Fliegenpilz
hallo Forum,
dieser erhellende Beitrag zum Fliegenpilz erschien heute in der Südwestpresse:
http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/In-Japan-ist-er-eine-Sp...
Was haltet Ihr davon?
Gruß
Michael
leofelsle, (vor 5117 Tagen)
hallo Forum,
dieser erhellende Beitrag zum Fliegenpilz erschien heute in der Südwestpresse:
http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/In-Japan-ist-er-eine-Sp...
Was haltet Ihr davon?
Gruß
Michael
Thomas Pruss, (vor 5117 Tagen) @ leofelsle
Moin Michael,
die Geschichte, dass er früher in und HH gegessen wurde, habe ich auch schon gelesen. Da wurde dann vor der Zubereitung die huthaut abgezogen, die ja eine sehr hohe Kozentration an Muscimol hat. Aber auch das Gewebe darunter ist noch sehr giftig. Ob also der Fliegenpilz hier wirklich ein normaler Speisepilz war oder ob es sich dabei um Einzelfälle gehandelt hat, habe ich noch nicht raus gefunden.
Ob der Fliegenpilz in Japan eine Spezialität ist? Zuzutrauen ist es den Japanern, denn die essen auch Kugelfische, und eine Vergiftung mit Tetrodotoxin ist allemal fataler als die mit Muscimol, Ibotensre. und was der Fliegenpilz noch so an Giften auftischen mag.
Grüßlis
Thomas
radeberger, (vor 5117 Tagen) @ Thomas Pruss
Hallo Michael, Thomas,
an Fliegenpilz stirbt man nicht, sondern an der Erschöpfung, wenn man davon durchknallt. Ich hab von einem befreundetem Arzt gehört, daß zu DDR-Zeiten die Leute am Bett angebunden wurden (heute sicher nicht mehr möglich) und trotzdem mit dem Bett durchs Zimmer marschiert sind nach übermäßigen "Genuss". Ich weiß auch von damaligen Trassenbauern, das dieser in Westsibirien getrocknet in kleinen Würfeln gekaut wird wegen der Wirkung. Aber das dürfte ja bekannt sein. Das von HH war auch mir neu. Wächst da kein Hanf
????
Gruß Volker
Birgit, (vor 5117 Tagen) @ radeberger
Hallo Volker,
an Fliegenpilz stirbt man nicht, sondern an der Erschöpfung, wenn man davon
durchknallt.
Oder wenn man aus dem Fenster springt..... Weiß nicht, ob das schon passiert ist, aber mit den entsprechenden Halluzinationen allemal möglich.
Ich hab von einem befreundetem Arzt gehört, daß zu DDR-Zeiten
die Leute am Bett angebunden wurden (heute sicher nicht mehr möglich) und
trotzdem mit dem Bett durchs Zimmer marschiert sind nach übermäßigen
"Genuss".
Auch in der DDR wirds wohl sowas wie Beruhigungsmittel gegeben haben, so wie das heute hierzulande bei Fliegenpilzvergiftungen nötigenfalls ebenfalls erfolgt.
Es kann auch das Gegenteil passieren, so z.B. der ungewollte 24stündige Schlaf eines Ehepaares nach dem Genuß von roten Kaiserlingen mit weißen Lamellen
. Das kann sogar bis zum Koma gehen.
Die drei Sätzchen, die in dem Beitrag im Internet stehen, enthalten ja eh kaum Infos. Der Giftgehalt in sibirischen Fliegenpilzen scheint geringer zu sein als der der hiesigen, wer weiß wie das in Japan ist.
liebe Grüße
Birgit
Gábor, (vor 5117 Tagen) @ leofelsle
Hallo,
den grottenschlecht recherchierten Pressekram über Pilze ignoriere ich schon seit langem.
Tatsächlich wurden allerdings in der Nachkriegszeit auch Fliegenpilze - da sehr häufig und auch leicht kenntlich - durch Abziehen der Huthaut und anschließendes Wässern weitestgehend entgiftet und danach auch schadlos gegessen.
Und zwar in Hamburg und auch sonstwo...
LG, Gábor
Hallo Gábor,
Tatsächlich wurden allerdings in der Nachkriegszeit auch Fliegenpilze - da
sehr häufig und auch leicht kenntlich - durch Abziehen der Huthaut und
anschließendes Wässern weitestgehend entgiftet und danach auch schadlos
gegessen.
Und zwar in Hamburg und auch sonstwo...
Soweit mir bekannt werden in Hamburg und auch sonstwo nach wie vor Fliegenpilze
gegessen/konsumiert. Und diejenigen, die dies praktizieren, werden sich hüten,
die Huthaut abzuziehen - das ist doch das 'Beste' (sonst würde der Dreheffekt ja schwächer ausfallen).
