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Was sind ....

Der Besucher, (vor 8687 Tagen)

...Psilos eigentlich?
Pilze -ist klar... aber zählen sie denn auch zu den Gift-pilzen?... wie der Fliegenpilz oder der Knolli?
Ist denn Psilocybin ein Gift?...(tödliche Dosis?)

Wer kann mir das beantworten.
(Antworten von studierten Mykologen bevorzugt *g*)

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Paralcesus

Karl-Heinz Schmitz, (vor 8687 Tagen) @ Der Besucher

"Alle Ding sind Gift und nichts ohn Gift. Allein die Dosis macht, das ein Ding Gift ist".

Gruß
Karl-Heinz

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Natürlich meine ich Paracelsus *oT*

Karl-Heinz Schmitz, (vor 8687 Tagen) @ Karl-Heinz Schmitz

- kein Text -

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Re: Was sind ....

Huperzia ⌂, (vor 8687 Tagen) @ Der Besucher

...Psilos eigentlich?

Hmm, Psilos sind eine PIlzgattung und eine Pilzuntergattung und zählen wohl zu den Giftpilzen. Der bekannteste heimische Psilo, der Spitzkegelige Kahlkopf (Psilocybe semilanceata) ist also nur einer von mehreren. Ein Giftpilz, weil er die Gifte Psilocybin und Psilocin enthält.

Pilze -ist klar... aber zählen sie denn auch zu den Gift-pilzen?... wie der
Fliegenpilz oder der Knolli?

....zu den Giftpilzen zählen alle Pilze, die unerwünschte Nebenwirkungen haben - Tod ist nur eine davon, auch Bauchweh kann einen Pilz schon "giftig" machen.

Ist denn Psilocybin ein Gift?...(tödliche Dosis?)

Psilocybin oder Psilocin sind wohl nicht tödlich (wenn man nicht gerade im Rausch aus dem Fenster springt, was wohl auch schon vorkam), aber die anderen Nebenwirkungen sind sicher bekannt ;-). Speisepilze sind´s jedenfalls nicht.

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Was sind ....

Der Besucher, (vor 8687 Tagen) @ Huperzia

....zu den Giftpilzen zählen alle Pilze, die unerwünschte Nebenwirkungen
haben - Tod ist nur eine davon, auch Bauchweh kann einen Pilz schon
"giftig" machen.

Hallöchen Tanja ...

Wenn du das sagst glaub ich dir ...
Allerdings miuss ich da jetzt einwerfen das (ohne Werbung machen zu wollen)
ich bei meinen bisherigen Selbstversuchen mit Psilos alles andere als Bauchweh, Übelkeit oder sonstige Vergiftungserscheiungen bemerkt habe.
Abgesehen von einem anfänglichen Völlegefühl. Was aber nicht schlimmer war als eine mörderportion Schokoeis. *g*
Drum fehlte mir der Beweis für die angebliche Giftigkeit.

jetzt wollt ich es halt genau wissen.
Danke.

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Re: Was sind ....

Kazuya, (vor 8687 Tagen) @ Der Besucher

Hallo,
das wot Psilo ist ein Kurzwort für die Pilzgattung Kahlkopf (Psilocybe). Viele von hne sind auf Grund der berauschenden Stofe durchaus als giftig zu bezeichnen, dem Fliegenpilz in den Symptomen nicht unähnlich, aber wesentlich schwächer, niemals tödlich (was auch beim Fliegenpilz nur selten der Fall ist).
Die Fruchtkörper der Pilze werden sei langem als "Drogenersatz" konsumiert und auch verkauft (bes. in der Niederlande).
Viele grüße,
Kazuya

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Giftigkeit von Psilocybin

Georg, (vor 8687 Tagen) @ Der Besucher

Ist denn Psilocybin ein Gift?...(tödliche Dosis?)

Todesfälle beim Menschen sind nicht bekannt geworden.
Tierversuche ergaben folgende LD50-Werte (Dosis bei der 50% der Versuchstiere sterben):

250mg/kg Maus
280mg/kg Ratte
12.5mg/kg Kaninchen

(jeweils intravenöse Verabreichung)

Also wenn man diese Werte auf den Menschen hochrechnet und zugrundelegt,
dass eine mittlere psychedelische Dosis bei ca. 10mg liegt, ist das
Vergiftungsrisiko denkbar gering. Man müßte schon kiloweise Pilze
verzehren um in die Nähe der tödlichen Menge zu kommen.

Georg

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Re: hmmm ... interressant..... aber :

Der Besucher, (vor 8686 Tagen) @ Georg

Todesfälle beim Menschen sind nicht bekannt geworden.
Tierversuche ergaben folgende LD50-Werte (Dosis bei der 50% der Versuchstiere
sterben): 250mg/kg Maus
280mg/kg Ratte
12.5mg/kg Kaninchen
(jeweils intravenöse Verabreichung)

... also wenn das die Giftigkeit beweisen soll ...?

Wenn man den armen viecherln 7UP gespritzt hätt wären sie genauso krepiert.
Ist deswegen 7UP ein Gift?
Na ich weiss nicht.

Vielleicht hat da nocht wer was Wissenswertes über das Thema auf Lager.
Etwas das die Giftigkeit beweisen würde...

Oder anders gefragt ... welche Schäden können im Menschlichen organismus bei einmaligem bis langzeitgebrauch entstehen?
Kennt sich da wer aus?

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Re: hmmm ... interressant..... aber :

Georg, (vor 8686 Tagen) @ Der Besucher

... also wenn das die Giftigkeit beweisen soll ...?
Wenn man den armen viecherln 7UP gespritzt hätt wären sie genauso krepiert.
Ist deswegen 7UP ein Gift?
Na ich weiss nicht.

