Pilze Pilze Forum
Erweitert

Gesundheit

Harry Andersson, (vor 8883 Tagen)

Im Rahmen der "Gesundheitswelle/zurück zu Mutter Natur oder Hildegard von Bingen" wurden viele Pilzarten unter dem Mäntelchen der Information auf das Podest der Heilsbringer gehoben und vermarktet. Besonders gesund, wenn schon die alten Chinesen ... Von Shii take und Ling Zhi bis zum Champignon oder Stinktäubling, von tumorhemmend, entspannend bis blutdrucksenkend oder sogar potenzsteigernd werden sie zitiert. Meine Shii take-Kur über 3 Wochen (gekocht, gebraten, als Suppe, als Pille)hat weder meinen Blutdruck noch meinen Cholesterinspiegel gesenkt. Hat schon mal jemand heilende Wirkung an sich selbst festgestellt?
Gute Besserung wünscht allen, die z. Zt. darniederliegen
Harry-A

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Gesundheit

Dieter Weiss, (vor 8883 Tagen) @ Harry Andersson

Ich glaube dass darf man nicht so verbissen sehen. Pilze fördern die Gesundheit aus drei Gründen:
1. Man hat Bewegung an der frischen Luft und in der Natur
2. Man hat ein Thema mit dem man sich geistig auseinandersetzen kann. Es schärft die Beobachtungsgabe, baut stress ab und lenkt von anderen unangenehmen Seiten des Lebens ab.
3. Pilze sammeln fördet die zwischenmenschliche Kommunikation (siehe dieses Forum, aber auch direkt)

wenn es dazu noch auf bestimmten Inhaltsstoffen beruhende Wirkungen gibt, ist das zwar nett, spielt aber im Vergleich mit den Punkten 1,2 und 3 kaum eine Rolle.

Dieter

Eintrag gesperrt
4 Aufrufe

Re: Gesundheit

Trial&error-mushroom-user, (vor 8883 Tagen) @ Dieter Weiss

Guten morgen!
Vor Jahren hatte ich Mononucleose, das Pfeiffersche Drüsenfieber. Auch Monate nach der Akutphase mit Leberschaden, Krankenhausaufenthalt und Milzschwellung war ich ständig müde, immunschwach. Ich nahm Shiitake-Pilze und ich bildete mir zumindest ein, dass es besser wurde mit der "Schlafsucht".
Irgendwann war dann Krankheit vorbei.
Ob das von den Pilzen kam, zumindest möglich.

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Gesundheit

Karin, (vor 8883 Tagen) @ Harry Andersson

Lieber Harry,

ich denke mir, dass das so läuft, dass im Rahmen von wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt wird, dass in einem Pilz ein paar Moleküle eines Wirkstoffes gefunden, isoliert, synthetisiert und getestet werden und dass diese Tatsache von geschäftstüchtigen Autoren so positiv wie möglich ausgeschmückt wird.
Dass diese Pilze dann wirklich Heilkräfte entfalten, kann man zum einen den Inhaltsstoffen, zum anderen dem Placebo-Effekt infolge der Lektüre der "Heilpilz-Bücher" zuschreiben. Wenn es hilft, soll es ohnehin egal sein und darüber hinaus gibt es Schlimmeres als leckere Pilze. Dass die gefundenen Stoffe tatsächlich wirksam sind, ist unbestritten, nur in den Pilzen selbst sind viel zuwenige davon. Oder Du müsstest sie zehnkiloweise verdrücken. (Schopftintlinge sollen übrigens eine Blutzucker senkende Wirkung haben, sagt Lelley.)
Wirksame Inhaltstoffe in relevanten Mengen scheinen allerdings im Lackporling Ganoderma lucidum zu sein.
Und in Russland wird der Birken-Schillerporling Inonotus obliquus, diese schwarzen, infertilen Knollen, getrocknet, zu Pulver gemahlen und mit Wasser (oder Vodka) verrührt als Universal-Hausmittelchen gegen viele Malaisen eingenommen wie bei uns Aspirin. Über die Inhaltsstoffe darin ist mir hingegen nichs bekannt.

Gute Besserung wünscht Dir Karin

P.S. Ich halte ja nach wie vor Peniscillium sp. für den einzig wirksamen Heilpilz.

