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Düngerling ?(Bild) *PIC*

hellmut, (vor 8924 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,

kann es sich bei den gezeigten Pilzen um Vertreter der Gattung
Panaeolus handeln ?
Gefunden an einem Erdwall bedeckt mit Hackschnitzel neben einer Straße.
Angelockt hat mich eigentlich ein stattliches Exemplar des
Acker-Scheidlings in dessen Nähe sich auch die gezeigten Pilze
befanden.
Spp. Schwarz
Geruch unauffällig
Stiel hohl, brüchig
Kann mir jemand weiterhelfen ?

Grüße Hellmut

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Re: Düngerling ?(Bild)

Wolfgang F., (vor 8924 Tagen) @ hellmut

Hi Hellmut,

leider kenne ich die Art nicht, aber ich würde eher auf einen Vertreter der Gattung Psathyrella tippen.

Zur Unterscheidung:

Die Sporen von Psathyrella werden mit KOH dunkler, die von Panaeolus mit KOH heller.

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Frage zu KOH und HCl

Werner, (vor 8923 Tagen) @ Wolfgang F.

Zur Unterscheidung: Die Sporen von Psathyrella werden mit KOH dunkler, die
von Panaeolus mit KOH heller.

Hallo,

habe mal gelesen, dass fuer manche Zwecke 20%iges KOH benutzt wird. Ich habe aber nur 5%iges. Reicht das z.B. fuer diesen Zweck und ist es wirklich noetig, 20%iges KOH zu haben?

Dasselbe wuerde mich auch in Hinblick auf Saeuren (insbesondere HCl) interessieren.

MfG,

Werner

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Re: Frage zu KOH und HCl

Andreas ⌂, (vor 8923 Tagen) @ Werner

Hallo,
habe mal gelesen, dass fuer manche Zwecke 20%iges KOH benutzt wird. Ich habe
aber nur 5%iges. Reicht das z.B. fuer diesen Zweck und ist es wirklich
noetig, 20%iges KOH zu haben?
Dasselbe wuerde mich auch in Hinblick auf Saeuren (insbesondere HCl)
interessieren.
MfG,
Werner

Hallo werner,

schwache Kalilauge (3-5%) ist für mikroskopische präparate geeignet, z.B. zum aufquellen von Herbarmaterial, für mikrochemische Reaktionen bei Ascos u.ä.
starke Kalilauge (20-30%) ist für makroskopische Reaktionen geeignet, wobei mir momentan nur die Tramareaktion innerhalb von Cortinarius einfällt.

Für Säuren gilt prinzipiell das gleiche: schwach = Mikroskopie - stark = Makroskopie

Beste Grüße,
Andreas

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Vielen Dank - jetzt sind mir 100 Watt aufgegangen *oT*

Werner, (vor 8923 Tagen) @ Andreas

- kein Text -

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Re: Frage zu KOH und HCl

Christoph ⌂, (vor 8923 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

im Prinzip hast du natürlich Recht... ;-)

Ich benutze aber auch mal höher konzentriertes KOH in der Mikroskopie... habe ich direkt auf Werners Thread gepostet...

Neben der Trmareaktion von Cortinarius würde mir noch der Thelephorsäurenachweis einfallen, und auch allgemein Reaktionen der Hutdeckschicht mit KOH bei verschiedenen Pilzen, so z. B. bei Xerocomus... geht meist auch schon mit 5% KOH, aber bei 20% ists deutlicher zu sehen und auch etwas unabhängiger vom Verwässerungsgrad des Pilzes (ist er naß wird runterverdünnt... dann reicht 5% nicht aus...).

