Hallo Georg,
die lange Synonymliste geht auf die Holländerin Else Vellinga zurück. Ich
glaube der entsprechende Artikel war sogar in den AMO-Heften abgedruckt
("Über P. plautus und weitere weiße Dachpilze" oder
irgendsowas).
Jedenfalls kenne ich Deinen Pilz mit der auffallenden Hutriefung gut, ist
immer weißlich bis blaßest cremefarben, ziemlich klein. Ich bin immer auf
P. semibulbosus gekommen, je nach dem in welchem Sinne man diese Art
interpretiert. Die Synonymierung mit P. plautus hat mir auch noch nie
gefallen, wobei plautus eine Art ist die von weißen bis bräunlichen Hüten
wohl alle Zwischenfarben ausbilden kann.
Meine Funde waren übrigens oft von Hainbuche, einmal auch scheinbar von
Erdboden.
Gruß,
Andreas
Hi Andreas, hi Georg
ich hab' mal nachgelesen.
In AMO 3:173-180(1987) bezieht Vellinga sich zu P. plautus leider fast nur auf die Originalstelle in Persoonia 12:353-361(1985), die ich nicht habe. In der Flora Neerlandica 2, 45 (1990) kann man dann nochmal ähnliches nachlesen.
"Es gibt nicht nur einen gleitenden Übergang der in der Farbe von weiß bis dunkelbraun, sondern auch einen Übergang in der Sporengröße von groß bis klein und im Längen- zu Breitenverhältnis der Huthautelemente von klein bis groß, leider aber mit Ausnahmen auf diese allmählichen Übergänge und ohne Lücken. Es handelt sich bei den weißen Varianten also deutlich nicht nur um das Fehlen von Pigment." (Vellinga in AMO 3 )
Für eine Art-Trennung nach den Regeln botanischer Nomenklatur ist so ein Sachverhalt natürlich nicht geeignet.
...dass sich die blöden Pilze nicht mal endlich an einfache Regeln halten können 