freilich sicherer. Die von Stephan genannte Russula laeta ist ähnlich,
wird aber meist nicht so groß, wie Du schreibst. Hier wäre ggf. ein Foto,
auf dem man die Hutfarbe besser erkennt, hilfreich: pseudointegra hat
meist ein schönes Kardinalsrot, laeta mehr orangerot oder einfach nur
orangegelb. Die ebenfalls genannte velenovskyi würde ich nach dem Foto und
der Beschreibung eigentlich ausschließen wollen, eine rote romellii (R.
rubroalba) kann ich allerdings nicht mit Sicherheit ausschließen. Der
Geschmack von pseudointegra schwankt meiner Erfahrung nach, meist ist er
irgendwie unangenehm, teils auch im Hals kratzend. Deutlich bitter habe
ich die Art jedoch nur selten gefunden. Auch den Obstgeruch finde ich bei
dieser Art nicht konstant. Immer notiert habe ich dagegen eine Komponente,
die ich als "Wandfarbe" bezeichne.
Alles in allem: Wir raten hier ein bisschen herum, und wohl niemand wird sich
hier auf etwas genaues festlegen wollen.
Viele Grüße

Im Paray steht fruchtig und mentholartig (mentholartig steht wohl für Wandfarbe), mal sehen, ob sich das erschnuppern lässt. (wenn es sich denn um einen pseudointegra handelt) Hier noch ein Bild

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Re: Russula pseudointegra? *PIC*

thkgk, (vor 5217 Tagen) @ thkgk

"Woher weißt du, dass das, was du da gefunden hast, nicht selten ist?
" Das weiß ich natürlich nicht, aber das hoffe ich, ein seltener
Täubling ist für mich nicht bestimmbar, da hier eine mikroskopische
Untersuchung auf jeden Fall nötig ist. Außerdem spricht schon die
Wahrscheinlichkeit gegen eine seltene Art. Naja vielleicht gelingt es mir
noch die eine oder andere Art noch auszuschließen.
R. velenovskyi hatte ich ursprünglich wegen der eher ziegel- bis orangeroten
Hutfarbe, dem helleren Sporenpulver und dem rein mildem Geschmack
ausgeschlossen. R. laeta und R. rubroalba habe ich wegen ihrer Seltenheit
ausgeschlossen (für laeta 5 Nachweise in der Kartierungsdatenbank und von
R. rubroalba gibt es 2 Nachweise aus Bayern, außerdem wurde die Art in
Hessen noch nicht nachgewiesen, von R. pseudointegra hingegen gibt es
Nachweise aus Wetzlar, welches nur einen Katzensprung entfernt ist.) Kommt
R. tinctipes in Deutschland vor? Ich versuche noch ein paar Bilder
hochzuladen. Sind leider nicht sehr gut.

Und noch ein Bild und nochmals Danke für eure Hilfe.

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Re: Russula pseudointegra?

jesko, (vor 5215 Tagen) @ thkgk

Nach allen Fotos und Angaben ist Russula pseudointegra schon sehr wahrscheinlich. An laeta (wieso soll die eigentlich selten sein?) glaube ich aufgrund der Größe und Hutfarbe nicht, velenovskyi würde ich wegen der Größe, zu dunkler Lamellen und am Hutrand nicht angefärbten Lamellenschneiden ohnehin ausschließen wollen. Bliebe noch eine rote romellii (rubroalba) oder tinctipes, die anscheinend in D weitgehend unbekannt ist, obwohl sie etwa in Frankreich oder Belgien als nicht selten gilt. Wenn wir die schon hier in Mitteldeutschland nicht finden (jedenfalls sind mir keine Funde bekannt), könnte es ja eine atlantisch verbreitete Art sein, aber dann hätte sie vermutlich irgendwo in Deutschland ihre Arealgrenze.
Wenn Dein Herzblut daran hängt zu wissen, was Dein Täubling ist, und Du ausreichend getrocknetes Material, einen vernünftigen Sporenabwurf und die kompletten Funddaten hast, kannst Du mir das Ganze ja schicken, und ich schau mal rein.

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Re: Russula pseudointegra?

thkgk, (vor 5213 Tagen) @ jesko

Nach allen Fotos und Angaben ist Russula pseudointegra schon sehr
wahrscheinlich. An laeta (wieso soll die eigentlich selten sein?) glaube
ich aufgrund der Größe und Hutfarbe nicht, velenovskyi würde ich wegen der
Größe, zu dunkler Lamellen und am Hutrand nicht angefärbten
Lamellenschneiden ohnehin ausschließen wollen. Bliebe noch eine rote
romellii (rubroalba) oder tinctipes, die anscheinend in D weitgehend
unbekannt ist, obwohl sie etwa in Frankreich oder Belgien als nicht selten
gilt. Wenn wir die schon hier in Mitteldeutschland nicht finden
(jedenfalls sind mir keine Funde bekannt), könnte es ja eine atlantisch
verbreitete Art sein, aber dann hätte sie vermutlich irgendwo in
Deutschland ihre Arealgrenze.
Wenn Dein Herzblut daran hängt zu wissen, was Dein Täubling ist, und Du
ausreichend getrocknetes Material, einen vernünftigen Sporenabwurf und die
kompletten Funddaten hast, kannst Du mir das Ganze ja schicken, und ich
schau mal rein.
Hallo jesko, vielen Dank für dein Angebot, ich komme darauf später, (sofern ich das gewüschte Material liefern kann) gerne zurück.

