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Frage zu Schimmelpilzen

Jens ⌂, (vor 8912 Tagen)

Hallo,

kennt jemand von Euch Geolino? (ein Heft für Jugendliche mit wissenschaftlichen Themen)

In der neuesten Ausgabe gibt es einen Artikel über Schimmelpilze.
Alle schön groß durchs Elektronenmikroskop dargestellt.

Bsp: Aspergillus glaucus in wunderschönem grün!
Aspergillus nidulans leuchtend rot!
Aspergillus niger (allerding deutlich von außen beleuchtet) sah auch grün aus.

Mein Frage: Haben diese Schimmel wirklich solche Farben, oder wird das später eingefärbt (z.B. um das Interesse zu steigern)?

Gruß Jens

P.S. Leider habe ich Aspergillus flavus (den Fluch der Pharaonen) nicht im Heft abgebildet gefunden. Schade, den würde ich mir gern mal ansehen!

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Re: Frage zu Schimmelpilzen

Christoph ⌂, (vor 8912 Tagen) @ Jens

Hallo Jens,

natürlich sind die Aufnahmen nachträglich eingefärbt. Es sind ja Bilder vom Elektronenmokroskop.
Einerseits sind die Proben, also der Pilz, mit Gold oder Platin besputtert, was eine Frane eh verdecken würde, andererseits werden ja "nur" Elektronen eingefangen und rückwirkend in ein lichtoptisches Bild umgewandelt. Das heißt in Graustufen. Es ist ja kein lichtoptisches Mikroskop, mit dem man Farben sehen könnte.
Im Original sind die bilder einfach grau, so wie z. B. die Spore vom Strubbelkopf, die ich im DGfM-Forum abgebildet habe, unter: http://www.dgfm-ev.de/phorum/read.php?f=8&i=2&t=2.
Bunt macht's einbfach nur mehr her, es sind aber Kunstfarben.

Die meisten Aspergillus und Penicilium-Arten sind in Wirklichkeit grünlich, bzw. deren Sporen sind es.
Aspergillus flavus habe ich noch nicht in Kultur gesehen, vielleicht ist der mehr gelbgrünlich? Keine Ahnung.

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen,

Grüße, Christoph
www.dgfm-ev.de/phorum

Hallo,
kennt jemand von Euch Geolino? (ein Heft für Jugendliche mit
wissenschaftlichen Themen)
In der neuesten Ausgabe gibt es einen Artikel über Schimmelpilze.
Alle schön groß durchs Elektronenmikroskop dargestellt.
Bsp: Aspergillus glaucus in wunderschönem grün!
Aspergillus nidulans leuchtend rot!
Aspergillus niger (allerding deutlich von außen beleuchtet) sah auch grün
aus.
Mein Frage: Haben diese Schimmel wirklich solche Farben, oder wird das später
eingefärbt (z.B. um das Interesse zu steigern)?
Gruß Jens
P.S. Leider habe ich Aspergillus flavus (den Fluch der Pharaonen) nicht im
Heft abgebildet gefunden. Schade, den würde ich mir gern mal ansehen!

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Re: Frage zu Schimmelpilzen

Jens ⌂, (vor 8911 Tagen) @ Christoph

Hallo Jens,
natürlich sind die Aufnahmen nachträglich eingefärbt. Es sind ja Bilder vom
Elektronenmokroskop.
Einerseits sind die Proben, also der Pilz, mit Gold oder Platin besputtert,
was eine Frane eh verdecken würde, andererseits werden ja "nur"
Elektronen eingefangen und rückwirkend in ein lichtoptisches Bild
umgewandelt. Das heißt in Graustufen. Es ist ja kein lichtoptisches
Mikroskop, mit dem man Farben sehen könnte.
Im Original sind die bilder einfach grau, so wie z. B. die Spore vom
Strubbelkopf, die ich im DGfM-Forum abgebildet habe, unter:
http://www.dgfm-ev.de/phorum/read.php?f=8&i=2&t=2 .
Bunt macht's einbfach nur mehr her, es sind aber Kunstfarben.
Die meisten Aspergillus und Penicilium-Arten sind in Wirklichkeit grünlich,
bzw. deren Sporen sind es.
Aspergillus flavus habe ich noch nicht in Kultur gesehen, vielleicht ist der
mehr gelbgrünlich? Keine Ahnung.
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen,
Grüße, Christoph
www.dgfm-ev.de/phorum

Hallo Christoph,

danke für die Antwort. Ich kenne mich mit Elektronenmikroskopie nicht aus, es war mir nicht klar, daß dort jedes Bild zunächst mal grau aussieht.

Hast mir weitergeholfen!

Gruß Jens

P.S. Das neue Forum auf der Seite der DGFM gefällt mir gut.

