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Eierwulstling/Fransiger Wulstling?

Werner, (vor 8897 Tagen)

Hallo,

heute habe ich mitten in Muenchen unter Hainbuche zwei Ruinen eines dieser Pilze gefunden. Leider hat irgendein Trottel wohl wieder mal unbedingt 'giftige Pilze' umtreten muessen.

Nun zur Beschreibung: Die noch kompletten Huete hatten ueber 10 cm Durchmesser, die Lamellen waren sehr weich, der Geruch war etwas unangenehm bei dem Aelteren (schon ein bisschen wie Aas oder alter Fisch). Der Stiel war oben mehlig bestaeubt, leider waren sowohl die restlichen Stiele als auch die Knolle nicht mehr genau erkennbar, wegen der Vandalen.

Auf den Hueten waren schmutzige Velumreste von einiger Groesse.

Dass es sich um eine der grossen weissen Amanitas handelt, weiss ich sicher. Das A. virosa ausfaellt, weiss ich auch definitiv. Ich denke, es muesste also entweder ovoidea oder strobiliformis sein. Ich tendiere zu ovoidea, da die Velumschuppen auf der Huthaut nicht ueber die ganze Flaeche verteilt waren, nur kleine Fransen etwas runterhingen und der Fischgeruch wohl auch eher fuer ovoidea spricht (allerdings kann das auch vom Alter her kommen??).

Kann mir jemand sagen, wie ich mit 2 aelteren Hueten und nur minimalen daranhaengenden Stielresten noch eine Bestimmung hinkriege? Die Sporengroesse gibt ja wohl nicht viel her und im Breitenbach ist ovoidea leider nicht drin.

Gibt's Mikromerkmale, die typisch fuer den einen, aber nicht den anderen sind?

Fragend und im Voraus dankend,

Werner

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Re: Eierwulstling/Fransiger Wulstling?

Christoph ⌂, (vor 8897 Tagen) @ Werner

Hi Werner,

Amanita strobiliformis ist in München häufig in Alleen zu finden.
Der Eierwulstling ist für München völlig unbekannt...
Daher im Zweifel gegen den Seltenen...

Grüße, Christoph

Hallo,
heute habe ich mitten in Muenchen unter Hainbuche zwei Ruinen eines dieser
Pilze gefunden. Leider hat irgendein Trottel wohl wieder mal unbedingt
'giftige Pilze' umtreten muessen.
Nun zur Beschreibung: Die noch kompletten Huete hatten ueber 10 cm
Durchmesser, die Lamellen waren sehr weich, der Geruch war etwas
unangenehm bei dem Aelteren (schon ein bisschen wie Aas oder alter Fisch).
Der Stiel war oben mehlig bestaeubt, leider waren sowohl die restlichen
Stiele als auch die Knolle nicht mehr genau erkennbar, wegen der Vandalen.
Auf den Hueten waren schmutzige Velumreste von einiger Groesse.
Dass es sich um eine der grossen weissen Amanitas handelt, weiss ich sicher.
Das A. virosa ausfaellt, weiss ich auch definitiv. Ich denke, es muesste
also entweder ovoidea oder strobiliformis sein. Ich tendiere zu ovoidea,
da die Velumschuppen auf der Huthaut nicht ueber die ganze Flaeche
verteilt waren, nur kleine Fransen etwas runterhingen und der Fischgeruch
wohl auch eher fuer ovoidea spricht (allerdings kann das auch vom Alter
her kommen??).
Kann mir jemand sagen, wie ich mit 2 aelteren Hueten und nur minimalen
daranhaengenden Stielresten noch eine Bestimmung hinkriege? Die
Sporengroesse gibt ja wohl nicht viel her und im Breitenbach ist ovoidea
leider nicht drin.
Gibt's Mikromerkmale, die typisch fuer den einen, aber nicht den anderen
sind?
Fragend und im Voraus dankend,
Werner

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Re: Eierwulstling/Fransiger Wulstling?

