Bitte um Bestimmungshilfe, Bild 2 *PIC*
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic230825.jpg)
wald-pauli, (vor 5030 Tagen)
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic230825.jpg)
Joachim, (vor 5030 Tagen) @ wald-pauli
- kein Text -
wald-pauli, (vor 5030 Tagen) @ wald-pauli
In 100 Jahren nicht!!. Der stand zu zweit am Waldboden herum.
Was ist das eigentlich für eine Abkürzung "fg"?
Gruss vom Wald-Pauli
Joschi Siembida , (vor 5030 Tagen) @ wald-pauli
Hallo Wald-Pauli,
In 100 Jahren nicht!!. Der stand zu zweit am Waldboden herum.
das macht nix, wenn irgendwo Holz im Boden sprich totes Wurzelholz vorhanden ist. Büschelig kommt der Hallimasch auch nicht immer daher.
Was ist das eigentlich für eine Abkürzung "fg"?
*fg* = frech grins
fg = freundliche Grüße
Gruß Joschi
wald-pauli, (vor 5030 Tagen) @ Joschi Siembida
Hallo Wald-Pauli,
In 100 Jahren nicht!!. Der stand zu zweit am Waldboden herum.
das macht nix, wenn irgendwo Holz im Boden sprich totes Wurzelholz vorhanden
ist. Büschelig kommt der Hallimasch auch nicht immer daher.
Was ist das eigentlich für eine Abkürzung "fg"?
*fg* = frech grins
fg = freundliche Grüße
Gruß Joschi
Hallo Joschi - auch Gabor sagt, dass es Hallimasch ist. Also habe ich, nun allerdings etwas kleinlaut in der FN nachgesucht. Dort bin ich auf A. lutea gestossen. Könnte doch sein - oder?
Gruss vom Wald-Pauli
Joschi Siembida , (vor 5030 Tagen) @ wald-pauli
Hallo Wald-Pauli,
Dort bin ich auf A. lutea gestossen. Könnte doch sein - oder?
das könnte schon gut hinhauen. Ich muss aber gestehen, daß ich mir die Hallimascharten noch nie so genau angeschaut habe. Entweder lauf ich desinteressiert dran vorbei, oder sie kommen in die Pfanne. 
Gruß Joschi
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic230833.jpg)
wald-pauli, (vor 5030 Tagen) @ Joschi Siembida
Hallo Wald-Pauli,
Dort bin ich auf A. lutea gestossen. Könnte doch sein - oder?
das könnte schon gut hinhauen. Ich muss aber gestehen, daß ich mir die
Hallimascharten noch nie so genau angeschaut habe. Entweder lauf ich
desinteressiert dran vorbei, oder sie kommen in die Pfanne.
Gruß Joschi
Hm, da haben sich wohl zwei Hallimaschexperten getroffen: ich habe in der Zwischenzeit auch weiter nachgebohrt und glaube nun, dass es sich um A. mellea handelt. Dein Foto zeigt sicherlich A. lutea, den man auch A. bulbosa oder A. gallica nennt. Deutlich ist die verdickte Stielbasis zu sehen, die meinem Hallimasch fehlt.
Und nachdem ich mir um Deine Gesundheit etwas Sorgen mache, rate ich Dir nur zum Genuss vom Dunklen Hallimasch (Armillaria ostoyae), sonst gibts möglicherweise den bekannten "Flotten Otto". "fg"
Gruss vom Wald-Pauli
zuehli , (vor 5029 Tagen) @ wald-pauli
Hallo Wald-Pauli,
auch wenn Deine 100 Jahre im Wimpernschlag dahin gehen, das ist natürlich ein Hallimasch!
A. mellea glaube ich nicht, der sollte einen dickeren Ring haben und ich kenne den eigentlich nur büschelig. Ich denke es spricht doch mehr für A. lutea.
fg (= freundliche Grüße)
Harald
A. mellea glaube ich nicht, der sollte einen dickeren Ring haben und ich
kenne den eigentlich nur büschelig. Ich denke es spricht doch mehr für A.
lutea.
Hallo Harald und die anderen,
ist mein Pilz auch A. lutea (=gallica)? Der Ring ist ein bisschen dick.
