Ciboria bolaris *PIC*
Ciboria bolaris ist zur Zeit unter Hainbuchen auf Ästchen über Kalkböden zu finden. Wegen der schönen orangebraunen Farbe leicht anzusprechen.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic248512.jpg)
Ciboria bolaris ist zur Zeit unter Hainbuchen auf Ästchen über Kalkböden zu finden. Wegen der schönen orangebraunen Farbe leicht anzusprechen.
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic248512.jpg)
Ciboria bolaris ist zur Zeit unter Hainbuchen auf Ästchen über Kalkböden zu
finden. Wegen der schönen orangebraunen Farbe leicht anzusprechen.
Hallo Axel,
gut dass Du drauf aufmerksam machst! Die haben wir in der jenaer Pilzflora bisher nicht nachgewiesen, müssen wir mal in nächster Zeit drauf achten.
Witzigerweise haben wir auch gar keinen Fund von Ciboria caucus verzeichnet, nur einen von C. coryli - typischer Fall von unterkartiert .....
beste Grüße,
Andreas
Ciboria bolaris ist zur Zeit unter Hainbuchen auf Ästchen über Kalkböden zu
finden. Wegen der schönen orangebraunen Farbe leicht anzusprechen.
Jippieh!
Der wächst ja tatsächlich auf Ästchen!
Hab den heute gefunden, allerdings nur einen kleinen sehr jungen und der wuchs auf einem kleinen Ästchen unter der Hainbuche!
Gestern war ich schon mit Kind und Freundin unterwegs und hab überall vergeblich gesucht, aber heute hab ich ihn tatsächlich gefunden. Ich hab den Kindern gesagt, sie sollen nach einem Pilz gucken, der aussieht wie ein Cent-Stück mit Stiel und dann war´s doch nur so groß wie ein Stecknadelkopf. Aber die Farbe genau wie bei deinen Fotos! Hatte ich bisher noch nie gesehen.
Vielleicht kommen die ja bei uns jetzt erst, weil´s bei uns ja etwas kälter war.
*freu*
Moin Axel,
Hainbuchen hätte ich ja so viele, aber Kalkboden findet man auf unseren Geestrücken nicht. Wäre meine Suche demnach vergebens?
Grüßlis
Thomas
Moin Thomas,
die Chancen sind nicht hoch, aber man kann sie ja nutzen.
Du solltest über die Geest in das SH-Hügelland Richtung Ostsee fahren, da ist aufgrund der Endmoränen der Boden kalkhaltiger. Die Pilzflora Sachsen-Anhalt nennt sogar Funde über Buntsandstein. Meine Funde liegen eindeutig über Kalk und auch in Niedersachsen gibt es die wenigen Funde nur in den Kalkgebieten des Süd-Nds. Hügellandes. Aber wer hat bisher auch schon im Februar/März in Wäldern mit Hainbuchen nach einem kleinen Becherling auf Hainbuchenästchen geschaut bzw. von dessen Existenz gewusst?
Grüße,
Axel
Moin Axel,
Hainbuchen hätte ich ja so viele, aber Kalkboden findet man auf unseren
Geestrücken nicht. Wäre meine Suche demnach vergebens?
Grüßlis
Thomas
Hallo Tanja,
Glückwunsch - der erste ist immer der schwierigste!
Hat man sich einmal eingesehen und ein Gefühl für den Biotop bekommen gelingen auch bald die nächsten Funde!
Ich geh jetzt mal los Ciboria suchen.
Grüße,
Axel
Jippieh!
Der wächst ja tatsächlich auf Ästchen!
Hab den heute gefunden, allerdings nur einen kleinen sehr jungen und der
wuchs auf einem kleinen Ästchen unter der Hainbuche!
Gestern war ich schon mit Kind und Freundin unterwegs und hab überall
vergeblich gesucht, aber heute hab ich ihn tatsächlich gefunden. Ich hab
den Kindern gesagt, sie sollen nach einem Pilz gucken, der aussieht wie
ein Cent-Stück mit Stiel und dann war´s doch nur so groß wie ein
Stecknadelkopf. Aber die Farbe genau wie bei deinen Fotos! Hatte ich
bisher noch nie gesehen.
