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Etwas kommt auf Kalk *PIC*

HARZPILZCHEN, (vor 4480 Tagen)

Liebe Pilzfreunde

ein paar Fotos von meiner gestrigen Runde will ich zeigen. Es hat gut geregnet und nach vielen Jahren habe ich Hoffnung, in meinen Kalkgebieten vor Ort einige seltene Pilze wiederzufinden.

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eine unreife Hypogäe unter Hainbuche

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Russula lepida

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Leccinum crocipodium

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Inocybe maculatum

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Halbkugeliger Borstling (Humaria hemisphaerica)

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leider nur mit kaputten Sporen (Hitzeschäden) aber vermutlich Octospora humosa

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Peziza spec. wird weiter beobachtet

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Tomentella spec. auf nacktem Lehmboden

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leider unreif, vielleicht wird es noch was ...

LG Harzi

Re: Etwas kommt auf Kalk

Andreas ⌂, (vor 4480 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Hartmut,

Leccinum crocipodium

sieht mir aber eher nach dem Hainbuchen-Röhrling aus ....

Tomentella spec. auf nacktem Lehmboden

die haben wir hier auch gerade, und zwar als ständigen Begleiter auf nahezu jeder Exkursion. An vielen Stellen, immer am Wegrand.

beste Grüße,
Andreas

Re: Etwas kommt auf Kalk

HARZPILZCHEN, (vor 4480 Tagen) @ Andreas

Hallo Hartmut,
sieht mir aber eher nach dem Hainbuchen-Röhrling aus ....
die haben wir hier auch gerade, und zwar als ständigen Begleiter auf nahezu
jeder Exkursion. An vielen Stellen, immer am Wegrand.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas

es war schon crocipodium, nur schon etwas dunkler zum fotografieren. Die Art kommt stetig seit vielen Jahren auf dem Silgenberg. LG Harzi

Re: Etwas kommt auf Kalk

Andreas ⌂, (vor 4479 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Andreas
es war schon crocipodium, nur schon etwas dunkler zum fotografieren. Die Art
kommt stetig seit vielen Jahren auf dem Silgenberg. LG Harzi

Hallo Hartmut,

hmmm, zumindest den auf dem zweiten Bild könntest Du dann als "var. nigrosquamosipes" neu beschreiben - schwarze Stielschüppchen sind vom Gelben Raufuß bisher nicht bekannt. Und da im Hintergrund strahlender Sonnenschein erkennbar ist, werden die auch in Natura schwarz gewesen sein, mutmaße ich mal.
Also für mich ist das weiterhin Hainbuchen-Röhrling.

Hast Du zu der Tomentella was rausgekriegt? Wird sind irgendwie im Nirwana gelandet beim Bestimmungsversuch.

beste Grüße,
Andreas

Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes *PIC*

HARZPILZCHEN, (vor 4479 Tagen) @ Andreas

Hallo Hartmut,
hmmm, zumindest den auf dem zweiten Bild könntest Du dann als "var.
nigrosquamosipes" neu beschreiben - schwarze Stielschüppchen sind vom
Gelben Raufuß bisher nicht bekannt....

Hallo Andreas

ha ha toller Spaß mit der Neubeschreibung. Da du mir offensichtlich die Unterscheidung beider Arten nicht zutraust und du die Art noch nicht so oft gesehen hast wie ich, noch ein paar Bilder vom gleichen Standort vieler Jahre inclusive. Aber Spaß beiseite, meine beiden Fotos sind wirklich nicht sehr arttypisch (abendlicher Wald und starke Hitze vorheriger Tage. Wenn du deine Zweifel hast, dann hat das natürlich Gewicht.

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Für eine Neubeschreibung mit "schwarzen Stielschuppen" stehe ich natürlich gerne zur Verfügung ;)

LG Harzi

Re: Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes

Stephan Weißer, (vor 4479 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Da du mir offensichtlich die
Unterscheidung beider Arten nicht zutraust und du die Art noch nicht so
oft gesehen hast wie ich, noch ein paar Bilder vom gleichen Standort
vieler Jahre inclusive.

Natürlich traut man dir die Unterscheidung zu. Aber z. B. auf deinem vierten Bild scheint sich in der Mitte ein Hainbuchenröhrling zwischen die vielen Gelbporigen geschmuggelt zu haben.

Ich weiß auch nicht, ob Bilder vorjährig gefundener Gelbporiger als Beweis herhalten können, dass du diesesmal auch wieder Gelbporige gefunden hast. Schließlich können beide Arten an genau denselben Stellen im Wald auftreten, nämlich da, wo Eichen und Hainbuchen vergesellschaftet stehen. Andreas vermisst (wie ich selber) bei den neu präsentierten Exemplaren abgesehen von den gelbbraunen Stielschuppen vermutlich auch die leuchtend gelben Röhrenmündungen.

