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Über die Vermehrung von Ohrlöffel-Stachelingen... *PIC*

UmUlmHerum, (vor 4422 Tagen)

Hallo miteinander!

Hier mal wieder ein Pilz, den sogar ich zweifelsfrei und ohne Mikro rausbekomme ;-)
Nachdem ich dieses putzige Pilzchen vor einer Woche zum ersten Mal gefunden habe, wollte ich es mir heute näher ansehen. Dabei machte ich einige interessante Beobachtungen, sprich: "Dinge" am Ohrlöffel-Stacheling Auriscalpium vulgare, über die ich bisher noch nichts gelesen habe:

Beim Ausgraben des ersten Fruchtkörpers hing an Selbigem ein dicken "Band" oder "Wurzel"oder wie man dieses "Ding" bezeichnen soll. Es war ca. 0,5 cm dick (oval) und 5 cm lang, und endete erwartungsgemäß in einem vergrabenen Kiefernzapfen. Wie nennt man diese dicke Verbindung?

Ein Teil dieses "Dingens" sieht man am (bzw. unter dem) linken Fruchtkörper:
[image]

Als Nächstes stellte ich fest, dass Folgendes nicht wahr ist: "Er wächst ausschließlich auf vorjährigen Kiefernzapfen, die ganz oder teilweise im Boden vergraben sind." = Zitat aus http://tintling.com/pilzbuch/arten/a/Auriscalpium_vulgare.html
Im BLV-GERHARDT stimmt es dagegen: "auf liegenden oder vergrabenen Kiefernzapfen"

Dann schaute ich, wo der mittlere Frk. herkam – ein liegender Kiefernzapfen. Beim Hochheben kam aber ein danebenliegender Zapfen auch mit – wie geht das? Die beiden Zapfen waren durch einen schwarzen "Schlauch" miteinander verbunden! Erst dachte ich, es sei vielleicht ein weiterer Frk., der sich nur seinen Hut in die Schuppen des Kiefernzapfens eingeklemmt hätte – war aber nicht so! Ich habe die entspr. Schuppe weggebogen, fand eine Verbreiterung mit Würzelchen, die in der Tiefe des Zapfens verschwanden:
[image]

Kann mir jemand erklären, was hier abgeht??

Viele Grüße – Rika

Re: Über die Vermehrung von Ohrlöffel-Stachelingen

Thomas Pruss, (vor 4422 Tagen) @ UmUlmHerum

Moin Rika,
Da ich den Ohrlöffel-St. noch nie gefunden haben, spekuliere ich mal ein wenig: Es könnte ein Sklerotium sein, ein Überdauerungsorgan. Aber im Netz habe ich dazu nichts entdecken könne. Oder es ist einfach der verlängerte Stiel, der in dem einen Fal durch 2 Zapfen gewachsen ist.

Grüßlis
Thomas

Re: Über die Vermehrung von Ohrlöffel-Stachelingen

Krötenhocker, (vor 4421 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

ich hatte mal einen ähnlichen Fall, der vielleicht zur Lösung beitragen könnte: Beitrag 214397

LG, Jens

Re: Über die Vermehrung von Ohrlöffel-Stachelingen

UmUlmHerum, (vor 4420 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Thomas & Jens!

Habt vielen Dank für Eure Antworten!

Den "Fall" von Jens´ Ohrlöffel auf Ohrlöffelstiel hatte ich vom Foto her noch in Erinnerung. Ich denke aber, das ist ein anderes Phänomen. Dass da ein Frk. durch den zweiten Zapfen gewachsen ist, halte ich für unwahrscheinlich. Der mittlere Frk. vom ersten Gruppenbild war genau so gestanden = Original-Standort. Als ich den hochhob, kam der frische Zapfen rechts davon mit... Wären die beiden Kiefernzapfen übereinander gewesen, so hätte mir diese Theorie schon gefallen.