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Gesundheit

Georg, (vor 8883 Tagen) @ Karin

Hallo Karin,

ich denke mir, dass das so läuft, dass im Rahmen von wissenschaftlichen
Untersuchungen festgestellt wird, dass in einem Pilz ein paar Moleküle
eines Wirkstoffes gefunden, isoliert, synthetisiert und getestet werden
und dass diese Tatsache von geschäftstüchtigen Autoren so positiv wie
möglich ausgeschmückt wird.

das Problem daran ist, dass Pilze eben nur sehr unzureichend untersucht
sind. Von 'Tests am Menschen' kann schon gar nicht die Rede sein. Das
liegt denke ich daran, dass die westliche Kultur (und da insbesondere die
angelsächsische) eher 'mykophob' (im Sinne Wassons) eingestellt ist
und den Pilzen generell eher skeptisch gegenübersteht. Das zeigt
sich auch darin, dass wissenschaftliche Untersuchungen von Pilzen
vielfach die negativen Inhaltsstoffe zum Thema haben (Agaricin in Champignons
krebserregend? * Schwermetalle in Pilzen! * Leberschäden durch Trockenpilze
usw usw...)
Was bei Heilpflanzen selbstverständlich ist (Screening auf pharmakologisch
verwertbare Substanzen) steckt bei den Pilzen noch in den Kinderschuhen.

Ich bin sicher, dass gerade in den ja als 'Chemiefabriken' berüchtigten
Pilzen jede Menge interessante und auch medizinisch wirksame Stoffe
auf ihre Entdeckung warten.

Georg

Eintrag gesperrt
4 Aufrufe

Re: Analyse Pilzinhaltsstoffe

Gottfried, (vor 8883 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,
in Zusammenarbeit mit der TLL Jena und der Uni Jena bin ich gegenwärtig dabei, einige interessante Kulturpilze auf ihre Inhaltsstoffe hin untersuchen zu lassen. Begonnen hat die Serie mit Lentinus edodes (Shii Take), Pleurotus citrinopileatus (Limoenseitling) und Fomes fomentarius (Echter Zunderschwamm). Alle Pilze wachsen bei mir auf dem natürlichsten aller Substrate- auf Massivholz. Anschließend- so ist es geplant- werde ich eine unabhängige Ernährungswissenschaftlerin zwecks Auswertung der Ergebnisse einbeziehen.
Gruß G.

Hallo Karin,
das Problem daran ist, dass Pilze eben nur sehr unzureichend untersucht
sind. Von 'Tests am Menschen' kann schon gar nicht die Rede sein. Das
liegt denke ich daran, dass die westliche Kultur (und da insbesondere die
angelsächsische) eher 'mykophob' (im Sinne Wassons) eingestellt ist
und den Pilzen generell eher skeptisch gegenübersteht. Das zeigt
sich auch darin, dass wissenschaftliche Untersuchungen von Pilzen
vielfach die negativen Inhaltsstoffe zum Thema haben (Agaricin in Champignons
krebserregend? * Schwermetalle in Pilzen! * Leberschäden durch Trockenpilze
usw usw...)
Was bei Heilpflanzen selbstverständlich ist (Screening auf pharmakologisch
verwertbare Substanzen) steckt bei den Pilzen noch in den Kinderschuhen.
Ich bin sicher, dass gerade in den ja als 'Chemiefabriken' berüchtigten
Pilzen jede Menge interessante und auch medizinisch wirksame Stoffe
auf ihre Entdeckung warten.
Georg

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Ernährungswissenschaftlerin!

tom, (vor 8883 Tagen) @ Gottfried

Hallo,

wann wäre etwa der Einstellungstermin der Ernährungswissenschaftlerin? Meine Freundin ist eine und sucht bald eine neue Stelle...

Grüße, tom

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Gesundheit

Huperzia ⌂, (vor 8883 Tagen) @ Dieter Weiss

Hallo Dieter,

Du hast vergessen:
1. die Unfallgefahr bei Stolpern über Baumwurzeln bei den Waldgängen
2. der Streß beim Bestimmen und den Ärger bei Nichterfolg
3. die Vergiftungsgefahr

...und das läßt sich dann nur durch die Einnahme besonderer pilzlicher Inhaltsstoffe kurieren.

...aber eigentlich wollte ich dir nur noch einen schönen Urlaub wünschen.

