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Bestimmung: weisser Pilz

Pilzkopf, (vor 8802 Tagen)

Am Wochenende in einem Mischwald (mehr Laubbäume) gefunden.

Leider sind gerade hier die Bilder nicht sonderlich gut geworden.

Grösserer weisser,fester Pilz, der einen leicht fruchtigen Geruch hatte.
Geruch erinnerte an den Edelreizger nur nicht so stark.

http://herlemann.free.fr/pilzepilze/pilz_weiss1.jpg
http://herlemann.free.fr/pilzepilze/pilz_weiss2.jpg
http://herlemann.free.fr/pilzepilze/pilz_weiss3.jpg

Ja und der Kerl war grad beim Essen:
http://herlemann.free.fr/pilzepilze/pilz_schnecke.jpg
Ist es ein Frauentäubling ??

Neben einer Birke, dann wird es wohl ein Birkenpilz sein.
http://herlemann.free.fr/pilzepilze/birkenpilz.jpg
http://herlemann.free.fr/pilzepilze/birkenpilz2.jpg

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Re: Bestimmung: weisser Pilz

Werner Edelmann, (vor 8802 Tagen) @ Pilzkopf

Servus Pilzkopf,

Grösserer weisser,fester Pilz, der einen leicht fruchtigen Geruch hatte.
Geruch erinnerte an den Edelreizger nur nicht so stark.

Sieht nach dem Wolligen Milchling (Lactarius vellereus) aus.

Ja und der Kerl war grad beim Essen:
Ist es ein Frauentäubling ??

Mehr als "Täubling" möchte ich da nicht sagen.

Neben einer Birke, dann wird es wohl ein Birkenpilz sein.

stimmt.

Gruß Werner E.

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Re: Bestimmung: weisser Pilz

Pilzpeter, (vor 8802 Tagen) @ Pilzkopf

Ja und der Kerl war grad beim Essen:
http://herlemann.free.fr/pilzepilze/pilz_schnecke.jpg
Ist es ein Frauentäubling ??

Hallo,

der Frauentäubling ist es wohl nicht. Könnte z. B. auf grund der dunklen Scheibe der Jodoformtäubling R. turci sein. Müßtest Du mal riechen, riecht so wie er heißt, also nach Jodoform (an der Stielbasis reiben).
Nur vom Bild her einen Täubling bestimmen, ist allerdings zeimlich gewagt.

Pilzpeter

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Re: Bestimmung: weisser Pilz

Marcus B., (vor 8802 Tagen) @ Pilzpeter

Hallo Pilzpeter

Das mit dem Geruch ist nicht immer so, denn der Amethyst-Täubling (früher eine eigene Art, heute nur noch Variation des Jodoform-Täublings) riecht überhaupt nicht nach Jodoform, sieht aber genauso aus wie jener Täubling. In meinem vogtländischen Revier ist er sehr häufig und schmeckt auch sehr gut.

Aber ob das Bild überhaupt ein Jodoform-Täubling zeigt, ist nicht sicher, denn der Pilz auf dem Foto hat weiße Lamellen, während diese bei deinem Tip gelb sind.

Zudem müßten Fundort und der Geschmack des rohen Pilzes (Kostprobe) bekannt sein, bevor man etwas genaueres sagen kann, denn es gibt weitere (z.T. sehr scharfe) ähnlich aussehende Täublinge, so dass man zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur raten kann.

Gruß

Marcus B.

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Täubling *PIC*

Pilzkopf, (vor 8802 Tagen) @ Marcus B.

Hallo,

wollte die Schnecke nicht beim Essen stören.

[image]

Das die Bestimmung von Täublingen allein vom Bild her fast nicht möglich ist,
war mir allerdings nicht bewusst.

Werde mal im Pilzbuch nachlesen.

Ein Freund meinte auf Nachfrage, dass alle Täublinge, die nicht scharf sind essbar wären.

Gruss

Bernhard

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Mal 'ne ganz dumme Frage dazu

dbw, (vor 8802 Tagen) @ Pilzpeter

Wer weiß denn heute noch, wie Jodoform riecht, wenn er nicht schon ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel hat (so wie ich) oder gerade Chemiker oder Mediziner ist - Jodpräparate zur Wundversorgung werden doch seit Jahren kaum noch (für den Hausgebrauch) verwendet.
Interessant wäre es, mal die Literatur zu durchforsten, wieviele Geruchsvergleiche da angestellt werden, die heutzutage kaum noch einer nachvollziehen kann (spontan fällt mir da der Karbolegerling ein - was war das denn noch mal für ein Geruch, den unsere Großväter da beim Lampenanzünden gerochen haben???)

