Hallo zusammen,
zufällig ist der Beitrag von Karl zum Thread "Probleme mit
Violettmilchling" zusammengekommen mit einer Frage/Aufforderung von
Till Lohmeyer (weil ich wieder mal was Selteneres gefunden habe),
Exsikkate anzufertigen und zu sammeln. Wie handhabt Ihr das? Macht Ihr von
jedem gefundenen Objekt, das Ihr nicht kennt (was dann bei mir ziemlich
viel würde) ein Exsikkat? Oder läuft das letztlich nur darauf hinaus, daß
man irgendwo einen Schuhkarton mit "Dörrpflaumen" stehen hat,
der nach ein paar Jahren entsorgt wird. Und wenn Ihr es für wichtig
haltet, dann bitte ich um Tips zur Aufbewahrung, aber auch um Infos,
welchen räumlichen Umfang das nach Euerer Erfahrung so annimmt (wegen der
Verhandlungen mit dem Rest der Familie).
Viele Grüße
Dieter
Hallo Dieter,
der Platzbedarf ist jedenfalls nicht zu unterschätzen. Meine Sammlung nahm letztlich 120 Kartons ein (Schuhkartongröße). Für die meisten Leute mit Familie schlecht realisierbar. Dennoch wäre es wichtig, von besonderen (oder besonders schönen/typischen) Aufsammlungen Belege zu fertigen. Und zwar eher reichlich als zu knapp um Platz zu sparen! Am besten auf einem Trockengerät oder Kachelofen trocknen und dann in Druckverschlussbeutel. Zettel rein mit Fundort, -datum, sonstigen Begleitumständen (Ökologie) und einer Beschreibung und/oder Foto. Derart dokumentierte Funde lassen sich auch später noch nachbestimmen und sind durchaus sinnvoll. Einfach einen unbekannten Fruchtkörper zu trocknen, ohne Fundort und ohne Beschreibung macht kaum mal Sinn.
Wenn Dir der Platzbedarf zu groß ist, kannst Du Deine Belege auch in ein öffentliches Herbar geben. Die meisten dürften dankbar dafür sein. Allerdings stellt sich dann das Problem, wie Du selbst wieder an die Dinger rankommst wenn Du mal was brauchst. Das Naturkundemuseum in Stuttgart (STU) dessen Sammlung ich seit 1999 verwalte (ehrenamtlich ...) freut sich jedenfalls über Zuwächse, vor allem aus Baden-Württemberg.
Gruß,
Andreas