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Dasyscyphus: Eine Gattung stellt sich vor,(Kazuya) *PIC*

Notizbrettbildservice, (vor 8935 Tagen)

Kein Substrat ist vor ihnen sicher, man findet sie fast überall, die Arten
der Gattung Haarbecherchen. Auf Holz, Pflanzenresten und sogar auf Blättern
kann man sie ganzjährig auffinden. Für die Bestimmung der Arten sei das Buch
"Pilze der Schweiz" empfehlenswert, es führt doch immerhin 19 Arten auf. Ich
habe in den vergangenen Monaten versucht, soviel wie möglich von diesen Arten
zu sammeln und zu fotografieren. Die derzeitige Artenzahl liegt bei 12.
Versuchen möchte ich, das die allgemeine Kenntnis über diese doch so schönen
Arten etwas auszuweiten. Ich habe alles darangesetzt, die Arten weitmöglichst
makroskopisch zu bestimmen, da ich leider kein brauchbares Mikroskop zur
Verfügung habe. Ich hoffe dennoch auf eine größtmögliche Richtigkeit der von
mir bestimmten und hier abgebildeten Arten.

Gattungsmerkmale
55 Arten, die tote Pflanzenreste wie Holz und Kräuterstängel besiedeln. Der
Aufbau der Haare ist für die Bestimmung sehr wichtig, der Ascus-Porus färbt
sich in Lugol deutlich violettlich. Wichtig ist auch das Erkennen des
Substrates sowie die Farbe und manchmal auch Größe der Fruchtkörper.
[image]
Kristallhaariges Haarbecherchen
Dasyscyphus chrystallinus
[image]
Frk. mit kurzem Stiel dem Substrat aufsitzend, 0,5 - 2 mm breit, weisslich,
im Alter oft auch gelblich verfärbend, becherförmig bis ausgebreitet
scheibenförmig; Fruchtschicht weiss, glatt; Rand und Außenseite schwach mit
weisslichen Haaren besetzt. Standort auf feuchtliegendem Eichenholz,
massenhaftes Wachstum, meist im Frühjahr zwischen März und Mai, nicht sehr
häufig (09.03.2002)

[image]
Schneeweisses Haarbecherchen
Dasyscyphus niveus

Frk. gestielt, 0,5 - 2,5 mm breit, schüssel- bis scheibenförmig;
Fruchtschicht schneeweiss, nicht verfärbend, glatt; Rand und Außenseite dicht
und deutlich mit weissen Haaren bedeckt. Standort auf abgestorbenem
Eichenholz, die feucht unter der Laubschicht liegen. ganzjährig und sehr
häufig zu finden.
Mikroskopisch wären diese Arten sicherer zu bestimmen, aber bei meinen vielen
niveus-Funden heben sich immer Fruchtkörper ab, die oft gelblich sind,
kürzere Haare haben und meist Wurzelstöcke besiedeln. Aber ob das gute
Merkmale sind, mag jeder anders sehen (09. 03.2002 und 29.04.2002)
So, das waren die kritischen Arten,
Fortsetzung folgt.......
Kazuya

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Re: Dasyscyphus: Eine Gattung stellt sich vor,(Kaz

Karl Keck ⌂, (vor 8934 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Kazuya,

es freut mich, dass hier im Forum auch die Freunde der Schlauchpilze zu Wort (und Bild) kommen. Auch mich faszinieren die Schlauchpilze. Interessant finde ich auch Deine durch die Lupe fotografierten Bilder.

Du willst die Gattung Dasyscypha vorstellen. Dazu ist zu sagen, dass es diese Gattung gar nicht mehr gibt! Die Arten sind schon vor einiger Zeit zu anderen Gattungen gestellt worden (Dasyscyphella, Lachnum, Neodasyscypha, Proliferodiscus, ...) Die beiden von Dir beschriebenen Arten heißen jetzt Dasyscyphella crystallina (Fuck.) Raitv. und Dasyscyphella nivea (Hedwig:Fr.) Raitv.
Bei den Ascomyceten hat sich in der letzten Zeit viel geändert. Band 1 der Pilze der Schweiz ist deshalb, was die Namen anbetrifft, nicht auf dem neuesten Stand.