Freundliche Grüße und noch mehr tolle Funde auf Kalk
Stephan

Re: Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes

HARZPILZCHEN, (vor 4479 Tagen) @ Stephan Weißer

Natürlich traut man dir die Unterscheidung zu. Aber z. B. auf deinem vierten
Bild scheint sich in der Mitte ein Hainbuchenröhrling zwischen die vielen
Gelbporigen geschmuggelt zu haben.
Ich weiß auch nicht, ob Bilder vorjährig gefundener Gelbporiger als Beweis
herhalten können, dass du diesesmal auch wieder Gelbporige gefunden hast.
Schließlich können beide Arten an genau denselben Stellen im Wald
auftreten, nämlich da, wo Eichen und Hainbuchen vergesellschaftet stehen.
Andreas vermisst (wie ich selber) bei den neu präsentierten Exemplaren
abgesehen von den gelbbraunen Stielschuppen vermutlich auch die leuchtend
gelben Röhrenmündungen.
Freundliche Grüße und noch mehr tolle Funde auf Kalk

Moin Stephan

Alle Fotos sind auf der Südseite vom Silgenberg (Rogenstein) fotografiert. Es ist ein Eichenwald mit eingestreuten Elzbeeren, Linde und Hasel. Hainbuche fehlt dort.

LG Harzi

Re: Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes

Stephan Weißer, (vor 4479 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Moin Stephan
Hainbuche
fehlt dort.

Gut, das ist ein sehr starkes Argument, das man anerkennen muss.

Re: Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes

Wolfgang P., (vor 4479 Tagen) @ Stephan Weißer

Gut, das ist ein sehr starkes Argument, das man anerkennen muss.

Naja, der Hainbuchenröhrling kommt auch an Hasel, was Harzi ja aufgeführt hat.

Ich habe auch meine Zweifel, ob auf Bild 4 alles das gleiche ist (und meine nicht nur den abgeschnittenen Boletus aereus rechts oben).

Aber von einem Foto ist das natürlich schlecht zu beurteilen.

Grüße,

Wolfgang

Re: Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes

HARZPILZCHEN, (vor 4478 Tagen) @ Wolfgang P.

Naja, der Hainbuchenröhrling kommt auch an Hasel, was Harzi ja aufgeführt
hat.
Ich habe auch meine Zweifel, ob auf Bild 4 alles das gleiche ist (und meine
nicht nur den abgeschnittenen Boletus aereus rechts oben).
Aber von einem Foto ist das natürlich schlecht zu beurteilen.
Grüße,

Moin Wolfgang

Auf Bild 4 kann natürlich der Eine davon ein Hainbuchenröhrling sein. Es entsatnd nach einer Pilzexkursion auf dem gesamten Silgenberg und Münchenberg im Jahr 2007.
Dort gibt es an verschiedenen Stellen natürlich Hainbuchen und Hainbuchenröhrlinge. Nur an der Südseite ebne nicht. LG Harzi

Re: Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes

Andreas ⌂, (vor 4478 Tagen) @ Wolfgang P.

Naja, der Hainbuchenröhrling kommt auch an Hasel, was Harzi ja aufgeführt
hat.
Ich habe auch meine Zweifel, ob auf Bild 4 alles das gleiche ist (und meine
nicht nur den abgeschnittenen Boletus aereus rechts oben).
Aber von einem Foto ist das natürlich schlecht zu beurteilen.
Grüße,
Wolfgang

Hallo,

nicht nur an Hasel (selber schon einmal geunfden), sondern laut Literatur auch an Eiche und selbst Buche soll der Hainbuchen-Röhrling vorkommen dürfen.
Dafür darf dann der Gelbporige auch mal an Hainbuche oder Buche wachsen, nicht nur an Eiche ....

beste Grüße,
Andreas

Re: Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes

Jürgen, (vor 4478 Tagen) @ Andreas

Hallo,
nicht nur an Hasel (selber schon einmal geunfden), sondern laut Literatur
auch an Eiche und selbst Buche soll der Hainbuchen-Röhrling vorkommen
dürfen.
Dafür darf dann der Gelbporige auch mal an Hainbuche oder Buche wachsen,
nicht nur an Eiche ....
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,

Hasel ist ok, aber bei Literaturangaben "Eiche" würde ich zuerst an fehlbestimmtes crocipodium denken. Ich hatte selbst einen alten "Hainbuchenröhrling" aus einem Eichen-/Buchenwald in meiner Kartei, bis sich dann Jahre später auf demselben Fleck irgendwann der gelbporige Jungpilz zeigte.

Gruß, Jürgen

Re: Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes

HARZPILZCHEN, (vor 4479 Tagen) @ Stephan Weißer

Ich weiß auch nicht, ob Bilder vorjährig gefundener Gelbporiger als Beweis
herhalten können, dass du diesesmal auch wieder Gelbporige gefunden hast.

