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Lamellenfarbe bei Austernseitlingen

Lamello, (vor 8687 Tagen)

Liebes Forum,
bei meiner Suche nach Austernseitlingen habe ich einige FK entdeckt, die bezüglich Wuchsform, Substrat, Stiel (-ansatz) etc. den Angaben in meinen Bestimmungsbüchern entsprechen. Was mir aber Kopfzerbrechen bereitet, ist die karamel -bis kastanienbraune Farbe der Hutoberflächen bei gleichzeitig deutlich braunen, bis zimtfarbenen Lamellen. Mir ist zwar klar, dass es enorme Farbvariationen gibt (vor einigen Wochen hatte jemand ein paar schöne braune Exemplare hier gepostet), aber so weit ich mich erinnere, wird immer angegeben, dass Aupis weisse bis elfenbeinfarbene Lamellen haben. Meine Frage also: Gibt es bei der Lamellenfarbe die gleiche Variationsbreite wie bei der Hutfarbe?

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Re: Lamellenfarbe bei Austernseitlingen

Huperzia ⌂, (vor 8687 Tagen) @ Lamello

Liebes Forum,
bei meiner Suche nach Austernseitlingen habe ich einige FK entdeckt, die
bezüglich Wuchsform, Substrat, Stiel (-ansatz) etc. den Angaben in meinen
Bestimmungsbüchern entsprechen. Was mir aber Kopfzerbrechen bereitet, ist
die karamel -bis kastanienbraune Farbe der Hutoberflächen bei gleichzeitig
deutlich braunen, bis zimtfarbenen Lamellen. Mir ist zwar klar, dass es
enorme Farbvariationen gibt (vor einigen Wochen hatte jemand ein paar
schöne braune Exemplare hier gepostet), aber so weit ich mich erinnere,
wird immer angegeben, dass Aupis weisse bis elfenbeinfarbene Lamellen
haben. Meine Frage also: Gibt es bei der Lamellenfarbe die gleiche
Variationsbreite wie bei der Hutfarbe?

Hallo,

Der Austernseitling ist in der Farbe rundum ziemlich variabel, aber so dunkel, wie du ihn beschreibst hab ich ihn noch nie gesehen - vielleicht doch irgendwas anderes?
Beschreib ihn doch mal etwas genauer! Wo wuchs er? An welchem Holz?
Wie war die Hutoberfläche?

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Lamellenfarbe bei Austernseitlingen

Lamello, (vor 8687 Tagen) @ Huperzia

Hallo,
Der Austernseitling ist in der Farbe rundum ziemlich variabel, aber so
dunkel, wie du ihn beschreibst hab ich ihn noch nie gesehen - vielleicht
doch irgendwas anderes?
Beschreib ihn doch mal etwas genauer! Wo wuchs er? An welchem Holz?
Wie war die Hutoberfläche?
Viele Grüße,
Tanja

Hallo Tanja,

danke für Deine erste Antwort. Ich will eine nähere Beschreibung versuchen: 2 Fundorte – Buche, verletzungsgeschwächt, FK in ca. 3 m Höhe sowie (vermutlich) Buche, Totholz liegend. Hutoberfläche ledrig, rötlich-braun, Randzone bei einigen FK abgesetzt mittelbraun ohne die Rottöne der Hutmitte, trocken, jedoch (witterungsbedingt?) besonders bei ganz jungen Expl. auch gelatinös wirkend, Hutrand eingerollt, bei einigen Expl. Hutrand an der dem Stiel gegenüber liegenden Seite stark eingekerbt, Lamellen bei jungen FK deutlich heller als Hut, bei älteren Expl. jedoch nahezu gleichfarbig, herablaufend, am Ende (also kurz vor Hutrand) gegabelt, Stiel kurz, spitze Basis, Sporenpulverfarbe hell (weiss?), Geruch unauffällig, Geschmack mild.
Leider habe ich keine DigiCam, sonst wäre es sicher einfacher...
Viele Grüße
Wolfgang (Lamello)

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Re: Lamellenfarbe bei Austernseitlingen

gottfried, (vor 8686 Tagen) @ Lamello

hallo lamello,
diese beschreibung paßt überhaupt nicht zum pl. ostreatus. (rottöne/ genatinös wirkend/ unauffälliger geruch). ich bin aber auch vollkommen ahnungslos, welche art das sein könnte!
gruß g