Wenn Du Dich intensiver mit den Ascomyceten beschäftigen willst, wirst Du nicht ums Mikroskopieren herumkommen, da sich viele makroskopisch nicht oder nur schwer auseinander halten lassen.

Lass Dich aber deshalb nicht entmutigen! Interessant sind die kleinen Burschen allemal! Weiterhin viel Freude mit diesen von vielen nicht beachteten kleinen Kerlchen!
Karl

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Eine verschollene Gattung

Kazuya Kazama, (vor 8934 Tagen) @ Karl Keck

Hallo, Karl!
Ich weiss, ich weiss. Die Gattung Dasyscyphus gibt es eigentlich nicht mehr!
Aber was würde mich das bringen, hier 20 verschiedene Gattungen aufzuführen, die einen total durcheinander bringen? Ich möchte, das die Leser einen möglichst verständlichen Einblick in die behaarten Becherchen bekommen, und sollte dabei die Gattungen einfach zu einer einzigen zusammenstellen. Ich finde, das somit ein einfacherer Überblick ensteht. Beim nächsten Mal kann ich ja die neuen Namen in Klammern dahinterschreiben; Einverstanden?
Viele Grüße, Kazuya.

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wichig!

Kazuya Kazama, (vor 8934 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Nur das obere Bild zeigt den Dasyscyphus chrystallinus. Die beiden unteren zählen jeweils zu D. niveus!!
Viele Grüße, Kazuya

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Re: Eine verschollene Gattung

Andreas Gminder, (vor 8934 Tagen) @ Kazuya Kazama

Hallo, Karl!
Ich weiss, ich weiss. Die Gattung Dasyscyphus gibt es eigentlich nicht mehr!
Aber was würde mich das bringen, hier 20 verschiedene Gattungen aufzuführen,
die einen total durcheinander bringen? Ich möchte, das die Leser einen
möglichst verständlichen Einblick in die behaarten Becherchen bekommen,
und sollte dabei die Gattungen einfach zu einer einzigen zusammenstellen.
Ich finde, das somit ein einfacherer Überblick ensteht. Beim nächsten Mal
kann ich ja die neuen Namen in Klammern dahinterschreiben; Einverstanden?
Viele Grüße, Kazuya.

Hallo Kazuya,

ich finde, wenn Du anderen etwas beibringen willst, dann solltest Du die Materie um die es geht beherrschen. Und das kann bei Dir schlichtweg nicht der Fall sein, denn ohne Mikroskop sind Deine Bestimmungen oftmals nur Glücksache.
Zudem verläßt Du Dich auf Literatur die so Ihre Tücken hat. Mit Breitenbach/Kränzlin bestimmen ist wie mit Moser bestimmen: Das Ergebnis sollte ein Ausgangspunkt für weitere Forschungen sein. Und die sind bei Ascos nun mal leider schwierig und zeitraubend, weil verfügbare Literatur meistens in irgendwelchen (oft fremdsprachlichen) Zeitschriften versteckt ist. Monographien gibt's kaum.

Ich finde es sehr schön, dass Du hier schöne Bilder zeigst von Arten die wenig oder kaum abgebildet werden. Ich persönlich würde es sehr begrüßen, wenn Du das auch weiterhin tust weil ich mich an den Bildern erfreuen kann. Auch ohne wissen zu müssen ob es jetzt die Art xy ist oder vielleicht doch xz.

Ich meine jedoch es spiegelt Pseudowissen wider wenn Du solche Vereinfachungen versuchst. Wie soll ohne mikroskopieren ein Überblick über die ex-Gattung Dasyscyphus entstehen? Zum Bestimmen ist das Makroskopische bei Ascos nunmal meist zweitrangig und die Mikromerkmale die Hauptsache.

