Re: Ein bisschen was geht immer...
Hallo Rika,
eine ganz wunderbare Zusammenstellung von Dir. Es freut mich zu sehen, daß da doch noch so einiges gegangen ist.
Bei den Morcheln war es in Österreich zuerst zu trocken und zu warm, hier war es so ziemlich OK, bin aber in die auslaufende Saison gekommen.
Apropos Eschen - es gibt noch größere und alte Exemplare, aber auch hier und in Österreich fallen die Bestände vielerorts zusammen - schade.
Betreffend Morchel-Arten - auf dieser Seite sind eine ganze Reihe aufgeführt:
https://ascomycete.org/2000-Pezizales/cid/180/Morchellaceae
und das Buch Les Morilles von Emile Jaquetant ist ganz toll.
https://www.abebooks.fr/9782850470523/morilles-Jacquetant-Emile-285047052X/plp
Morchelbecherlinge habe ich schon lange keine gesehen - ich habe aber auch nicht bewusst danach gesucht.
Gleich neben den Morcheln ist mir gestern auch der Gelbstieliger Nitrathelmling untergekommen - ich finde die Namen immer wieder toll.
Und heute haben wir, so wie Du auch, Stockschwämmchen gesichtet.
Weiterhin viel Erfolg beim Finden, viele Grüße aus Basel sendet Dir
Rainer
Hallo miteinander!
Mit den Morcheln war hier UmUlmHerum nicht gerade viel los. Ich vermute, es
war ihnen zu kalt, wir hatten bis vor wenigen Tagen immer wieder
Nachtfröste. Dazu kommt, dass viele der großen Eschen in meinen besten
Morchelwäldern schon dem Falschen Weißen Eschen-Becherchen zum Opfer
gefallen oder prophylaktisch gefällt worden sind.
Die wenigen Hochsträß-Speisemorcheln (550 - 600 mNN) waren alle klein
geblieben, ebenso die an der Donau (480 mNN). An der Iller sah es
größenmäßig zwar besser, aber mengenmäßig noch schlechter aus. Dafür gab
es dort Morchelbecherlinge in nie zuvor gesehener Größe & Menge! Und
noch 5 Halbfreie / Käppchen-Morcheln. RiMu- oder andere Spitzmorcheln sah
ich keine einzige – wie auch, wenn die Leute vor dem Haus nun
Schottergärten statt Mulch haben.(1) Meine Erste in 2022: Kleine Hochsträß-Morchel vom 26.04.22
(2) Unten an der Donau... Dass Ameisen ihren Nachwuchs gerne von unten in die
sicheren, sonnengewärmten Hohlräume von Speisemorcheln tragen, sieht man
öfter. Neu war mir, dass "man" die Morchel einfach komplett in
den Bau integriert.(3) An der Iller waren die Morcheln zwar in ordentlicher Größe, aber es gab
nur wenige.(4) Ebenfalls an der Iller gab es die o.a. Morchelbecherlinge – groß &
viele!(5) Weiter nördlich, kurz vor der Mündung in die Donau entdeckte ich noch die
5 Käppchen-Morcheln.(6) So sah die Becherlingsbeute aus, wobei ich beileibe nicht alle
mitgenommen habe. Die Katze hat übrigens gute 5 kg, falls Ihr sie als
Größenvergleich heranziehen wollt...(7) Das war die Iller-Morchel-Beute (genetisch gesehen inzwischen bestimmt 3
verschiedenen Arten) – ein Teil davon war schon madig, wie ich zuhause
beim Putzen feststellen musste.
Tja, wie Rainer auch schon schrieb – die Saison ist ziemlich vorüber...
(8) Vorhin inspizierte ich noch mal die Stelle von Foto (1) – und fand noch 2
Morcheln, die jedoch von den Schnecken auch schon entdeckt worden waren.
Im Weiterstöbern dachte ich gerade darüber nach, welche Speisepilze nun im
Jahreslauf als nächste kommen würden (Maipilze sind nicht so mein Ding),
als mir ein Baumstumpf begegnete, auf sich eine Horde Stockschwämmchen den
Weg durchs dicke Moos bahnte – Frage beantwortet:
Die gab´s zum Abendessen, zusammen mit den Morchelfragmenten und
Kartoffelscheiben knusprig angebraten und zum Spargel in die helle
Buttersoße gekippt, mit einem Hauch Muskat und einer Messerspitze Majoran
(Zugeständnis an die Stockis), Petersilie drüber – diese neue Kombination
war lecker!
Heute sah ich immerhin ein paar weitere Arten wie Gesäte Tintlinge und
Gelbstielige Nitrat-Helmlinge (Mycena renati), im Iller-Auwald hatte es
auch eine Kolonie von großen Maiporlingen. Es wird schon werden...
Viele Grüße – Rika
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic339538.jpg)
) – ein Teil davon war schon madig, wie ich zuhause