Grüsse Thkgk

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Re: Russula pseudointegra?

thkgk, (vor 5213 Tagen) @ jesko

Nach allen Fotos und Angaben ist Russula pseudointegra schon sehr
wahrscheinlich. An laeta (wieso soll die eigentlich selten sein?) glaube
ich aufgrund der Größe und Hutfarbe nicht, velenovskyi würde ich wegen der
Größe, zu dunkler Lamellen und am Hutrand nicht angefärbten
Lamellenschneiden ohnehin ausschließen wollen. Bliebe noch eine rote
romellii (rubroalba) oder tinctipes, die anscheinend in D weitgehend
unbekannt ist, obwohl sie etwa in Frankreich oder Belgien als nicht selten
gilt. Wenn wir die schon hier in Mitteldeutschland nicht finden
(jedenfalls sind mir keine Funde bekannt), könnte es ja eine atlantisch
verbreitete Art sein, aber dann hätte sie vermutlich irgendwo in
Deutschland ihre Arealgrenze.
Wenn Dein Herzblut daran hängt zu wissen, was Dein Täubling ist, und Du
ausreichend getrocknetes Material, einen vernünftigen Sporenabwurf und die
kompletten Funddaten hast, kannst Du mir das Ganze ja schicken, und ich
schau mal rein.
Hallo jesko, vielen Dank für dein Angebot, ich komme darauf später, (sofern ich das gewüschte Material liefern kann) gerne zurück.

Grüße Thkgk

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Re: Russula pseudointegra?(zu hohe Bildauflösung)

Mani walter, (vor 5212 Tagen) @ Bernd Miggel

Hallo Bernd
bei R. pseudointegra hat als Farbe des frisch ausgefallenen Sporenpulvers ein
helles bis mittleres Gelb (ungefähr IVb nach Romagnesi). Außerdem schmeckt
das Fleisch deutlich bitterlich. Was du vielleicht klären könntest: Das
Fleisch muss am Exsikkat mit Sulfovanillin eine eosinrote Farbe annehmen.

Diese Eigenschaften kann ich bestätigen, ausser dass bei IVb n.Rom., die Sppf. für R. pseudointegra, schon etwas weiter weg vom Hellgelb und Gelb in Richtung Ocker geht

LG. Mani.

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Re: Russula pseudointegra?

Mani walter, (vor 5212 Tagen) @ thkgk

Liebe Kollegen
Ganz toller Thread - danke euch auch dafür.
Kenne eure erwähnten Täublinge leider auch nicht aus der Praxis.
Doch Velenowsky würde ich ebenfalls zurückstellen, wegen zu heller Sppf.und ein Vorkommen bei Buchen und nicht bei Eichen.

Was ich noch feststellte: Es gibt Bücher die den Geschmack als mild bis schwach schärflich-kratzend und z.B. Funga Nordica als schwach bitterlich beschreiben.
Man müsste vielleicht zwischen dem Geschmack vom Fleisch und anderseits der Lam.
noch prüfen.

Dass sich Jesko für die Massarbeiten zur Verfügung stellt, finde ich super und möchte mich m.E. gerne den Interessenten für die Mik-Ergebnisse anschliessen.

Danke und grüsse euch Mani

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Re: Russula pseudointegra?(zu hohe Bildauflösung)

Bernd Miggel, (vor 5211 Tagen) @ Mani walter

Diese Eigenschaften kann ich bestätigen, ausser dass bei IVb n.Rom., die
Sppf. für R. pseudointegra, schon etwas weiter weg vom Hellgelb und Gelb
in Richtung Ocker geht
LG. Mani.

Hallo Mani,

das passt eigentlich ganz gut. Bitter schmeckende Täublinge mit einer eosinroten SV-Reaktion gibt es sonst keine, allenfalls noch R. caerulea; aber die Art schmeckt nur in der Huthaut bitter.

Es gibt recht viele Menschen, die Bitterstoffe nicht schmecken können. Die bezeichnen R. pseudointegra dann als schärflich oder als im Hals kratzend. Da haben sie natürlich wegen des komplexen Geschmacks dieser Art Recht: erst verzögert bitter, dann schwach schärflich, schließlich im Hals deutlich kratzend.

Wegen des zu hell ausgefallenen Sporenstaubs würde ich mir keine großen Gedanken machen. Man benötigt zum Vergleich immer eine genügend dicke Sporenstaub-Packung, anderenfalls fällt das Ergebnis zu hell aus. Auch braucht man natürlich eine Farbtafel, die der Originalausgabe "Les Russules" von 1967 entspricht.

Viele Grüße
Bernd

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Re: Russula pseudointegra?

jesko, (vor 5211 Tagen) @ Mani walter

Hallo Mani,

Doch Velenowsky würde ich ebenfalls zurückstellen, wegen zu heller Sppf.und
ein Vorkommen bei Buchen und nicht bei Eichen.

velenovskyi ist nicht sonderlich wählerisch und kommt durchaus auch bei Eichen vor (saure Böden), typisch ist sie nach meiner Erfahrung bei Birke (ältere Bestände, keine typische Pionierart), soll aber auch rein bei Nadelbäumen vorkommen können.

Viele Grüße, Jesko