Vielleicht kommen die ja bei uns jetzt erst, weil´s bei uns ja etwas kälter
war.
*freu*
Hallo Tanja,
Glückwunsch - der erste ist immer der schwierigste!
Hat man sich einmal eingesehen und ein Gefühl für den Biotop bekommen
gelingen auch bald die nächsten Funde!
Ich geh jetzt mal los Ciboria suchen.
Grüße,
Axel
Hallo Axel,
Hier ist mal wieder alles tief gefroren. Ich glaube zwar, dass Frost die Kerlchen nicht wirklich stört, aber zum wachsen brauchen die wahrscheinlich doch Plus-Temperaturen. Vermutlich war mein kleiner ein einzelnes anfangendes Stecknadelköpfchen an besonders sonniger Stelle. Zum Fotografieren (und das wollte ich ja eigentlich) ist´s hier wahrscheinlich noch etwas früh.
Aber eigentlich wollte ich heute schon nochmal unter den Eisblättern nachschauen....
Und hinter unserm Haus finde ich den auch noch! Aber vielleicht erst später (Nordhang!)....
VG, Tanja
Hallo Axel und Thomas,
soweit ich das an eigenen Funden abschätzen kann, scheint der Kalkgehalt des Bodens mit der wichtigste Faktor zu sein für das Auftreten der beiden vorgestellten Ciboria-Arten...:
*Bei mir "direkt ums Haus" auf Perlgneis herrscht auch nach mehreren Jahren Nachsuche immer noch gähnende Leere;
*knapp 300 m weiter am Abhang des Donaurandbruchs gibt es Lößaufwehungen bis etwa 10 cm Mächtigkeit, und hier gibts auch beide Arten;
*auf der Fränkischen Alb, d.h über Malm/Massenkalk, wird man an passenden Standorten regelmäßig fündig.
Beste Grüße
Josef
Hallo,
Nachdem ich gestern völlig vergeblich nach Hainbuchen gesucht hab, wollte ich grad nochmal wo gucken, wo ich sicher wusste, dass es Hainbuchen gibt.
In ungemütlichstem Schneeregensturm hab ich mich also aufgemacht und war gleich unter dem zweiten Baum fündig. Als ich mich grad fürs Foto in das nasskalte Laub gelegt hatte, war die Batterie von meinem Foto alle *grummel*....
Deshalb hier nur eine schnelle "Studioaufnahme".
Aber gelohnt haben sich die fünf Minuten doch und es gibt halt eine Studioaufnahme.
Übrigens ist das meines Wissens der Zweitfund für Thüringen. (Die Stecknadel vom Samstag war der Erstfund!) Und ein paar Funde hab ich in den nächsten Tagen schon noch vor....
Viele Grüße,
Tanja
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic248569.jpg)
Hallo ihr Lieben,
ich glaub ich muss jetzt auch mal langsam 10 m vor die Haustür gehen und im Garten unter den Hainbuchen suchen
, aber noch liegt hier Schnee (Landsberg/Lech).
liebe Grüße
Birgit
Hallo,
ihr glücklichen Kalkbodenbewohner. C. coryli und borealis such ich hier schon viele Jahre vergeblich. Auf den wenigen, von mir regelmäßig begangenen bekannten Kalkinseln fehlen dann auch noch zu allem Überdruss Haselnuss und Hainbuche :(
C. caucus und amentacea gibt es bei den entsprechenden Baumbegleitern allerdings in Hülle und Fülle. Übrigens kann ich die beiden mit Hilfe von statistischen Erhebungen sehr gut auseinanderhalten.
PS.: Tanja, deine Studioaufnahme von borealis finde ich super.
Herzliche Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
C. caucus und amentacea gibt es bei den entsprechenden Baumbegleitern
allerdings in Hülle und Fülle. Übrigens kann ich die beiden mit Hilfe von
statistischen Erhebungen sehr gut auseinanderhalten.
Wie machst du das?
Ich hatte vor zwei Jahren bei uns im Garten Ciboria coryli und vor zwei Wochen hatte ich C. coryli in Massen am Hornissenberg. (Daher das Bild.)