Rudi, (vor 8897 Tagen) @ Werner

Hallo, Werner,
bei den pilzruinen ist es ja wohl schwierig, aber vielleicht noch ein tip:
das velum von ovoidea (zumindest bei meinen Funden) ist viel dicker als bei strobiliformis. beim Eierwulstling mehrere mm (anfangs 3-4mm), beim fransigen eher nur 1-2mm
grüße rudi

Hallo,
heute habe ich mitten in Muenchen unter Hainbuche zwei Ruinen eines dieser
Pilze gefunden. Leider hat irgendein Trottel wohl wieder mal unbedingt
'giftige Pilze' umtreten muessen.
Nun zur Beschreibung: Die noch kompletten Huete hatten ueber 10 cm
Durchmesser, die Lamellen waren sehr weich, der Geruch war etwas
unangenehm bei dem Aelteren (schon ein bisschen wie Aas oder alter Fisch).
Der Stiel war oben mehlig bestaeubt, leider waren sowohl die restlichen
Stiele als auch die Knolle nicht mehr genau erkennbar, wegen der Vandalen.
Auf den Hueten waren schmutzige Velumreste von einiger Groesse.
Dass es sich um eine der grossen weissen Amanitas handelt, weiss ich sicher.
Das A. virosa ausfaellt, weiss ich auch definitiv. Ich denke, es muesste
also entweder ovoidea oder strobiliformis sein. Ich tendiere zu ovoidea,
da die Velumschuppen auf der Huthaut nicht ueber die ganze Flaeche
verteilt waren, nur kleine Fransen etwas runterhingen und der Fischgeruch
wohl auch eher fuer ovoidea spricht (allerdings kann das auch vom Alter
her kommen??).
Kann mir jemand sagen, wie ich mit 2 aelteren Hueten und nur minimalen
daranhaengenden Stielresten noch eine Bestimmung hinkriege? Die
Sporengroesse gibt ja wohl nicht viel her und im Breitenbach ist ovoidea
leider nicht drin.
Gibt's Mikromerkmale, die typisch fuer den einen, aber nicht den anderen
sind?
Fragend und im Voraus dankend,
Werner

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Re: Eierwulstling/Fransiger Wulstling?

Andreas ⌂, (vor 8896 Tagen) @ Werner

Hallo,
heute habe ich mitten in Muenchen unter Hainbuche zwei Ruinen eines dieser
Pilze gefunden. Leider hat irgendein Trottel wohl wieder mal unbedingt
'giftige Pilze' umtreten muessen.
Nun zur Beschreibung: Die noch kompletten Huete hatten ueber 10 cm
Durchmesser, die Lamellen waren sehr weich, der Geruch war etwas
unangenehm bei dem Aelteren (schon ein bisschen wie Aas oder alter Fisch).
Der Stiel war oben mehlig bestaeubt, leider waren sowohl die restlichen
Stiele als auch die Knolle nicht mehr genau erkennbar, wegen der Vandalen.
Auf den Hueten waren schmutzige Velumreste von einiger Groesse.
Dass es sich um eine der grossen weissen Amanitas handelt, weiss ich sicher.
Das A. virosa ausfaellt, weiss ich auch definitiv. Ich denke, es muesste
also entweder ovoidea oder strobiliformis sein. Ich tendiere zu ovoidea,
da die Velumschuppen auf der Huthaut nicht ueber die ganze Flaeche
verteilt waren, nur kleine Fransen etwas runterhingen und der Fischgeruch
wohl auch eher fuer ovoidea spricht (allerdings kann das auch vom Alter
her kommen??).
Kann mir jemand sagen, wie ich mit 2 aelteren Hueten und nur minimalen
daranhaengenden Stielresten noch eine Bestimmung hinkriege? Die
Sporengroesse gibt ja wohl nicht viel her und im Breitenbach ist ovoidea
leider nicht drin.
Gibt's Mikromerkmale, die typisch fuer den einen, aber nicht den anderen
sind?
Fragend und im Voraus dankend,
Werner

Hallo Werner,

Amanita ovoidea hat keine Hüllreste auf dem Hut. Lediglich der Hutrand kann (vor allem jung) wattig-flockig behangen sein. Das Velum auf Hut/Hutrand ist bei strobiliformis stabiler als bei ovoidea. Dagegen hat ovoidea eine stabile, ausgeprägte Volva, während strobiliformis ein brüchige, sich in Fetzen auflösende hat.

Amanita ovoidea dürfte eine der seltensten Arten in der BRD sein, deutlich seltener als der Kaiserling. A. strobiliformis dagegen ist örtlich zerstreut, so auch in der Stuttgarter Gegend hie und da in Parks und Vorgärten oder lichten Wäldern, gerne auch bei Birke oder Linde.

Gruß,
Andreas

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Fransiger Wulstling

Werner, (vor 8896 Tagen) @ Andreas

Ich danke Euch allen. Ja, es spricht praktisch alles fuer strobiliformis. Auch die Dicke des Velums ist bei den ausgewachsenen Exemplaren unter 1 mm gewesen. Gefunden habe ich sie unter Hainbuche im Vorgarten einer Siedlung.

Gruss,

Werner