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Stau-Pilzsuche, eine kurzweilige Sammelart

Schöner Wolff, (vor 9858 Tagen)

Hallo, hier ist Euer, na wer wohl?
Der schöne Wolff.
Heute habe ich eine neue Kurzweil entdeckt:
Bei meinen Diensfahrten stehe ich oft am Mittelstreifen und schaue, schaue und schärfe meinen selektiven Pilzblick und siehe da , 3 Spezies, zwar mini aber immerhin, sehr zufrieden
schautenm sie aus dem Müllmoos und zwischen den
Dornen/Eichenbüschen hervor. zT. sahen sie nach
Ritterlingen und ähnlich den Schwefelköpfen aus.

Vielleicht mal ein Ansporn, wer findet den ersten guten sicher bestimmbaren Pilz im Mittelstreifendschungel der Autobahn.
Seid alle gegrüßt, Euer Schöner Wolff

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Re: Stau-Pilzsuche, eine kurzweilige Sammelart

Sven, (vor 9858 Tagen) @ Schöner Wolff

Hallo, hier ist Euer, na wer wohl?
Der schöne Wolff.
Heute habe ich eine neue Kurzweil entdeckt:
Bei meinen Diensfahrten stehe ich oft am Mittelstreifen und schaue, schaue und schärfe meinen selektiven Pilzblick und siehe da , 3 Spezies, zwar mini aber immerhin, sehr zufrieden
schautenm sie aus dem Müllmoos und zwischen den
Dornen/Eichenbüschen hervor. zT. sahen sie nach
Ritterlingen und ähnlich den Schwefelköpfen aus.
Vielleicht mal ein Ansporn, wer findet den ersten guten sicher bestimmbaren Pilz im Mittelstreifendschungel der Autobahn.
Seid alle gegrüßt, Euer Schöner Wolff

Hi schöner Wolff!
Habe vor nicht allzu langer Zeit direkt am rechten Rand der A1 bei Wildeshausen mehrere Parasolpilze vom Auto aus gesehen. War natürlich Stau. Wäre am liebsten ausgestiegen und hätte sie mitgenommen, ging aber nicht, da es gerade da wieder weiter ging. Werde mal weiter die Mittelstreifen absuchen, wünsche Dir dabei ebefalls viel Spaß!

Gruß
Sven

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Re: Zufällige Funde

MHeidenreich, (vor 9857 Tagen) @ Schöner Wolff

Manchmal findet man die besten Pilze rein zufällig:
einst ließ ich mich im Auto nach Hause fahren,
schaute dabei in den Wald hinein - und auf einmal
entdekcte ich mehrere rundliche Gebilde in ca. 50 m
Entfernung.
Anhalten, aussteigen und nachsehen: eine hexenring - ähnliche
Ansammlung sehr großer, prächtiger Steinpilze, bis 25 cm Hut,
ca. 15 Stück, leider viele nicht mehr frisch.
1 Woche früher - ein Spitzenfund.

Vor kurzem sprach mich eine Frau im Wald auf meine
Pilzfunde an, die gerade ein Vogelhaus renovierte.
Ich ging hin, um die Pilze zu zeigen - und stand
auf einmal in einem Feld voller Parasolpilze !!!

MH

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Re: Zufällige Funde - Parasole

Kerstin, (vor 9857 Tagen) @ MHeidenreich

Manchmal findet man die besten Pilze rein zufällig:
einst ließ ich mich im Auto nach Hause fahren,
schaute dabei in den Wald hinein - und auf einmal
entdekcte ich mehrere rundliche Gebilde in ca. 50 m
Entfernung.
Anhalten, aussteigen und nachsehen: eine hexenring - ähnliche
Ansammlung sehr großer, prächtiger Steinpilze, bis 25 cm Hut,
ca. 15 Stück, leider viele nicht mehr frisch.
1 Woche früher - ein Spitzenfund.
Vor kurzem sprach mich eine Frau im Wald auf meine
Pilzfunde an, die gerade ein Vogelhaus renovierte.
Ich ging hin, um die Pilze zu zeigen - und stand
auf einmal in einem Feld voller Parasolpilze !!!
MH

Was mal wieder bestätigt: der Parasol - ein Herdentier

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Pilzstandort Innenstadt?