Moin Stephan

Sollte es auch nicht. Ich wollte nur zeigen, das Leccinum crocipodium auch schwärzliche Stielschuppen haben darf, so im Alter, bei Trockenheit und oder starker Hitze. Also es ich kein Kriterium. Außerdem hat der Hainbuchenröhrling m.E. nie Gelbtöne in der Hutfarbe, das zumindest sehe ich auch auf meinen zugegebenerweise schlechten Bilder, die ich gestern eingestellt hatte.

LG Harzi

Re: Leccinum crocipodium var. nigrosquamosipes

Andreas ⌂, (vor 4478 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Andreas
ha ha toller Spaß mit der Neubeschreibung. Da du mir offensichtlich die
Unterscheidung beider Arten nicht zutraust und du die Art noch nicht so
oft gesehen hast wie ich, noch ein paar Bilder vom gleichen Standort
vieler Jahre inclusive. Aber Spaß beiseite, meine beiden Fotos sind
wirklich nicht sehr arttypisch (abendlicher Wald und starke Hitze
vorheriger Tage. Wenn du deine Zweifel hast, dann hat das natürlich
Gewicht.

Hallo Hartmut,

also das mit dem "nicht zutrauen" ist natürlich eine Unterstellung, denn das traue ich dir prinzipiell auf jeden Fall zu. Nichts desto trotz waren mir die Bilder (insbesondere das zweite) so untypisch, dass ich meinte, Räuspern zu müssen. Wenn das wirklich alles Leccinum crocipodium auf deinen Bildern ist (NEIN, ich fang nicht wieder an zu zweifeln ;-) ), dann muss ich mein Bild von der Art doch deutlich erweitern. Du hast recht, ich finde Leccinum crocipodium nicht all zu häufig, obwohl er hier natürlich auch vorkommt. Hainbuchen-Röhrlinge sind hier dagegen zum Schweinfüttern häufig, gerade jetzt im Moment. Vielleicht sollte ich öfters mal welche durchschneiden, ob sie nicht vielleicht röten bevor sie schwarz werden. Das wäre ja denn doch ein untrügliches Merkmal. Denn an der einen oder anderen deiner Kollektionen wäre ich sicherlich ohne mit der Wimper zu zucken vorbeigelaufen und hätte sie als Leccinum pseudoscabrum abgehakt ...

besten Dank und viele Grüße,
Andreas

Re: Etwas kommt auf Kalk

Beorn, (vor 4480 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo, Hartmut!

Prachtvoll!
Wie gehabt, aber eben immer wieder was Neues und in anderen perspektiven. Da mag man sich nicht sattsehen.
Und meine Hainbuchenröhrlinge muss ich mir mal etwas genauer angucken, wenn crocipodium auch so dunkel sein kann. Da hätte ich schon mal ein paar Kandidaten gefunden.

Das mit der Tomentella ist ja interessant. Zumal mit der Ergänzung von Andreas dazu. Da müsste ich auch mal was gucken an ein paar Stellen. Das hatte ich einfach für was Unreifes gehalten. oder eben eine Anamorphe...

Hoffenltich sehe ich da noch was in der nächsten Woche.
Jetzt ruft erstmal Würzburg. ;-)

LG, pablo.

Re: Etwas kommt auf Kalk

HARZPILZCHEN, (vor 4479 Tagen) @ Beorn

Hallo, Hartmut!
Prachtvoll!
Wie gehabt, aber eben immer wieder was Neues und in anderen perspektiven. Da
mag man sich nicht sattsehen.
Und meine Hainbuchenröhrlinge muss ich mir mal etwas genauer angucken, wenn
crocipodium auch so dunkel sein kann. Da hätte ich schon mal ein paar
Kandidaten gefunden.
Das mit der Tomentella ist ja interessant. Zumal mit der Ergänzung von
Andreas dazu. Da müsste ich auch mal was gucken an ein paar Stellen. Das
hatte ich einfach für was Unreifes gehalten. oder eben eine Anamorphe...
Hoffenltich sehe ich da noch was in der nächsten Woche.
Jetzt ruft erstmal Würzburg. ;-)
LG, pablo.

Moin Pablo

Voel Spaß in Würzburg. Wäre ich jetzt auch gerne mal wieder. LG Harzi

Re: Etwas kommt auf Kalk

Joschi Siembida ⌂, (vor 4479 Tagen) @ HARZPILZCHEN

Hallo Harzi,

Leccinum crocipodium

bei dem ersten Foto würde ich, wenn ich den Standort nicht kennen würde schon sehr skeptisch sein, da der Hut und vor allem die Poren so blass rüberkommen. Das kann aber eben auch an der Aufnahme liegen. Beim zweiten Foto hätte ich mit dem Gelporigen kaum Probleme. Bei mir wollte sich heute noch keine blicken lassen.

Ist der letzte Becher wirklich lila?

Gruß Joschi