Nimm's mir nicht übel, aber ich will nicht dass der Eindruck entsteht, es wäre mit dem Bestimmen dieser Arten so einfach wie Du das darstellst.

herzliche Grüße,
Andreas

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Re: Wenig motivierende Kritik

Werner2, (vor 8933 Tagen) @ Andreas Gminder

Hallo Andreas,
Deine herbe Kritik würde mich nicht gerade ermuntern, weiterhin Bilder ins Netz zu stellen und mit aktuellen oder nicht mehr aktuellen sowie vermeintlichen Namen zu versehen. Von so etwas lebt doch das Forum. Um Leben oder Tod geht es hier ja nicht.
Lass doch Kazuya seine Bestimmungen versuchen und auch Bilder mit vermeintlichen Namen veröffentlichen.
Er/Sie hat ja deutlich gemacht, dass die Becherlinge nur makroskopisch bestimmt wurden und jeder Kenner von Becherlingen wird solche Namensbenennungen kritisch einschätzen können. Für den Rest sind es einfach schöne Bilder. Und selbst wenn die Funde genau mikroskopiert und nach älterer Literatur bestimmt wären; wer kann denn heutzutage als Amateurpilzler denn überhaupt noch auf dem neuesten Stand sein und die Fülle und Flut neuer Gattungs- und Namensbenennungen kennen.
Das ist eine Frage der Quellen, der Kontakte, des Jobs und somit der Zeit und natürlich auch des Geldes. Wer hat schon das Glück z.B. über den Zugriff auf ein Dutzend und mehr europäischer, mykologischer Zeitschriften zu verfügen.
Es wird immer jemand geben, der eine Namensbenennung als überholt bezeichnet, weil er eben auf dem allerneuesten Stand ist.
Von mir aus kann man die Haarbecherchen alle provisorisch als Dasyscyphus bezeichnen. Unter diesem Namen findet der Amateur wenigstens viele in der meisten volkstümlichen Literatur abgebildet wieder. Nix für ungut.
Heute mal mit unwissenschaftlichem Gruß aus Frankfurt,
Werner2

ich finde, wenn Du anderen etwas beibringen willst, dann solltest Du die
Materie um die es geht beherrschen. Und das kann bei Dir schlichtweg nicht
der Fall sein, denn ohne Mikroskop sind Deine Bestimmungen oftmals nur
Glücksache.
Zudem verläßt Du Dich auf Literatur die so Ihre Tücken hat. Mit
Breitenbach/Kränzlin bestimmen ist wie mit Moser bestimmen: Das Ergebnis
sollte ein Ausgangspunkt für weitere Forschungen sein. Und die sind bei
Ascos nun mal leider schwierig und zeitraubend, weil verfügbare Literatur
meistens in irgendwelchen (oft fremdsprachlichen) Zeitschriften versteckt
ist. Monographien gibt's kaum.
Ich finde es sehr schön, dass Du hier schöne Bilder zeigst von Arten die
wenig oder kaum abgebildet werden. Ich persönlich würde es sehr begrüßen,
wenn Du das auch weiterhin tust weil ich mich an den Bildern erfreuen
kann. Auch ohne wissen zu müssen ob es jetzt die Art xy ist oder
vielleicht doch xz.
Ich meine jedoch es spiegelt Pseudowissen wider wenn Du solche
Vereinfachungen versuchst. Wie soll ohne mikroskopieren ein Überblick über
die ex-Gattung Dasyscyphus entstehen? Zum Bestimmen ist das Makroskopische
bei Ascos nunmal meist zweitrangig und die Mikromerkmale die Hauptsache.
Nimm's mir nicht übel, aber ich will nicht dass der Eindruck entsteht, es
wäre mit dem Bestimmen dieser Arten so einfach wie Du das darstellst.
herzliche Grüße,
Andreas

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Seh' ich genauso! *oT*

Wolfgang F., (vor 8933 Tagen) @ Werner2

- kein Text -

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Re: Wenig motivierende Kritik

