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Mykophagen-Frage zu Russula nigricans

UmUlmHerum, (vor 5173 Tagen)

Hallo Ihr Schwammerl-Esser!

Es wächst derzeit ja fast gar nichts in Wald und Flur, aber heute fand ich einige wunderbar frische, junge Dickblättrige Schwärz-Täublinge. Die wechselnde Verfärbung nach Berührung ist faszinierend!

Ich habe diese Art Täublinge noch nie gegessen.
Sind sie empfehlenswert? Habt Ihr spezielle Zubereitungstipps?

Im Übrigen: Vorgestern 2 Parasol-Keulen und 3 junge Steinis, heute einer... es wird schon wieder...

Grüße - Rika

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Re: Mykophagen-Frage zu Russula nigricans

Peter Reiter, (vor 5172 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Ihr Schwammerl-Esser!
Es wächst derzeit ja fast gar nichts in Wald und Flur, aber heute fand ich
einige wunderbar frische, junge Dickblättrige Schwärz-Täublinge. Die
wechselnde Verfärbung nach Berührung ist faszinierend!
Ich habe diese Art Täublinge noch nie gegessen.
Sind sie empfehlenswert? Habt Ihr spezielle Zubereitungstipps?
Im Übrigen: Vorgestern 2 Parasol-Keulen und 3 junge Steinis, heute einer...
es wird schon wieder...
Grüße - Rika

Hallo Rika,

zum Speisewert von Russula nigricans gibt es in der Literatur die unterschiedlichsten Angaben von ungeniesbar bis wohlschmeckend.
Ich selbst habe ihn noch nie getestet und in der Pilzberatung ist es für mich "kein Speisepilz". Es gibt angeblich eine verwandte Art oder Unterart, die in Japan tödliche Vergiftungen verursacht hat.
http://www.organische-chemie.ch/chemie/2009mai/pilzvergiftung.shtm
GRuß
Peter

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Re: Mykophagen-Frage zu Russula nigricans

Frank 61, (vor 5172 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,
Vorab: Meines Wissens gibt es in Asien (ich glaube Japan) einen sehr nahen Verwandten der wirklich giftig ist. Aus diesem Grund wird auch hier von nigricans abgeraten.
Ich habe in pilzarmen Zeiten allerdings schon mehrfach junge! gegessen und fand sie recht gut. Das hatte ich aufgrund der Festigkeit und, naja dem Aussehen älterer Pilze nicht erwartet.
Zubereitet habe ich sie wie andere Pilze auch, also in Butter geschmort. Aber siehe oben!
Viele Grüsse Frank

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Re: Mykophagen-Frage zu Russula nigricans

Stephan Weißer, (vor 5172 Tagen) @ UmUlmHerum

Selber habe ich sie noch nicht gegessen. Andreas Gminder hält sie für durchaus essbar. Er empfiehlt sie mit Speck und Zwiebeln in der Pfanne gebraten. Wie die Vorschreiber schon angemerkt haben, ist das Essen außergewöhnlicher Pilze immer mit einem kleinen Restrisiko behaftet, auch was persönliche Unverträglichkeit anlangt.

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Sammeldank

UmUlmHerum, (vor 5172 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Ihr drei und alle anderen...

Der Schwärz-Täubling lag bis vor wenigen Minuten noch im Kühlschrank. Nach Lektüre Eurer Beiträge habe ich ihn mal aufgeschnitten - er war schon gut vermadet, damit erübrigt sich das Thema für heute.

Die anderen Russula-Arten waren mit der Kalbsleber in die Pfanne gekommen - sicher ist sicher. Aber diese feste R. nigricans hat mich derzeit schon angemacht. Wie auch Frank schreibt, bin ich bei ausgewachsenen Exemplaren nie auf kulinarische Gedanken gekommen. Bei unserem Pilzstammtisch ist der Ausdruck "mit Speck und Zwiebeln gebraten..." ein Synonym für "wenig schmackhaft".

Wie ich Peters link entnehme, gibt´s also doch richitg giftige Russula-Arten!

Also - noch mal herzlichen Dank für Eure interessanten Antworten!

Grüße - Rika

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Re: Sammeldank

Stephan Weißer, (vor 5171 Tagen) @ UmUlmHerum

Bei unserem Pilzstammtisch ist der
Ausdruck "mit Speck und Zwiebeln gebraten..." ein Synonym für
"wenig schmackhaft".

*schmunzel*
Schon klar, dass man bei dieser Zubereitung in erster Linie Speck und Zwiebeln schmeckt. Aber was will man erwarten? Zumindest sollte der Pilz nicht bitter sein oder mit chemischem Beigeschmack, und angenehm fest in der Konsistenz, "al dente" sozusagen, und obendrein verfügbar, wenn es nichts Besseres gibt. Wenn der Schwärztäubling ein dermaßener Aroma-Knüller wäre, stünde das in den Pilzbüchern wohl drin...