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zucht von lepista nuda

martin h, (vor 8989 Tagen)

dieses jahr möchte ich rötelritterlinge züchten, weil es mich interessiert und die mir allzugut schmecken.
aus einem sporenabdruck vom letzten herbst stelle ich mir nun reinkulturen her.
bei der weiteren zucht bin ich noch unentschlossen, da es kaum literaturangaben gibt.
die einzige beschreibung, die ich gefunden habe, ist in "pilzanbau" von j. engelbrecht, die scheint es aber selber nicht genau zu wissen, soll alles so sein wie bei champignons, kann aber auch anders sein.....so ungefähr! *g*

wer hat bereits erfahrungen gemacht, im speziellen, welche substrate wurden verwendet, usw.

danke vorab!

grüße
martin

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Re: Anbau von Lepista nuda

Gottfried, (vor 8989 Tagen) @ martin h

Hallo martin,
ich selbst hab' mit kompostbewohnenden Pilzen nichts am Hut. Ich glaube aber, irgendwo gelesen zu haben, dass die Ansprüche an Substrat und Raumklima dem des Agaricus entsprechen. Möglicherweise habe ich das bei LELLEY: 'Pilzanbau/ Handbuch des Erwerbsgärtners' gelesen. Definitiv ist auch in LELLEY: 'Pilze aus dem eigenen Garten' eine Passage zu diesem Thema zu finden.
Wenn Du an die Quellen nicht heran kommst, kann ich Dir helfen. Laß' es mich dann wissen!
Gruß G.

dieses jahr möchte ich rötelritterlinge züchten, weil es mich interessiert
und die mir allzugut schmecken.
aus einem sporenabdruck vom letzten herbst stelle ich mir nun reinkulturen
her.
bei der weiteren zucht bin ich noch unentschlossen, da es kaum
literaturangaben gibt.
die einzige beschreibung, die ich gefunden habe, ist in "pilzanbau"
von j. engelbrecht, die scheint es aber selber nicht genau zu wissen, soll
alles so sein wie bei champignons, kann aber auch anders sein.....so
ungefähr! *g*
wer hat bereits erfahrungen gemacht, im speziellen, welche substrate wurden
verwendet, usw.
danke vorab!
grüße
martin

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Re: zucht von lepista nuda

holger2, (vor 8988 Tagen) @ martin h

Hi Martin
Hier eine kurz Beschreibung:
L. N. bringt auf einem abgemagerten Champignonsubstrat d. h. 10% Stroh in normales Ch.substrat einen Ertrag von 5,5 kg je m² bei einer Kompostfüllung von 80 kg (nicht sehr ergiebig)Der Kompost wird mit 150 g pro 100 kg Substrat beimpft.
Das Myzel besiedelt das Substrat in 10 bis 20 Tagen bei 20-25° C.
4 cm Konventionelle Deckerde drauf
etwa 2 Wochen später sollten die ersten Fruchtkörper erscheinen.
weitere 10 Tage bis zur Reife.
über 10 bis 14 Wochen entwickeln sich erntewellen in einem Abstand von 10 bis 14 Tagen.
zu beachten:
das mycel ist besonders empfindlich gegen Gießwasser, daher muß man das austrocknen der Deckerde in kauf nehmen und kurz vor der Fruktifikation eine 2. Schicht die schon angefeuchtet ist mit 2-2,5 cm auftragen.
Myzel in Deckerde nicht durch aufrauhen oder andrücken stören.
Um eine Primordienbildung einzuleiten muß die Temp. auf 7° C abgesenkt werden.
Ein Pilz den man eigentlich nur im Winter züchtet oder man hat einen großen Kühlraum.
Jetzt ist es denke ich zu spät für einen Zuchtversuch
am besten bis nächsten Winter warten.
Grüße Holger

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danke für euere antworten,...