Gestern für die Pilzgruppe hab ich dann aus unserem Garten noch ein paar
C. corylis geholt, aber sie sahen schon etwas anders aus und als ich sie dann mikroskopiert hatte, hatten sie nur kleine Sporen.
Wie hält man nun am besten C. amentacea und C. caucus auseinander?
VG, Tanja
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic248573.jpg)
Sehr vielversprechend, Birgit, das vor-die-Haustür-gehen ... Meine ersten C. bolaris fand ich Luftlinie ca. 8m von meinem Schreibtisch entfernt unter einer Hainbuchenhecke im Garten; seither entdecken wir sie an entsprechenden Stellen immer wieder. Zumindest hier im Voralpenland ist das Pilzchen relativ häufig.
LG, Till
Hallo ihr Lieben,
ich glaub ich muss jetzt auch mal langsam 10 m vor die Haustür gehen und im
Garten unter den Hainbuchen suchen, aber noch liegt hier Schnee
(Landsberg/Lech).
liebe Grüße
Birgit
Hallo Tanja,
meine Auswertungen zeigen eine Unterscheidung ist nur mikroskopisch an den Sporenwerten und evtl. auch an den Größen der Asci möglich. Makroskopisch sehe ich kaum Differenzierungsmöglichleiten. Die Fruchtkörper von C. caucus sind oft etwas kräftiger. Das ist aber sehr variabel und lässt keine sichere Aussage zu. Die Bestimmung nach dem Substrat ist eher vage, da diese 4 Bäume oft miteinander vermischt auftreten und eine größere Verbreitung durch Wind sehr wahrscheinlich ist. Das Schwärzen der Stielbasis ist m. E. ebenfalls variabel und kann bei beiden Arten fehlen oder schwach wahrnehmbar sein. Das Gleiche trifft für die Farbintensität zu. Sowohl an Frischmaterial wie auch am Exsikkat.
Ciboria caucus
Auf diversen Teilen der Kätzchen von Weiden und Pappeln (eigene Funde bisher nur von Silberpappel).
Sporen: 8,5-13 (14) x 5,2-7,2 µm; im Mittel 9,9-12,0 x 5,9-6,5 µm; V 180-255 µm³, mit und ohne Gelkappe (Auswertung von 12 Kollektionen).
Ciboria amentacea
Auf diversen Teilen der Kätzchen von Erle und Haselnuss.
Sporen: 6,0-10,5 (11) x 3,5-6,0 µm; im Mittel 7,2-9,6 x 4,0-5,4 µm; V 60-135 µm³, mit und ohne Gelkappe (Auswertung von 15 Kollektionen)..
Der mittlere Sporenquotient liegt bei beiden zwischen 1,6 und 1,9 und eignet sich nicht zur Differenzierung!
Die oft spitzkonischen Sporen sind m. E. noch nicht voll ausgereift, dann nach ein paar Tagen Nachreife in geschlossenen Behältnissen waren diese deutlich minimiert festzustellen.
Alle Werte in Wasser! In KOH und Baumwollblau sind die Sporen kleiner, vor allem schmaler!
Die Asci sind bei Ciboria caucus im Mittel etwas größer (bis 150 x 12) als bei C. amentacea (bis 140 x 11). Das ist aber nicht immer ganz einheitlich und somit kein sicheres Unterscheidungsmerkmal.
Vielleicht unterscheiden sich auch die Längen der Paraphysen, hab sie aber meist nicht vermessen. Die Verteilung der Septierung, teils mit Verzweigungen (nur am letzten Glied) sowie die apikale Erweiterung und Breiten bieten keine Differenzierung.
Beste Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
Wie machst du das?
Ich hatte vor zwei Jahren bei uns im Garten Ciboria coryli und vor zwei
Wochen hatte ich C. coryli in Massen am Hornissenberg. (Daher das Bild.)
Gestern für die Pilzgruppe hab ich dann aus unserem Garten noch ein paar
C. corylis geholt, aber sie sahen schon etwas anders aus und als ich sie dann
mikroskopiert hatte, hatten sie nur kleine Sporen.
Wie hält man nun am besten C. amentacea und C. caucus auseinander?
VG, Tanja