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Staffelsee-Nachlese: Der Rest, *PIC*

UmUlmHerum, (vor 5184 Tagen)

Hallo Pilzfreunde!

Hier noch ein paar Schwammerl aus dem gleichen Gebiet mit meinen Bestimmungsversuchen, Kommentare dazu willkommen!

1. Der Farbe, dem Standort und dem langen Stiel nach vermute ich den Langstieligen Fälbling:
[image]
Hebeloma longicaudum (?)

2. Eine Koralle, falls man sie makroskopisch bestimmen kann...
[image]
[image]
Ramaria aurea (?)

3. Bei diesen Stoppeln dürfte Einigkeit bestehen
[image]
Hydnum repandum

4. Ötzis Medizinpilze sprießen unten am moorigen Ufer des Staffelsees
[image]
Piptoporus betulinus

Grüße - Rika

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Re: Staffelsee-Nachlese: Der Rest,

interhias ⌂, (vor 5184 Tagen) @ UmUlmHerum

Servus Rika,

der erste Pilz ist eher keine Fälbling. Ich würde auf Cortinarius subtortus tippen.

Grüße
Hias

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Re: Staffelsee-Nachlese: Der Rest,

UmUlmHerum, (vor 5184 Tagen) @ interhias

Grias di Hias,

merci für Deine Kommentare, auch zum Eingeknickten Rißpilz!

Könntest Du mir noch ein paar Details sagen, wie Du auf den Olivgelben Schleimkopf kommst? Nach dem, was ich u.a. auf Deiner Site gefunde habe, ist mein Pilz zu gelb und der Stiel zu glatt für den Fälbling - richtig?

Ich habe mich durch die Aussage "Stiel oft recht lang, da im tiefen Moos sitzend" verführen lassen - das war bei diesen Pilzen nämlich wirklich extrem: der Hut saß quasi direkt auf dem Moos, und dann angelte ich min. 10 cm tief, um an die Stielbasis zu kommen. Blöderweise kann ich mich nicht mehr an den Geruch erinnern, war schon ziemlich am Ende meiner Pilztour + meiner Kondition...

Kennst Du nicht zufällig diesen orange-rot-braunen Cortinarius, den ich in meinem anderen Beitrag suche? Du schleichst doch auch ab und zu durchs Werdenfelser Land... ;-)

Grüße - Rika

Servus Rika,
der erste Pilz ist eher keine Fälbling. Ich würde auf Cortinarius subtortus
tippen.
Grüße
Hias

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Re: Staffelsee-Nachlese: Der Rest,

interhias ⌂, (vor 5184 Tagen) @ UmUlmHerum

Grias di Hias,
merci für Deine Kommentare, auch zum Eingeknickten Rißpilz!
Könntest Du mir noch ein paar Details sagen, wie Du auf den Olivgelben
Schleimkopf kommst? Nach dem, was ich u.a. auf Deiner Site gefunde habe,
ist mein Pilz zu gelb und der Stiel zu glatt für den Fälbling - richtig?
Ich habe mich durch die Aussage "Stiel oft recht lang, da im tiefen Moos
sitzend" verführen lassen - das war bei diesen Pilzen nämlich
wirklich extrem: der Hut saß quasi direkt auf dem Moos, und dann angelte
ich min. 10 cm tief, um an die Stielbasis zu kommen. Blöderweise kann ich
mich nicht mehr an den Geruch erinnern, war schon ziemlich am Ende meiner
Pilztour + meiner Kondition...
Kennst Du nicht zufällig diesen orange-rot-braunen Cortinarius, den ich in
meinem anderen Beitrag suche? Du schleichst doch auch ab und zu durchs
Werdenfelser Land... ;-)
Grüße - Rika

Servus Rika,

stimmt, so gelbe Hüte haben Fälblinge in der Regel nicht. Außerdem scheint mir die Lamellenfarbe ganz anderes, nicht graubraun wie bei Fälblingen, sondern viel dunkler olivbraun. Aber so genaut sieht man das auch nicht auf dem Bild. Fälblinge haben auch nicht so wasserzugige Hutränder.

Bei deinem Raukopf würde ich aufgrund der Hygrophaneität des Huts auf Cortinarius limonius, den Zitronengelben Raukopf, tippen. Der passt auch ins selbe Biotop wie C. subtortus.

Beste Grüße
Hias

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Re: Staffelsee-Nachlese: Der Rest, *PIC*

UmUlmHerum, (vor 5184 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

woran erkennst Du die "wasserzugige Hutränder"? Ich steh´ da auf dem Schlauch.
Anbei noch ein Schleimkopf-Foto von unten, da kann man die Lamellen besser sehen. Aber weil die Beleuchtung nicht gerade optimal war, ist das wohl wenig erhellend?! Der Stiel ist ja deutlich überbelichtet, dadurch sieht man die Struktur nur im abgeschatteten Hutbereich. Die Fotos von diesem Pilz habe ich am Ende meiner Tour nur noch aus der Hand geschossen (zu faul zum Stativauspacken), und zum Auf-den-Bauch-werfen war das Moos absolut zu naß!