martin h, (vor 8988 Tagen) @ holger2

haben mir schon viel weitergeholfen. ich seh, um den pferdemistkompost komme ich nicht rum, so 1 bis 2 tonnen ist aber schon eine große sache. vielleicht kann ich es ja aber auch bei einem champignonszuchtbetrieb in der nähe einkaufen.
holger, wieso meinst du, das die zucht vom ritterling nur mit kühlraum etc. ging. ich habe mir gedacht, im herbst fallen die temperaturen eh, und die pilze wachsen in meinem garten so wie im wald.
hast du eigentlich schonmal l.n. selber gezüchtet, weil du so fachkundig berichten kannst?

grüße
martin

Hi Martin
Hier eine kurz Beschreibung: L. N. bringt auf einem abgemagerten
Champignonsubstrat d. h. 10% Stroh in normales Ch.substrat einen Ertrag
von 5,5 kg je m² bei einer Kompostfüllung von 80 kg (nicht sehr
ergiebig)Der Kompost wird mit 150 g pro 100 kg Substrat beimpft.
Das Myzel besiedelt das Substrat in 10 bis 20 Tagen bei 20-25° C.
4 cm Konventionelle Deckerde drauf
etwa 2 Wochen später sollten die ersten Fruchtkörper erscheinen.
weitere 10 Tage bis zur Reife.
über 10 bis 14 Wochen entwickeln sich erntewellen in einem Abstand von 10 bis
14 Tagen.
zu beachten: das mycel ist besonders empfindlich gegen Gießwasser, daher muß
man das austrocknen der Deckerde in kauf nehmen und kurz vor der
Fruktifikation eine 2. Schicht die schon angefeuchtet ist mit 2-2,5 cm
auftragen.
Myzel in Deckerde nicht durch aufrauhen oder andrücken stören.
Um eine Primordienbildung einzuleiten muß die Temp. auf 7° C abgesenkt
werden.
Ein Pilz den man eigentlich nur im Winter züchtet oder man hat einen großen
Kühlraum.
Jetzt ist es denke ich zu spät für einen Zuchtversuch
am besten bis nächsten Winter warten.
Grüße Holger

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Pferdemist zum xxx.

Birgit, (vor 8988 Tagen) @ martin h

Hallo martin,

dieses jahr möchte ich rötelritterlinge züchten, weil es mich interessiert
und die mir allzugut schmecken.

Pferdemist kann ich bieten (wie viele hier im Forum wissen ;-)), im AUgenblick aber keine 2 Tonnen, da ich auf dem teilverrottetem Mist im Hochbeet Kartoffeln, Lauch, Knoblauch und Schalotten anpflanzen will. ALso wenn du aus der AUgsburger Gegend kommst und das Zeug selber abholst, kriegst du ihn auch umsonst. Ansonsten frag nicht Champignonzüchter, sondern schau mal in deiner näheren Umgebung auf dem Land ob jemand privat Pferde hält, die Leute wissen nämlich meistens nicht wohin mit dem Pferdemist. Du müßtest ihn halt evtl. selbst verrotten lassen (keine ANgst Pferdemist stinkt praktisch nicht, kein Vergleich mit Kuhmist und ist auch ziemlich trocken.)

Auf jenem besagten Hochbeet, welches aus dem max. 1 jährigen angerottetem Misthaufen besteht, haben sich bei mir vor 2,5 Jahren nach der Kartoffelernte (vollständiges Umgraben) von ganz alleine Lilastielröttelritterlinge (Lepista personata (in älteren Büchern L. saeva)) ausgebreitet. Meiner Meinung nach vom Geschnack her erheblich besser als L. nuda, wohl aber ziemlich unberechenbar, sie fruktifizieren nicht jedes Jahr. In einem alten aufgelassenen Gartenbeet mit ebenfalls verrottetem Pferdemist hatte ich sie auch schon. Letzets Jahr war aber leider gar nix los.