Gruß, dbw

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Re: Mal 'ne ganz dumme Frage dazu

Birgit, (vor 8801 Tagen) @ dbw

Hi dbw,

Wer weiß denn heute noch, wie Jodoform riecht, wenn er nicht schon ein paar
Jährchen mehr auf dem Buckel hat (so wie ich) oder gerade Chemiker oder
Mediziner ist - Jodpräparate zur Wundversorgung werden doch seit Jahren
kaum noch (für den Hausgebrauch) verwendet.

Wie Desinfektionsmittel riecht wissen aber noch mehr Leute und das kann man ganz gut vergleichen.

Interessant wäre es, mal die Literatur zu durchforsten, wieviele
Geruchsvergleiche da angestellt werden, die heutzutage kaum noch einer
nachvollziehen kann (spontan fällt mir da der Karbolegerling ein - was war
das denn noch mal für ein Geruch, den unsere Großväter da beim
Lampenanzünden gerochen haben???)

Ich glaub du meinst Karbid, das ist was anderes als Karbol. Karbid riecht sehr stark und knoblauchähnlich, Karbid wird auch heute noch benutzt um z.B. eine ausfallsichere Beleuchtung bei Höhlenbegehungen sicherzustellen. Karbol ist hingegen wieder ein Desinfektionsmittel und ich weiß auch nicht genau wie Karbol riecht, allerdings weiß ich wie der Karbolegerling riecht ;-), nämlich chemisch nach Apotheke, nach Desinfektionsmittel oder Tinte.

Gruß

Birgit

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Leider nicht ganz (@ Christoph)

Marcus B., (vor 8801 Tagen) @ Pilzkopf

Hallo Bernhard

Die Täublingsregel ist in mindestens 2 Fällen etwas unkorrekt:

Zum einen soll der Rotstielige Ledertäubling - zumindest ungenügend erhitzt - giftig wirken (aber dazu sollte Christoph genaueres sagen können)
Zum anderen schmeckt der Ockertäubling in einigen Regionen, wie z.B. dem Vogtland, (leider, denn da finde ich ihn sehr häufig) scharf, während er in anderen Gegenden mild sein soll. Woran das liegt kann ich aber nicht sagen (obwohl es mich sehr interessieren würde).

Also sind auch in diesem Fall Pilze - mal wieder - unberrechenbar.

Gruß

Marcus B.

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rotstieliger Ledertäubling

Birgit, (vor 8801 Tagen) @ Marcus B.

Hallo MArcus,

Die Täublingsregel ist in mindestens 2 Fällen etwas unkorrekt: Zum einen soll
der Rotstielige Ledertäubling - zumindest ungenügend erhitzt - giftig
wirken (aber dazu sollte Christoph genaueres sagen können)

meines Wissens nach verursacht der rotstielige Ledertäubling gehäuft individuelle Unverträglichkeitsreaktionen. Unverträglichkeitsreaktionen können auch recht drastisch ausfallen beim Hallimasch kommt das wohl öfters vor. Wo hier die Grenze zur Giftigkeit zu ziehen ist ist wohl nicht leicht zu beantworten, ich denk das entscheidet sich an der Zahl der Erkrankten im Vergleich zur Zahl der gesund Gebliebenen. Mir ist berichtet worden, daß der rotstielige Ledertäubling jahrelang im Mischgericht bei Pilzseminaren an die Teilnehmer verfüttert wurde und nie! etwas passiert ist. Ein anderer Pilzberater meinte hingegen, daß er rotstielige Ledertäublinge nicht mehr freigeben würde, da er schon zu viele Unverträglichkeitsreaktionen mitbekommen habe.

Zum anderen schmeckt der Ockertäubling in einigen Regionen, wie z.B. dem
Vogtland, (leider, denn da finde ich ihn sehr häufig) scharf, während er
in anderen Gegenden mild sein soll. Woran das liegt kann ich aber nicht
sagen (obwohl es mich sehr interessieren würde).

Du kannst auch die scharfen Ockertäublinge sammeln, die werden beim Braten mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mild (paß bloß auf die Gallentäublinge auf, die nicht nur mild sondern auch giftig sind), und sind mit Sicherheit nicht giftig (Ein Testessen kostet ja nix und Christoph Hahn hat ja im DGFM-Forum davon erzählt). Es gibt ja auch einige scharfe Milchlinge (Pfeffermilchling, wolliger Milchling), die ihre Schärfe nach dem Braten verlieren. Einen ähnlichen Mechanismus könnte ich mir auch für einige scharfe Täublinge vorstellen, allerdings sind ja sehr viele davon wirklich giftig, also ist da kein Selbstttest angesagt.

Gruß

Birgit