Wolfgang B., (vor 9857 Tagen) @ Schöner Wolff

Überhaupt ist ja das Pilzefinden außerhalb des Waldes nichts ungeweöhnliches, nur sucht man da nie gezielt. Allerdings hatte ich schon öfters die Idee, eine Art pilzbezogene Kartierung der Frankfurter Innenstadt zu machen. Was mir downtown schon alles in Vorgärten begegnet ist, macht richtige Freude.
In Nachbarschaft zu meiner Wohnung gab es einen Vorgarten, der jährlich regelmäßig ab etwa April bis Juni/Juli eine florierende Kolonie von Netzstieligen Hexenröhrlingen (B. luridus) hervorbrachte. Leider haben das die Bewohner auch bemerkt und irgendwer hat über irgend einen Apotheker herausgefunden, daß das "giftige Pilze" sein sollen. Seit zwei Jahren ist das Areal umgegraben und mit bodenbedeckendem dornigem Gestrüpp bepflanzt. Seither gab es nur noch einzelne Hexen und zuletzt gar keine mehr. An einer anderen Stelle des Grundstücks wachsen allerdings nach wie vor diverse Täublinge.
Eine weitere interessante Begegnung der dritten Art waren ein paar leibhaftige Speisemorcheln, die wohl mit der Befüllung neu angelegter Pflanzkübel in die Stadt gezogen waren. Betonformteile waren mit irgendwelchem Schutt aufgefüllt und noch nicht bepflanzt. Meine Frau meinte: "Was'n das?" - "Das? Hundescheiße." (Es war schon fast dunkel und die Morcheln richtig groß und damit hatte ich ja nicht gerechnet). "Quatsch, guck doch mal richtig!". Nun, wie gesagt, Morcheln. Leider auch der weiteren Bearbeitung der Kübel (Blumenerde aufgefüllt, mit pflegeleichtem Gestrüpp bepflanzt) zum Opfer gefallen.
Und sonstso: Champignons, Parasole und jede Menge Undefiniertes in den Parks ....

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Re: Pilzstandort Innenstadt?

Thomas Pruß, (vor 9857 Tagen) @ Wolfgang B.

Überhaupt ist ja das Pilzefinden außerhalb des Waldes nichts ungeweöhnliches, nur sucht man da nie gezielt. Allerdings hatte ich schon öfters die Idee, eine Art pilzbezogene Kartierung der Frankfurter Innenstadt zu machen. Was mir downtown schon alles in Vorgärten begegnet ist, macht richtige Freude.
In Nachbarschaft zu meiner Wohnung gab es einen Vorgarten, der jährlich regelmäßig ab etwa April bis Juni/Juli eine florierende Kolonie von Netzstieligen Hexenröhrlingen (B. luridus) hervorbrachte. Leider haben das die Bewohner auch bemerkt und irgendwer hat über irgend einen Apotheker herausgefunden, daß das "giftige Pilze" sein sollen. Seit zwei Jahren ist das Areal umgegraben und mit bodenbedeckendem dornigem Gestrüpp bepflanzt. Seither gab es nur noch einzelne Hexen und zuletzt gar keine mehr. An einer anderen Stelle des Grundstücks wachsen allerdings nach wie vor diverse Täublinge.
Eine weitere interessante Begegnung der dritten Art waren ein paar leibhaftige Speisemorcheln, die wohl mit der Befüllung neu angelegter Pflanzkübel in die Stadt gezogen waren. Betonformteile waren mit irgendwelchem Schutt aufgefüllt und noch nicht bepflanzt. Meine Frau meinte: "Was'n das?" - "Das? Hundescheiße." (Es war schon fast dunkel und die Morcheln richtig groß und damit hatte ich ja nicht gerechnet). "Quatsch, guck doch mal richtig!". Nun, wie gesagt, Morcheln. Leider auch der weiteren Bearbeitung der Kübel (Blumenerde aufgefüllt, mit pflegeleichtem Gestrüpp bepflanzt) zum Opfer gefallen.
Und sonstso: Champignons, Parasole und jede Menge Undefiniertes in den Parks ....