Viele Grüße,
Emil.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic230895.jpg)
jesko, (vor 5023 Tagen) @ Emil
Hallo Emil,
ich denke A. lutea. Der Hut ist schön trocken, der Ring bei diesen jungen Fruchtkörpern zwar noch dick, aber er beginnt bereits aufzufasern. Noch ein bisschen mehr Hutausbreitung, und der Ring ist fort...
Viele Grüße,
Jesko
Hallo Emil,
ich denke A. lutea. Der Hut ist schön trocken, der Ring bei diesen jungen
Fruchtkörpern zwar noch dick, aber er beginnt bereits aufzufasern. Noch
ein bisschen mehr Hutausbreitung, und der Ring ist fort...
Viele Grüße,
Jesko
Ok, dank dir, Jesko.
Wenn man erst mal anfängt, sich mit den Hallimäschern zu beschäftigen, ist es gar nicht sooo schwer 
Viele Grüße,
Emil.
Wolfgang P., (vor 5023 Tagen) @ jesko
Hallo Emil,
ich denke A. lutea. Der Hut ist schön trocken, der Ring bei diesen jungen
Fruchtkörpern zwar noch dick, aber er beginnt bereits aufzufasern. Noch
ein bisschen mehr Hutausbreitung, und der Ring ist fort...
Viele Grüße,
Jesko
mir wäre er für lutea/gallica zu büschelig. Ganz junge mellea können m.E. auch so aussehen, und ich finde, die Flöckchen sehen abwischbar aus. Ihm fehlen auch die Velumgürtel unterhalb des Ringes, die lutea/gallica oft (nicht immer) hat.
Da vermutlich kein Exsikkat vorhanden ist, muss er aus meiner Sicht ungeklärt bleiben.
Wolfgang
jesko, (vor 5028 Tagen) @ wald-pauli
Hallo Wald-Pauli,
anhand der Fotos wäre ich mir mit A. lutea (A. gallica) eigentlich sicher. Das ist übrigens in den Wäldern meiner unmittelbaren Umgebung mit Abstand die häufigste Art, während A. mellea hier wirklich selten ist.
Viele Grüße,
Jesko
Schubi, (vor 5015 Tagen) @ Joschi Siembida
Hallo Wald-Pauli,
Dort bin ich auf A. lutea gestossen. Könnte doch sein - oder?
das könnte schon gut hinhauen. Ich muss aber gestehen, daß ich mir die
Hallimascharten noch nie so genau angeschaut habe. Entweder lauf ich
desinteressiert dran vorbei, oder sie kommen in die Pfanne.
Gruß Joschi
Hallo Joschi
schönes Foto, das du da geschossen hast. So im Freien, habe ich sie noch nie gesehen. Bei mir landen sie auch sehr oft in der Pfanne.
Ich liebe es zu kochen und vor allem Pilzgerichte auszuprobieren. Seitdem ich meine neue Modulküche
habe, bin ich meist nur noch am kochen (was meinen Freund natürlich nicht stört
). Bei mir kamen schon allerlei Speisepilze in die Pfanne, aber die hier mag ich besonders. Bei dieser Sorte habe ich auch gelesen, dass trotz korrekter Zubereitung, Unverträglichkeitsreaktionen auftreten können. Dennoch lieben wir sie und freuen uns schon auf die neue Pilzsaison um wieder tolle Pilzpfannengerichte zuzubereiten.
UdoA , (vor 5029 Tagen) @ wald-pauli
In 100 Jahren nicht!!. Der stand zu zweit am Waldboden herum.
Was ist das eigentlich für eine Abkürzung "fg"?
Gruss vom Wald-Pauli
Hallo Wald-Pauli,
A. mellea sieht vollkommen anders aus. Allein die Stielbekleidung, die nicht büschelige Wuchsform und besonders den spinnwebartig aufreißende Ring findet man bei A. mellea nicht, wie auch Harald schon schrieb.
Für mich handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um A. lutea (=A. gallica), der auch gern einzeln oder in kleineren Gruppen auf dem Boden über verborgenem Holz oder Wurzelwerk wächst.
Beste Grüße Udo
Mischi, (vor 5026 Tagen) @ wald-pauli
Könnte natürlich auch ein Spitzschuppiger Schirmling sein, dem die spitzen Schüppchen abhanden gekommen sind...