Andreas Gminder, (vor 8932 Tagen) @ Werner2

Hallo Andreas,
Deine herbe Kritik würde mich nicht gerade ermuntern, weiterhin Bilder ins
Netz zu stellen und mit aktuellen oder nicht mehr aktuellen sowie
vermeintlichen Namen zu versehen. Von so etwas lebt doch das Forum. Um
Leben oder Tod geht es hier ja nicht.
Lass doch Kazuya seine Bestimmungen versuchen und auch Bilder mit
vermeintlichen Namen veröffentlichen.
Er/Sie hat ja deutlich gemacht, dass die Becherlinge nur makroskopisch
bestimmt wurden und jeder Kenner von Becherlingen wird solche
Namensbenennungen kritisch einschätzen können. Für den Rest sind es
einfach schöne Bilder. Und selbst wenn die Funde genau mikroskopiert und
nach älterer Literatur bestimmt wären; wer kann denn heutzutage als
Amateurpilzler denn überhaupt noch auf dem neuesten Stand sein und die
Fülle und Flut neuer Gattungs- und Namensbenennungen kennen.
Das ist eine Frage der Quellen, der Kontakte, des Jobs und somit der Zeit und
natürlich auch des Geldes. Wer hat schon das Glück z.B. über den Zugriff
auf ein Dutzend und mehr europäischer, mykologischer Zeitschriften zu
verfügen.
Es wird immer jemand geben, der eine Namensbenennung als überholt bezeichnet,
weil er eben auf dem allerneuesten Stand ist.
Von mir aus kann man die Haarbecherchen alle provisorisch als Dasyscyphus
bezeichnen. Unter diesem Namen findet der Amateur wenigstens viele in der
meisten volkstümlichen Literatur abgebildet wieder. Nix für ungut.
Heute mal mit unwissenschaftlichem Gruß aus Frankfurt,
Werner2

Hallo Werner, Kazuya und alle anderen,

mag sein dass ich etwas überreagiert habe.
Vermutlich bin ich durch einige Leute in meinem pilzlerischen Bekanntenkreis übersensibel die seit Jahren solche Ascos sammeln, unter der Lupe anschauen und dann einen Namen gesagt haben wollen. Und bei jedem halbwegs ähnlich aussehenden Fund gleich meinen "ah, das ist ja der von vor 4 Wochen wieder". Im Prinzip aber null Ahnung von den Dingern haben und auch gar nicht das Interesse am Bestimmen. Und für die nur solche Funde interessant sind die sie im Breitenbach-Kränzlin wiederfinden, weil sie sie dort als gefunden abhaken können.
Ich gebe zu, dass es sicherlich nicht fair ist, Kazuya in den gleichen Topf zu werfen.

Im übrigen habe ich eigentlich nicht kritisiert, dass für alle der Name Dasyscyphus gebraucht wird (das war Karl). Mich hat besonders die Gattungsumschreibung gestört:
"Gattungsmerkmale - 55 Arten, die tote Pflanzenreste wie Holz und Kräuterstängel besiedeln. Der Aufbau der Haare ist für die Bestimmung sehr wichtig, der Ascus-Porus färbt sich in Lugol deutlich violettlich. Wichtig ist auch das Erkennen des Substrates sowie die Farbe und manchmal auch Größe der Fruchtkörper"

Und zwar deshalb:
55 Arten - wo? In Deutschland, Europa oder weltweit?
Der Aufbau der Haare (bzw. die Art der Auflagerungen) ist zwar wichtig, aber nur eines von mehreren mindestens ebenso wichtigen Merkmalen: Form der Paraphysen, deren Inhalt, ob sie die Asci überragen oder nicht - Sporengröße und -inhalt - Haken an der Ascusbasis oder nicht.
Der Ascusporus färbt sich nicht immer violettlich (ich finde blau besser, weil es auch rotbräunliche Reaktionen gibt und violettlich nicht ganz eindeutig sein könnte) und schon gar nicht immer deutlich. Es gibt Arten mit schwacher Reaktion und (wenige) die überhaupt nicht reagieren und sogar solche die zumindest in nicht zu schwacher Lugolscher Lösung weinrot reagieren (z.B. Brunnipila calycioides, was in B/K überhaupt nicht erwähnt wird, weil die Funde dort aus Exsikkaten mikroskopiert wurden und daher mit KOH vorbehandelt sind. Dann gibt's nie eine rote Reaktion sondern immer eine blaue!).

herzliche Grüße,
Andreas

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Unstimmigkeiten?

