noch mehr braune Ritterlinge
Hallo Pilz- und Ritterlingsfreunde,
an Ritterlingen von gestern habe ich wieder Bestimmungsversuche gestartet.
Dennoch bleiben Unsicherheiten und Fragen; ich bin für jede Hilfe dankbar.
Viele Grüße
Konrad
Hallo Pilz- und Ritterlingsfreunde,
an Ritterlingen von gestern habe ich wieder Bestimmungsversuche gestartet.
Dennoch bleiben Unsicherheiten und Fragen; ich bin für jede Hilfe dankbar.
Viele Grüße
Konrad
Ich fand zunächst wieder geschuppte Ritterlinge. Diesmal noch gröber geschuppt,
aber immernoch unter Kiefer.
Beschreibung:
Geruch: geruchlos, muffig oder pilzig (wie X. badius)
Geschmack: mild
Bäume: Kiefer (auf Sand)
Hut ordentlich festfleischig
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/gkpmtqvcccdn.jpg)
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/uy6iceocgac.jpg)
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/x5ropne4t6dt.jpg)
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/xeoifzhxjci.jpg)
Hier passt aus meiner Sicht alles gut zu T. stans:
Beschreibung:
Geruch: mehlig
Geschmack: bitter
Bäume: Kiefer
Hut mit Radialfaserung:
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/1zrib3c7mlg.jpg)
schmächtiger Habitus:
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/ozv6kql86xv.jpg)
Nach Druck und Zeit deutlich rötend:
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/ns4q2kmzb8eq.jpg)
Nach der Beschreibung in meinem BLV Pilzführer
würden diese Pilze aalglatt als
T. albobrunneum durchgehen. Nun ist mir leider immernoch nicht klar: ist dies eine gute
Art oder eine Sammelart oder, oder.
Wie stehts mit T. pessundatum?
Beschreibung:
Geruch: kräftig mehlig
Geschmack: mild
Bäume: Kiefer (auf Sand)
nach Druck und Zeit leich rötend, Stiel hohl, nicht groß aber recht kräftig,
Hut feucht klebrig, Stiel weiß von der Basis her leicht braun überfasert
Hut mit Radialfaserung:
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/fbq9ypmt43f2.jpg)
Unterseite kontrastierend weiß:
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/76m4ksmv9nw2.jpg)
Hutrand deutlich gerippt
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/fyl6swx6bkt.jpg)
Hallo Konrad,
der passt schon ganz gut in diesen Sammelkomplex T. albobrunneum, nach
herkömmlicher Lesart, hinein.
Wie sieht es denn, verglichen mit der vorher gezeigten Art aus?
Hältst du es denn für möglich, dass die hier zur gleichen Art gehören?
Solche Fruchtkörper wie hier gezeigt habe ich auch bisweilen gefunden.
Von Andreas (Gminder) kam dann meist der mahnende Hinweis, nach der Espe
zu suchen. Hast du genau hingesehen?
Bevor hier alles wild durcheinander diskutiert:
Hut radialfaserig, rotbraun, bei Kiefer, ohne deutlich abgesetzte Stielspitze,
mild schmeckend, mit Riefen am Hutrand.
Dazu gibt es nur eine Beschreibung - allerdings aus Nordamerika.
Grüßlis Ingo
Hier passt aus meiner Sicht alles gut zu T. stans:
Hallo Konrad,
der passt sowas von...Ich hatte die auch wieder vor zwei Wochen.
Nach Pilzen der Schweiz und RIVA / BON ist das T. stans.
Die meisten Autoren nördlich der Alpen sagen Tricholoma albobrunneum
zu diesem Pilzchen. So auch die Autoren der neuesten Fungi Nordica Teil 4.
Ich persönlich bin noch nicht so ganz glücklich damit.
Diese Namensgebung funktioniert nur, in dem Tricholoma striatum,
im Sinn von Schäffer, die Existenz verweigert wird.
Du kannst es dir also aussuchen. 
Grüßlis Ingo
Hallo Ingo.
Wie sieht es denn, verglichen mit der vorher gezeigten Art aus?
Hältst du es denn für möglich, dass die hier zur gleichen Art gehören?
Der den ich hier stans nannte? Sicher mag das möglich sein, sie unterschieden
sich ja nur durch den gerippten Hutrand und den Habitus.. möglicherweise auch
leicht im Standort (ich meine auch schon mild schmeckende dieses Typus gesehn zu haben)
Wenn ich drüber nachdenke ist das relativ dünn...
Von Andreas (Gminder) kam dann meist der mahnende Hinweis, nach der Espe
zu suchen. Hast du genau hingesehen?
Ja, definitiv keine Espen in der Umgebung (bei allen Funden)
Bevor hier alles wild durcheinander diskutiert: Hut radialfaserig, rotbraun,
bei Kiefer, ohne deutlich abgesetzte Stielspitze,
mild schmeckend, mit Riefen am Hutrand.