Hast du ihn getrocknet?
Gruss,
Mischi
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic230854.jpg)
wald-pauli, (vor 5026 Tagen) @ Mischi
Könnte natürlich auch ein Spitzschuppiger Schirmling sein, dem die spitzen
Schüppchen abhanden gekommen sind...
Hast du ihn getrocknet?
Gruss,
Mischi
Hallo Mischi,
das ist natürlich eine sehr interessante These, die man sich mal auf der Zunge zergehen lassen sollte. Aber der Spitzschuppige Schirmling ist mir wohlbekannt!
Warum die Frage, ob ich ihn getrocknet habe?
Gruss vom Wald-Pauli
Mischi, (vor 5026 Tagen) @ wald-pauli
Hallo Wald-Pauli
Wegen dem eindeutigen Geruch, der liesse sich sicher noch feststellen.
Aber ich denke schon, dass es doch eher der Honiggalbe Hallimasch ist, hier ein passedes Foto des Velums. Dieser hat diese auf deinem Bild schön sichtbaren gelben Zonen, sowie den dunklen Hutrand...
Gruss Michi
Hallo Mischi,
das ist natürlich eine sehr interessante These, die man sich mal auf der
Zunge zergehen lassen sollte. Aber der Spitzschuppige Schirmling ist mir
wohlbekannt!
Warum die Frage, ob ich ihn getrocknet habe?
Gruss vom Wald-Pauli
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic230856.jpg)
jesko, (vor 5026 Tagen) @ Mischi
Hallo Mischi,
Aber ich denke schon, dass es doch eher der Honiggalbe Hallimasch ist, hier
ein passedes Foto des Velums. Dieser hat diese auf deinem Bild schön
sichtbaren gelben Zonen, sowie den dunklen Hutrand...
auch das von Dir eingestellte Bild zeigt eindeutig nicht den Honiggelben Hallimasch (Armillaria mellea), sondern A. lutea bzw. gallica.
Zum Vergleich ein Foto von Armillaria mellea, auf dem man im Unterschied zu den anderen Bildern im Thread schön den schmierigen Hut und den dicken, nicht zerfasernden Ring sieht.
Viele Grüße
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic230857.jpg)
Kann sein, ich mache bei den Hallimaschen keine grossen Unterschiede. Für mich gehören sie zum Hallimaschkomplex, ausser ein paar makroskopisch eindeutig Unterscheidbare (z.B. der Zwiebelfüssige).
Gibt es mikroskopisch überhaupt Unterschiede?
Hättest du einen Tip für einen guten Hallimasch-Schlüssel?
Gruss,
Mischi
Wikipedia:
Die Hallimasche oder Honigpilze (Armillaria) zählen zur Familie der Rindenschwämme (Physalacriaceae).[1] Sie bilden eine Pilzgattung mit mehreren, schwer unterscheidbaren Arten beziehungsweise Kleinarten. Man spricht hier auch von einem Aggregat, dem Hallimaschkomplex.
Kann sein, ich mache bei den Hallimaschen keine grossen Unterschiede. Für
mich gehören sie zum Hallimaschkomplex, ausser ein paar makroskopisch
eindeutig Unterscheidbare (z.B. der Zwiebelfüssige).
Gibt es mikroskopisch überhaupt Unterschiede?
Hättest du einen Tip für einen guten Hallimasch-Schlüssel?
Gruss,
Mischi
Wikipedia: Die Hallimasche oder Honigpilze (Armillaria) zählen zur Familie
der Rindenschwämme (Physalacriaceae).[1] Sie bilden eine Pilzgattung mit
mehreren, schwer unterscheidbaren Arten beziehungsweise Kleinarten. Man
spricht hier auch von einem Aggregat, dem Hallimaschkomplex.
Hallo,
na, der Wikipedia-Eintrag ist ja nicht besonders wissenschaftlich, um freundlich zu bleiben. Obwohl, schon möglich, dass manche Pilzfreunde inzwischen einen Hallimaschkomplex bekommen haben
)
Ausgerechnet der von Dir erwähnte Zwiebelfüßige Hallimasch ist meiner Meinung nach einer der am schwersten bestimmbaren aus der Gattung. Ein Zwiebelfuß alleine reicht jedenfalls ganz sicher nicht, den haben auch A. gallica/lutea und auch A. borealis.
beste Grüße,
Andreas
AK_CCM, (vor 5026 Tagen) @ Andreas
Hallo Andreas,
na, der Wikipedia-Eintrag ist ja nicht besonders wissenschaftlich, um
freundlich zu bleiben.