Kazuya Kazama, (vor 8932 Tagen) @ Andreas Gminder

Ich habe den Verdacht, das hier keiner mitbekommen hat, das ich noch in der mykologischen Entwicklung bin. Ich habe weder die Möglichkeit, die Arten zu mikroskopieren, und ich sage hier deutlich: ICH WÜRDE ES JA GERNE TUN!!!, noch die Möglichkeit, mir soviel Literatur anzueignen, das ich dann alle Arten kenne und eine dann gute Gattungsbeschreibung machen könnte. Dabei musste ich mich leider voll und ganz auf den Gerhardt (Handbuch der Pilze) verlassen.
Was erwartest du denn von mir, Andreas??? Eine detaillierte Aufzeichnung von Paraphysen, Asci, Excipulumschichten, Terminologien von Texturen usw.???? Vielleicht später, vielleicht später.....
trotzdem viele Grüße,
Kazuya.

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Re: Unstimmigkeiten?

Karl-Heinz ⌂, (vor 8932 Tagen) @ Kazuya Kazama

Hallo Kazuya,
ich denke auch, wenn man (oder Frau) 16 Jahre alt ist, kann noch viel geschafft werden.
Viele Grüße
Karl-Heinz

Ich habe den Verdacht, das hier keiner mitbekommen hat, das ich noch in der
mykologischen Entwicklung bin. Ich habe weder die Möglichkeit, die Arten
zu mikroskopieren, und ich sage hier deutlich: ICH WÜRDE ES JA GERNE
TUN!!!, noch die Möglichkeit, mir soviel Literatur anzueignen, das ich
dann alle Arten kenne und eine dann gute Gattungsbeschreibung machen
könnte. Dabei musste ich mich leider voll und ganz auf den Gerhardt
(Handbuch der Pilze) verlassen.
Was erwartest du denn von mir, Andreas??? Eine detaillierte Aufzeichnung von
Paraphysen, Asci, Excipulumschichten, Terminologien von Texturen usw.????
Vielleicht später, vielleicht später.....
trotzdem viele Grüße,
Kazuya.

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Da hat Karl-Heinz vollkommen Recht!! *oT*

Matthias, (vor 8932 Tagen) @ Karl-Heinz

- kein Text -

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Re: Unstimmigkeiten?

Christoph ⌂, (vor 8932 Tagen) @ Kazuya Kazama

Hallo Kazuya,

Andreas Kritik ist etwas scharf ausgefallen, klar. Dafür hat er sich ja auch entschuldigt. Aber im Kern hat er doch recht. Es geht doch gar nicht darum, dass du noch in der Entwicklung bist. Auch nicht darum, ob andere mehr wissen als du, oder umgekehrt.
Wenn du neben den Bildern, die ja viel Anklang finden auch noch Texte dazu postest, die den scheinbaren Ansrpuch auf Richtigkeit erheben, dann musst du mit der Kritik leben, dass die Inhalte von entsprechenden Experten korrigiert werden.
Ich würde das nicht als persönliche Kritik werten.
Es wird ohnehin so oft oberföächlich bestimmt. Sich wirklich durchzubeißen, das Geld aufzubringen, ein Mikroskop zu kaufen, dann noch zu lernen, damit umzugehen, das ist viel Aufwand. In manchen Gattungen ist es aber nötig, wenn man überhaupt mal einsteigen will.
Deine Postings suggerieren aber, dass es sooo einfach ist, einfach mal mit dem Auge draufschauen, fertig. Und das ist es aber nunmal nicht.
Andere Leute werden dir glauben, dass es so einfach ist, und sich nicht rein knien. Insofern kann es quasi auf lange Sicht die "Motivation" nehmen, korrekt und akribisch zu arbeiten. Das würde dann doch der Pilzkunde etwas schaden.
Andreas gibt sich nunmal sehr viel Mühe mit den kleinen Ascos. Er verbringt Stunden über Stunden am Mikroskop, um z. B. mit den Mollisien klar zu kommen. Dass er dann auf leichtfertige Aussagen etwas "allergisch" reagiert ist insofern etwas nachzuvollziehen. Zudem er ja schon einige schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Ich würde dir raten, einfach mit den Bildern weiterzumachen. Ist ja auch schön. Aber mit den Aussagen etwas korekter zu sein.

