Re: Nachlese 30.5.-18.6.19 – Namen
Hallo miteinander!
Der Vollständigkeit halber hier noch die Namen zur Fotostrecke.
Das war alles Peziza arvernensis; die ersten 4 sind eigentlich typische Vertreter des Buchenwald-Becherlings. Die gestielten "Pokale" saßen ursprünglich mit der Oberkante bündig zur Laubschicht, beim Ausgraben kam der Stiel zum Vorschein. Die Frk. waren durch den Wind schon angetrocknet – deshalb die kreideweiße Außenhaut. Mit diesen Bildern wollte ich die Vielgestaltigkeit bzw. die Variationsbreite dieser Art darstellt:
(1) Muschelförmig:
(2) Huch – ein Ohr!
(3) Richtiger Becher mit Größenvergleich:
(4) Mords faltig:
(5) Ein sti(e)lvoller Pokal:
(6) ... geht auch asymmetrisch:
(7) Dieser unreife, aber schön bunte Ascus (BARAL) gehört zu den Pokalen:
Das hier ist Tarzetta catinus:
(8) Den Größten habe ich zuhause nachreifen lassen, nachdem sie am Standort
schon vor Sporenreife am Vertrocknen waren:
(9) Diese Sporen warf er dann ab – alles klar?
Wie Doris schon richtig erkannt hat: Hevella acetabulum
(10) Noch mehr Becher, diesmal mit rippigen Verstärkung für besser Statik
(11) Anderer Standort:
(12) Der musste zur Absicherung der Art dran glauben:
Zu den jungen Flockis noch eine nachträgliche Beobachtung: Als ich eine Woche später wieder hin kam, gab es keine Spur mehr von den Pilzen – die lieben Säulein haben alle gezielt ausgegraben und im Vorbeigehen schnell noch einen Sklerotien-Porling abgebissen.
Jetzt zu den Röhrlingen – vielerlei habe ich nicht zu bieten. Die Flockis
braucht natürlich niemand zu raten, die hätte ich eigentlich auch zu
Doris‘s letzter Antwort auf mein Pilzrätsel einstellen können. Aber nun
eben hier die gesammelten Werke vom 7. und 14.7.19. Mir kommt es so vor,
als wären die frühen Flockis, vor allem bei Trockenheit, blasser gefärbt.
Der schwarzbraune Samt, den Doris (und ich auch) so liebt, kommt eher im
Herbst?! Erst die vom 7.6.:
Diese hier lagen genauso auf diesen Stamm – anscheinend hat jemand immerhin
gewußt, dass man Pilze zur Bestimmung ganz aus dem Boden nehmen soll,
und hat sie dann einfach so liegen lassen. Der Kleine mit den kräftig
roten Röhren war noch wunderbar knackig und madenfrei:
Diese Flockis vom 14.6. stammen aus einem anderen Wald, kühler und feuchter,
deswegen noch weniger entwickelt und farbenfroher:
Während die vorherigen Bilder alle aus Buchenwäldern (mit eingestreuten
Fichten) stammten, sind diese zwei Babies aus einem Weißtannenwald:
Den Pfefferröhrling (Chalciporus piperatus) hatte Doris auch benannt:
(13) Noch ein Röhrling – hat mich gewundert, dass er schon "da"
ist, obwohl wir in meinen Jagdgebieten noch keine Steinis, keine
Täublinge, keine Scheidenstreiflinge haben:
Ebenso den Sklerotien-Porling (Polyporus tuberaster):
(14) Die nächsten beiden Bilder gehören natürlich zusammen, und Ihr werdet
den Pilz wahrscheinlich erkennen:
Hier gibt‘s nur den Namen des Käfers nachzutragen: Anisotoma humeralis, Behaarter Schulterfleck-Schwammkugelkäfer:
(15) Hier könnte man allenfalls die Gattungen erraten, unreife Myxos = in
diesem Fall keine Chance, aber sicherlich eine Stemonitis
(Fadenstäubchen). Die Hintergrund-Becherchen würde ich mal Mollisia
zuordnen – inzwischen finde ich es doch schade, dass ich davon nix
mitgenommen habe. Der Käfer unter dem Myxo-Eierhaufen ist wohl ein
Pilzkäfer – aber welcher?
Das hier ist der Kronen-Rost oder Faulbaum-Rostpilz (Puccinia coronata):
(16) Hier mein erster Versuch mit parasitären Phytomyceten ... auf Faulbaum
dürfte diese häufige Art wohl ohne größeren Aufwand/Literatur zu benamsen
sein!?
Das Kitz hatte ich bei der letzten Fotostrecke vergessen, lag im anderen
Ordner und ist vom 24.5.19 – ungewöhnlich kräftig gefärbt:
Viele Grüße – Rika