Viele Grüße,

Tanja

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Gesundheit

Karin, (vor 8883 Tagen) @ Georg

Lieber Georg,

Nur scheinbar wird viel mehr nach Schadstoffen gefahndet als nach medizinisch wirksamen Substanzen und nur scheinbar eher in Pflanzen als in Pilzen: Die Pharmakonzerne geben eine Menge Geld für das Screening aller möglichen Stoffe aus und versuchen schneller zu sein als ihre Wettbewerber, wenn es darum geht einen gefundenen Stoff patentieren zu lassen um ihn anschließend zu vermarkten. Der Wettbewerb ist mörderisch. Leider sind diese Ergebnisse, im Gegensatz zu denen der Universitäten, nicht allgemein zugänglich. Auch werden die gefundenen Substanzen (selbstverständlich) auf ihre Wirksamkeit getestet: Erst an Tieren (schon der Gedanke daran verursacht mir Magenschmerzen), dann im klinischen Versuch. Und wenn ein Inhaltsstoff dann endlich als Präparat auf dem Markt ist, dann sind die Zeitungen voll von entsprechend lancierten Artikeln. Aber erst dann, und im Fall von Pilzen kommt es trotz der Chemiefabriken offenbar nicht allzu häufig vor.
Bezogen auf die Ausgangsfrage: Sind Pilze heilsam? muss man eben sagen, dass sie wohl in den meisten Fällen ein gesundes Lebensmittel sind, mehr aber nicht. Das Meiste dessen, was in den Heilpilzbüchrn steht, ist unwahr oder übertrieben. Dass manche Pilze Schwermetalle anreichern, beeinträchtigt eine mögliche Heilwirkung nicht selten bis hin zum Gegenteil des Erwünschten. (Doch könnte ich mir denken, dass selbst cadmiumhaltige, gilbende Egerlinge immer noch gesünder sind als Pommes mit grünem Ketchup).
Dass es Völker gibt, die mykophiler sind als andere, ist auch unbestritten: In Osteuropa schnitzen sie nicht nur Pilzmännchen und häkeln Pilzkissen, sondern sie essen auch heute noch Kahle Kremplinge in Massen und Lorcheln und Gelbe Knollis sowieso. Wir misstrauen diesen Arten aus guten Gründen, aber sind wir deshalb mykophob? Ich erinnere mich noch gut, dass ich mir mal einen Haufen Schelte eingefangen habe, als ich behauptete, dass manche Pilzarten gar nicht so schlimm sind, wie der Anschein erweckt wird (Lorcheln sind für mich eine wahre kulinarische Offenbarung, für die ich ein paar Meter zu laufen bereit bin). Einer sagte mir darauf, dass man doch froh sein sollte über jeden Pilz, der als Giftpilz enttarnt sei und sich endlich als solcher in der Volksliteratur etabliert hätte.
Das finde ich nun wirklich ausgesprochen mykophob.

Gruss Karin

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Analyse Pilzinhaltsstoffe

albi, (vor 8883 Tagen) @ Gottfried

hallo
über dieses thema lässt sich ein roman schreiben
bestimmt gibt es viele pilze die wirkstoffe enthalten, die abernicht durch die klinischen prüfungen gekommen sind
aber die industrie sucht ja immer nach Dem wirkstoff und arbeitet selten mit
dem reinen naturprodukt das ja viele wirkstoffe enthält
ich bin im übrigen der ansicht,daß die pharmaindustrie viele gute naturstoffe
in der schublade verschwinden lässt um weiter ihre alten mittel zu verkaufen
aber ich möchte auch an das mutterkorn erinnern
oder cyclosprin ( sandimmun) das die organabstoßung nach transplantationen
verhindert
so weit mir bekannt wurde es in einem bodenpilz aus norwegen gefunden
gruß
albi

Eintrag gesperrt
4 Aufrufe

Re: Gesundheit

schircha_pilz, (vor 8881 Tagen) @ Huperzia

Ihr seits ja olle deppat.... auf die gesundheit kon ma eh drauf scheissn...jedn tag eine kiste bier...dann passt das schon....
da is ja auch ein hefe pilz drin im bier....so und wos anderes is eh scheisse...

P.s.: satz ihr schwul ? oder datz ihr nur so ?