Du weißt ja: Jeder kann mitmachen und den Artikel verbessern. 
Obwohl, schon möglich, dass manche Pilzfreunde
inzwischen einen Hallimaschkomplex bekommen haben)
Der war gut: eindeutig.
Ausgerechnet der von Dir erwähnte Zwiebelfüßige Hallimasch ist meiner Meinung
nach einer der am schwersten bestimmbaren aus der Gattung.
Da stimme ich Dir voll und ganz zu.
Ein Zwiebelfuß alleine reicht jedenfalls ganz sicher nicht,
den haben auch A. gallica/lutea und auch A. borealis.
Dazu braucht's noch Kreuzungstests in der Badewanne. 
Gruß, Andreas
Hallo Andreas
Darf ich fragen, was du denn am Wikipedia-Eintrag nicht wissenschaftlich findest?
Gruss,
Michel
Hallo,
na, der Wikipedia-Eintrag ist ja nicht besonders wissenschaftlich, um
freundlich zu bleiben. Obwohl, schon möglich, dass manche Pilzfreunde
inzwischen einen Hallimaschkomplex bekommen haben)
Ausgerechnet der von Dir erwähnte Zwiebelfüßige Hallimasch ist meiner Meinung
nach einer der am schwersten bestimmbaren aus der Gattung. Ein Zwiebelfuß
alleine reicht jedenfalls ganz sicher nicht, den haben auch A.
gallica/lutea und auch A. borealis.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas
Darf ich fragen, was du denn am Wikipedia-Eintrag nicht wissenschaftlich
findest?
Gruss,
Michel
Hallo,
naja, also die Physalacriaceae als "Familie der Rindenschwämme" zu bezeichnen finde ich zumindest unglücklich. Unter Rindenpilze versteht man die Corticiaceen, etwas völlig anderes. vermutlich ist ja nicht der Ersteller des Wikipedia-Eintrags auf diese irreführende deutsche Bezeichnung gekommen, aber diesen Namen sollte man wirklich nicht verwenden.
Der letzte Satz wirkt auf mich ein bischen zu gewaltsam volkstümlich. Warum belässt man es nicht bei "Man spricht hier von einem Aggregat". Ich habe die Bezeichnung Hallimaschkomplex noch nie vorher gehört. Wie auch immer, in diesem Fall sind beide Bezeichnungen auch gar nicht richtig angewandt, denn in der Gattung Armillaria befinden sich ja neben dem "mellea-Komplex"
) - und nur um den geht es ja wohl - auch mehrere einwandfrei definierte Arten, die man nicht in ein Aggregat pressen kann, so z.B. A. tabescens und vor allem A. ectypa.
beste Grüße,
Andreas
Hallo,
naja, also die Physalacriaceae als "Familie der Rindenschwämme" zu
bezeichnen finde ich zumindest unglücklich. Unter Rindenpilze versteht man
die Corticiaceen, etwas völlig anderes. vermutlich ist ja nicht der
Ersteller des Wikipedia-Eintrags auf diese irreführende deutsche
Bezeichnung gekommen, aber diesen Namen sollte man wirklich nicht
verwenden.
Der letzte Satz wirkt auf mich ein bischen zu gewaltsam volkstümlich. Warum
belässt man es nicht bei "Man spricht hier von einem Aggregat".
Ich habe die Bezeichnung Hallimaschkomplex noch nie vorher gehört. Wie
auch immer, in diesem Fall sind beide Bezeichnungen auch gar nicht richtig
angewandt, denn in der Gattung Armillaria befinden sich ja neben dem
"mellea-Komplex") - und nur um den geht es ja wohl - auch
mehrere einwandfrei definierte Arten, die man nicht in ein Aggregat
pressen kann, so z.B. A. tabescens und vor allem A. ectypa.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas
Besten Dank für deine Erklärung!
Meinte eben wirklich, dass es diese Physalacriaceae als neue Familie gelten - man weiss ja nie...