Hallo Wolfgang,
Du wohnst ja in einer netten Umgebung ;-). Auch ich finde mitten im Dorf, bei uns im Garten, jedes Jahr die schönsten Pilze: Auf dem Rasen entlang der einen Hausseite (Rasen? Moos!) Täublinge – leider ungeniebar –, Feldschwindlinge, Champignons, Schusterpilze, Boviste. All das wächst unter Eschen, Buchen und Kastanien.
Unter den Birken vor dem Küchenfenster wachsen im Frühjahr Mairitterlinge (genauer gesagt wachsen die unter einem Mirabellenbaum) und Birkenpilze. Im Hintergrund schieben sich immer wieder Schopftintlinge aus dem Boden und gelegentlich – im Winter – wachsen an einem umgestürzten Baumstamm Samtfußrüblinge.
An der Garagenwand, dort wo der Kompost und die Mülltonnen stehen, wachsen Schopf- und Faltentintlinge (da man in Nordfriesland dem Grog, dem steifen, sehr zugetan ist, lasse ich die Faltentintlinge aber immer stehen). Nebenher wächst an einem Baumstumpf der Sparrige Schüppling.
An der Rückseite unserer Hauses steht eine Kastanie, und dort habe ich just heute Morgen superfrische Hallimasch gefunden. Was bedeutet, dass die besten Jahre der Kastanie wohl vorbei sind.
Ich weiß ja nicht, ob Du die Pilze, die Du in der Stadt findest, isst, aber bei uns heißt es (von der besten Ehefrau von allen): „Schatz, ich brauch ein paar Pilze zum Abendessen.“
„Kein Problem, ich geh’ mal kurz ums Haus.“

Gruß

Thomas

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Re: Pilzstandort Innenstadt?

Birgit, (vor 9857 Tagen) @ Thomas Pruß

Ich weiß ja nicht, ob Du die Pilze, die Du in der Stadt findest, isst, aber bei uns heißt es (von der besten Ehefrau von allen): „Schatz, ich brauch ein paar Pilze zum Abendessen.“
„Kein Problem, ich geh’ mal kurz ums Haus.“

So ähnlich gehts mir auch: Nelkenschwindlinge, Champignons, Boviste, kupferrote Gelbfüße und Körnchenröhrlinge direkt am Haus. Ist richtig praktisch.

Gruß

Birgit

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Re: Pilzstandort Innenstadt?

Bruno, (vor 9857 Tagen) @ Thomas Pruß

Überhaupt ist ja das Pilzefinden außerhalb des Waldes nichts ungeweöhnliches, nur sucht man da nie gezielt. Allerdings hatte ich schon öfters die Idee, eine Art pilzbezogene Kartierung der Frankfurter Innenstadt zu machen. Was mir downtown schon alles in Vorgärten begegnet ist, macht richtige Freude.
In Nachbarschaft zu meiner Wohnung gab es einen Vorgarten, der jährlich regelmäßig ab etwa April bis Juni/Juli eine florierende Kolonie von Netzstieligen Hexenröhrlingen (B. luridus) hervorbrachte. Leider haben das die Bewohner auch bemerkt und irgendwer hat über irgend einen Apotheker herausgefunden, daß das "giftige Pilze" sein sollen. Seit zwei Jahren ist das Areal umgegraben und mit bodenbedeckendem dornigem Gestrüpp bepflanzt. Seither gab es nur noch einzelne Hexen und zuletzt gar keine mehr. An einer anderen Stelle des Grundstücks wachsen allerdings nach wie vor diverse Täublinge.
Eine weitere interessante Begegnung der dritten Art waren ein paar leibhaftige Speisemorcheln, die wohl mit der Befüllung neu angelegter Pflanzkübel in die Stadt gezogen waren. Betonformteile waren mit irgendwelchem Schutt aufgefüllt und noch nicht bepflanzt. Meine Frau meinte: "Was'n das?" - "Das? Hundescheiße." (Es war schon fast dunkel und die Morcheln richtig groß und damit hatte ich ja nicht gerechnet). "Quatsch, guck doch mal richtig!". Nun, wie gesagt, Morcheln. Leider auch der weiteren Bearbeitung der Kübel (Blumenerde aufgefüllt, mit pflegeleichtem Gestrüpp bepflanzt) zum Opfer gefallen.
Und sonstso: Champignons, Parasole und jede Menge Undefiniertes in den Parks ....

