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Schreckenswochenende

Jo, (vor 8802 Tagen)

Hallo,

am Samstag war ich mal wieder in meinem Heimatort im Schwarzwald. Entegegen vieler Klagen von fehlendem Regen musste ich das meiste wegen zuviel Nässe stehen lassen. Gut, ist ja auch nicht weiter schlimm ich will ja nicht alles leerräumen. Später fand ich aber dann viele Pilze die jung schon angeschimmelt waren. Auch mehrere Glucken, wegen denen ich den Wald eigentlich betrat waren vom Schimmel befallen und somit nicht mehr verwertbar. Schade, aber kommt jetzt nach der Madenplage die Schimmelplage? Nun, es sollte noch katastrophaler werden. Viele von euch kennen ja die verheerende Waldpolitik ansässiger Waldbauern. Aber ein solches Bild hat sich mir noch nie geboten, als ich eine meiner Lieblingsstellen betrat. 50%der Bäume gefällt! Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, da ja die Bauern auch von was leben müssen, aber die Bäume mit samt den Ästen mittels schwerem Schlepper quer über den Waldboden zu ziehen ist für mich ein wahrer frevel. Diese Leute leben von der Natur und wissen sie aber nicht zu würdigen. Scheinbar fehlt ihnen dazu der notwendige Weitblick.

Gruß Jo

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Re: Schreckenswochenende

Urs Steiner, (vor 8802 Tagen) @ Jo

Hallo,
am Samstag war ich mal wieder in meinem Heimatort im Schwarzwald. Entegegen
vieler Klagen von fehlendem Regen musste ich das meiste wegen zuviel Nässe
stehen lassen. Gut, ist ja auch nicht weiter schlimm ich will ja nicht
alles leerräumen. Später fand ich aber dann viele Pilze die jung schon
angeschimmelt waren. Auch mehrere Glucken, wegen denen ich den Wald
eigentlich betrat waren vom Schimmel befallen und somit nicht mehr
verwertbar. Schade, aber kommt jetzt nach der Madenplage die
Schimmelplage? Nun, es sollte noch katastrophaler werden. Viele von euch
kennen ja die verheerende Waldpolitik ansässiger Waldbauern. Aber ein
solches Bild hat sich mir noch nie geboten, als ich eine meiner
Lieblingsstellen betrat. 50%der Bäume gefällt! Das ist eigentlich nicht
weiter schlimm, da ja die Bauern auch von was leben müssen, aber die Bäume
mit samt den Ästen mittels schwerem Schlepper quer über den Waldboden zu
ziehen ist für mich ein wahrer frevel. Diese Leute leben von der Natur und
wissen sie aber nicht zu würdigen. Scheinbar fehlt ihnen dazu der
notwendige Weitblick.
Gruß Jo

Hallo zusammen

dasselbe habe ich vor zwei Jahren erlebt. Ich habe an diesem Ort immer viele Pilze gefunden, bis man angefangen hat zu Roden, und die Bäume durch den Wald gezogen hatte. Schlimm finde ich auch den Abfall und Unrat, welcher im Schwarzwald rumliegt.

Gruss Urs

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Re: Schreckenswochenende

Ueska, (vor 8802 Tagen) @ Urs Steiner

Hallo zusammen
dasselbe habe ich vor zwei Jahren erlebt. Ich habe an diesem Ort immer viele
Pilze gefunden, bis man angefangen hat zu Roden, und die Bäume durch den
Wald gezogen hatte. Schlimm finde ich auch den Abfall und Unrat, welcher
im Schwarzwald rumliegt.
Gruss Urs

Hallo Urs,

leider nicht nur im Schwarzwald. Vor 2 Wochen fand ich hier im Taunus unseren besten Steinpilzfleck so zugerichtet und ebenfalls überall lag der Abfall herum. Eine Schande, sowas müßte hart bestraft werden!!!
Gruß,
Julia

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Holz-Plantagen

Wolfgang Barina ⌂, (vor 8802 Tagen) @ Jo

Das sind die Momente, in denen man daran erinnert wird, dass wir es in den
alelrmeisten Fällen nicht mehr mit naturnahen Wäldern zu tun haben, sondern
mit systematisch bewirtschafteten Holz-Plantagen.
Und das wird dann auch effektiv, d.h. maschinell und mit wenig Rücksicht auf
die Schwammerl-Liga gemacht. Dass der gemeine Holzwirt aus seine Böden achtet,
denke ich allerdings schon. Ist aber schon frustfrierend, dass die grössten
Schleifspuren immer dort sind, wo letztes Jahr die schönsten Steinpilz-
oder Pfifferlings-Stellen waren.
Da kann ich ganz mitjammern, ist mir nämlich in den letzten Jahren gleich
in mehreren Revieren passiert.
Seufz, Wolfgang

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Re: Holz-Plantagen

thomas, (vor 8802 Tagen) @ Wolfgang Barina

Das sind die Momente, in denen man daran erinnert wird, dass wir es in den
alelrmeisten Fällen nicht mehr mit naturnahen Wäldern zu tun haben, sondern
mit systematisch bewirtschafteten Holz-Plantagen.
Und das wird dann auch effektiv, d.h. maschinell und mit wenig Rücksicht auf
die Schwammerl-Liga gemacht. Dass der gemeine Holzwirt aus seine Böden
achtet,
denke ich allerdings schon. Ist aber schon frustfrierend, dass die grössten
Schleifspuren immer dort sind, wo letztes Jahr die schönsten Steinpilz-
oder Pfifferlings-Stellen waren.
Da kann ich ganz mitjammern, ist mir nämlich in den letzten Jahren gleich
in mehreren Revieren passiert.
Seufz, Wolfgang

Wieso? Das is doch praktisch. Den Wald durch eingeschlagene Schneisen in Parzellen von 30x30 Metern eingeteilt. Den Baumbestand soweit ausgelichtet, das man 800 Meter weit durchsehen kann. Die halbmetertiefen Furchen, die durch den Einsatz der schweren Maschinen verursacht werden, sind schnell mit Bauschutt aufgefüllt, und alles ist wieder in bester Ordnung. Nicht zu vergessen, das nicht zu verwertende Holz wird im Wald liegengelassen (teilweise meterhoch) bis es von selbst verrottet.

Das ist Naturnahe Waldwirtschaft, das freut die Forstämter!

Bei mir in der Gegend sieht bereits 95% des Waldes so aus, mittlerweile gehen die Herrschaften sogar soweit, das man Teerdecken auf grössere Waldwege zu legen beginnt, die Sattelschlepper sollen ja schnell vor Ort sein....

Der *gemeine Holzwirt* würde schon gern auf seinen Boden achten, nur hat der leider überhaupt nichts zu melden, dem wird vom Forstamt haarklein vorgeschrieben wo er Schneisen zu schlagen hat und welcher Baum zu fällen ist.
Die privaten Waldbesitzer schimpfen teilweise selbst wie die Rohrspatzen über diesen Frevel, aber denen sind die Hände gebunden.

Man kommt sich hier in den Wälder schon bald so vor wie in Schrebergärten am Rande der Grossstädte...mit Natur hat das nichts mehr zu tun.

seufz hoch 3

thomas