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Schönfußröhrlinge essbar?

Uli, (vor 8830 Tagen)

Heute waren wir (meine Frau und ich - sie konsultiert das Board jeden Tag, schreibt aber nie -) im Wald in der Gegend von ... da wo wir wohnen (Nordeifel). Der Korb war schon recht voll, reichlich Hexenröhrlinge, Semmelstoppelpilze, Birkenpilze, Rotkappen, Pfifferlinge, einige Herbsttrompeten, einige Trompetenpfifferlinge und auch einige Steinpilze (edulis und aestivalis)(leider gibt es viele faule und wurmige Steinpilze dieses Jahr).

Und dann kam er, ein Pole mit einem Korb, randvoll zum Überlaufen, voll mit Schönfußröhrlingen (Boletus calopus). Entsetzen bei mir, "Sie tun sich damit aber keinen Gefallen!" sagte ich nur, "die sind doch alle bitter." Und dann die überraschende Antwort: "Nein, die sammele ich schon seit Jahren. Getrocknet und dann mit Sauerkraut zubereitet schmecken die sehr gut," war seine Antwort.

Nun kamen bei mir doch Zweifel, immerhin sehen Schönfußröhrlinge ja doch recht ansprechend aus. Und dieses Jahr gibt es sie in Massen, der ganze Wald ist voll. Sollte mir da etwas entgehen? Also probierte ich einen. Das Geschmackserlebnis war eher neutral, kein bitterer Geschmack, nur etwas metallisch. Aber diesen metallischen Beigeschmack spürte ich auch noch Minuten später.

Jetzt meine Frage: Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit diesem Pilz, positive wie negative? Sollten die Schönfußröhrlinge, die in allen Pilzbüchern, die ich kenne als "ungenießbar, roh giftig" eingestuft sind, doch essbar sein? Verliert sich der unangenehme Geschmack beim Trocknen? Oder hat mein polnischer Freund einfach absolut abgestumpfte Geschmacksnerven?

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Re: Schönfußröhrlinge essbar?

Holger, (vor 8830 Tagen) @ Uli

Außer der rohen Kauprobe (kleines Stück aus der Mitte) zwecks Bestimmung habe ich B.calopus auch noch nicht probiert.

Nach meinen Erfahrungen mit Porphyrröhrlingen (Angaben zur Eßbarkeit in der Literatur widersprüchlich) wäre ich aber zumindest vorsichtig. Und da es nun wirklich genug Schmackhaftes im Wald gibt - lass doch den Schönling (nomen est omen) stehen. Auch anderen Pilzfreunden wird der Anblick gefallen....

Grüße
hp

Heute waren wir (meine Frau und ich - sie konsultiert das Board jeden Tag,
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(Nordeifel). Der Korb war schon recht voll, reichlich Hexenröhrlinge,
Semmelstoppelpilze, Birkenpilze, Rotkappen, Pfifferlinge, einige
Herbsttrompeten, einige Trompetenpfifferlinge und auch einige Steinpilze
(edulis und aestivalis)(leider gibt es viele faule und wurmige Steinpilze
dieses Jahr).
Und dann kam er, ein Pole mit einem Korb, randvoll zum Überlaufen, voll mit
Schönfußröhrlingen (Boletus calopus). Entsetzen bei mir, "Sie tun
sich damit aber keinen Gefallen!" sagte ich nur, "die sind doch
alle bitter." Und dann die überraschende Antwort: "Nein, die
sammele ich schon seit Jahren. Getrocknet und dann mit Sauerkraut
zubereitet schmecken die sehr gut," war seine Antwort.
Nun kamen bei mir doch Zweifel, immerhin sehen Schönfußröhrlinge ja doch
recht ansprechend aus. Und dieses Jahr gibt es sie in Massen, der ganze
Wald ist voll. Sollte mir da etwas entgehen? Also probierte ich einen. Das
Geschmackserlebnis war eher neutral, kein bitterer Geschmack, nur etwas
metallisch. Aber diesen metallischen Beigeschmack spürte ich auch noch
Minuten später.
Jetzt meine Frage: Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit diesem Pilz,
positive wie negative? Sollten die Schönfußröhrlinge, die in allen
Pilzbüchern, die ich kenne als "ungenießbar, roh giftig"
eingestuft sind, doch essbar sein? Verliert sich der unangenehme Geschmack
beim Trocknen? Oder hat mein polnischer Freund einfach absolut
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In Ost-Europa wird alles gegessen !

Jack.X, (vor 8830 Tagen) @ Holger

Hallo Leute,
ich habe auch schon Osteuropäischen Mitbürger mit erschreckendem Inhalt ihrer Pilzkörbe 'bewundert'.
Außer Knollenblätterpilzen, Pantherpilzen und Fliegenpilz (den noch eventuell als beliebtes Rauschmittel) sammeln und essen speziell die Russen so ziemlich alles was nach Pilz aussieht !
In Russland werden Pilze oft milchsauer eingelegt und das soll angeblich einige Gifte oder Unverträglichkeiten neutralisieren. Selbst wenn das stimmt nimmt diese Art der Konservierung aber so ziemlich jeden Pilzgeschmack und ist daher für mich uninteressant.
Ich halte mich aber auch lieber an die Empfehlungen der gängigen Pilzbücher, wobei 'ungeniessbar' oder 'wertlos' nicht unbedingt ungetestet hingenommen werden müssen.
Jack.X