Hallo Robin,
... das mit den breiten Markstrahlen wusste ich auch nicht, ist ja interessant.
Eiche hat die breitesten Markstrahlen. Wenn man das Holz Radial aufschneidet und den Markstrahl dabei genau längs erwischt ergibt das diese typischen Spiegel. Auch sind die Markstrahlen bei der Eiche mit am längsten.
Wenn ich ein Laubholz nur über das Hirnholz / Stirnholz versuche herauszubekommen dann schaue ich immer zuerst ob es grob oder feinporig ist. Wenn grobporig, dann schaue ich nach der Verteilung. Danach suche ich nach Markstrahlen und beurteile deren Breite / Dicke und Länge, sowie deren Häufigkeit. Zuletzt schaue ich noch ob der Baum einen markanten Splintholzbereich hat und wie breit dieser ist. In der Werkstatt spielt die Farbe des Holzes noch eine Rolle. Im Wald ist das so eine Sache mit der Farbe.
Grobporige Hölzer:
Eiche, Esche, Ulme (Rüster), Robinie, Esskastanie, Nußbaum (sehr große)
Feinporig:
Buche, Hainbuche, Ahorn, Linde, Erle, Elsbeere, Weide, Pappel, Birke, Zwetschke, Apfel, Birnbaum, Kirsche (mit Lupe gerade noch zu erkennen, aber im Feld meistens dennoch nicht)
-
Ringporig:
Eiche, Esche, Esskastanie, Ulme
Halbringporing:
Kirsche, Nußbaum
Zerstreutporig:
Robinie
-
Markstrahlen nicht zu erkennen:
Esskastanie, Esche, Nußbaum, Ulme, Ahorn, Linde, Elsbeere, Pappel, Birke, Zwetschke, Apfel, Birnbaum, Kirsche
Markstrahlen klein / kurz:
Buche, Robinie
Markstrahlen mittel:
Hainbuche (fast so breit wie bei der Eiche, aber kürzer)
Markstrahlen groß:
Eiche
-
Splintholzbereich sehr breit:
Nußbaum
Splintholzbereich +/- 10 Jahrringe:
Eiche, Ulme, Esskastanie
Splintholz sehr schmal 3-5 Jahrringe:
Robinie
Ich hoffe mein alter Fachkundelehrer schaut hier nicht rein. Der würd sicher noch einiges zu bemängeln haben.
Ist aber wirklich schon verdammt lang her. 
Gruß Joschi