Hallo Wolfgang,
Du wohnst ja in einer netten Umgebung ;-). Auch ich finde mitten im Dorf, bei uns im Garten, jedes Jahr die schönsten Pilze: Auf dem Rasen entlang der einen Hausseite (Rasen? Moos!) Täublinge – leider ungeniebar –, Feldschwindlinge, Champignons, Schusterpilze, Boviste. All das wächst unter Eschen, Buchen und Kastanien.
Unter den Birken vor dem Küchenfenster wachsen im Frühjahr Mairitterlinge (genauer gesagt wachsen die unter einem Mirabellenbaum) und Birkenpilze. Im Hintergrund schieben sich immer wieder Schopftintlinge aus dem Boden und gelegentlich – im Winter – wachsen an einem umgestürzten Baumstamm Samtfußrüblinge.
An der Garagenwand, dort wo der Kompost und die Mülltonnen stehen, wachsen Schopf- und Faltentintlinge (da man in Nordfriesland dem Grog, dem steifen, sehr zugetan ist, lasse ich die Faltentintlinge aber immer stehen). Nebenher wächst an einem Baumstumpf der Sparrige Schüppling.
An der Rückseite unserer Hauses steht eine Kastanie, und dort habe ich just heute Morgen superfrische Hallimasch gefunden. Was bedeutet, dass die besten Jahre der Kastanie wohl vorbei sind.
Ich weiß ja nicht, ob Du die Pilze, die Du in der Stadt findest, isst, aber bei uns heißt es (von der besten Ehefrau von allen): „Schatz, ich brauch ein paar Pilze zum Abendessen.“
„Kein Problem, ich geh’ mal kurz ums Haus.“
Gruß
Thomas

Hallo Thomas,
ich stimme ein in die Lobpreisung des Landjunkertums. Wir haben zwar nicht das Cinemaxx, den Kaufhof und den CopyShop vor der Haustür und fahren wegen einem Kasten Bier 5 km weit. Doch unsere kleinen Nachbarn aus dem Zwischenreich wiegen das alles auf. Die anderen Nachteile werden auch durch die anderen Vorteile ausgeglichen.
Bruno

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Innenstatdtpilze essen - nein danke.

Wolfgang B., (vor 9857 Tagen) @ Thomas Pruß

Damit ist die Antwort ja auch schon raus: natürlich essen wir die Pilze nicht. Genausowenig wie wir hier die Kaninchen und Eichhörnchen jagen und grillen, die gibt's nämlich in hiesigen Parks, Straßenrandbüschen, Friedhöfen und Industriebrachen in solchen Mengen, wie sie mir aus meinem früheren Landleben gar nicht vorstellbar sind. Auch Steinmarder und sogar Füchse sollen bereits die Innenstädte besiedeln, Elstern sowieso und auch am Main immer mehr Kormorane und Graureiher.
Und das andere Thema: Vorteile und Nachteile von Stadt- und Landleben abzuwägen ist gar nicht nötig. Die einen brauchen das, die andern das. Das hat sehr viel mit Umfeld und Lebensgewohnheiten zu tun und gar nichts mit Pilzen. Aber was mir irgendwie dämmert: ich brauche diese Stadt für meine musikalische Arbeit, ich brauche die Kneipe, in der ich um 0.30 Uhr noch ohne Verabredung jemand treffe, den ich kenne, aber ich bemerke auch - im Gegensatz zu den meisten, die ich hier kenne - was sich an Natur in dieser städtischen Lebensumgebung abspielt. Vielleicht bin ich so eine Art Stadtindianer, oder zumindest ein ziemlich ländlich sehender und fühlender Städter, genau wie ich auf dem Land wohl ein ziemlich städtischer Ländler wäre.
Bis die Tage

