Hi zusammen,
heute waren wir hinter Hennef bei Bonn in den Pilzen und haben einige
Stoppis, ein paar Steinpilze, eine kleine krause Glucke und diesen Fund
hier gemacht:
Es war eher im Nadelwald, jedoch standen noch abgestorbene Birken herum sowie
ein Laubbaum, den wir nicht bestimmen konnten. Kann es sowas wie der
Hainbuchenrauhfuss sein?
Und zu guterletzt mein Lieblingspilz, es ist doch schlichtweg der schönste,
oder?
Gruß Rainer
Hallo Rainer,
DU hast mit Sicherheit einen der Birkenpilz-Arten gefunden, doch welche Art genau läßt sich ohne kenntnis der Fleischverfärbung und der Huthautstruktur nicht sicher klären.
Jedenfalls dürfte es wohl kaum der "echte" Birkenpilz,Leccinum scabrum sein, weil der sehr deutlich kontrastierende grauschwarze Stielschuppen hat und keine glimmrigen Glanz auf dem Hut.
Ich tippe mal auf Leccinum brunneogriseolum, den man früher wohl meist als Leccinum oxydabile bestimmt hatte. Dazu müßte sich das Fleisch allerdings deutlich rosa verfärben, wenn auch nicht besonders schnell und intensiv.
Gerade bei Birken in (sauren, feuchten) Nadelwälder finde ich diese Birkenpilzart recht häufig.
Charakteristisch sind die fast flaumigen, rauchgrauen Stielschüppchen im unteren Stielbereich bei jüngeren Pilzen. Das kann noch deutlicher grau aussehen und die Schüppchen noch mehr spinnwebig oder wollig.
Was Leccinum scabrum var. subcinnamomeum betrifft, so ist dies eine ungeklärte Art/Varietät, die vermutlich innerhalb der normalen Bandbreite von L. scabrum liegt.
Beste Grüße,
Andreas