Vielleicht kommt unsere (schweizerische) Zurückhaltung vor dem genaueren Untersuchen der Hallimasche eben aus dem unglücklichen Wort "Hallimaschkomplex" im Kleingeschiebenen des Werkes "Pilze der Schweiz". Man liest da eben gar nicht mehr weiter, sondern gibt sich gerne damit zufrieden, dass diese Gattung halt etwas komplex ist - und ehrlichgesagt, wer prüft schon gerne die Abwesenheit von Schnallen?
Trotzdem - war ne spannende Diskussion und ich werde mich im kommenden Herbst genauer achten.
Gruss,
Michel
Hallo Michel,
Meinte eben wirklich, dass es diese Physalacriaceae als neue Familie gelten -
Da hast Du mich vielleicht misverstanden. Die Familie Physalacriaceae gibt es natürlich und sie ist vermutlich auch sinnvoll (so sinnvoll Familien halt sind ...), aber der deutsche Name "Rindenschwämme" ist mehr als irreführend, weil jeder glaich and die Corticiaceae (Rindenpilze) denkt. Weder wachsen die Physalcriaceae alle auf Rinde, noch haben sie meines Wissens eine bemerkenswerte Rindenschicht.
beste Grüße,
Andreas
man weiss ja nie...
Vielleicht kommt unsere (schweizerische) Zurückhaltung vor dem genaueren
Untersuchen der Hallimasche eben aus dem unglücklichen Wort
"Hallimaschkomplex" im Kleingeschiebenen des Werkes "Pilze
der Schweiz". Man liest da eben gar nicht mehr weiter, sondern gibt
sich gerne damit zufrieden, dass diese Gattung halt etwas komplex ist -
und ehrlichgesagt, wer prüft schon gerne die Abwesenheit von Schnallen?
Trotzdem - war ne spannende Diskussion und ich werde mich im kommenden Herbst
genauer achten.
Gruss,
Michel
Hallo,
....schon möglich, dass manche Pilzfreunde
inzwischen einen Hallimaschkomplex bekommen haben
)
Ich dachte, ich hätte meinen Hallimaschkomplex überwunden...
Der hat angefangen, als ich Pilze büschelig an Nachbars Rasen an der Betonmauer und gesellig auf einem Friedhof mitten im Gras gefunden habe und beim 1und1-Schlüssel scheiterte. Walter Pätzold bemerkte dazu, dass die Pilze seine Bücher nicht lesen. Und dass eben Holz oder Stroh auch vergraben sein kann.
Soweit so gut. Letzten Herbst hatte ich einen Notfallanruf. Da hat jemand in seinem Gartengrundstück wunderschöne, üppige, wohlrichende Pilze massenhaft gefunden und in die Pfanne gehauen - ohne sich Gedanken zur Art zu machen. Ach ja, kurz gebraten. Nach dem Essen (!) ins Internet geschaut und irgend einen gefährlichen Giftpilz gefunden, ich weiß nicht mehr was. Die Pilze habe ich dann als honiggelbe identifiziert und ihn etwas beruhigt und auf Durchfall und Erbrechen vorbereitet und ermahnt, diese Art länger zu garen. Ist nicht viel passiert und er ist am nächsten Tag losgezogen um sich mehr von den leckeren Pilzen zu holen. Später sind mir dann Zweifel gekommen. Wahrscheinlich war es der fleischfarbene. Und der war mir bis dahin nicht geläufig. Leider habe ich kein Exemplar behalten, so dass ich den Komplex mindestens bis nächsten Herbst behalte.
Der Speisewert war zumindest für diese Person gut.
viele Grüße
Alis
(der sich derzeit mehr der Familienforschung widmet)
Habe vorhin nichts böses ahnend ins Index fungorum geschaut um zu sehen, ob nun lutea oder gallica aktuell ist. Als ich 269 Records sah, habe ich mich schnell wieder abgewandt, bevor ich noch einen komplexen Komplex bekomme.
Vielleicht kann mir jemand, der schon abgebrühter ist sagen, was nun aktuell ist.
Alis
Ingo Wagner, (vor 5022 Tagen) @ Alis
Habe vorhin nichts böses ahnend ins Index fungorum geschaut um zu sehen, ob
nun lutea oder gallica aktuell ist. Als ich 269 Records sah, habe ich mich
schnell wieder abgewandt, bevor ich noch einen komplexen Komplex bekomme.
