Pilze Pilze Forum
Erweitert

Chemische Ökologie Höherer Pilze

H. Schrey, (vor 4150 Tagen)

Liebe Pilzfreunde,

ich bin Doktorandin der Uni Bremen und erforsche innerhalb der Arbeitsgruppe um Prof. Spiteller die Chemische Ökologie Höherer Pilze. Infolgedessen isolieren wir chemische Naturstoffe aus Fruchtkörpern und versuchen herauszufinden, weshalb bestimmte Substanzen in den untersuchten Pilzen enthalten sind bzw. welche biologische Wirkung diese haben. Hierunter fallen z.B. die Verteidigungsstrategien von Pilzen gegenüber Fraßfeinden durch eine fungizide, insektizide oder wachstumshemmende Aktivität oder aber auch das Anlocken von potenziellen „Sporenverbreitern“ durch einen besonderen Duft.
Mein Arbeitsgebiet ist hierbei die Gattung Laccaria sowie die Art Lactarius glyciosmus-und spätestens nun fangen die Probleme an .
Was erstere betrifft, habe ich Probleme der Bestimmung, da ich mit dem Mikroskop nicht sonderlich geübt bin und die einzelnen Arten makroskopisch schwer voneinander abzugrenzen sind. Eine genaue Bestimmung ist hierbei für mich besonders wichtig, da ich Substanzen gefunden habe, die nicht in allen Arten gleichermaßen vorkommen. So stellt sich hierbei die Frage, ob die gefundenen Verbindungen standortspezifisch oder eher artspezifisch sind.

Was den Milchling betrifft, hatte ich eine Fundstelle, an welcher allerdings letztes Jahr keine Fruchtkörper aufgetreten sind. Da meine Forschungszeit nur noch begrenzt ist, bin ich darauf angewiesen diesen Herbst neues Forschungsmaterial zu erhalten.
Wie Sie sehen, habe ich also Probleme mit der Beschaffung taxonomisch einwandfreiem Pilzmaterial und wende mich an Sie mit der Hoffnung, ob Sie mir helfen könnten. Ich wäre sehr traurig darüber, wenn ich entscheidende Fragestellungen in meiner Arbeit nicht lösen könnte, da mir die Frage „Warum sind bestimmte Verbindungen in Pilzen“ aus Pilzsicht wichtig ist zu klären.
Aus diesem Grund bin ich an Folgendem interessiert:
Fundorte oder Fruchtkörper von
Laccaria proxima (aus dem Norden und Süden bzw. verschiedenen Fundorten)
Laccaria laccata (aus dem Norden und Süden bzw. verschiedenen Fundorten)
anderern Laccaria-Arten außer bicolor und amethystea
Lactarius glyciosmus

Wenn Sie Lust haben, mir bei meinem Problem behilflich zu sein, würde ich mich freuen, wenn Sie mich kontaktieren würden: h.schrey@uni-bremen.de.

Ansonsten wünsche ich allen eine erfolgreiche Pilzsaison 2015!
Beste Grüße,
ein Pilzfreund.

Re: Chemische Ökologie Höherer Pilze

Mischi, (vor 4150 Tagen) @ H. Schrey

Hallo Pilzfreund

Ich kann mich an eine Stelle auf ca. 800m erinnern, wo ich den Blassen Duftmilchling einmal gefunden habe. Bestimmt habe ich ihn jedoch bloss nach seiner blassen Farbe und dem typischen Kokos-Geruch - kann ja diesen Sommer mal nachschauen, ob er wieder dort fruktifiziert. Bräuchtest du Material?
Ich hab mal gehört, dass Pilzmycelien einen Rhythmus bis 20 oder mehr Jahren haben von einer Fruchtkörperbildung zur nächsten. Da wird es für dich wohl schwierig sein an genügend Material zu kommen...

Trotzdem viel Erfolg!

Mischi

Liebe Pilzfreunde,
ich bin Doktorandin der Uni Bremen und erforsche innerhalb der Arbeitsgruppe
um Prof. Spiteller die Chemische Ökologie Höherer Pilze. Infolgedessen
isolieren wir chemische Naturstoffe aus Fruchtkörpern und versuchen
herauszufinden, weshalb bestimmte Substanzen in den untersuchten Pilzen
enthalten sind bzw. welche biologische Wirkung diese haben. Hierunter
fallen z.B. die Verteidigungsstrategien von Pilzen gegenüber Fraßfeinden
durch eine fungizide, insektizide oder wachstumshemmende Aktivität oder
aber auch das Anlocken von potenziellen „Sporenverbreitern“ durch einen
besonderen Duft.
Mein Arbeitsgebiet ist hierbei die Gattung Laccaria sowie die Art Lactarius
glyciosmus-und spätestens nun fangen die Probleme an .
Was erstere betrifft, habe ich Probleme der Bestimmung, da ich mit dem
Mikroskop nicht sonderlich geübt bin und die einzelnen Arten makroskopisch
schwer voneinander abzugrenzen sind. Eine genaue Bestimmung ist hierbei
für mich besonders wichtig, da ich Substanzen gefunden habe, die nicht in
allen Arten gleichermaßen vorkommen. So stellt sich hierbei die Frage, ob
die gefundenen Verbindungen standortspezifisch oder eher artspezifisch
sind.
Was den Milchling betrifft, hatte ich eine Fundstelle, an welcher allerdings
letztes Jahr keine Fruchtkörper aufgetreten sind. Da meine Forschungszeit
nur noch begrenzt ist, bin ich darauf angewiesen diesen Herbst neues
Forschungsmaterial zu erhalten.
Wie Sie sehen, habe ich also Probleme mit der Beschaffung taxonomisch
einwandfreiem Pilzmaterial und wende mich an Sie mit der Hoffnung, ob Sie
mir helfen könnten. Ich wäre sehr traurig darüber, wenn ich entscheidende
Fragestellungen in meiner Arbeit nicht lösen könnte, da mir die Frage
„Warum sind bestimmte Verbindungen in Pilzen“ aus Pilzsicht wichtig ist zu
klären.
Aus diesem Grund bin ich an Folgendem interessiert: Fundorte oder
Fruchtkörper von
Laccaria proxima (aus dem Norden und Süden bzw. verschiedenen Fundorten)
Laccaria laccata (aus dem Norden und Süden bzw. verschiedenen Fundorten)
anderern Laccaria-Arten außer bicolor und amethystea
Lactarius glyciosmus
Wenn Sie Lust haben, mir bei meinem Problem behilflich zu sein, würde ich
mich freuen, wenn Sie mich kontaktieren würden: h.schrey@uni-bremen.de .
Ansonsten wünsche ich allen eine erfolgreiche Pilzsaison 2015!
Beste Grüße,
ein Pilzfreund.

