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...von Keulen und Korallen, von Kazuya *PIC*

Notizbrettbildservice, (vor 8760 Tagen)

Hallo,
nach den kleinen Sklerotienkeulchen kommt nun, wenn man so will, eine Fortsetzung. Natürlich gibt es auch größere Keulen, doch sind diese meist selten. Einige häufige möchte ich hier vorstellen.
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Dies ist die recht gut bekannte Röhrige Keule (Macrotyphula fistulosa). Normalerweise werden die Fruchtkörper bis 20 cm hoch. In diesem Fall ist es die kleine Varietät, die Laubholzäste besiedelt und wahrscheinlich durch Witterungsverhältnisse klein gebliben ist. Diese verkrüppelten Formen sind um einiges häufiger als die Normalform.
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Ganz weiß und stark runzelig ist die Runzelige Keule (Clavulina rugosa). Die Fruchtkörper wuchsen massenweise
in einem Mischwald (Tannen, Kiefern und einige Laubbäume wie Buchen).
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Keine Keule, aber verwandt mit der Runzeligen Keule, die Kammkoralle (Clavulina cristata). Sie ist besonders im Sommer an Wegrändern recht gut verbreitet. An den spitzen sind winzige Verzweigungen erkennbar. Dadurch ist die Koralle recht gut gekennzeichnet.
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Doch was ist das? Eine Koralle wie diese konnte ich in meiner Literatur jedenfalls nicht vorfinden. Was meint ihr dazu?
Merkmale: Fruchtkörper bis 3 (4) cm hoch, deutlicher Stielteil, der dunkler gefärbt ist als an den Verzweigungen. Sie wuch sin einem Eichenwald unter Gräßern, in der Nähe eines kleinen Bachlaufes.
Viele Grüße,
Kazuya

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Re: ...von Keulen und Korallen, von Kazuya

Josef Christan, (vor 8760 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Kazuya,

bin wieder begeistert von deinen Bildern.
Die Bilder zum Text von Clavulina cristata und Macrotyphula fistulosa sind vertauscht.
An dem fraglichen letzen Bild bin ich sehr interessiert. Leider kann ich dir
dazu keinen Namen geben. Aber wenn du Material von den Frk. hast, so würde ich mir dieses gerne Ansehen vielleicht kann ich dir da weiterhelfen.

Mit herzlichen Grüßen

Josef

Hallo,

nach den kleinen Sklerotienkeulchen kommt nun, wenn man so will, eine
Fortsetzung. Natürlich gibt es auch größere Keulen, doch sind diese meist
selten. Einige häufige möchte ich hier vorstellen.

Dies ist die recht gut bekannte Röhrige Keule (Macrotyphula fistulosa).
Normalerweise werden die Fruchtkörper bis 20 cm hoch. In diesem Fall ist
es die kleine Varietät, die Laubholzäste besiedelt und wahrscheinlich
durch Witterungsverhältnisse klein gebliben ist. Diese verkrüppelten
Formen sind um einiges häufiger als die Normalform.

Ganz weiß und stark runzelig ist die Runzelige Keule (Clavulina rugosa). Die
Fruchtkörper wuchsen massenweise
in einem Mischwald (Tannen, Kiefern und einige Laubbäume wie Buchen).

Keine Keule, aber verwandt mit der Runzeligen Keule, die Kammkoralle
(Clavulina cristata). Sie ist besonders im Sommer an Wegrändern recht gut
verbreitet. An den spitzen sind winzige Verzweigungen erkennbar. Dadurch
ist die Koralle recht gut gekennzeichnet.

Doch was ist das? Eine Koralle wie diese konnte ich in meiner Literatur
jedenfalls nicht vorfinden. Was meint ihr dazu?
Merkmale: Fruchtkörper bis 3 (4) cm hoch, deutlicher Stielteil, der dunkler
gefärbt ist als an den Verzweigungen. Sie wuch sin einem Eichenwald unter
Gräßern, in der Nähe eines kleinen Bachlaufes.
Viele Grüße,
Kazuya

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Re: ...von Keulen und Korallen, von Kazuya

Pilzpeter, (vor 8760 Tagen) @ Josef Christan

Hallo Josef,

vorausschicken muß ich, daß ich kaum einen Schimmer von Ramarien habe.
Das Foto von Kazuya hat mich aber zum Blättern in meiner Literatur gebracht und ich habe eine R. curta (Fr.) Schild gefunden, die zumindest vom Habitus und von der FK - Größe zu Kazuyas Bild paßt. Nicht stimmen würde die Farbe, denn die ist bei R. curta wohl mehr ocker.