Vielleicht kann mir jemand, der schon abgebrühter ist sagen, was nun aktuell
ist.
Alis
Hi Alis!
Irgendwie benutzt du das IF komisch.
Du gibst in die Suchmaske Armillaria lutea ein, und ausgespuckt wird der gültige Name (zumindest nach Auffassung vom IF) in Grün: Armillaria gallica.
http://www.indexfungorum.org/Names/Names.asp
Den grünen unterstrichenen Namen klickst du an und fertig, da hast du die Autoren und das Jahr dazu.
VG Ingo W
Ingo Wagner, (vor 5022 Tagen) @ Ingo Wagner
Hi nochmal!
Bei mycobank sieht man es genau umgekehrt, da ist der "current name" A. lutea und gallica das Synonym.
Zumindest musst du dich nicht durch Hunderte Arten wühlen.
VG Ingo W
Alis , (vor 5021 Tagen) @ Ingo Wagner
Hi Alis!
Irgendwie benutzt du das IF komisch.
Hallo Ingo,
ich habe in der Tat wenig Übung mit dem IF.
Das Problem war allerdings ein anderes:
In dem Zusammenhang wollte ich einfach sehen, wie viele Arten und Synonyme es bei Armillaria gibt und da bin ich erst mal so erschrocken, dass ich der anderen Frage nicht mehr nachgegangen bin. Das mit dem grün war mir auch nicht bewusst. Danke für den Hinweis.
Ich erinnere mich noch an einen anderen Ausspruch von Pätzold als ich ihm einmal einen mutmaßlich zwiebelfüßigen vorgelegt habe:
"ohne meinen Ludwig sage ich nichts..."
Wenn schon Walter bei Hallimasch nachschauen musste, dann rechne ich mir aus, dass ich mich bei der Bestimmung schwer tun werde.
Aber darüber mache ich mir einen Kopf, wenn es wieder soweit ist.
Die ganze Diskussion hat doch ein paar hilfreiche Hinweise gebracht.
viele Grüße
Alis
Ingo Wagner, (vor 5021 Tagen) @ Alis
Hallo Alis!
wie viele Arten und Synonyme es bei Armillaria gibt und da
bin ich erst mal so erschrocken,
Naja, eben Synonyme. Manche Arten haben halt viele, besonders, wenn sie aus einem relativ unübersichtlichen Komplex mit vielen verschiedenen Meinungen entstammen.
Die Arbeit des Zusammenfassens der Synonyme hat uns ja im Prinzip das IF oder mycobank schon etwas abgenommen, so dass man sich erst mal mit den 6-8 allgemein akzeptierten Arten beschäftigen kann, die bei uns vorkommen.
Wenn man die dann drauf hat, kann man ja weiterkramen, wenn man nicht zufrieden ist.
VG Ingo W
Wolfgang P., (vor 5026 Tagen) @ Mischi
Man
spricht hier auch von einem Aggregat, dem Hallimaschkomplex.
Hi Mischi,
es ist wohl kaum ein Gattung so gut untersucht wie die Hallimasche, wegen der Bedeutung als Forstschädlinge. Die 5 beringten Arten in Europa sind sowohl genetisch als auch über Kreuzungstests gut abgesichert.
A. mellea ist auch ganz leicht mikroskopisch zu erkennen, weil sie als einzige Art keine Schnallen im Velum hat.
Da ich im Flachland wohne, werden mir vermutlich sowieso nur 3 der 5 Arten begegnen, da borealis und cepistipes nach Lit. nur nordisch/alpin (höchstens collin) vorkommen. Die anderen 3 (mellea, ostoyae, gallica) finde ich aber regelmäßig und bilde mir ein, sie meistens makroskopisch trennen zu können. Am Ende müsste man wohl öfter mal seine eigene Artauffassung per Gentest überprüfen, aber wer macht das schon...
Wolfgang
Mischi, (vor 5025 Tagen) @ Wolfgang P.
Besten Dank Wolfgang
super erklärt! Hast du mir einen Tip, wie man das Velum auf Schnallen untersucht? Habe ich noch nie gemacht.
