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Bericht vom Schwarzwald (MTB 8114)

Martl, (vor 8811 Tagen)

Bei traumhaftem Herbstwetter zog ich heute los um meinem Gewissen nachzuweisen, daß ja momentan eh Pilzflaute herrscht.
Nach fünf Minuten bereits der erste Schock: Eine Rotkappe vor der man Angst kriegen könnte! Hut 17 cm, Höhe 15 cm. beinhartes Fleisch und traumhaft schön.
Jetzt zähl ich mal auf, was ich sonst noch erkennen konnte:

Baby-Steinpilze (ca. 10) und Baby-Fliegenpilze (viele) neben den verottenden Großeltern
Trompetenpfifferlinge im Moosbett (massig)
falscher Anhängselröhrling, wie die letzten beiden Male auch heute wieder zur Stelle
viele Cortinarien (aber welche ???)
ein paar Wieseltäublinge
ein paar Schafporlinge
eine Handvoll Flockis
2 Birkenpilze
2 (in Worten ZWEI) Pfifferlinge
und dann noch eine Gruppe von sehr stattlichen Pilzen, die ich als Hartpilz aus einem alten Pilzbuch in Erinnerung habe

Es scheint also langsam wieder Pilzwind aufzukommen.

Wie schmecken eigentlich Schafporlinge und Trompetenpfifferlinge? Ich hab Schafporlinge, die hier ziemlich häufig sind, bisher nur mal mit reingemischt. Trompetenpfiffis hab ich noch nie versucht.

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Trompetenpfifferlinge - wer hat dazu noch Rezepte?

Werner, (vor 8811 Tagen) @ Martl

Hallo,

ich finde momentan auch an einzelnen Fleckchen immer massig Trompetenpfifferlinge. Ich habe sie bis jetzt auf 2 Arten zubereitet: in der Sahnesauce und nach Gisela Lockwald mit 1 gruenen Paprika, Salz, Pfeffer und Butter. Beide Zubereitungsarten waren zwar nicht schlecht, nur konnte ich den eigentlichen Geschmack der Trompeten nicht so recht ergruenden. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Trompetenpfiffer relativ geschmacklos sind - oder taeusche ich mich da?

Ich muss allerdings zugeben, dass ich im Paprikarezepte 1 ganze Paprika auf ca. 200g Pilze genommen habe, was wohl eindeutig zu viel ist. Lockwald empfiehlt 1 Paprika auf 500g. Aber, auch in der Sahnesauce konnte ich keinen richtig spezifischen Geschmack 'erschmecken'.

Also, wer hat noch Ideen und Kommentare dazu?

Viele Gruesse,

Werner

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Trocknen oder Risotto?

Martl, (vor 8811 Tagen) @ Werner

Hilfts vielleicht, wenn sie vorher getrocknet werden?
Andreas schrieb im Chat was von einem Risotto mit Trompetenpfifferlingen. Vielleicht kann er ja mehr dazu sagen.

Ciao,
Martl

Hallo,
ich finde momentan auch an einzelnen Fleckchen immer massig
Trompetenpfifferlinge. Ich habe sie bis jetzt auf 2 Arten zubereitet: in
der Sahnesauce und nach Gisela Lockwald mit 1 gruenen Paprika, Salz,
Pfeffer und Butter. Beide Zubereitungsarten waren zwar nicht schlecht, nur
konnte ich den eigentlichen Geschmack der Trompeten nicht so recht
ergruenden. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Trompetenpfiffer relativ
geschmacklos sind - oder taeusche ich mich da?
Ich muss allerdings zugeben, dass ich im Paprikarezepte 1 ganze Paprika auf
ca. 200g Pilze genommen habe, was wohl eindeutig zu viel ist. Lockwald
empfiehlt 1 Paprika auf 500g. Aber, auch in der Sahnesauce konnte ich
keinen richtig spezifischen Geschmack 'erschmecken'.
Also, wer hat noch Ideen und Kommentare dazu?
Viele Gruesse,
Werner

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Re: Trocknen oder Risotto?

Werner, (vor 8810 Tagen) @ Martl

Hilfts vielleicht, wenn sie vorher getrocknet werden?
Andreas schrieb im Chat was von einem Risotto mit Trompetenpfifferlingen.
Vielleicht kann er ja mehr dazu sagen.

Hallo Martl,

Risotto mit frischen Trompeten habe ich schon gemacht. Naja, nicht schlecht, aber wie gesagt - mir fehlte das 'tiefere Aroma'.

Getrocknet habe ich dieses Jahr das erste Mal Unmengen von Trompetenpfiffer. Die probiere ich dann im Winter. Wenn es wie mit den Steinpilzen ist, die ja durch das Trocknen auch noch gewaltig aromamaessig zulegen, koennten sie ganz gut werden.