Sklerotium war auch mein erster Gedanke. Genau wie Thomas habe ich darüber im Netz nix gefunden!?
Diese stark verdickte "Wurzel" ist schon seltsam, der schwarze "Schlauch" auch... vielleicht nehme ich den Zapfen doch mal auseinander und verfolge die ganze Geschichte weiter, wozu ich aber erst noch mal hin muss .

Viele Grüße – Rika

Re: Über die Vermehrung von Ohrlöffel-Stachelingen *PIC*

leofelsle, (vor 4418 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo miteinander!
Hier mal wieder ein Pilz, den sogar ich zweifelsfrei und ohne Mikro
rausbekomme ;-)
Nachdem ich dieses putzige Pilzchen vor einer Woche zum ersten Mal gefunden
habe, wollte ich es mir heute näher ansehen. Dabei machte ich einige
interessante Beobachtungen, sprich: "Dinge" am
Ohrlöffel-Stacheling Auriscalpium vulgare , über die ich bisher noch
nichts gelesen habe: Beim Ausgraben des ersten Fruchtkörpers hing an
Selbigem ein dicken "Band" oder "Wurzel"oder wie man
dieses "Ding" bezeichnen soll. Es war ca. 0,5 cm dick (oval) und
5 cm lang, und endete erwartungsgemäß in einem vergrabenen Kiefernzapfen.
Wie nennt man diese dicke Verbindung?
Ein Teil dieses "Dingens" sieht man am (bzw. unter dem) linken
Fruchtkörper:

Dann schaute ich, wo der mittlere Frk. herkam – ein liegender Kiefernzapfen.
Beim Hochheben kam aber ein danebenliegender Zapfen auch mit – wie geht
das? Die beiden Zapfen waren durch einen schwarzen "Schlauch"
miteinander verbunden! Erst dachte ich, es sei vielleicht ein weiterer
Frk., der sich nur seinen Hut in die Schuppen des Kiefernzapfens
eingeklemmt hätte – war aber nicht so! Ich habe die entspr. Schuppe
weggebogen, fand eine Verbreiterung mit Würzelchen, die in der Tiefe des
Zapfens verschwanden:
Kann mir jemand erklären, was hier abgeht??
Viele Grüße – Rika

hallo Rika,
habe heute zufällig auch ein Auriscalpium gefunden und eingedenk Deiner Frage mal etwas genauer angeschaut. Ich habe festgestellt, dass die FK immer kleinere "Nebentriebe" haben, die teilweise verkümmert sind und dann schwarz werden. Ich glaube, dass es sich bei Deinem Fund um einen solchen verkümmerten Austrieb handelt, der in den benachbarten Zapfen eingewachsen ist und dort keinen richtigen Hut mehr ausbilden konnte..
Gruß
Michael

[image]

Re: Über die Vermehrung von Ohrlöffel-Stachelingen

UmUlmHerum, (vor 4418 Tagen) @ leofelsle

Hallo Micheal,

dank´ Dir, dass Du nachgeschaut hast, was und wie das sein kann!
Auch ich war heute noch mal am Fundort, habe nach einigem Suchen die beiden fotografierten Kiefernzapfen wiedergefunden und den "Angeschlauchten gnadenlos zerlegt: Du hast Recht! Vermutlich war der Stiel bei warmem, trockenen Wetter (Zapfen "offen") zwischen die Schuppen geraten. Als ich die Beiden fand, war es feucht und kühl – der Zapfen zu, der Stiel auf Anschlag eingeklemmt. Er hat dann wohl noch versucht, einen Hut auszubilden, was aber nicht so richtig geglückt ist...

Viele Grüße – Rika

hallo Rika,
habe heute zufällig auch ein Auriscalpium gefunden und eingedenk Deiner Frage
mal etwas genauer angeschaut. Ich habe festgestellt, dass die FK immer
kleinere "Nebentriebe" haben, die teilweise verkümmert sind und
dann schwarz werden. Ich glaube, dass es sich bei Deinem Fund um einen
solchen verkümmerten Austrieb handelt, der in den benachbarten Zapfen
eingewachsen ist und dort keinen richtigen Hut mehr ausbilden konnte..
Gruß
Michael