Niemandem tut es weh, wenn er schreiben muss: "das ist vermutlich Dasyscyphus xyz, kaönnte auch D. yzx sein, dieser ist nur mikroskopisch gut abtrenbar", oder wie auch immer.
Auch das "cf." zwischen Gattungsnamen und Artepitheton hat noch keinen umgebracht, ist aber korrekter und auch ehrlicher.
Ich denke, nichts anderes wollte dir Andreas sagen.
Und bei Gattungsdefinitionen macht es eben den Anschein, als wenn du die Informationen selbst entwickelt hätst. Fehlt dann das meiste, so kommt immer von Experten ein Nachtrag, oder eine Verbesserung. Sonst glauben dir viele Forumsteilnehmer und lernen schlichtweg falsche Dinge. Und das ist auch nicht das gelbe vom Ei.

Nimm die Kirtik also bitte nicht persönlich, lass dichnicht abhalten, dich mit den kleinen Schönheiten zu beschäftigen. Erwecke aber auch nicht den Anschein, dass alles sooo einfach ist und das, was du schreibst immer richtig ist. Und wenn halt wirklich mal was falsch ist, dann stecke konstruktive Kritik einfach als "was dazugelernt" weg.
Wie du schon sagtest... du befindest dich noch in der Entwicklung. Dann wünsche ich dir, dass du dich weiter entwickelst, immer mehr dazu lernst (was auch Andreas oder andere immer müssen - dazulernen). Und lernen kann man mit am besten von Experten...

Mit den besten Wünschen für eine pilzreiche Zukunft und Saison,

Christoph

Ich habe den Verdacht, das hier keiner mitbekommen hat, das ich noch in der
mykologischen Entwicklung bin. Ich habe weder die Möglichkeit, die Arten
zu mikroskopieren, und ich sage hier deutlich: ICH WÜRDE ES JA GERNE
TUN!!!, noch die Möglichkeit, mir soviel Literatur anzueignen, das ich
dann alle Arten kenne und eine dann gute Gattungsbeschreibung machen
könnte. Dabei musste ich mich leider voll und ganz auf den Gerhardt
(Handbuch der Pilze) verlassen.
Was erwartest du denn von mir, Andreas??? Eine detaillierte Aufzeichnung von
Paraphysen, Asci, Excipulumschichten, Terminologien von Texturen usw.????
Vielleicht später, vielleicht später.....
trotzdem viele Grüße,
Kazuya.

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Re: Unstimmigkeiten?

Andreas Gminder, (vor 8932 Tagen) @ Kazuya Kazama

Ich habe den Verdacht, das hier keiner mitbekommen hat, das ich noch in der
mykologischen Entwicklung bin. Ich habe weder die Möglichkeit, die Arten
zu mikroskopieren, und ich sage hier deutlich: ICH WÜRDE ES JA GERNE
TUN!!!, noch die Möglichkeit, mir soviel Literatur anzueignen, das ich
dann alle Arten kenne und eine dann gute Gattungsbeschreibung machen
könnte. Dabei musste ich mich leider voll und ganz auf den Gerhardt
(Handbuch der Pilze) verlassen.
Was erwartest du denn von mir, Andreas??? Eine detaillierte Aufzeichnung von
Paraphysen, Asci, Excipulumschichten, Terminologien von Texturen usw.????
Vielleicht später, vielleicht später.....
trotzdem viele Grüße,
Kazuya.