Viel Erfolg

Birgit

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Pferdemist zu genüge

martin h, (vor 8988 Tagen) @ Birgit

Hallo martin,

hallo birgit,
vielen dank für dein angebot, ich komme aus der nördlinger gegend, wäre also machbar.
es ist aber so, daß mein nachbar, keine 5 meter von meinem garten, seinen pferdemist auf den haufen schmeißt, also sehr nahe. mir graut nur von der vorstellung, eine tonne rüberschippen zu müssen, und dann ein rießiges bett anzulegen.
der thomas ziegler hat aber eine methode beschrieben, wie man erheblich weniger ansetzen kann, und zwar in einem kompostbehälter. man muß nur auf die temperatur achten. vielleicht versuch ich es mal so.
trotzdem vielen lieben dank für dein angebot!
martin

Pferdemist kann ich bieten (wie viele hier im Forum wissen ;-)), im
AUgenblick aber keine 2 Tonnen, da ich auf dem teilverrottetem Mist im
Hochbeet Kartoffeln, Lauch, Knoblauch und Schalotten anpflanzen will. ALso
wenn du aus der AUgsburger Gegend kommst und das Zeug selber abholst,
kriegst du ihn auch umsonst. Ansonsten frag nicht Champignonzüchter,
sondern schau mal in deiner näheren Umgebung auf dem Land ob jemand privat
Pferde hält, die Leute wissen nämlich meistens nicht wohin mit dem
Pferdemist. Du müßtest ihn halt evtl. selbst verrotten lassen (keine ANgst
Pferdemist stinkt praktisch nicht, kein Vergleich mit Kuhmist und ist auch
ziemlich trocken.)
Auf jenem besagten Hochbeet, welches aus dem max. 1 jährigen angerottetem
Misthaufen besteht, haben sich bei mir vor 2,5 Jahren nach der
Kartoffelernte (vollständiges Umgraben) von ganz alleine
Lilastielröttelritterlinge (Lepista personata (in älteren Büchern L.
saeva)) ausgebreitet. Meiner Meinung nach vom Geschnack her erheblich
besser als L. nuda, wohl aber ziemlich unberechenbar, sie fruktifizieren
nicht jedes Jahr. In einem alten aufgelassenen Gartenbeet mit ebenfalls
verrottetem Pferdemist hatte ich sie auch schon. Letzets Jahr war aber
leider gar nix los.
Viel Erfolg
Birgit

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Re: Pferdemist stinkt nicht sondern duftet !!

hansuwe, (vor 8987 Tagen) @ Birgit

....sagte meine Tochter Melanie, nachdem ich Pferde in die Kategorie der Stinktiere eingenordet hatte.
Abernichtsdestowenigertrotzsollenjachampignonsaufdemduftendensubstratwachsensollenkönnen.Machtmalweitersoundzüchtetpilzeliebrselbstanstattsiefür1€50beimALDIzukaufenunddenmistholtIhrbitteschönallebeiBirgitab,bevorsievermistetwirdin demduftstoffhaufenihrerponies.
Mistigegrüsse
Hansuwe.

Als Antwort auf Birgits Posting, das da enthielt:

müßtest ihn halt evtl. selbst verrotten lassen (keine Angst
Pferdemist, stinkt praktisch nicht, kein Vergleich mit Kuhmist und ist auch
ziemlich trocken.)
Birgit

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Re: danke für euere antworten,...

holger2, (vor 8986 Tagen) @ martin h

Ja ich hab ihn mal probiert zum züchten, allerdings war die Ausbeute sehr gering.
Das mit dem Kühlraum meinte ich nur, da bis der Kompost in 3-4 Wochen durchwachsen ist wenn du ihn heute bespicken würdest, dann wäre schon Mai und da ist es dann zu warm für ihn. Aber wenn du bis Herbst warten kannst dann ist das natürlich egall und du kannst dir den Kühlraum sparen.
Ich habe mich eigentlich auf den Aupi und Shiitake spezialisiert, eryngii nameko igelstachelbart und piopino laufen nebenher.
Grüße Holger

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piopino????