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Re: Innenstatdtpilze essen - nein danke.

Thomas Pruß, (vor 9857 Tagen) @ Wolfgang B.

Damit ist die Antwort ja auch schon raus: natürlich essen wir die Pilze nicht. Genausowenig wie wir hier die Kaninchen und Eichhörnchen jagen und grillen, die gibt's nämlich in hiesigen Parks, Straßenrandbüschen, Friedhöfen und Industriebrachen in solchen Mengen, wie sie mir aus meinem früheren Landleben gar nicht vorstellbar sind. Auch Steinmarder und sogar Füchse sollen bereits die Innenstädte besiedeln, Elstern sowieso und auch am Main immer mehr Kormorane und Graureiher.
Und das andere Thema: Vorteile und Nachteile von Stadt- und Landleben abzuwägen ist gar nicht nötig. Die einen brauchen das, die andern das. Das hat sehr viel mit Umfeld und Lebensgewohnheiten zu tun und gar nichts mit Pilzen. Aber was mir irgendwie dämmert: ich brauche diese Stadt für meine musikalische Arbeit, ich brauche die Kneipe, in der ich um 0.30 Uhr noch ohne Verabredung jemand treffe, den ich kenne, aber ich bemerke auch - im Gegensatz zu den meisten, die ich hier kenne - was sich an Natur in dieser städtischen Lebensumgebung abspielt. Vielleicht bin ich so eine Art Stadtindianer, oder zumindest ein ziemlich ländlich sehender und fühlender Städter, genau wie ich auf dem Land wohl ein ziemlich städtischer Ländler wäre.
Bis die Tage

Tach, Wolfgang
zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust – aber das für’s Landleben schlägt ungleich stärker.
Weißt Du, ich arbeite hier in HH-Altona, und wenn ich sehe, was hier schon tagsüber an Pennern, Alkoholiker, Junkies usw. rumhängt, dann brech ich zusammen. Abends dann ist die Fußgängerzone menschenleer, bis auf gestalten, denen man besser nicht in die Augen schaut.
Ich hatte mich schon ein paar Male an der Arbeit festgebissen und nicht gemerkt, wie spät es schon war.
Ich also zum Bahnhof gehetzt, ist ja nur 5 min. Da hatte ich die Wahl: Entweder, den Kopf schön unten halten, oder mich vorher im Waffenschrank des Verlegers mit schwerster Artillerie behängen und zuerst schießen.
Da ich aber ein relativ friedfertiger mensch bin, der nur Fische meuchelt, zog ich „entweder“ vor.
Hamburg ist m. E. die gewalttätigste Stadt in ganz Deutschland (ja, ja ich weiß, Du als Frankfurter wirst jetzt aufheulen…), und es reicht mir, den Weg zur Arbeit und von dort zum Bahnhof zu kennen.
Andererseits: Ich war neulich mal wieder – nach ca. 5 Jahren – in der Mönckebergstraße.
Es war ein Kulturschock!!!
Außerdem: Pilze finde ich in Altona ganz bestimmt nicht!!
Unser Dorf mit seinen knapp 500 Einwohnern – in dem jeder jeden kennt, in dem man aber auch unter ständiger Beobachtung steht, was aber auf der anderen Seite auch ein gewisses Sicherheitsgefühl erzeugt, zeichnet sich aus durch ein sehr reichhaltiges kulturelles Leben, zu dem meine Frau, die zuallerst, und ich einen nicht unwesentlichen Beitrag mit einer Theatergruppe leisten, die weit über die Grenzen Stapelholms (Nordfriesland) hinaus bekannt ist.
Pilze gibt es hier ebenfalls in rauhen Mengen, und der Schalldruckpegel des Verkehrs steigt nur dann über 25 dB(A), wenn die Bauern Mais fahren.
Ruhige Nächte sind garantiert.
Ich würde nicht für Geld und gute Worte in die Stadt ziehen – Kultur in allen Ehren, aber ich mache sie gerne selbst.
Du machst Musik?
Tell me more!
Thomas