Hallo Tanja,
danke für Deine erste Antwort. Ich will eine nähere Beschreibung versuchen: 2
Fundorte – Buche, verletzungsgeschwächt, FK in ca. 3 m Höhe sowie
(vermutlich) Buche, Totholz liegend. Hutoberfläche ledrig, rötlich-braun,
Randzone bei einigen FK abgesetzt mittelbraun ohne die Rottöne der
Hutmitte, trocken, jedoch (witterungsbedingt?) besonders bei ganz jungen
Expl. auch gelatinös wirkend, Hutrand eingerollt, bei einigen Expl.
Hutrand an der dem Stiel gegenüber liegenden Seite stark eingekerbt,
Lamellen bei jungen FK deutlich heller als Hut, bei älteren Expl. jedoch
nahezu gleichfarbig, herablaufend, am Ende (also kurz vor Hutrand)
gegabelt, Stiel kurz, spitze Basis, Sporenpulverfarbe hell (weiss?),
Geruch unauffällig, Geschmack mild.
Leider habe ich keine DigiCam, sonst wäre es sicher einfacher...
Viele Grüße
Wolfgang (Lamello)

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Wie groß war er denn? *oT*

Huperzia ⌂, (vor 8686 Tagen) @ Lamello

- kein Text -

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Re: Wie groß war er denn?

Lamello, (vor 8686 Tagen) @ Huperzia

Jaja, irgend was vergisst man immer! Aber so was grundlegendes wie die Groesse... na ja. Also: Hutdurchmesser 2-5 cm. Lamello

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Re: Wie groß war er denn?

Andreas ⌂, (vor 8685 Tagen) @ Lamello

Jaja, irgend was vergisst man immer! Aber so was grundlegendes wie die
Groesse... na ja. Also: Hutdurchmesser 2-5 cm. Lamello

Hallo Lamello,

das paßt gut zu meiner ersten Idee die ich zu deinem Pilzfund hatte. Für Austernseitlinge ist die Hutgröße doch deutlich zu klein.
Ich könnte mir vorstellen, dass Du das gallertfleischige Stummelfüßchen (Crepidotus mollis gefunden hast. Der hat beige- bis erdbraune Lamellen, einen jung weißlichen, dann nachdunkelnden Hut und wächst an Laubholz.
"Gallertfleischig" heißt der deshalb weil unter der Huthaut eine gelige Schicht ist, was man gut fühlen kann wenn man den Finger auf den Hut drückt und etwas hin und her bewegt.

Beste Grüße,
Andreas

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Re: Lamellenfarbe bei Austernseitlingen

hellmut, (vor 8686 Tagen) @ Lamello

Liebes Forum,
bei meiner Suche nach Austernseitlingen habe ich einige FK entdeckt, die
bezüglich Wuchsform, Substrat, Stiel (-ansatz) etc. den Angaben in meinen
Bestimmungsbüchern entsprechen. Was mir aber Kopfzerbrechen bereitet, ist
die karamel -bis kastanienbraune Farbe der Hutoberflächen bei gleichzeitig
deutlich braunen, bis zimtfarbenen Lamellen. Mir ist zwar klar, dass es
enorme Farbvariationen gibt (vor einigen Wochen hatte jemand ein paar
schöne braune Exemplare hier gepostet), aber so weit ich mich erinnere,
wird immer angegeben, dass Aupis weisse bis elfenbeinfarbene Lamellen
haben. Meine Frage also: Gibt es bei der Lamellenfarbe die gleiche
Variationsbreite wie bei der Hutfarbe?

Hallo,

nach Deiner Beschreibung könnte es sich um den Gelbstieligen Muschelseitling
-Panellus serotinus- handeln, welcher um diese Jahreszeit relativ häufig
zu finden ist.
Auch die gelatinöse Huthaut spricht für diese Vermutung.

Viele Grüße Hellmut

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Re: Ich denke Du hast Recht, Hellmut! *oT*

gottfried, (vor 8686 Tagen) @ hellmut

- kein Text -

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Re: Lamellenfarbe ...