Schlecht sind sie ja nicht, nur einen Perlpilz-, Steinpilz- und Lachsreizkerliebhaber wie mich haut das nicht vom Stuhl ...

Gruss,

Werner

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Geschmackssinn überprüfen lassen ;-)

Birgit, (vor 8811 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

ich finde momentan auch an einzelnen Fleckchen immer massig
Trompetenpfifferlinge. Ich habe sie bis jetzt auf 2 Arten zubereitet: in
der Sahnesauce und nach Gisela Lockwald mit 1 gruenen Paprika, Salz,
Pfeffer und Butter. Beide Zubereitungsarten waren zwar nicht schlecht, nur
konnte ich den eigentlichen Geschmack der Trompeten nicht so recht
ergruenden. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Trompetenpfiffer relativ
geschmacklos sind - oder taeusche ich mich da?

Du täuschst dich und zwar gewaltig... ;-) Ehrlich ich kann überhaupt nicht nachvollziehen wie jemand Trompetenpfifferlinge als geschmacklos empfinden kann. Ich brate sie meist nur und gebe ein bißchen creme fraiche dazu und dann haben sie für mich ein einzigartiges hervorragendes Aroma wie es eben nur Trompetenpfifferlinge oder auch duftende Leistlinge haben, sie gehören zu meinen Lieblingspilzen weit vor gewöhnlichen Pfifferlingen. Dazu dann noch Nudeln und gebratenes Lachsfilet (Fisch paßt gut dazu, da bin ich mit G. Lockwald konform). Ich muß allerdings dazu sagen, daß ich die Trompetenpfifferlinge selten frisch esse, sondern meist roh und nichtgewaschen einfriere für meinen Wintervorrat, vielleicht verstärkt sich beim EInfrieren das Aroma? Ich habe sie allerdings auch schon frisch gegessen und fand sie ebenfalls sehr gut, hast du die etwa gewaschen?

Ich muss allerdings zugeben, dass ich im Paprikarezepte 1 ganze Paprika auf
ca. 200g Pilze genommen habe, was wohl eindeutig zu viel ist. Lockwald
empfiehlt 1 Paprika auf 500g. Aber, auch in der Sahnesauce konnte ich
keinen richtig spezifischen Geschmack 'erschmecken'.

Dieses Paprikarezept ist auch eines der Rezepte, die ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, sorry.

Also Ideen konnte ich ja nun leider nicht viel anbieten leider,

trotzdem liebe Grüße

Birgit

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Wissenschaftlich begruendete Entgegnung :-)

Werner, (vor 8810 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Geschmacksverirrung oder nicht, ich bin nicht allein mit meiner Meinung: so z. B. im Gerhard "Der grosse BLV Pilzfuehrer", Zitat: "Essbar; weniger zu empfehlen, zaehfleischig; zum Trocknen geeignet, doch nicht so wuerzig wie die Totentrompete" - da ist ja mein Urteil noch wesentlich harmloser.

Oder Ettore Bielli "Pilze": "Der Gelbstielige Trompetenpfifferling gilt als guter Speisepilz, der aber wegen seines zaehen Fleisches eine laengere Kochzeit benoetigt."

Auch Hans E. Laux schreibt schlicht und einfach: "Essbar", bei den von ihm geschaetzten Speisepilzen steht da immer noch ein zusaetzlicher Kommentar, a la "Ausgezeichneter Speisepilz .... blablabla ..."

Ich koennte jetzt noch ein paar Zitate aus der Schublade kramen, aber das ist ja Bloedsinn. Du bist Dir hier mal ausnahmsweise mit der Gisela Lockwald einig, die schreibt: "Trompetenpfifferlinge sind die Grundpfeiler meiner Pilzkueche. ......" Sie bezeichnet sie dann weiter im Text auch als Koestlichkeiten.

Wie auch immer, ich habe nun "wissenschaftlich bewiesen", dass die Geschmaecker verschieden sind und dass ich nicht der einzige 'geschmacklose Geselle' bin ☻

Zwinkernd gruessend,

Werner

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Re: Geschmackssinn überprüfen lassen ;-)

Leonie, (vor 8810 Tagen) @ Birgit

Über Geschmack läßt sich ja nicht streiten. Aber ich würde Pilze nie mit Paprika gemischt zubereiten. Paprika braucht viel Schärfe und Säure. Pilze nicht so unbedingt.