Grüße, Christoph

Hallo werner,
schwache Kalilauge (3-5%) ist für mikroskopische präparate geeignet, z.B. zum
aufquellen von Herbarmaterial, für mikrochemische Reaktionen bei Ascos
u.ä.
starke Kalilauge (20-30%) ist für makroskopische Reaktionen geeignet, wobei
mir momentan nur die Tramareaktion innerhalb von Cortinarius einfällt.
Für Säuren gilt prinzipiell das gleiche: schwach = Mikroskopie - stark =
Makroskopie
Beste Grüße,
Andreas

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Re: Frage zu KOH und HCl

Christoph ⌂, (vor 8923 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

das kommt drauf an, was du vor hast... 5%iges KOH ist fürs Mikroskopieren meist ausreichend. Es gibt aber so was wie nen Trick 17.
Hast du altes Herbarmaterial, das nicht mehr in KOH aufquellen will (den Schnitt gibt man meist in 5% KOH), so ist das zum Verzweifeln.
Solche Problemobjekte lege ich zunächst in einen Wassertrofen auf dem Objektträger, so dass der Schnitt am Rand des Tropfens liegt. Jetzt gebe ich einen kleinen Tropfen 20% KOH dazu. Und zwar dort, wo dieser Schnitt liegt. Das heißt, der Schnitt kommt zunächst (als "Schockmoment") mit höher konzentriertem KOH in Berührung. Dann ploppen die Zellen meist doch wieder auf... allerdings wird durch den Wassertropfen das KOH schnell verdünnt... man gibt noch a bisserl Wasser dazu, sodaß man als Mischungsverhäkltnis am Ende doch wieder so ca. 5% KOH hinbekommt. So kann man Artefakte verhindern, aber auch uraltes Material noch irgendwie gebrauchen.

Einmal habe ich für einen völlig kaputten Typus eines tropischen Pilzes sogar 50% KOH verwendet und dann noch mit Ammoniak "durchgepustet". Das Material war so hinüber, das fast nix mehr ging. Die paar Sekunden in der "Horrorlösung" 50% KOH haben aber Wunder bewirkt. Man konnte wenigsten einige Septen erkennen und wieder nach Schnallen suchen. Der Ammoniak machte das Objekt transparenter, hilft übrigens auch beim aufploppen der Zellen. Dann noch Kongorot in Amoniak durchziehen... und schon konnte man mit gutem Gewissen Schnallen suchen und entsprechend den Typus noch ein wenig gebrauchen...

Also kann es auch sinnvoll sein, höher konzentriertes KOH zu besitzen. 20% KOH ist noch "pflegleicht". Mit hochkonzentrierten Laugen ist aber nicht zu spaßen..

Grüße, Christoph

Hallo,
habe mal gelesen, dass fuer manche Zwecke 20%iges KOH benutzt wird. Ich habe
aber nur 5%iges. Reicht das z.B. fuer diesen Zweck und ist es wirklich
noetig, 20%iges KOH zu haben?
Dasselbe wuerde mich auch in Hinblick auf Saeuren (insbesondere HCl)
interessieren.
MfG,
Werner

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Re: Düngerling ?(Bild)

Peter K., (vor 8923 Tagen) @ hellmut

Hallo Pilzfreunde,
kann es sich bei den gezeigten Pilzen um Vertreter der Gattung
Panaeolus handeln ?
Gefunden an einem Erdwall bedeckt mit Hackschnitzel neben einer Straße.
Angelockt hat mich eigentlich ein stattliches Exemplar des
Acker-Scheidlings in dessen Nähe sich auch die gezeigten Pilze
befanden.
Spp. Schwarz
Geruch unauffällig
Stiel hohl, brüchig
Kann mir jemand weiterhelfen ?
Grüße Hellmut

Hallo Hellmut,

eindeutig Psathyrella, aber ohne umfangreiche Mikro's (Zystiden, Sporen) ist keine Artbestimmung sinnvoll.

Gruß, Peter

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Re: Düngerling ?(Bild)

Christoph ⌂, (vor 8923 Tagen) @ Peter K.

Hallo Hellmut,
eindeutig Psathyrella, aber ohne umfangreiche Mikro's (Zystiden, Sporen) ist
keine Artbestimmung sinnvoll.
Gruß, Peter

Hi Peter,

ganz deiner Meinung...

@Jogi: Panaeolus kannst du u. A. an den gefleckten Lamellen erkennen. Die Sporen reifen unterschiedlich schnell, so dass es immer kleine Flecken gibt, an denen sie achon schwarz sind, an anderen noch grau...
Haben auch andere Arten, aber eben alle Düngerlinge...

Gruß, Christoph

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Danke für die Beiträge *oT*

hellmut, (vor 8923 Tagen) @ hellmut

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