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Typus Hexenröhrling

Jo, (vor 8838 Tagen)

Hallo,

ich habe am 17.08.02 einen Boletus Erythropus gefunden zumindest vermute ich, daß es einer sein muß. Mein Zweifel besteht aber darin, daß dieser meines wissens kalkhaltige Böden meidet. Der Fundort liegt in der Nähe von Esslingen a.N. und ich dachte bisher, daß der Untergrund da recht kalkig sei.
Bei genauerem hinsehen hatte ich allerdings den Verdacht, daß es sich wohl eher um einen Boletus Dupainii handelt, da die bläung des Fleisches schwächer ausfällt und dieser eigentlich eher auf Kalk anzutreffen ist. Gefunden hab ich diesen allerdings noch nie.
Erstaunlicherweise ähnelt bis auf die bläung des Fleisches der Pilz sehr den Hexenröhrlingen die ich bisher im Schwarzwald/Kinzigtal gefunden habe. (100% Boletus Erythropus) Dort ist Kalk allerdings ein Fremdwort.
Weiß jemand ein einfaches Verfahren um die Bodenzusammensetzung zu bestimmen?

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Re: Typus Hexenröhrling

Werner, (vor 8837 Tagen) @ Jo

Du kannst Kalk leicht mit einem oder 2 Tropfen starker Saeure (HCl oder z. B. Autobatteriesaeure = H2SO4) testen. Wenn ein Gesteinsbrocken zu schaeumen anfaengt, ist es kalkhaltig.

Aber - es kann durchaus auch in Fichtenforsten vorkommen, dass diese auf Kalk stehen, aber durch die Fichtennadeln und/oder sauren Regen oberflaechenversauert sind und dass deshalb auch 'saure' Pilze dort wachsen - obwohl das Grundgestein kalkhaltig ist.

Gruss,

Werner

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Re: Typus Hexenröhrling

Jo, (vor 8837 Tagen) @ Werner

Du kannst Kalk leicht mit einem oder 2 Tropfen starker Saeure (HCl oder z. B.
Autobatteriesaeure = H2SO4) testen. Wenn ein Gesteinsbrocken zu schaeumen
anfaengt, ist es kalkhaltig.
Aber - es kann durchaus auch in Fichtenforsten vorkommen, dass diese auf Kalk
stehen, aber durch die Fichtennadeln und/oder sauren Regen
oberflaechenversauert sind und dass deshalb auch 'saure' Pilze dort
wachsen - obwohl das Grundgestein kalkhaltig ist.
Gruss,
Werner

Hallo Werner,

Danke für Deine Hilfe. Die Pilze sind, wie du gesagt hast im Fichtenwald gestanden. Allerdings ist der Bestand noch sehr Jung und nicht besonders großflächig. Drumherum stehen hauptsächlich Ahorn und Buchen. Daher war ich mir nicht ganz sicher ob ein junger Fichtenbestand schon einen wesentlichen Einfluß auf den Humus genommen hat. Jedenfalls werde ich das mit der Säure mal testen. Es hilft mir bestimmt auch weiter bei der Vorhersage welche Pilze wo stehen könnten.

Gruß,
Jo