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Re: Stadtleben

MHeidenreich, (vor 9857 Tagen) @ Thomas Pruß

Ich halte nicht viel vom Stadtleben. Den reinen
Anblick von Städten wie Johannesburg (RSA), Los
Angeles usw. find´ ich schon abweisend, und dann
noch zu sehen, wer alles schon in kleineren Städten
so rumläuft, das tut ein übriges.
Außerdem bevorzuge ich einen freien Blick.

Wir leben nun aber nicht in der Stadt, sondern in
einem kleinen Dorf in NW - Niedersachsen.
Und ich kann nicht sagen, daß es hier besser ist als in der
Stadt.

Die Landschaft ist eben, aber es gibt keine Gewässer (Geest),
es ist alles landwirtschaftliche Steppe.
Das Dorf sieht aus wie in 10 Jahren hochgerissen
(besteht ja auch fast nur aus Neubaugebieten und wächst rapide,
was ich nicht verstehe, denn Arbeit gibts hier nicht),
es gibt kein einzige Stelle, die noch einigermaßen
naturbelassenen ist, die wenigen
Wäldern sind vollkommen überlaufen und bestehen
fast nur aus Wegen. Und Pilze gibts hier kaum,
der Sandboden ist einfach zu trocken.

Da finde ich Orte wie Kraainem am Stadtrand von Brüssel
schon deutlich besser.
Häuser in unterschiedlichsten Bauweisen und Baujahren,
trotz Stadtnähe Grundstücksgrößen, die sich kaum ein Deutscher
vorstellen kann (einschließlich der dort wachsenden
Pilzarten in großen Mengen, da Lehmboden),
etwas hügelig, zahlreiche großwüchsige Bäume
mitten im Ort.
Nach Westen sind es 10 km nach Brüssel, und nach Osten
und Süden dehnt sich ein riesiges Waldgebiet aus.
Der Wald schluckt sämtliche Spaziergänger und Pilzesucher
aus Brüssel und dennoch wird man kaum jemand antreffen.
Es sind ca. 20 km bis zum anderen Ende des zusammenhängenden
Gebietes.
Dort bin ich aufs Pilzesammeln gekommen, hier gewöhne ich
es mir langsam aber sicher ab, denn die Funde
reichen hier kaum für eine Mahlzeit.

MH

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Steinpilzstandort Innenstadt!!!

Sven, (vor 9857 Tagen) @ Wolfgang B.

Ich kann von einer sehr netten "Steinpilzkolonie" in einer Buchenhecke mitten in der Stadt berichten. Waren in diesem jahr mehrere Ernten, beim besten Mal gut 15 Stück wunderschöne, allerdings nicht sehr große (Sommer-)steinpilze. Habe sie gnadenlos gegessen, waren extrem lecker. Beim nächsten Mal habe ich allerdings an die Belastung gedacht und einige zur Untersuchung gegeben. Die Belastung war nur unwesentlich höher als bei "Waldpilzen". Also kein Grund zur Sorge. Ich finde es toll, wenn man vor dem Essen mal eben ein paar Steinpilze holen gehen kann. Diese waren nach weniger als 30 Minuten im Topf, frischer gibt es nirgendwo Steinpilze!