Ich halte eigentlich auch recht viel von Trompetenpfifferlingen, auch wenn sie nicht so gut sind wie Totentrompeten. Mann kann sie kurz rösch braten und auf einen Salat essen. Oder sie können mit ihren kräftigen Aroma (gerade getrocknet) auch gut ein Mischgericht vielleicht mit Täublingen aufwerten. Was das eigentlich tolle an den Trompetenpfiffis ist, zumindest bei uns findet man sie bis in den Dezember hinein, ich hatte sogar schonmal frische zu Weihnachten.

Bei und in Südniedersachsen herscht übrigens absolute Pilzebbe.

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Re: Trompetenpfifferlinge - wer hat dazu noch Reze

Ulrich prokop, (vor 8810 Tagen) @ Werner

hallo allerseits,

de gustibus non est disputandum - so ist's halt: dem einen schmecken sie, dem anderen nicht.
generell, find ich, gilt für fast alle pilzzubereitungen: schnell, möglichst einfach und frisch.
ich bereite sie gerne zu - geschmackliche weltmeister sind sie nicht unbedingt, aber auf alle fälle gute, angenehme speisepilze. auf einer skala von 1 - 5 würde ich sie zwischen 2 und 3 einordnen.
man kann sie übrigens auch sehr gut sauer einlegen (mit etwa einem stieldrittel), passen dann wunderbar zu schnell gebratenen auberginen, zucchinis usw. aber auch zu fisch oder muscheln.

lieben gruß

uli p.

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Re: Trompetenpfifferlinge - wer hat dazu noch Reze

Carla Speck, (vor 8809 Tagen) @ Werner

Hallo,
ich finde momentan auch an einzelnen Fleckchen immer massig
Trompetenpfifferlinge. Ich habe sie bis jetzt auf 2 Arten zubereitet: in
der Sahnesauce und nach Gisela Lockwald mit 1 gruenen Paprika, Salz,
Pfeffer und Butter. Beide Zubereitungsarten waren zwar nicht schlecht, nur
konnte ich den eigentlichen Geschmack der Trompeten nicht so recht
ergruenden. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Trompetenpfiffer relativ
geschmacklos sind - oder taeusche ich mich da?
Ich muss allerdings zugeben, dass ich im Paprikarezepte 1 ganze Paprika auf
ca. 200g Pilze genommen habe, was wohl eindeutig zu viel ist. Lockwald
empfiehlt 1 Paprika auf 500g. Aber, auch in der Sahnesauce konnte ich
keinen richtig spezifischen Geschmack 'erschmecken'.
Also, wer hat noch Ideen und Kommentare dazu?
Viele Gruesse,
Werner

Hoi Werner,
also wenn ich lese dass sie eine Paprika mitkochen, dann verstehe ich dass der zarte Geschmack der Trompetenpfifferlinge überdeckt wird. Auch Zwiebeln und Knoblauch sind zu stark im Geschmack. Mein Tipp:
Pilze kurz in Butter (nicht zu heiss!) dünsten,wenig Petersilie und Aromat dazugeben und mit Rahm verfeinern. Auf warmen Toast legen.....eine Delikatesse!
En Guete
Carla

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Re: Trompetenpfifferlinge - wer hat dazu noch Reze

Wolfgang Barina ⌂, (vor 8808 Tagen) @ Werner

Ich bekenne und erkläre:

Trompetenpfifferlinge (einschl. der oft bei uns durcheinander wachsenden nahen Verwandten) sind auch der Grundpfeiler meiner Pilzküche!
Und zwar nicht nur weil sie bis sehr spät im Jahr verlässlich in grösseren Mengen zur Verfügung stehen, sondern weil sie uns - viel wichtiger - auch richtig gut schmecken. Der zweite Pfeiler sind übrigens die "Flockies". Und das dritte Bein - damit der Tisch nicht wackelt - sind dann Steinpilze, wenns welche gibt.

Übrigens kann ich mich auch nicht für die Idee erwärmen, frische Paprikaschoten (evtl. sogar noch grüne ???) mit Pilzen zu verarbeiten, das klingt mir sehr nach 60er Jahre.

Gruss, Wolfgang

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Schafporlinge Geschmack

dbw, (vor 8810 Tagen) @ Martl

Hallo,

Schafporlinge schmecken hervorragend, wenn man junge, noch weiße oder solche mit noch hellbrauner Hutfarbe nimmt und sie in dünne Scheiben geschnitten nur mit etwas ganz fein gehacktem Knoblauch in der Pfanne in gutem Olivenöl scharf anbrät. Mit der gelblichen Färbung, die sie annehmen, sehen sie fast aus wie Steinpilze und schmecken sehr gut (wenn auch natürlich nicht so intensiv wie diese). Vor dem Verzeht noch etwas Olivenöl kalt darüberträufeln. Als kleine Vorspeise einfach so mit etwas Brot finde ich das köstlich.

gruß, dbw