Dazu gibt es nur eine Beschreibung - allerdings aus Nordamerika.
Und was ist mit der Art die als T. albobrunneum beschrieben wurde - worin
unterschiedet sich diese von dieser Beschreibung? (In einem meiner Bücher steht
für T. striatum (ich hoffe mal ein Synonym von T. albobrunneum) eine deutl. abgesetzte Stielspitze
- in einem anderen das Gegenteil)?
Könnte sein, aber es bleibt große Restunsicherheit, da man zu wenig vom Stiel sieht.
- kein Text -
Nicht erkennbar! Bitte Pilze ganz ausgraben, so gut es geht vom Dreck befreien und von oben, von der Seite und eventuell von unten fotografieren. Es ist extrem wichtig, wie Huthaut und Stiel aussehen.
Nicht erkennbar! Bitte Pilze ganz ausgraben, so gut es geht vom Dreck
befreien und von oben, von der Seite und eventuell von unten
fotografieren. Es ist extrem wichtig, wie Huthaut und Stiel aussehen.
Das habe ich auch getan und wie Stiel und Hut aussehn habe ich in Bezug auf die
von mir als wichtig erachteten Merkmale beschrieben - fehlt etwas? Habe die
Pilze noch hier.
VG
Konrad
Könnte sein, aber es bleibt große Restunsicherheit, da man zu wenig vom Stiel
sieht.
Dem kann Abhilfe geschaffen werden: Die Stiele waren schmutzig bräunlich mit heller Stielspitze.
- und ebenfalls irgenwie geschuppt bzw geflockt
![[image]](http://www7.pic-upload.de/10.10.13/nltyyvs36i8f.jpg)
Der Stiel passt zu T. imbricatum. M. E. spricht nichts dagegen.
An der Huthaut ist wichtig, ob Schüppchen drauf waren, eventuell konzentrisch angeordnete Wasserflecken drauf waren, ob sie wirklich striat (d. h. mit feiner Radialstreifung) oder nur schein-striat (dunklere Abdrücke von Grashalmen o. ä.) war, ob sie maronenbraun oder mehr rosabraun war und ob sie glatt oder schmierig war.
Am Stiel ist wichtig, ob es einen abrupten Übergang von der braunen Zone zur weißen Stielspitze gab oder ob der Braun-Weiß-Übergang verwaschen daherkam, ob vielleicht ein anliegender Pseudoring zu beobachten war und ob der Stiel eventuell seidig glänzte.
Ganz Mutige testen auch den Geschmack: scheußlich bitter, leicht bitterlich oder mild. Die Kostproben darf man keinesfalls runterschlucken, sondern muss sie restlos ausspucken.
Keine Schüppchen, keine Wasserflecken, Keine farblich abgesetzte Stielspitze
und wie gesagt striat, schleimig und mild
VG
Konrad
Hallo Konrad,
ich habe es dir von Anfang an geglaubt. Mein Tipp ist Tricholoma muricatum.
Schau mal im www nach, ob die Bilder deinen Funden irgendwie ähneln.
Grüßlis Ingo
Hallo Stephan,
ich hoffe, du hast dir die FN4 mittlerweile bestellt.
Nach Sichtung sämtlicher Literatur ist mir mittlerweile klar geworden,
dass unser kleiner Bitterling diesen Namen (stans) nicht tragen darf.
Allerdings dürfte er den anderen (albobrunneum) nach meinem Gusto auch
nicht tragen. Möglicherweise müssen wir uns enien neuen Namen suchen.
Grüßlis Ingo
Danke erstmal bis hierher für deine Mühe Ingo.
Aber so recht sortieren kann ich das alles noch nicht.
Leider habe ich keine Fachliteratur daher.. So viele Fragen...
Aber der Schlüssel zum besseren Verständnis ist erstmal diese:
Worin unterscheiden sich denn Tricholoma muricatum (bzw. meine hier) und albobrunneum?
Sehen denn die Autoren der jetzigen (taxonomischen) Situation diese Problematik?
Ich meine zumindest in meiner Gegend scheint diese Merkmalskombination nicht
grade selten zu sein.
in der Hoffnung nicht zu sehr zu strapazieren VG
Konrad
Aber der Schlüssel zum besseren Verständnis ist erstmal diese: Worin
unterscheiden sich denn Tricholoma muricatum (bzw. meine hier) und
albobrunneum?
Hallo Konrad,
das Hauptproblem ist die unterschiedliche Artauffassung der Autoren.
Das wird eben auch nicht besser, da Jeder so seine Ansichten hat und
auf diesen meist beharrt.
Ich gehe an diesem WE mal gründlich nach den Teiulen schauen. Vielleicht
reicht es ja für einen Beitrag in Kürze. Bis dahin.
Grüßlis Ingo