Birgit, (vor 8985 Tagen) @ holger2

Hi Holger,

Ich habe mich eigentlich auf den Aupi und Shiitake spezialisiert, eryngii
nameko igelstachelbart und piopino laufen nebenher.

Was ist piopino denn eigentlich?? Hab gestern auf dem Viktualienmarkt auch welche gesehen und konnte mir gar keinen Reim drauf machen.

Birgit

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Re: piopino????

holger2, (vor 8983 Tagen) @ Birgit

Hi Birgit
Südlicher Schüppling, Piopino (Agrocybe aegerita)oder auch Pappelschüppling Dieser aus Italien stammende Pilz ist ein überaus schmackhafter Speisepilz. Er hat 5-7 cm breite, gelblichbraune Hüte und kann auf Pappel- und Weidenholz kultiviert werden. Der Südliche Schüppling durchwächst das Holz sehr rasch, benötigt zum fruchten jedoch Temperaturen von über +18°C.
Ich züchte ihn auf normalen Austernpilzsubstrat d. h. Stroh die Brut besteht allerdings aus Holzspänen. Erträge sind zwar nicht so hoch wie die des Austernpilzes, dafür bekommt man mehr. Allerdings nur eine Sorte für den Sommer.
Grüße Holger

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Re: piopino????

Birgit, (vor 8983 Tagen) @ holger2

Hallo Holger

Südlicher Schüppling, Piopino (Agrocybe aegerita)oder auch Pappelschüppling

vielen Dank, als südlicher Schüppling ist er mir dem Namen nach bekannt, im Gerhardt wird er als südlicher Ackerling bezeichnet, die dort abgebildeten kleinen Exemplaren sehen auch den auf dem Viktualienmarkt gesehenen ziemlich ähnlich. Als Pappelschüppling bezeichnet man meines Wissens nach Pholiota populnea (auch P. destruens) genannt, was auch bezüglich des Genußwertes einen großen Unterschied macht, weil der Pappelschüppling sehr bitter schmeckt.

Dieser aus Italien stammende Pilz ist ein überaus schmackhafter
Speisepilz. Er hat 5-7 cm breite, gelblichbraune Hüte und kann auf Pappel-
und Weidenholz kultiviert werden. Der Südliche Schüppling durchwächst das
Holz sehr rasch, benötigt zum fruchten jedoch Temperaturen von über +18°C.
Ich züchte ihn auf normalen Austernpilzsubstrat d. h. Stroh die Brut besteht
allerdings aus Holzspänen. Erträge sind zwar nicht so hoch wie die des
Austernpilzes, dafür bekommt man mehr. Allerdings nur eine Sorte für den
Sommer.

KLingt interessant, vielleicht koste ich ihn ja mal :-).

Liebe Grüße

Birgit

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Re: zucht von lepista nuda

Doc P, (vor 8981 Tagen) @ martin h

dieses jahr möchte ich rötelritterlinge züchten, weil es mich interessiert
und die mir allzugut schmecken.
aus einem sporenabdruck vom letzten herbst stelle ich mir nun reinkulturen
her.
bei der weiteren zucht bin ich noch unentschlossen, da es kaum
literaturangaben gibt.
die einzige beschreibung, die ich gefunden habe, ist in "pilzanbau"
von j. engelbrecht, die scheint es aber selber nicht genau zu wissen, soll
alles so sein wie bei champignons, kann aber auch anders sein.....so
ungefähr! *g*
wer hat bereits erfahrungen gemacht, im speziellen, welche substrate wurden
verwendet, usw.
danke vorab!
grüße
martin

Lies mal den Mushrom Cultivator von Paul Stamets da gibt's n' ganzes Kapitel zu dem Thema Lepista nuda, ist aber nur in wnglsich erhätlich!!!

greetz