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Emi und Remi-Aufnahmen

Thomas Pruß, (vor 8911 Tagen) @ Christoph

Moin Chrsitoph,
du oder ich? Einer von uns sollte vielleicht einen kleinen Grundkurs über die (Raster-)Elektronenmikroskopie hier rein stellen (oder auf die DGFM-Seite). Da du damit wohl öfter zu tun hast als ich, wärest du eigentlich der geeignete Kandidat. Meine Emi-Zeiten sind schon über 10 Jahre her. Das Thema ist spannend und interessant und dürfte hier im Forum in „offene Ohren“ resp. Augen fallen ;-)
Grüsslis
Thomas

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Re: Emi und Remi-Aufnahmen

Christoph ⌂, (vor 8910 Tagen) @ Thomas Pruß

Seass Thomas (= Servus Thomas *grins*),

was meinst du mit "Grundkurs"? Da ja kaum jemand in seinem Keller ein REM stehen hat (ich leider auch nicht, jedenfalls nicht privat *schnüff*), bringt es wohl nix, Präpariertechniken etc. zu erklären...
Die exakte Bilderzeigung kann ein/e waschechte/r Physiker/in wohl am besten erklären.
Aber vielleicht ist es sinnvoll, die Probleme bzw. die Grenzen der Elektronenmikroskopie mal zu beleuchten...
Vielleicht gibt es ja mal eine konkrete Fragestellung.

Beste Grüsslis zurück

Moin Chrsitoph,
du oder ich? Einer von uns sollte vielleicht einen kleinen Grundkurs über die
(Raster-)Elektronenmikroskopie hier rein stellen (oder auf die
DGFM-Seite). Da du damit wohl öfter zu tun hast als ich, wärest du
eigentlich der geeignete Kandidat. Meine Emi-Zeiten sind schon über 10
Jahre her. Das Thema ist spannend und interessant und dürfte hier im Forum
in „offene Ohren“ resp. Augen fallen ;-)
Grüsslis
Thomas

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Wink mit dem Gartenzaun ;-)

Birgit, (vor 8910 Tagen) @ Christoph

Die exakte Bilderzeigung kann ein/e waschechte/r Physiker/in wohl am besten
erklären.

....aber ich seh heut so schlecht, hab meine Brille vergessen ;-). Hab recht wenig Ahnung vom REM, Vorführungen haben mich aber immer fasziniert, weil man beim Anschauungsobjekt "Käfer Karl" immer so schön in die Detailtiefe gehen konnte.

Birgit

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Re: Wink mit dem Gartenzaun ;-)

Christoph ⌂, (vor 8910 Tagen) @ Birgit

Hi Birgit *breit grins*... *noch breiter grins*

Schön, dass dich der Zaunpfahl nicht völlig erschlagen hat *am breitesten grins*
Man muss ja auch nicht viel Ahnung vom REM haben, um das prinzip zu erklären. Es reicht, zu erklären, dass Elektronen auch Wellencharakter haben. Für die Bilderzuegung werden die Rückstreuelektronen verwendet. Daher kann man mit besonderen Geräten auch die Struktur des Objekts erfassen (z. B. wieviel Kohlenstoff ist drin, wievile Stickstoff etc.), da der Strahl eine gewisse Tiefe auch eindringt. Die Rückstreuelektronen-Wellen weisen dann Absorptionslinien auf, aus denen man die Struktur der Materie etwa ersehen kann.
Das besputtern mit Gold/Platin hilft, das Objekt zu erden. Es werden ja Elektronen absorbiert, d. h. das Objekt lädt sich auf. Dadurch wird aber der Elektronenstrahl abgelenkt -> Bild wird unscharf, irgendwann geht gar nichts mehr.
Deshalb müssen die absorbierte Ladungen abfließen.
Das Objekt ist im Vakuum, drum muss es speziell gerocknet werden. Wenn noch Wasser übrig wäre, würde dies sofort verdampfen. Wasser ist zum einen polar, was blöd ist, zum anderen würde die Sputter-Schicht teilweise wegplatzen, es bilden sich regelrechte Blasen.
Der Wasserdampf im Mikroskop würde den Elektronenstrahl zudem sehr stören.
Deshaln ist die Probenvrobereitung wichtig, es können aber auch Artefakte auftreten.

Vielleicht kannst du ja anschaulich Elektronenwellen erklären *grins*

Grüße an die Physikerin,

Christoph

....aber ich seh heut so schlecht, hab meine Brille vergessen ;-). Hab recht
wenig Ahnung vom REM, Vorführungen haben mich aber immer fasziniert, weil
man beim Anschauungsobjekt "Käfer Karl" immer so schön in die
Detailtiefe gehen konnte.
Birgit

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Der Fluch des Pharao (Ergänzung) *PIC*

Jürg, (vor 8911 Tagen) @ Jürg

Hallo Jens
hier ein schön leuchtend gelb gefärbtes Bild des Aspergillus flavus
mit den entsprechenden Erklärungen zum Fluch des Pharao (auf Deutsch)

http://members.easyspace.com/Brig/Egypt/docs/fluch.html

Und hier noch ein schönes Bild des Schimmelpilzes in mehr oder weniger natürlicher Grösse
[image]

Original befindet sich unter der Adresse
www.apsnet.org/online/archive/1998/pean074.htm

Gruss
Jürg

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Ganz toll! recht vielen Dank. *oT*

Jens ⌂, (vor 8911 Tagen) @ Jürg

- kein Text -