Andreas 2, (vor 8686 Tagen) @ hellmut

Hallo,

Hellmut scheint mir der Sache schon näher zu kommen (siehe auch http://www.grzyby.pl/gatunki/Sarcomyxa_serotina.htm ). Wie groß waren eigentlich die Fruchtkörper? Ich könnte mir nämlich noch vage Panellus stypticus, den Bitteren Muschseitling ( http://www.grzyby.pl/gatunki/Panellus_stipticus.htm ) vorstellen. Er erreicht aber nicht die Größe des Austerseitlings. Hutbreiten bis 5cm dürften aber noch drin sein. Das ist ebenfalls ein Winterpilz mit zimtbraunem Hut und +/- gleichfarbigen Lamellen. Hutrand ist meist deutlich gekerbt, allerdings würde ich die Lamellen nicht als sehr weit herablaufend bezeichnen. Diese sind meist deutlich strichartig am Stiel abgesetzt. Auch ist der Geruch eher schwach unangenehm und der Geschmack etwas zusammenziehend süßlich-bitter. Deine beschriebenen Farben passen zu beiden Arten nicht ideal, was aber der vorangegangenen, längeren Frostperiode zu schulden sein kann?

Gruß A2

Hallo,
nach Deiner Beschreibung könnte es sich um den Gelbstieligen Muschelseitling
-Panellus serotinus- handeln, welcher um diese Jahreszeit relativ häufig
zu finden ist.
Auch die gelatinöse Huthaut spricht für diese Vermutung.
Viele Grüße Hellmut

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Re: Könnte passen!

Lamello, (vor 8686 Tagen) @ hellmut

Hallo,
nach Deiner Beschreibung könnte es sich um den Gelbstieligen Muschelseitling
-Panellus serotinus- handeln, welcher um diese Jahreszeit relativ häufig
zu finden ist.
Auch die gelatinöse Huthaut spricht für diese Vermutung.
Viele Grüße Hellmut

Panellus serotinus könnte passen! Zuerst hatte ich diese Lösung verworfen, weil der Stiel so gar nichts gelbes hatte, aber nach Deinem Hinweis nochmal nachgelesen. Gerhardt (Gr. BLV-Pilzführer) gibt ihn mit gelb bis ocker an – das passt. Auch die feine Schuppung glaube ich zu erkennen. Vielen Dank! Lamello

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Re: Könnte passen!

Andreas ⌂, (vor 8685 Tagen) @ Lamello

Panellus serotinus könnte passen! Zuerst hatte ich diese Lösung verworfen,
weil der Stiel so gar nichts gelbes hatte, aber nach Deinem Hinweis
nochmal nachgelesen. Gerhardt (Gr. BLV-Pilzführer) gibt ihn mit gelb bis
ocker an – das passt. Auch die feine Schuppung glaube ich zu erkennen.
Vielen Dank! Lamello

Hallo,

wenn die Lamellen wirklich wie Du geschrieben hast, braun bis zimtfarben sind, dann kann das kaum passen. Ich bleibe bei meinem Tipp von Crepidotus mollis (Gallertfleischiges Stummelfüßchen).
Die Hutfärbung (karamel- bis kastanienbraun) könnte vielleicht auch durch das heruntergefallene Sporenpulver verursacht worden sein? Denn frisch und jung müßten die Hüte weißlich sein, erst später werden sie brauner.

Beste Grüße,
Andreas

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Re: Könnte passen!

Andreas 2, (vor 8685 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas und die Anderen,

ich weiß zwar, dass heutzutage alles möglich ist, aber hast du Crepidotus mollis schon mal im Winter nach solchen Frostperioden gefunden? Bis Ende Dezember kenne ich sie auch, aber nur wenn es davor keine größeren Frosteinbrüche gab.

Gruß A2

wenn die Lamellen wirklich wie Du geschrieben hast, braun bis zimtfarben
sind, dann kann das kaum passen. Ich bleibe bei meinem Tipp von Crepidotus
mollis (Gallertfleischiges Stummelfüßchen).
Die Hutfärbung (karamel- bis kastanienbraun) könnte vielleicht auch durch das
heruntergefallene Sporenpulver verursacht worden sein? Denn frisch und
jung müßten die Hüte weißlich sein, erst später werden sie brauner.
Beste Grüße,
Andreas