Auch sonst ist die Stadt zum Teil recht ergiebig, habe z.B. auch Ziegenlippe, Maronen, Braunkappen, Champignons (ist klar), kleine Netzstielige Hexenröhrlinge, Perlpilze, Fliegenpilze, Parasol, Birkenpilz, Birkenreizker, Flaschenboviste, Kartoffelboviste, diverse Täublinge und noch einige andere Pilze in der Stadt bzw. in Parks oder Kleingartengebieten gefunden.

Man sollte wirklich von jeder Stadt eine Pilzkarte erstellen, wäre auch wichtig um zu erfahren, inwieweit sich Pilze an künstliche Umgebungen anpassen können. Wäre mal eine Aufgabe, man könnte ja auch auf dieser Seite eine spezielle Rubrik einrichten, um Stadtfunde einzutragen und so anch und nach die Karte zu erstellen untzer Mithilfe aller User dieser Seite.

Gruß
Sven

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Re: Pilzstandort Innenstadt?

MHeidenreich, (vor 9857 Tagen) @ Wolfgang B.

Als wir noch in Belgien wohnten, war das Pilze
finden im Garten auch keine Seltenheit.
Schon 2 Jahre nach Aussaat des Rasens (Haus war
neu gebaut) fanden sich alljährlich große
Mengen von Schopf - und Faltentintlingen ein,
nach viel Regen war sogar einmal der gesamte
Rasen von wässrigen Saumpilzen BEDECKT !!!!

In einem anderen, sehr großen Grundstück fanden
sich zahlreiche verschiedene,ungewöhnliche und äußerst
großwüchsige Pilze ein. Dies war allerdings länger her,
zu einer Zeit, als ich noch nicht sammelte, und daher weiß ich
nicht, welche Arten es waren.
Auf jeden Fall waren sie so auffällig, daß jeder,
der das Grundstück betrat, zuerst sich die Pilze
anschaute.

MH

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Re: Stau-Pilzsuche, eine kurzweilige Sammelart

Bruno, (vor 9857 Tagen) @ Schöner Wolff

Hallo, hier ist Euer, na wer wohl?
Der schöne Wolff.
Heute habe ich eine neue Kurzweil entdeckt:
Bei meinen Diensfahrten stehe ich oft am Mittelstreifen und schaue, schaue und schärfe meinen selektiven Pilzblick und siehe da , 3 Spezies, zwar mini aber immerhin, sehr zufrieden
schautenm sie aus dem Müllmoos und zwischen den
Dornen/Eichenbüschen hervor. zT. sahen sie nach
Ritterlingen und ähnlich den Schwefelköpfen aus.
Vielleicht mal ein Ansporn, wer findet den ersten guten sicher bestimmbaren Pilz im Mittelstreifendschungel der Autobahn.
Seid alle gegrüßt, Euer Schöner Wolff

Hallo,
Kurz vor dem Frankfurter Kreuz waren dieser Tage 2,3 anständige Parasole zu bewundern.
Ich habe mich gefragt, welche NOx,Benzol- und PAK-Konzentrationen die Luft in diesen Pilzen wohl enthält.
Bruno

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Re: Stau-Pilzsuche, Nachtrag

Bruno, (vor 9857 Tagen) @ Bruno

Hallo,
Kurz vor dem Frankfurter Kreuz waren dieser Tage 2,3 anständige Parasole zu bewundern.
Ich habe mich gefragt, welche NOx,Benzol- und PAK-Konzentrationen die Luft in diesen Pilzen wohl enthält.
Bruno

...meistens sind es aber diese kleinen braunen Winzdinger und ich müßte erst mal aussteigen und pflücken. Aber dann geht es entweder weiter oder es regnet grad so furchtbar. Ich denk immer noch an die komplett bewachsene Pamperswindel:Pilze, nicht größer als ein Streichholz, grau in grau soweit ich erkennen konnte; was das wohl war?
Bruno