Re: Ganoderma resinaceum?
Hallo Jesko und Klaus,
Nur nochmal kurz. Es ist ja eigentlich (fast) alles gesagt. Meiner Meinung
nach handelt es sich eindeutig um G. resinaceum, einen der klaren Gewinner
des Klimaumschwungs. Vor 30 Jahren noch eine absolute Seltenheit;
mittlerweile kenne ich hier (im westl. Münsterland) allein in unserem
Quadranten 4 verschiedene Wuchsstellen. Alle an Stieleichen. Allerdings
hatte ich auch schonmal einen Fund an Rotbuche.
Die Art ist übrigens keineswegs mehrjährig -wie z.B. G. pfeifferi-, sondern
stirbt jeweils gegen Ende des JAhres ab, was auf Gábors perfekten
Aufnahmen gut zu sehen ist. Wenn man dann ein solches Exemplar
abschneidet, wird man feststellen, dass die Frkp. verblüffend leicht sind.
Außerdem besitzen sie (in getrocknetem Zustand) einen sehr eigentümlichen
Geruch, anhand dessen man diese Art sogar 'blind' erkennen kann.
G. pfeifferi kann man sich sehr schön mithilfe des Porträts des unvergessenen
Werner Pohl (Aphyllopower) vergegenwärtigen:
http://aphyllopower.blogspot.de/2009_07_01_archive.html
Faszinierende Arten. Und das, obwohl sie nicht mal Asci besitzen
dann kann ich den Schlüssel von Bernicchia jetzt endgültig über den Haufen werfen. Zudem findet sich dort die Angabe, dass die Krusten von G. lucidum, G. valesiacum und G. carnosum in einer Flamme nicht schmelzen sollen. Oder verstehe ich da was falsch? Hatte noch nicht die Gelegenheit, die Reaktion mit G. resinaceum oder G. pfeifferi zu vergleichen.
Noch eine Frage am Rande: Wie unterscheidet ihr G. resinaceum und G. lucidum? Durch das Vorhandensein eines Stiels/Kontakt zum Boden?
Viele Grüße
Steffen
