Weitere Erfassung der Infektionsdynamik *PIC*
Nachdem ich vor rund zehn Tagen auf meinem Samstageinkaufsweg über nicht zu übersehende dicke Brocken gestolpert war (Beitrag 231212), wollte ich nun der neuerlichen Platanenepidemie weiter auf den Grund gehen und plante dazu eine groß angelegte Kartierungskampagne. 30 cm Schneematsch und dichtes Schneetreiben am Sonntag ließen freilich alles andere als das Erreichen des unmittelbar angrenzenden MTB-Viertelquadranten schlichtweg illusorisch erscheinen. Zielsicher steuerte ich auf eine Solitärplatane in meinem Lieblingspark zu und packte zwei herabgefallene Äste ein. Der erste zeigte auch gleich den bereits bekannten Befall mit Hapalocystis berkeleyi var. kickxii. Doch beim zweiten, welch eine Überraschung, kam dann die echte Hapalocystis berkeleyi zum Vorschein.
Die Asci sind achtsporig (viersporig bei var. kickxii), die Sporen weisen zwei, seltener drei Distosepta (meist fünf bei var. kickxii) und kurze, breite, abgestumpfte Anhängsel (lange, schmale, spitz zulaufende Anhängsel bei var. kickxii) auf. Stellt sich jetzt wirklich die Frage, warum die beiden Sippen in ein Varietätenverhältnis gestellt wurden. Vielleicht hat ja jemand für mich den betreffenden Artikel von Frau Barr (1978?), der mir diese Frage beantworten könnte...
Mann, Mann, Mann – hoffentlich gibt’s bald wieder richtige Pilze!
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