Hallo Kazuya,

doch das habe ich sehr wohl mitbekommen. Du hast irgendwann mal gepostet, dass Du ein 16-jähriger Pilzberater bist und ich war ausgesprochen erfreut, denn junge, interessierte Leute sind leider selten bei den Pilzlern.
Dass Du gerne mit dem Mikroskopieren beginnen würdest ist ebenfalls sehr erfreulich und es tut mir leid dass unser Vereinsmikroskop bereits auf längere zeit verliehen ist, sonst könnten wir es Dir wohl zur Verfügung stellen.

Und ich erwarte keineswegs von Dir eine genaueste Analyse Deiner Funde. Die erwarte ich ja meist nicht mal von mir selber. Mit folgender Einschränkung: Solange ich das für mich mache und nicht publiziere! Und eine Form der Publikation (oder "Publikmachung") ist das hier im Forum ja auch.
Ich habe vor allem in meinen Anfangszeiten reichlich Kritik (um nicht zu sagen verbale Prügel) einstecken müssen weil ich einfach übers Ziel hinausgeschossen bin. Hab' ich damals nicht sofort so gesehen, aber genau betrachtet bin ich heute Frau Dr. Maser und Walter Pätzold und wem auch noch immer für diese Kritik dankbar, denn sie hat mich zu halbwegs ordentlichem Schaffen erzogen. Ich krieg' auch heute noch meine Hiebe ab, vor allem von Zotto, auch Christoph diskutiert durchaus hart, aber das ist für mich jedenfalls gut so.

Christophs thread trifft die Intentionen meiner Kritik haargenau und wie immer bin ich zu krass in meiner Ausdrucksweise obwohl ich's nicht so krass meine (siehe meine Kritik von Jürgen Schreiner's Röhrlingsband ..., gell Christoph).
Ich tue also nochmals Abbitte an Kazuya, alles liegt mir ferner als Dich von der Freude an Pilzen abzubringen!!

Letztendlich möchte ich eigentlich nur allen raten, dass sie keine Literaturerkenntnisse UNREFLEKTIERT übernehmen sollen oder gar als eigene Erkenntnisse ausgeben (letzteres war nicht auf Dich gemünzt, Kazuya!). Es wird einfach zuviel kritiklos angenommen, weitergetragen und prägt sich damit als Allgemeinwissen ein, obwohl es schlichtweg nicht richtig ist.

herzliche Grüße,
Andreas

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Re: Unstimmigkeiten?

Christoph ⌂, (vor 8932 Tagen) @ Andreas Gminder

quote:
"wie immer bin ich zu krass in meiner Ausdrucksweise obwohl ich's nicht so

krass meine (siehe meine Kritik von Jürgen Schreiner's Röhrlingsband ...,
gell Christoph)"

Hi Andreas,

was soll ich dazu sagen? *breit grins* Jürgen hats jedenfalls überlebt *lol*

quote:

Letztendlich möchte ich eigentlich nur allen raten, dass sie keine
Literaturerkenntnisse UNREFLEKTIERT übernehmen sollen oder gar als eigene
Erkenntnisse ausgeben (letzteres war nicht auf Dich gemünzt, Kazuya!). Es
wird einfach zuviel kritiklos angenommen, weitergetragen und prägt sich
damit als Allgemeinwissen ein, obwohl es schlichtweg nicht richtig ist.

Du sagst es... man muss nicht alles wissen, man sollte nur zugeben, wo und wann man unsicher ist. Irren ist menschlich, Fehler machen allgemein auch, aber leider prägt sich falsches oder ungenaues oft ein... und ma wird es nur schwer wieder los...

Ciao, Dein Christoph