Was meinst Du, wie kann man C. limonius gegenüber C. callisteus abgrenzen? Hilft das Mikro hier wirklich?

Danke für Deine geduldige Nachhilfe und viele Grüße - Rika

Servus Rika,
stimmt, so gelbe Hüte haben Fälblinge in der Regel nicht. Außerdem scheint
mir die Lamellenfarbe ganz anderes, nicht graubraun wie bei Fälblingen,
sondern viel dunkler olivbraun. Aber so genaut sieht man das auch nicht
auf dem Bild. Fälblinge haben auch nicht so wasserzugige Hutränder.
Bei deinem Raukopf würde ich aufgrund der Hygrophaneität des Huts auf
Cortinarius limonius, den Zitronengelben Raukopf, tippen. Der passt auch
ins selbe Biotop wie C. subtortus.
Beste Grüße
Hias

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Re: Staffelsee-Nachlese: Der Rest,

interhias ⌂, (vor 5184 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Hias,
woran erkennst Du die "wasserzugige Hutränder"? Ich steh´ da auf
dem Schlauch.
Anbei noch ein Schleimkopf-Foto von unten, da kann man die Lamellen besser
sehen. Aber weil die Beleuchtung nicht gerade optimal war, ist das wohl
wenig erhellend?! Der Stiel ist ja deutlich überbelichtet, dadurch sieht
man die Struktur nur im abgeschatteten Hutbereich. Die Fotos von diesem
Pilz habe ich am Ende meiner Tour nur noch aus der Hand geschossen (zu
faul zum Stativauspacken), und zum Auf-den-Bauch-werfen war das Moos
absolut zu naß!
Was meinst Du, wie kann man C. limonius gegenüber C. callisteus abgrenzen?
Hilft das Mikro hier wirklich?
Danke für Deine geduldige Nachhilfe und viele Grüße - Rika

Servus,

wasserzugig ist natürlich unpräzise. Damit meine ich wässrige wirkende Streifen am Hut, besonders am Hutrand.
Der Artenkomplex um C. callisteus ist nicht so ganz einfach - ich blicke selber noch nicht ganz durch. Auf dem letzten Bild sieht man ganz gut, dass dein Raukopf hygrophan ist. Dieses Merkmal und die junge lebhaft orangefarbenen Hüte sprechen aus meiner Sicht eher für C. limonius.

Grüße
Hias

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Re: Staffelsee-Nachlese: Der Rest,

jesko, (vor 5184 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

bei Nr. 1 würde auch ich Cortinarius subtortus erkennen wollen. Die Art ist an ihren olivgrauen Lamellen, den gelben Velumbändern, dem Geruch nach Zedernholz und dem bitteren Geschmack gut zu erkennen. Auf dem Foto erkennt man natürlich nur die ersten beiden Merkmale, diese aber dafür so deutlich, dass kaum Zweifel besteht, dass die anderen beiden auch vorhanden waren.

Die makroskopische Bestimmung einer gelben Ramaria dürfte nicht möglich sein, wenn es nicht gerade eine Art ist, die irgendein Parademerkmal aufweist. In die Meeresbiologie bin ich aber nie tiefer eingestiegen.

Beim Hydnum ist nicht unbedingt alles klar. Da ist zumindest zwischen repandum, rufescens und ellipsosporum zu unterscheiden. Repandum erkennt man makroskopisch am +/- herablaufenden Hymenophor, also die Fruchtkörper sind irgendwie kegelig oder gedrungen und nicht so stark in Hut und Stiel gegliedert wie bei den anderen beiden Arten. Der Unterschied zwischen rufescens und ellipsosporum ist bei einem Blick auf die Sporen augenfällig.

Viele Grüße, Jesko

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Re: Staffelsee-Nachlese: Der Rest, *PIC*

UmUlmHerum, (vor 5183 Tagen) @ jesko

Hallo Jesko,
danke für Dein Feedback!
Anbei ein Komplettfoto von dem Semmelstoppel, ich denke an H. repandum -> recht weiße Stacheln. Wie die Sporen aussehen, weiß ich nicht. Habe den Pilz auch nicht mitgenommen.
Grüße - Rika

[image]

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Re: Staffelsee-Nachlese: Der Rest,

jesko, (vor 5183 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

würde ich dann auch für repandum halten. Diese Art sollte sich auch makroskopisch bestimmen lassen. Bei denen, die wie rufescens aussehen, müsste man sich die Sporen anschauen.

Viele Grüße, Jesko