Hi Birgit,
zunächst zu den anderen Arten des Komplexes:
Galerina unicolor ist wirklich so gut wie identisch (mikroskopisch). Makroskopisch ist der Stiel, Hut und die Lamellen im selben Farbton gehalten. Die Art ist schmächtiger als G. marginata (die bis 8 cm Durchmesser haben kann).
Die Mikros der anderen habe ich nicht im Kopf (meine Galerina-Ordner stehen in der Uni...). Die Form der Cheilocystiden ist aber wichtig.
Was sie alle gemein haben, das sind die etwas kalyptraten Sporen. daran kann man Gal. marginata s.l. am besten erkennen.
Galerina autumnalis hat eine gallertige Schicht in der Huthaut. Sie ist auch im Mikroskop deutlich verschleimt.
Galerina badipes habe ich bislang übersehen, nicht beachtet oder nocht gefunden.
Galerina stylifera ist ja eh klar.
Der Nachweis von G. marginata-Sporen kann ja relativ einfach und eindeutig
über die Dextroinidität der Sporen im Mikroskop erfolgen (Sporen von
Stockschwämmchen sind nicht dextrinoid)
Vor allem sind Stockschwämmchensporen glatt, die von Galerina marginata s.l. sind warzig und dazu noch etwas kalyptrat (es gibt aber auch gaöttsporige Galerinen).
, ist die Dextrinoidität eigentlich
ein Gattungskennzeichen von Galerina?
Dextrinoid sind sie alle, meines Wissens. Dass Stockschwämmchen nicht dextrinoid sind, war mir nicht bewusst (das Teil mikroskopiert man viel zu selten). Dachte, Pholiota sei allgemein dextrinoid?! Ich achte immer auf das teilweise Hochlupfen (bzw. Ablösen) der äußersten Sporenwand (die Sporen haben einen etwas zu großen "Mantel", gerade an der Plage sieht man oft, dass sich da was ablöst).
Das steht nämlich weder im B&K Pilze
der Schweiz noch in Giftpilze von Bresinsky und Besl. Walter Pätzold hat
uns das letztes Jahr im Fortgeschrittenen II-Kurs erzählt.
Wenn Walter das als Merkmal erklärt, dann wirds auch stimmen. Jedenfalls für Europa. Ausnahmen gibt es meistens (so z. B, sogar amyloidsporige Filzröhrlinge 
Grüße, Christoph