Das ist die übliche Methode um die Toxizität zu bestimmen. 7Up ist nichts weiter als Zuckerwasser.
Und das ist auch in großen Mengen ungiftig.

Oder anders gefragt ... welche Schäden können im Menschlichen organismus bei
einmaligem bis langzeitgebrauch entstehen?

Wie ich schon sagte: Psilocybin ist praktisch ungiftig. Auch bei häufigerer
Einnahme über einen längeren Zeitraum sind daher keine
Organschäden zu erwarten. Die psychischen Wirkungen sind ein anderes Thema.

Georg

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Mal was Chemisches

EricS ⌂, (vor 8686 Tagen) @ Der Besucher

Anbei die chemischen Charakteristika von Psilocybin, selbst auf die Gefahr hin, daß es Dich nicht die Bohne interessiert. Vielleicht finden es ja andere ganz interessant. Ansonsten kann man sich wohl Georgs Posting ansehen, in dem alles wesentliche enthalten ist. Psilocybin ist auch in anderen Pilzen als den "Psilos" enthalten (so in einigen Rißpilzen, in einer (oder mehreren - was meinst Du, Georg?) Dachpilzart u.a.m.). Es gibt jedoch auch Arten aus der Gattung Psilocybe, die ein sehr viel höheren Gehalt an den Toxinen haben und nicht ganz ungefährlich, wenn auch nicht tödlich, sind.

Und nun die allgemeine Info:

Psilocybin

{3-[2-(Dimethylamino)-ethyl]-4-indolyl-dihydrogenphosphat, Indocybin}.

C12H17N2O4P, MG. 284,27, farblose Krist., Schmp. 185–195° (wasserfrei), 220–228° (Hydrat), lösl. in Wasser, wenig lösl. in Alkohol, unlösl. in Chloroform u. Benzol. P. ist ein Indol-Alkaloid aus dem mexikan. Rauschpilz Teonanácatl („Gottesfleisch“, Psilocybe mexicana); der in Mexiko heim. Giftpilz läßt sich auch züchten . P. ist das erste in der Natur vorgefundene, phosphorylierte Indol-Deriv. u. ein Rauschgift (Halluzinogen). Chem. ist es als Tryptamin-Deriv. verwandt mit Serotonin. Die orale Aufnahme ruft Farbvisionen, ein Gefühl der Bewußtseinserweiterung, auch der Persönlichkeitsspaltung u. eine stark erhöhte Lichtempfindlichkeit hervor. P. u. das mit ihm zus. vorkommende, unveresterte Psilocin [3-(2-Dimethylaminoethyl)-indol-4-ol, CAS [520-53-6], C12H16N2O, MG. 204,27; farblose Platten, Schmp. 173–176°, ein Isomeres des Bufotenins] haben ca. 1% der Wirkung des Lysergsäurediethylamids. Ihre Toxizität (LD50 Maus i.v.: 280 mg/kg, Kaninchen 12,5 mg/kg) ist dabei geringer als die des Meskalins. Psilocin ist synthet. Vorläufer des Psilocybins. Es bildet sich im Körper infolge metabol. Dephosphorylierung aus P. u. stellt das ZNS-aktive Wirkprinzip dar. In Psilocybe-Arten sind neben P. u. Psilocin in geringer Menge die Psilocin-Deriv. Baeocystin (CAS [21420-58-6], C11H15N2O4P, MG. 270,22, Schmp. 254–258°) u. Norbaeocystin (C10H13N2O4P, MG. 256,20, Schmp. 188–192°, Zers.) enthalten. P. fällt unter das Betäubungsmittelgesetz.

Quelle: Römpp

Viele Grüße: Eric

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Re: Mal was Chemisches

Georg, (vor 8686 Tagen) @ EricS

Hi Eric,

Vielleicht finden es ja
andere ganz interessant.

Genau. Ich z.B.

in einer (oder mehreren - was meinst Du, Georg?) Dachpilzart

In Mitteleuropa ist das nur Pluteus salicinus, der Graugrüne Dachpilz.
Er enthält 0.1 bis 1% Psilocybin (in der Trockenmasse) und ist in feuchteren Laubwäldern
auf besseren Böden ein ziemlich häufiger Dachpilz.
Verdächtig ist glaube ich noch P. cyanopus. Der ist aber so selten, dass
es keine verlässlichen chemischen Untersuchungen gibt.
P. ephebeus enthält auch Tryptamin-Derivate, aber kein Psilocybin.
Außereuropäische Pluteus-Arten enthalten teilweise ebenfalls Psilocybin:
so z.B. die brasilianische Art P. glaucus

u.a.m.). Es gibt jedoch auch Arten aus der Gattung Psilocybe, die ein sehr
viel höheren Gehalt an den Toxinen haben und nicht ganz ungefährlich, wenn
auch nicht tödlich, sind.

Welche sollen das denn sein? Mir ist davon nix bekannt.

Georg

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Korrektur

EricS ⌂, (vor 8686 Tagen) @ Georg

Hallo Georg,

natürlich hast Du recht. Aufgrund der sehr geringen akuten Giftigkeit des Psilocybins sind keine ernsten körperlichen Schäden zu erwarten/befürchten. Was ich meinte ist, daß z.B. die P.cyanescens in 1g Trockenmasse bis zu 10mg der Alkaloide enthalten kann. Das entspricht etwa der Menge, die in 30 Fruchtkörpern der P.semilanceata enthalten ist. So ging ich davon aus, daß eine so hohe Dosis an psychoaktiven Substanzen (gewissermaßen wie bei Alkohol) unkontrollierte Handlungen hervorrufen kann. Doch nach Dr. Gartz führen solche Dosen i.w. zu Immobilisierung, sodaß dies wohl ausgeschlossen werden kann.

Just to put it correct.

Viele Grüße: Eric