Gruß Pilzpeter

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Re: ...von Keulen und Korallen, von Kazuya

Josef Christan, (vor 8759 Tagen) @ Pilzpeter

Hallo Pilzpeter,

Ramaria curta hat wesentlich feinere Äste und ist mehrfach verzweig, das Bild von der Typisierungsarbeit von Schild sieht anders aus als der Fund von Kazuya.
Die Farbe von R.curta ist ockergelb aber immer mit oliv (siehe Text) leider ist die Abbildung in der Arbeit von Schild nicht gut, d.h. die Farben stimmen nicht.

Ich denke, das ist überhaupt keine Ramaria und wenn doch so ist sie außergewöhnlich. Etwas Material würde mich schon sehr interessieren.

Grüße
Josef

Hallo Josef,
vorausschicken muß ich, daß ich kaum einen Schimmer von Ramarien habe.
Das Foto von Kazuya hat mich aber zum Blättern in meiner Literatur gebracht
und ich habe eine R. curta (Fr.) Schild gefunden, die zumindest vom
Habitus und von der FK - Größe zu Kazuyas Bild paßt. Nicht stimmen würde
die Farbe, denn die ist bei R. curta wohl mehr ocker.
Gruß Pilzpeter

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@Josef

Pilzpeter, (vor 8758 Tagen) @ Josef Christan

Ramaria curta hat wesentlich feinere Äste und ist mehrfach verzweig, das Bild
von der Typisierungsarbeit von Schild sieht anders aus als der Fund von
Kazuya.
Die Farbe von R.curta ist ockergelb aber immer mit oliv (siehe Text) leider
ist die Abbildung in der Arbeit von Schild nicht gut, d.h. die Farben
stimmen nicht.
Ich denke, das ist überhaupt keine Ramaria und wenn doch so ist sie
außergewöhnlich. Etwas Material würde mich schon sehr interessieren.
Grüße
Josef

Hallo Josef,

ich hatte ein Bild aus der ital. "Fungi non delineati" (Bd. XVI)- Ramarien - Arbeit gemeint,in welcher R. curta tatsächlich ohne feine Verästelungen sondern genau so wie auf Kazuyas Foto dargestellt ist, nur eben ist die Farbe ocker, allerdings ohne jeden Olivton. Falls Du diesen Band nicht kennst - da sind 48 versch. Ramarien mit teils sehr guten Fotos abgebildet. Text allerdings auf ital., Schlüssel aber auch in engl. Übersetzung.

Gruß Pilzpeter

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Re: @Josef

Wolfgang P., (vor 8758 Tagen) @ Pilzpeter

Falls Du diesen
Band nicht kennst - da sind 48 versch. Ramarien mit teils sehr guten Fotos
abgebildet. Text allerdings auf ital., Schlüssel aber auch in engl.
Übersetzung.

:-)))))
Schön, dass in solche Fettnäpfchen nicht nur ich trete...

Ich glaube nicht, dass Josef größere Ramarien-Arbeiten entgangen sein sollten?!

Wolfgang

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Re: Pilzpeter

Josef Christan, (vor 8757 Tagen) @ Pilzpeter

Hallo Pilzpeter,

Vielen Dank, aber "Fungi non delineati" (Bd. XVI) habe ich und ich bezweifle, dass das Bild von R. curta in dieser Arbeit richtig ist. Wie manch andere Bilder, die nicht zu den Beschreibungen passen.

Du hast aber recht, die Abbildung hat gewisse Ähnlichkeiten mit der von Kazuya.

Entscheidend ist für mich die Typusarbeit von Schild, und dort vor allem was geschrieben steht, denn bei Abbildungen können immer wieder Scann- oder Druckfehler passieren.

Dank für die Hinweise,
Josef

Hallo Josef,
ich hatte ein Bild aus der ital. "Fungi non delineati" (Bd. XVI)-
Ramarien - Arbeit gemeint,in welcher R. curta tatsächlich ohne feine
Verästelungen sondern genau so wie auf Kazuyas Foto dargestellt ist, nur
eben ist die Farbe ocker, allerdings ohne jeden Olivton. Falls Du diesen
Band nicht kennst - da sind 48 versch. Ramarien mit teils sehr guten Fotos
abgebildet. Text allerdings auf ital., Schlüssel aber auch in engl.
Übersetzung.
Gruß Pilzpeter

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Re:Wolfgang

Josef Christan, (vor 8757 Tagen) @ Wolfgang P.

Hallo Wolfgang,

das war doch kein Fettnäpfchen.

Durch Pilzpeters Ausführungen konnte ich nachvollziehen welches R. curta Bild er meinte und an die italienische Arbeit habe ich im ersten Moment auch nicht gedacht.

Grüße
Josef

Schön, dass in solche Fettnäpfchen nicht nur ich trete...
Ich glaube nicht, dass Josef größere Ramarien-Arbeiten entgangen sein
sollten?!
Wolfgang