Milchlingsfragen
Hallo,
wie schon kurz geschrieben hab ich gestern auch pechschwarze Milchlinge(Lactarius picinus gefunden). Nun hab ich einen nochmal gekostet und da verwundert mich doch stark, daß ein Exemplar richtig mild und angenehm und ein anderes nur schwach bitter schmeckte, scharf schmeckte keines. Das milde Exemplar hat einen ganz leicht eingekerbten Hutrand. Die beiden milchten auch gestern noch und waren keineswegs total überaltert und, alt das milde Exemplar ist noch richtig fest und knackig wollte nur heute nicht mehr so recht milchen.
Fundort war ein richtig saurer Fichtenwald auf ca. 1000m Höhe, der auch noch (Hoch?)mooranteile hat. Kann picinus wirklich so mild sein? In den Büchern steht, daß er ne scharfe Milch hat. Andreas, falls du das liest, ich habe deinen alten Beitrag über die "Korallenreizker" (Plinthogali) rausgesucht, leider ist das Foto romagnesii/picinus wieder weg, aber romagnesii kommt wohl wegen des Fundortes sowieso nicht in Frage und von fuliginosus hab ich kein Bild und wellig verbogen am Rand ist er auch nicht. Der Pilz entsprich auch in seinem Äußeren einem typischen L. picinus.
Zweite Frage: Über den grubigen Milchling (lactarius scrobiculatus) steht in allen Büchern, daß er kalkliebend ist. Ich fand im gleichen Wald ca. 20 cm neben einem Heidelbeerstrauch ein Exemplar, das aussieht wie L. scrobiculatus und dessen Milch genauso schnell ins schwefelgelbe verfärbt. Von Kalk weit und breit keine Spur, gibt es evtl. noch nen anderen Milchling, der in Frage kommt? Oder nimmt es L. scrobiculatus doch nicht so genau mit dem Boden?
Vielen Dank im Voraus
Birgit