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner
: Soweit mir bekannt werden in Hamburg und auch sonstwo nach wie vor
[quote]Fliegenpilze
gegessen/konsumiert. Und diejenigen, die dies praktizieren, werden sich
hüten,
die Huthaut abzuziehen - das ist doch das 'Beste' (sonst würde der Dreheffekt
ja schwächer ausfallen). [/quote]
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Hallo Thomas,
na klar, wer's braucht - bitte sehr!
Den allermeisten ist vermutlich gar nicht klar, dass die Inhaltsstoffe gänzlich andere sind, als bei halluzinogenen Pilzen, wie z.B. Psilocybe.
Wenn mann denn nun unbedingt seine Leber brummen hören möchte, kann man sich auch eine Flasche billigen Fusel in die Birne hauen, am besten noch mit etwas Domestos gestreckt 
LG, Gábor
Stephan Weißer, (vor 5116 Tagen) @ leofelsle
Ach Gottchen, die Zeitung halt...
Im PSV-Seminar habe ich gelernt, dass die hierzulande wachsenden Fliegenpilze sehr magen-darm-giftig sind, so dass man wahrscheinlich gar nicht die rechte Freude an den möglichen erwünschten "Nebenwirkungen" haben kann. Vielleicht ist das in Japan anders.
Mir stellt sich nur die Frage, aus welchem Grund ein solcher Artikel in einer Tageszeitung erscheint bzw. was damit beim Leser erreicht werden soll. Etwa die Meinung, dass es Quatsch ist, dass in Pilzbüchern steht, dass der Fliegenpilz giftig ist? Vielleicht auch, dass ALLES, was in Pilzbüchern steht, Quatsch ist? Dem (un-)verantwortlichen Schreiberling und seinem Redakteur gehören jedenfalls für einen solchen Artikel ihre eigene Zeitung um die Ohren gebatscht.
leofelsle, (vor 5116 Tagen) @ Stephan Weißer
...ist der springende Punkt! Natürlich ist da nix dran falsch, dass man den Fliegenpilz früher oder heute noch an vielen Ort gegessen hat, aber es fehlt halt der Hinweis, dass man ihn dazu vorbehandeln muss. Ich mag mir gar nicht ausdenken, bei den Mengen Fliegenpilzen, die wir im Moment im Wald haben, was da alles abgehen kann, wenn so ein paar Gutgläubige eine solche Nachricht ernst nehmen. Man sollte den verantwortlichen Redakteur beim Presserat anzeigen...
Gruß
Michael
Ach Gottchen, die Zeitung halt...
Im PSV-Seminar habe ich gelernt, dass die hierzulande wachsenden Fliegenpilze
sehr magen-darm-giftig sind, so dass man wahrscheinlich gar nicht die
rechte Freude an den möglichen erwünschten "Nebenwirkungen"
haben kann. Vielleicht ist das in Japan anders.
Mir stellt sich nur die Frage, aus welchem Grund ein solcher Artikel in einer
Tageszeitung erscheint bzw. was damit beim Leser erreicht werden soll.
Etwa die Meinung, dass es Quatsch ist, dass in Pilzbüchern steht, dass der
Fliegenpilz giftig ist? Vielleicht auch, dass ALLES, was in Pilzbüchern
steht, Quatsch ist? Dem (un-)verantwortlichen Schreiberling und seinem
Redakteur gehören jedenfalls für einen solchen Artikel ihre eigene Zeitung
um die Ohren gebatscht.
Stephan Weißer, (vor 5116 Tagen) @ leofelsle
Ich bin schon gespannt, wie viele Pilzsammler in der Beratung jetzt anfangen herumzufeilschen: "Was, den schönen Fliegenpilz wollen Sie mir aussortieren? In der Zeitung stand doch, dass man den essen kann!"
Stefan S., (vor 5116 Tagen) @ Stephan Weißer
Hallo Stephan,
so habe ich das auch gelernt. Walter Pätzold sagte (sinngemäß):
"Eine Fliegenpilz-Vergiftung äußert sich folgendermaßen:
Man sitzt auf dem Klo, hat eine Schüssel auf den Knien
und findet das ganze trotzdem recht lustig."

Viele Grüße
Stefan
Thomas Pruss, (vor 5116 Tagen) @ leofelsle
Moin zusammen,
dass an der Behauptung, Fliegenpilze seien in Japan nach wie vor eine Delikatesse, was dran sei, könnte stimmen.
In diesem "Denkmal" von Spektrum der Wissenschaft wird es erwähnt:
http://www.spektrum.de/alias/was-ist-am-giftigsten/1015486
Grüßlis
Thomas