Nimmst du einen Schnippel vom Ring oder gehst du an die Schüppchen auf dem Hut? Was ist da bei älteren Exemplaren oder beim Ringlosen Hallimasch zu machen?
Man müsste also ganz, ganz junge Exemplare haben, oder?
Wenn du mir einen guten Hallimasch-Schlüssen empfehlen könntest wär ich froh.
Mischi
Hi Mischi,
es ist wohl kaum ein Gattung so gut untersucht wie die Hallimasche, wegen der
Bedeutung als Forstschädlinge. Die 5 beringten Arten in Europa sind sowohl
genetisch als auch über Kreuzungstests gut abgesichert.
A. mellea ist auch ganz leicht mikroskopisch zu erkennen, weil sie als
einzige Art keine Schnallen im Velum hat.
Da ich im Flachland wohne, werden mir vermutlich sowieso nur 3 der 5 Arten
begegnen, da borealis und cepistipes nach Lit. nur nordisch/alpin
(höchstens collin) vorkommen. Die anderen 3 (mellea, ostoyae, gallica)
finde ich aber regelmäßig und bilde mir ein, sie meistens makroskopisch
trennen zu können. Am Ende müsste man wohl öfter mal seine eigene
Artauffassung per Gentest überprüfen, aber wer macht das schon...
Wolfgang
Stephan Weißer, (vor 5025 Tagen) @ Mischi
super erklärt! Hast du mir einen Tip, wie man das Velum auf Schnallen
untersucht? Habe ich noch nie gemacht.
Nimmst du einen Schnippel vom Ring oder gehst du an die Schüppchen auf dem
Hut?
Ich denke mal, bei den "Spinnwebfäden" auf der Hutunterseite müsste man wegen der Feinheit des Materials unter dem Mikroskop am meisten erkennen (?), die Hutschüppchen sind vielleicht schon zu verhärtet und lassen sich nicht gut quetschen.
Wenn du mir einen guten Hallimasch-Schlüssen empfehlen könntest wär ich froh.
Ich für meinen Teil finde den in Großpilze Baden-Württembergs, Band 3, transparent und nachvollziehbar.
AK_CCM, (vor 5025 Tagen) @ Mischi
Hi Mischi,
Wenn du mir einen guten Hallimasch-Schlüssen empfehlen könntest wär ich froh.
bin zwar nicht Wolfgang, aber schau Dir doch mal den Armillaria-Key in Gröger 2006 (S.176-178) an.
Gruß, Andreas
Svampskogen, (vor 5025 Tagen) @ AK_CCM
Auch den in der Funga Nordica kann ich wärmstens empfehlen 
Gruss Svampskogen
Mischi, (vor 5025 Tagen) @ Svampskogen
Besten Dank allen, für die Schlüssel-Tips!
Werde mich in Zukunft auch genauer an die Differenzierung heranmachen...
Mischi
Wolfgang P., (vor 5024 Tagen) @ Mischi
Hallo Mischi,
Hast du mir einen Tip, wie man das Velum auf Schnallen
untersucht? Habe ich noch nie gemacht.
Nimmst du einen Schnippel vom Ring oder gehst du an die Schüppchen auf dem
Hut?
A. mellea hat meines Wissens überall im Fruchtkörper keine Schnallen, aber ich nehme das Ringvelum, weil es am einfachsten geht: Man braucht keinen Schnitt zu machen, sondern kann mit der Pinzette zupfen und dann in Wasser oder (besser) Kongo, Deckglas 'draufdrücken und fertig. Die Schnallen sind bei ostoyae und gallica wirklich häufig, bei mellea an keiner Septe zu finden.
Was ist da bei älteren Exemplaren oder beim Ringlosen Hallimasch zu
machen? Man müsste also ganz, ganz junge Exemplare haben, oder?
Einen Hallimasch, der so alt ist, dass gar kein Ring mehr zu sehen ist, würde ich ohnehin nicht zum Bestimmen mitnehmen. Den Ringlosen habe ich erst einmal gesehen, aber da habe ich keinen Bestimmungsschlüssel (geschweige denn ein Mikroskop) gebraucht, um ihn zu erkennen - ist halt ein büscheliger Hallimasch, nur ganz ohne Ring 
Wolfgang