Re: Chemische Ökologie Höherer Pilze

Ulysses, (vor 4150 Tagen) @ H. Schrey

Hallo Pilzfreundin,

bei Laccaria laccata wäre es zusätzlich interessant bzw. wichtig, ob L. laccata im engeren Sinne gemeint ist, oder L. tetraspora (= laccata var./f. pallidifolia)... Letztere ist die häufigere Art.

Beste Grüße,
Josef

Liebe Pilzfreunde,
ich bin Doktorandin der Uni Bremen und erforsche innerhalb der Arbeitsgruppe
um Prof. Spiteller die Chemische Ökologie Höherer Pilze. Infolgedessen
isolieren wir chemische Naturstoffe aus Fruchtkörpern und versuchen
herauszufinden, weshalb bestimmte Substanzen in den untersuchten Pilzen
enthalten sind bzw. welche biologische Wirkung diese haben. Hierunter
fallen z.B. die Verteidigungsstrategien von Pilzen gegenüber Fraßfeinden
durch eine fungizide, insektizide oder wachstumshemmende Aktivität oder
aber auch das Anlocken von potenziellen „Sporenverbreitern“ durch einen
besonderen Duft.
Mein Arbeitsgebiet ist hierbei die Gattung Laccaria sowie die Art Lactarius
glyciosmus-und spätestens nun fangen die Probleme an .
Was erstere betrifft, habe ich 3Probleme der Bestimmung, da ich mit dem
Mikroskop nicht sonderlich geübt bin und die einzelnen Arten makroskopisch
schwer voneinander abzugrenzen sind. Eine genaue Bestimmung ist hierbei
für mich besonders wichtig, da ich Substanzen gefunden habe, die nicht in
allen Arten gleichermaßen vorkommen. So stellt sich hierbei die Frage, ob
die gefundenen Verbindungen standortspezifisch oder eher artspezifisch
sind.
Was den Milchling betrifft, hatte ich eine Fundstelle, an welcher allerdings
letztes Jahr keine Fruchtkörper aufgetreten sind. Da meine Forschungszeit
nur noch begrenzt ist, bin ich darauf angewiesen diesen Herbst neues
Forschungsmaterial zu erhalten.
Wie Sie sehen, habe ich also Probleme mit der Beschaffung taxonomisch
einwandfreiem Pilzmaterial und wende mich an Sie mit der Hoffnung, ob Sie
mir helfen könnten. Ich wäre sehr traurig darüber, wenn ich entscheidende
Fragestellungen in meiner Arbeit nicht lösen könnte, da mir die Frage
„Warum sind bestimmte Verbindungen in Pilzen“ aus Pilzsicht wichtig ist zu
klären.
Aus diesem Grund bin ich an Folgendem interessiert: Fundorte oder
Fruchtkörper von
Laccaria proxima (aus dem Norden und Süden bzw. verschiedenen Fundorten)
Laccaria laccata (aus dem Norden und Süden bzw. verschiedenen Fundorten)
anderern Laccaria-Arten außer bicolor und amethystea
Lactarius glyciosmus
Wenn Sie Lust haben, mir bei meinem Problem behilflich zu sein, würde ich
mich freuen, wenn Sie mich kontaktieren würden: h.schrey@uni-bremen.de .
Ansonsten wünsche ich allen eine erfolgreiche Pilzsaison 2015!
Beste Grüße,
ein Pilzfreund.

Re: Chemische Ökologie Höherer Pilze

EricS ⌂, (vor 4150 Tagen) @ H. Schrey

Hallo Hedda,

im Schwarzwald hätte ich Dir einige Stellen mit L. glyciosmus zeigen können. Ich kann gerne dieses Jahr mal nachschauen und ggf. ein Päckchen fertig machen.

Für den Fall, dass es über das Forum nicht klappt, hast Du zwecks Bestimmung die Möglichkeit, Kontakt mit ein paar Myko-AGs aufzunehmen. Eine Übersicht findet sich hier: http://www.dgfm-ev.de/taxonomy/term/79

Viele Grüße aus Freiburg,
Eric